Alle Artikel der Kategorie Top-Themen

Am Wochenende: ZEIT-Debatte in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. Oktober 2010 um 17:13 Uhr

Student Oliver Bock beim Training des Debattierclubs.

Der Greifswalder Debattierclub wird am kommenden Wochenende vom 29. bis 31. Oktober einen bundesweiten Debattierwettstreit ausrichten. Die renommierte „ZEIT-Debatte“ ist die bekannteste Plattform für junge Debattierkünstler im deutschen Sprachraum und findet fünf Mal im Jahr statt. Im Februar 2010 hatten Mitglieder des Greifswalder Debattierclub eine solche Debatte in Stuttgart gewonnen.

Die Tradition studentischer Debattierclubs kommt eigentlich aus dem englischen Sprachraum. In Deutschland gibt es die meisten Debattiervereine erst seit etwa 10 Jahren. Seitdem gibt es auch den Greifswalder Club.

Debatten im parlamentarischen Stil

Der Vorsitzende Rafael Heinisch und sein Team vermitteln an Kommilitonen, wie man in Debatten erfolgreich ist.

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The Social Network – Geschichte eines Erfolgs

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. Oktober 2010 um 16:10 Uhr

Mit einer einzigen Idee, einem Geniestreich, als junger Mensch Milliardär werden: Gibt es überhaupt jemanden, der nicht davon träumt? Die Geschichte von Mark Zuckerberg ist solch eine Erfolgsgeschichte, eine Verkörperung des modernen amerikanischen Traums. David Fincher („Der seltsame Fall des Benjamin Button“) verfilmt auf der Grundlage des Romans „Milliardär per Zufall“ von Ben Mezrich die Entwicklungsgeschichte des weltweit beliebtesten sozialen Netzwerks Facebook.

Mark Zuckerberg, gespielt von Jesse Eisenberg, ist ein junger Informatikstudent an der amerikanischen Elite-Universität Harvard. Sein Hauptinteresse liegt darin, in eine der Studentenverbindungen zu kommen, durch die er sich ein angenehmeres Leben erhofft. Als seine Freundin deshalb mit ihm Schluss macht, will er sich an ihr rächen und programmiert eine Seite, auf der Studenten ihre Kommilitoninnen bewerten können. Sein bester Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) hilft ihm dabei.

Facebook me!

Mark Zuckerberg wird von Jesse Eisenberg vielseitig gespielt.

Durch diese Seite, die über Nacht das Netzwerk der Uni lahmlegt, werden die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss auf das junge Genie Mark aufmerksam. Sie bitten ihn, die Seite HarvardConnection zu programmieren. Daraus entwickelt Mark die Idee zu Facebook, welches ein durchschlagender Erfolg an der Elite-Uni wird. Seine Idee ist so einfach wie genial, jeder Student soll alles über seine Kommilitonen in Erfahrung bringen können. „Facebook me“  wird die beliebteste Aufforderung unter den Studenten. Was anfangs nur als kleines Netzwerk für den Campus gedacht war, verbreitet sich schneller als ein Computervirus in allen Computern von Studenten. So wird der Napster-Erfinder Sean Parker (Justin Timberlake) auf Zuckerbergs Projekt aufmerksam und umgarnt das Genie. Zwischen Eduardo und Sean entsteht schnell eine Rivalität, denn beide haben unterschiedliche Geschäftsideen für Facebook. Dabei zieht Eduardo den Kürzeren und verliert am Ende alle Anteile an facebook.com.

Parallel zur Entwicklungsgeschichte von Facebook zeigt der Film die beiden Gerichtsprozesse, mit denen Mark Zuckerberg Jahre nach dem Aufbau der Internetseite konfrontiert wird: Sein ehemals bester Freund verklagt ihn, weil er ausgebootet wird; die Winklevoss-Zwillinge sehen in Facebook Diebstahl geistigen Eigentums. Mit der Überschrift behält der Film also Recht, man kann eben wirklich nicht 500 Millionen Freunde haben ohne ein paar Feinde.

„The Social Network“ läuft seit dem 7. Oktober und steht momentan auf Platz 5 der deutschen Kinocharts, was nicht verwunderlich ist. Primär ist der Film interessant für junge Leute, die Facebook aktiv mehrmals am Tag nutzen. Dabei zeigt der Film auch die typischen Symptome von Berühmtheit. Die Kläger gegen Mark Zuckerberg wollen etwas ab von dem großen Kuchen, von dem vielen Geld.  Jesse Eisenberg stellt den Facebook-Erfinder jedoch am Ende nicht anders dar als am Anfang: Als charakterlich vielschichtigen, teilweise frechen jungen Mann, der weiß, was er geschaffen hat mit dieser Internetseite.

Etwas anderes als Lob kann ich für diesen Film nicht aussprechen. Durch Komplexität wird die Handlung verdichtet und zusammengefasst, was jedoch niemals dazu führt, dass man dem Geschehen nicht mehr folgen kann. Selbst Justin Timberlake, seines Zeichens Sänger und Designer, stellt einen durchaus überzeugenden, merklich geldgierigen Geschäftsmann dar. Spannend ist es natürlich, die Debatte darum, wie viel Fakt und wie viel Fiktion in dem Film vorhanden ist, weiterzuverfolgen.

Bild: Sony Pictures

Immer im Gespräch: Bologna

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Oktober 2010 um 16:50 Uhr

Thomas Schattschneider wird als LKS-Vertreter im Podium anwesend sein.

Seitdem es seit 1999 die Bachelor- und Masterstudiengänge gibt, wird über sie diskutiert. Die einen bemängeln die zu starke Verschulung der Studiengänge, andere in erster Linie den Namen der Abschlüsse, wiederum andere fordern die Abschaffung des Bologna-Systems und die Rückkehr zu den ursprünglichen Diplom- und Magisterstudiengängen. Aufgrund zahlreicher praktischer Probleme bei den Bachelor-Master-Studiengängen besteht seit einiger Zeit ein Konsens darüber, dass es einer Reform der Bologna-Reform bedarf. Die Debatte wurde in den vergangenen Jahren vorwiegend durch diverse Bildungsstreikbündnisse voran getrieben. In die öffentliche Diskussion haben sich jedoch nicht nur linke Studierenden und Studierendenvertreter, sondern seit einiger Zeit auch Liberale und Konservative eingeschaltet.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung beteiligt sich ebenfalls an der Debatte. Zusammen mit der Liberalen Hochschulgruppe Greifswald (LHG) führt sie am Donnerstag, dem 28. Oktober um 18 Uhr im Konferenzsaal des Unihauptgebäudes in der Domstraße 11 eine Podiumsdiskussion unter dem Motto “Bologna 2010 – Lust und Frust im Bildungsdschungel” durch. Als Referenten werden Professor Dr. Alexander Wöll, Dekan der Philosophischen Fakultät, Hans Kreher, Sprecher für Bildung, Wissenschaft und Kultur in der Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommerns, Thomas Schattschneider als Vertreter der Landeskonferenz für Studierende sowie David Wulff, Geschäftsführer der Müller & Wulff GmbH und der rapidrabbit GbR. auf dem Podium sitzen. Moderiert wird die Veranstaltung von Nikolaus Möbius. Das Grußwort obliegt Juliane Hille vom liberalen Gesprächsforum Greifswald.

Die Podiumsdiskussion befasst sich primär damit, “die Ziele des Bologna-Prozesses in Gegenüberstellung zu dessen Ergebnissen zu diskutieren und nach Möglichkeit Lösungsansätze zu finden”. Dies geht aus der offiziellen Einladung zur Veranstaltung hervor.

Foto: Carsten Schönebeck (webMoritz-Archiv)

Vorlesung aus der Konserve

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Oktober 2010 um 10:19 Uhr

Das Rechenzentrum der Universität Greifswald bietet Dozenten seit diesem Semester an, ihre Vorlesungen digital aufzuzeichnen und über eine spezielle Webseite den Studierenden zugänglich zu machen. webMoritz war bei einem Einsatz des Systems dabei.

E-Learning ist in Greifswald angekommen

Bereits seit drei Jahren gab es im Universitätsrechenzentrum Überlegungen, wie man Vorlesungen digitalisieren könnte, um sie den Studierenden online zur Verfügung zu stellen. Doch bislang war keine Lösung für die verschiedenartigen Anforderungen geeignet. Bei einer Lehrveranstaltung müssen verschiedene Inhalte aufgezeichnet werden, damit ein Onlinenutzer den Lehrstoff überhaupt nachvollziehen kann. Mit dem nun angeschafften System der Marke “tele-TASK” können all die Anforderungen, die an einen digitalen Mitschnitt gestellt werden, erfüllt werden.

GrypsCast: Vorlesung 2.0

Das System, das sich in einem tragbaren Gehäuse befindet, ermöglicht die Aufnahme des Referenten mit Video und Ton, sowie der abgespielten Präsentation. Alles wird später zu einem Video zusammengefasst und von Mitarbeitern des Rechenzentrums auf die GrypsCast-Seite hochgeladen. Um auf die digitalen Mitschnitte zuzugreifen benötigen die Studierenden einen Zahlencode, der vom Dozenten am Anfang des Semesters mitgeteilt wird. Dies ist notwendig da Urheber- sowie Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben müssen. Über GrypsCast können die Mitschnitte mit jedem beliebigen Computer betrachtet werden. Der Zugriff mit mobilen Geräten wie Smartphones ist in einer späteren Phase des Projekts angedacht.

Das Rechenzentrum als Dienstleister

Der große Vorteil des angeschafften Systems ist, dass sich der Dozent nicht mit der Technik auseinandersetzen muss. Mitarbeiter des Rechenzentrums übernehmen die Aufnahme und Bearbeitung der Mitschnitte. Auch spielt es keine Rolle, welche Hardware der Dozent für seine Präsentation benutzt. Alle Computer die einen VGA-Ausgang besitzen können an das System angeschlossen werden, um die Bildschirmpräsentation des Dozenten zu erfassen. Die Mitschnitte können über das Rechenzentrum, wenn benötigt, innerhalb von zwei bis drei Stunden hochgeladen werden. Theoretisch sind mit dem System sogar Live-Streams von Vorlesungen möglich. Dazu müsste jedoch weitere Hardware angeschafft werden. Für den Transport des tele-TASK Systems wird demnächst ein “tele-TASK-Mobil” angeschafft, das aus einem Fahrrad mit Anhänger bestehen wird. Man hofft von Seiten der  Universität aus, dass das System gut angenommen wird. Dann stehe auch der Anschaffung von weiteren Geräten nichts mehr im Wege, so Jan Meßerschmidt, Pressesprecher der Universität. Zur Zeit werden nach und nach alle Dozenten über die neue Technik in Kenntnis gesetzt. Professor Michael Herbst nutzt das tele-TASK System bereits für seine Vorlesung “Evangelische Seelsorge”. webMoritz wird in den nächsten Wochen darüber berichten wie das System von Studenten und Dozenten angenommen wurde.

Kommentar:

Digitale Aufzeichnungen von Vorlesungen sind im 21. Jahrhundert eigentlich nichts besonderes mehr. Viele Universitäten bieten ihren Studierenden diesen Service bereits an. Umso besser, dass nun auch die Universität Greifswald aufschließen möchte. Aber welchen Nutzen bringt das System wirklich für Studierende und wird es dazu führen, dass die Teilnehmerzahl der aufgezeichneten Vorlesungen dramatisch sinkt?

Erfahrungen anderer Universitäten haben gezeigt, dass die Teilnehmerzahl stabil bleibt und die Mitschnitte als sinnvolle Ergänzung angenommen werden. Die eigentliche Frage ist wohl eher, ob sich genug Dozenten bereit erklären, das System zu nutzen. Nicht wenige Dozenten stehen dem Thema Internet und Kommunikation feindlich gesinnt gegenüber. Sprüche wie: “Auf E-Mails antworte ich grundsätzlich nicht” und die mangelhafte Nutzung von E-Learning Plattformen wie StudIP, Moodle und HIS erschweren vielen Studenten den Unialltag.

Aber gerade an der Universität Greifswald könnte das neue System auch helfen, ein paar alte Probleme zu lösen. Beispielsweise könnte die obligatorisch überfüllte Methodenvorlesung der Bachelorstudenten damit entlastet werden. Auch könnten die Institute, die vom Einsturz bedroht sind, ihre Lehrveranstaltungen online abhalten. So könnte man die Sanierung von Gebäuden in der Innenstadt sicher weiter in die Zukunft verschieben.Es bleibt also zu hoffen, dass sich das System durchsetzt und rege genutzt wird.

Fotos: Alexander Kendzia, Startseite: Wikimedia

Links:

Soldmannstraße: Altes Uni-Gebäude steht in Flammen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Oktober 2010 um 09:39 Uhr

Die alte Chemie in der Soldmannstraße brennt.

In der “alten Chemie” der Uni Greifswald ist Dienstagmorgen kurz nach 5 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. Eine dicke, schwarze Rauchwolke lag über der Fettenvorstadt und war schon von weitem zu sehen.

Aus dem alten Holzdachstuhl züngelten meterhohe orange-rote Flammen heraus. Gegen 7 Uhr breitete sich das Feuer auf der gesamten dritten Etage des Uni-Gebäudes aus. Der komplette Dachstuhl stand ab da in Flammen.

“Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen. Das wird hier wohl noch den ganzen Tag dauern”, sagt Einsatzleiter Peter Oldenburg, am Einsatzort. Die Greifswalder Berufsfeuerwehr wurde bei der Brandbekämpfung von der freiwilligen Feuerwehr (FFW) Loitz und Dersekow unterstützt. Insgesamt waren mindestens 35 Feuerwehrmänner im Einsatz.

Die FFW Loitz muss mit dem eigenen Leiterwagen anrücken und der Berufsfeuerwehr aushelfen. Die Brandbekämpfung erfolgte nun von zwei Seiten des Gebäudes.

Der Dachstuhl aus Holz und Pappe brennt.

Seit vier Jahren leerstehendes Gebäude der Universität

Kurz vor acht treffen auch Kanzler Wolfgang Flieger und Uni-Verwaltungsmitarbeiter Peter Rief ein, um sich den Schaden genauer anzusehen.

“Die alte Chemie steht seit 2006 leer und sollte eigentlich verkauft werden. Zum Glück sind auch keine Chemikalien mehr im Gebäude. Zur Schadenshöhe kann ich noch nichts sagen”, erklärte Uni-Pressesprecher Jan Meßerschmidt, der ebenfalls vor Ort war und Fotos machte.

Mittlerweile ist der Brandherd unter Kontrolle. Die Brandursache ist noch unklar.

Fotos: Torsten Heil

Schelsky-Prozess geht in neue Runde

Geschrieben von | Veröffentlicht am 25. Oktober 2010 um 23:54 Uhr

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das im Herbst 2008 gegen Wilhelm Schelsky gefällte Urteil in Teilen aufgehoben. Das berichten verschiedene Medien und Agenturen. Schelsky, der seit Mai 2009 wegen überlanger Untersuchungshaft auf freiem Fuß ist, kann deswegen mit einem geringeren Strafmaß rechnen. Der Süddeutschen Zeitung zufolge kann er darauf hoffen, nicht mehr zurück ins Gefängnis zu müssen.

Von Siemens gingen die Zahlungen an die AUB aus.

Wilhelm Schelsky war Protagonist in der Affäre um die Siemens-Scheingewerkschaft “AUB”, die in den Jahren 2007 und 2008 ein Teil der Siemens-Korruptionsaffären gewesen war. Schelsky hatte von Siemens Gelder für den Aufbau der Gewerkschaft “AUB” erhalten, die den Einfluss der IG Metall verringern sollte. Schelsky, der in Lubmin lebt, hatte die Gelder aber wiederum zweckentfremdet und damit großzügig die Greifswalder CDU und den Greifswalder Sportverein GSV gefördert. Er war im Herbst 2008 zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt worden.

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Provinzposse entartet in Hausmeister-Kleinkrieg

Geschrieben von | Veröffentlicht am 25. Oktober 2010 um 22:22 Uhr

Ein Beitrag von Alexander Müller und Torsten Heil

Dieser Mann hat das Anzeigen-Blatt angeblich wieder eingesammelt.

In Greifswald liefern sich eine Verlegerin und der Geschäftsführer der WVG einen erbitterten Kleinkrieg. Dabei überschreiten sie anscheinend nicht nur Grenzen des guten Geschmacks, sondern auch die Schwelle zur Kriminalität. Die Polizei ermittelt.

Als der Optiker Andreas Arnold die Türglocke seines Geschäftes hört, ahnt er noch nicht, dass dieser Moment der Auftakt zu einem neuen Kapitel einer Provinzposse der ganz besonderen Art sein wird. Durch die Tür tritt ein Mitarbeiter des Anzeigenblattes “Stadtgespräch”. Wie immer lässt er ein paar kostenlose Hefte im Laden und setzt seine Tour durch die Geschäfte der Greifswalder Innenstadt fort. Doch diesmal ist etwas anders als sonst.

Nur wenige Minuten nachdem der Verteiler den Optiker verlassen hat, läutet die Türglocke ein weiteres Mal. Ein kräftig gebauter Mann mit grünem Overall und schwarzer Weste betritt das Brillengeschäft. “Wir müssen die Ausgaben vom ‘Stadtgespräch’ wieder mitnehmen, es hat sich dort ein Druckfehler eingeschlichen”, erklärt er dem verdutzten Andreas Arnold. Kurzerhand steckt der Unbekannte alle Hefte ein und verschwindet wieder. Wer ihn geschickt hat, sagt er nicht. Verwundert blickt ihm Andreas Arnold durch sein Schaufenster hinterher und beobachtet, wie noch zwei weitere in grün und schwarz gekleidete Männer die Nachbarläden durchstreifen, überall auf der Suche nach dem kostenlosen Anzeigenblatt. Mehrere Hundert von ihnen werden sie am Ende des Tages eingesackt haben. Bei der Truppe handelte es sich aber keinesfalls um Mitarbeiter des “Stadtgesprächs”. Vielmehr wollen Augenzeugen die Männer mit den grünen Overalls als Hausmeister der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) erkannt haben.

“Das bedroht meine Existenz”

Der Unbekannte versteckte sich hinter einer Aktentasche.

Der Unbekannte versteckte sich hinter einer Aktentasche.

Als Grit Juhnke, Herausgeberin des Stadtgesprächs, von einer verwunderten Leserin über die seltsamen Vorgänge informiert wird, glaubt sie zunächst an einen schlechten Scherz. Von einem Druckfehler in ihrem Heft weiß sie nichts und von einer großflächigen Rückrufaktion erst recht nicht. Sofort fährt sie an den Ort des Geschehens. Noch im Auto beschleicht sie eine düstere Ahnung, wer hinter dem Diebstahl ihrer Hefte stecken könnte. In der aktuellen Ausgabe für Oktober und November befindet sich nämlich ein kritischer Beitrag über die Mieterhöhungen der WVG, illustriert mit einer martialischen Fotomontage mit dem WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit. Das Bild zeigt den Funktionär gefesselt in einem Schandpfahl und der öffentlichen Schmähung preisgegeben. Juhnkes Verdacht: Adomeit könnte seine Hausmeistertruppe von der WVG Diensleistungsgesellschaft (DLG) losgeschickt haben, um die Hefte mit dem unliebsamen Beitrag einzusammeln und zu vernichten. “Das bedroht meine Existenz”, so Juhnke weiter.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, wäre das nur der traurige Höhepunkt einer Privatfehde zwischen zwei Menschen, die jedes Maß im respektvollen Umgang miteinander verloren haben. Adomeit gegen Juhnke – dieser Konflikt schwelt schon seit langem. Bereits im März erschien in Juhnkes Anzeigenblatt ein umstrittener Beitrag über die Mehrkosten der Stadthallensanierung, an der Adomeit als Geschäftsführer der Projektgesellschaft Stadthalle (PGS) maßgeblich beteiligt war. Mithilfe seines Anwalts erwirkte der WVG-Chef wiederum eine Gegendarstellung im aktuellen “Stadtgespräch”. Außerdem ließ er alle Ausgaben aus seinen WVG-Gebäuden entfernen.

“Ich habe nichts gegen Pressefreiheit”

Aber hat der WVG-Chef nun tatsächlich die Grenze zur Kriminalität überschritten und seine Getreuen damit beauftragt, Juhnkes Magazin aus dem gesamten Stadtbild zu beseitigen?

Adomeit will die Vorwürfe nicht kommentieren. Ob er für die unrechtmäßige Rückrufaktion nun verantwortlich ist, will er weder bestätigen noch dementieren. “Ich habe nichts gegen die Pressefreiheit, aber gegen die Darstellung meiner Person im aktuellen Stadtmagazin habe ich mir Rechtsbeistand geholt”, erklärt er weiter.

Fakt ist: Verlegerin Juhnke stellt Strafanzeige wegen Verdachts auf Untreue, Unterschlagung und Diebstahl gegen drei bekannte Tatverdächtige und eine unbekannte Person. Wie Polizeisprecher Axel Falkenberg bestätigt, liegt WVG-Geschäftsführer Adomeit im Fokus der Ermittlungen. Auch die Namen der drei angeblichen DLG-Hausmeister liegen der Polizei vor. “Herr Adomeit wird sich persönlich zu den Vorwürfen äußern müssen”, erläutert Falkenberg das weitere Vorgehen der Beamten.

Doch während die Polizei noch ermittelt, scheint die nächste Runde in der Posse zwischen den Streithähnen Adomeit und Juhnke bereits eingeläutet zu sein. “Wer wie Frau Juhnke den Weg über die Medien geht, der muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen”, poltert Adomeit. Der Punkt, an dem noch eine vernünftige Lösung zwischen zwei vernünftigen Menschen möglich wäre, ist längst überschritten.

Fotos: privat (Unbekannter Mann), Bildschirmfoto (Startseite)

Wo beginnt eigentlich Fiktion? – Vorlesungsreihe im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg

Geschrieben von | Veröffentlicht am 25. Oktober 2010 um 11:57 Uhr

Am kommenden Mittwoch startet im Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg in der Martin-Luther-Straße 14 eine Vorlesungsreihe unter dem Titel „Literatur. Kultur. Theorie“. Der Schwerpunkt in diesem Wintersemester werden die Themen „Fakt und Fiktion: Wirklichkeit, Authentizität und Realismus“ sein. In der Vortagsreihe wird der Diksurs thematisiert, wo genau Fiktion endet und Realität beginnt. Dies wird anhand von gegenwärtigen literatur- und kulurwissenschaftlichen Ansätzen zur Diskussion gestellt.

Der Flyer zur Vorlesungsreihe "Literatur. Kultur. Theorie."

Den Auftakt macht Professor Eckard Schumacher mit seiner Lesung „Fiktionsfiktion. Über die Realität der Literatur“ am 27. Oktober. Schumacher ist Lehrstuhlinhaber für neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für die deutsche Philologie. Von ihm stammt auch das Konzept der Vortragsreihe.

Weiterhin folgen am 24. November eine Vorlesung zur deutschen Literaturgeschichte der empathischen Moderne von Professor Moritz Baßler der Universität Münster. Am 12. Januar spricht Professor Susanne Knaller der Universtität Graz dann über visuelle Wirklichkeit in Kunst und Literatur.

Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 18.15 Uhr und dauert voraussichtlich 90 Minuten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Leckerbissen also – nicht nur für Germanistikstudenten.

Flyer: Veranstalter

Mystery in der Anglistik: NoX News – The Truth is Out There

Geschrieben von | Veröffentlicht am 25. Oktober 2010 um 11:29 Uhr

Werden Scully und Mulder (Anke Krüger und Sven Müggendorf) die paranormalen Geschehnisse an der Anglistik aufdecken können?

Auf unerklärliche Weise verschwinden an der Greifswalder Universität Studierende. Ein Fall für Scully (Anke Krüger) und Mulder (Sven Müggenburg). Es riecht nach Verschwörung, Manipulation und Korruption. Wer wissen möchte, inwiefern es den beiden gelingt, die rätselhaften Vorfälle aufzuklären, der muss diesen Dienstag, den 26. Oktober, um 20 oder 21 Uhr in die Kiste und sich „NoX News: The Truth Is Out There“ selbst anschauen. Der Film wurde im letzten Sommersemester unter der Leitung von Dr. Annette Brauer von circa 25 Studierenden der Anglistik und Amerikanistik gedreht. Einen Vorgeschmack gibt der Trailer.

Vor der Premiere am Dienstag sprach der webMoritz mit der Leiterin Dr. Annette Brauer und den studentischen Darstellern Mike Lange, Sven Müggenburg und Christoph Müller über die Entstehung des Films.

webMoritz: Wie ist denn jetzt nach den abgeschlossenen Dreharbeiten euer Gefühl für den Film?

Sven Müggenberg: Etwas komisch, weil wir die Szenen immer einzeln gedreht haben und somit immer nur über unsere Szenen etwas wissen. Nach Beendigung der Dreharbeiten haben wir nichts mehr vom fertigen Film gesehen. Wir wissen also auch noch nicht, wie der Film geworden ist, sondern haben nur unsere Szenen im Kopf und vertrauen auf Frau Bauers fachliche Kompetenzen.

Mike Lange: Frau Brauer ist bisher die Einzige, die weiß, wie der Film geworden ist und wir anderen sind schon wahnsinnig gespannt.

Anette Brauer: Ja das stimmt. Während meine Studierenden im August fleißig an ihren Hausarbeiten geschrieben haben, habe ich den Film auf knapp zwanzig Minuten zusammengeschnitten und bin jetzt natürlich unheimlich gespannt, wie sie den Film aufnehmen werden.

webMoritz: Das Schneiden haben komplett Sie übernommen, und wie liefen die anderen Prozesse, beispielsweise Drehbuchkonzeption und Einführung in die Kameratechnik?

Brauer: Am Anfang stand die Idee, etwas zu Conspiracy und den X-Files zu machen. Für die Entwicklung der Story haben wir gemeinsam Ideen gesammelt und dann die Studierenden in verschiedene Gruppen eingeteilt, so dass diese jeweils für einen Teil der Story verantwortlich waren.

Christoph Müller: Ja, wir hatten zunächst einen Entwurf angefertigt, in den verschiedene Ideen eingearbeitet wurden, die uns einfielen.

Brauer: Es war ein wirklich kreativer Prozess und ganz offen im Ausgang.  Einige Ideen der Studierenden waren ganz schnell Teil der Story und andere brauchten etwas länger und mehrere Überzeugungsversuche.

Mike: Ich sage nur: „das“ Z-Wort… - alle lachen -

webMoritz: Vorkenntnisse waren ja nicht erforderlich für das Mitwirken beim Projekt, wie gestaltete sich also die Einführung in die technischen Aspekte?

Christoph: Ich persönlich bin schon seit Jahren ein großer Film-Fan. Ich liebe es, Filme zu schauen und mich mit ihnen zu beschäftigen, daher war für mich sofort klar, als ich von diesem Projekt gelesen habe, dass ich da mitmache.

Brauer: Ich hab’ ja keine Filmwissenschaften studiert. Wir sind alle Autodidakten. Diesmal wollten wir zum Beispiels das Arbeiten mit einer Green-Screen ausprobieren.

(v.l.n.r.) Sven Müggendorf, Dr. Annette Brauer, Mike Lange und Christoph Müller.

Christoph: Na ja, man muss aber auch sagen, dass es sich dabei nur um einen kleinen Green Screen handelt und keinen großen aus Hollywood, wo die Schauspieler immer sagen, dass das für sie eine besondere Herausforderung darstellt.

Sven: Zumal wir die Anweisungen für die Special Effects wie ganz normale Regieanweisungen verstanden haben. Es war also keine wirkliche Umstellung für uns, darauf zu reagieren.

Mike: Einige Szenen erforderten eine Choreografie und mussten oft geprobt und mehrfach gedreht werden. Wenn dann noch viel Bewegung dazukam, konnte man ganz schön ins Schwitzen kommen.

Brauer: „Das“ Z-Wort…

webMoritz: Wie gestalteten sich eigentlich die Dreharbeiten, insbesondere die Organisation und Zuverlässigkeit?

Christoph: Dank der modernen Technik verlief das eigentlich alles reibungslos per Handy und E-Mail.

Brauer: Man konnte ja ganz problemlos noch in der Nacht eine Mail schicken…

Mike: …und die wir dann natürlich auch in der Nacht gelesen haben –alle lachen-

Brauer: Und die Termine wurden an unsere anderen Lehrveranstaltungen angepasst. So haben wir eben auch mal am Wochenende gedreht, einmal sogar fast 14 Stunden, nicht Sven?

Sven: Das war am Ende des Tages schon anstrengend, aber da man dann so in der Sache drin war, empfand ich das nicht als so anstrengend und es hat sogar Spaß gemacht, zumal uns Frau Brauer auch immer mit Essen und Erfrischungen versorgt hat.

webMoritz: Auf der Homepage des Filmes ist zu lesen, dass das erste Videoprojekt bereits 2007 mit einer Hommage an „Star Trek“ begann. Wie kam es damals dazu?

Brauer: Die Idee entstand nach der universitätsweiten Ringvorlesung zum Thema Star Trek. Nur wollten wir irgendwann nicht mehr alles ausschließlich rezeptiv behandeln, sondern selbst aktiv werden. Unter den Trekkies waren Hobbyfilmer und so riefen wir dieses Projekt ins Leben. Ja, und da wir unheimlich viel Spaß beim Drehen hatten und unser Star Trek-Film so gut angekommen ist, wurde das Projekt fortgesetzt. Ich finde, wir werden von Mal zu Mal besser.

webMoritz: Und es wird auch nächstes Semester weiter geführt?

Brauer: Oh ja, wir werden sogar von der Anglistik/Amerikanistik gefördert, das heißt, dass wir wohl eine zweite Kamera und sogar einen Schneidecomputer bekommen, womit endlich die Studierenden wirklich in das Schneiden einbezogen werden können. Zusätzlich bekommen wir noch Unterstützung von Conny Loder (Anm. d. Red.: Dozentin für Englische Literatur am Institut für Anglistik), die bereits Schauspielerfahrung hat. Es wird also großes Kino beim nächsten Mal. -lacht-

Mike: Außerdem zeigen schon einige Leute, die beim aktuellen Projekt mitgewirkt haben, reges Interesse, im Sommer auch wieder einzusteigen.

webMoritz: Ebenfalls ist zu lesen, dass es in „No X News“ um das mysteriöse Verschwinden von Studierenden an der Anglistik gehen wird. Vor dem Hintergrund der Verlagerung der anglistisch-amerikanistischen Fachbibliothek in die Universitätsbibliothek während der Semesterferien und den aktuellen Vorkommnissen im Historischen Institut, erhält der Film auf diese Weise sogar hochschulpolitischen Bezug.

Mike: Wir haben uns halt mit Dingen beschäftigt, die unser Studium betreffen.

Brauer: Dass die Bibliothek in der Realität verschwand, hätten wir uns nicht einmal träumen lassen. Für uns ist das Institut ja mittlerweile Alltag, das heißt, wir nehmen es gar nicht mehr so wahr wie Außenstehende. Beim Filmen brauchten wir kaum was ändern, um eine gruselige Atmosphäre zu schaffen… -lacht-

Christoph: Ja, man musste nur genauer hinschauen, dann hat man immer schon etwas gefunden.

Sven: Es zeigt ja auch, dass eben für die Geisteswissenschaften nicht so viel getan wird oder investiert wird, wie es eigentlich sein sollte. Vor allem, wenn man den Vergleich zur Medizinischen Fakultät sieht.

Mike: Meine damalige Englischlehrerin erzählte mir, dass das Institut schon zu ihrer Studienzeit hier heruntergekommen wirkte – Und sie unterrichtete bereits an meiner Schule, als meine Mutter dort noch Schülerin war…

webMoritz: Wie verlief in diesem Zusammenhang der Kartenvorverkauf? Wurden nur Karten an Studierende der Anglistik verkauft, oder fanden sich auch  Interessenten von anderen Instituten?

Brauer: Zunächst muss man sagen, dass wir den Vorverkauf für die Hälfte der vorhandenen Premierekarten dieses Jahr nur eingerichtet haben, weil wir letztes Mal einfach überwältigt waren von dem Ansturm an der Abendkasse.

Christoph: Viele Karten werden auch von unseren Freunden und Bekannten gekauft, die halt einfach kommen, weil man selbst in dem Film zu sehen ist. Und von denen sind natürlich nicht alle aus der Anglistik.

webMoritz: Könntet ihr vielleicht noch mit wenigen Worten beschreiben, was den Zuschauer erwarten wird?

Mike: Verschwörungstheorien rund ums Studium.

Sven: Ein hochbrisantes Thema eingebettet in Popkultur.

Christoph: Nachrichten einmal anders.

Sven: Expect the unexpected.

Brauer: Genau!

webMoritz: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der Premiere.

Das Interview führte Felix Kremser.

Foto: Felix Kremser, Poster der Veranstalter

CD-Rezension: “Rotten Roma Casino” von Spiritual Front

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Oktober 2010 um 13:42 Uhr

Albumcover "Rotten Roma Casino"

Rom, die ewige Stadt: In einem heruntergekommenen Vorort, in dem tagsüber Obdachlose und nachts Prostituierte die Straßen beherrschen, lädt ein Casino ein, den Sorgen des Alltags für eine gewisse Zeit zu entfliehen. In den verrauchten Räumen – zügelloses Glücksspiel, käuflicher Sex und Whiskey, der einen tiefer und tiefer in einen Abgrund ohne Wiederkehr zu ziehen scheint.

Dieses Szenario hat sich die italienische Band Spiritual Front als Rahmen für ihr neues Album „Rotten Roma Casino“ gewählt, das vor einigen Wochen erschienen ist. Spiritual Front – das sind Frontmann Simone „Hellvis“ Salvatori und seine Mitstreiter. Seit Ende der Neunziger Jahre im Untergrund aktiv, wandte man sich nach martialisch- bis neofolkloristischen Anfängen vor einigen Jahren einer poppigeren Gangart akustischer Musik zu.

Der Sound der Truppe, den sie selbst „Nihilist Suicide Pop“ tauften, setzt sich aus Akustik- und Westerngitarren, Violinen und Trompeten, hin und wieder einem Klavier und Simones variantenreichem Gesang zusammen. Spiritual Front verweben diese zu einem Klangteppich, der den Hörer in besagtes Casino versetzt. Doch auch Assoziationen zu alten Spaghetti-Western werden wach. Allzu oft sieht man sich als Hörer Django über die Schulter in das Gesicht seines Gegners blicken. Oft erinnern die Stücke mit ihren Westerngitarren, Tormpetensoli und der zeitweise eingestreuten Mundharmonika an Soundtracks von Ennio Morricone. Dies verwundert nicht, griff die Band doch tatsächlich auf das Orchester zurück, mit dem bereits Morricone arbeitete.

Inhaltlich jedoch beschäftigen sich die zwölf Stücke jedoch kaum mit Colts schwingenden Desperados. Simone singt in den größtenteils schnelleren, teilweise regelrecht beschwingten Stücken von Liebe, Sex und Sehnsucht. Eine tiefe Verbeugung vor dem „Man in Black“ Johnny Cash ist zudem der „Song for Johnny“. Alle Lieder graben sich tief in die Gehörgänge ein und bleiben dort, bis sie von einem anderen Stück dieser Platte abgelöst werden. Einzig das letzte Lied „Overkilled Heart“, ein Duett mit Sonja Kraushofer, weiß nicht zu gefallen. Kraushofers musicalhafter Gesang, den einige Leser sicher bereits von L’Âme Immortelle oder Persephone kennen, mag sich nicht so recht in das verottete Casino, das Spiritual Front ausmalen, einfügen.

Insgesamt aber besticht die Platte durch grandiose Instrumentierung, abwechselungsreichen, gefühlvollen Gesang und einen Ohrwurmcharakter, der seines Gleichen sucht. Bleibt nur noch Platte kaufen, und sich hineinversetzen lassen in den heruntergekommenen Saloon oder das abgewrackte Casino.

Bildnachweis: Spiritual Front (Albumcover)