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	<title>webMoritz.de &#187; Top-Themen</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Suhr: &#8220;MV soll ab 2016 seinen Strombedarf aus regenerativen Energien decken&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 14:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Hackbarth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[Über die Ziele der Grünen bei der Landtagswahl am 4. September sprach der webMoritz mit Jürgen Suhr, Spitzenkandidat der Grünen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/Juergen_Suhr_gruen_klein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-61849" style="margin: 5px;" title="Juergen_Suhr_gruen_klein" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/Juergen_Suhr_gruen_klein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 4. September sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Nach den l<a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm">etzten Umfragen</a> dürfen sich die Grünen sicher sein, nun erstmals in den Landtag einzuziehen. Simon Voigt und Martin Hackbarth sprachen mit Jürgen Suhr, dem Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-61761"></span></p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Guten Tag Herr Suhr, stellen Sie sich bitte doch erst einmal vor.</p>
<p><strong>Jürgen Suhr:</strong> Ich bin 52 Jahre und lebe mit meiner Familie seit 14 Jahren in Stralsund. Seit Anfang der 80er Jahre bin ich politisch engagiert. Meine Eltern kommen aus Mecklenburg-Vorpommern, aber ich bin in Nordrhein-Westfalen geboren. In der Friedensbewegung, im Protest gegen die Stationierung von der Pershing- II-Raketen und der Cruise Missiles habe ich mich erstmalig politisch engagiert. Seit 1989 war ich kommunalpolitisch aktiv und Mitglied einer grünen Fraktion, damals noch ohne Mitglied zu sein. 1991 bin ich dann in die Grüne Partei eingetreten. Nun wirke ich seit sechs Jahren in der Stralsunder Bürgerschaft mit, habe also mein kommunalpolitisches Engagement fortgesetzt. Landespolitisch bin ich in Mecklenburg-Vorpommern seit 1997 aktiv. Derzeit bin ich neben Silke Gajek Spitzenkandidat der Grünen zur Landtagswahl und Landesvorsitzender.</p>
<h3>Grüne Schwerpunkte: Lubmin, Energiewende und Bildungspolitik</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und für welche politischen Themen wollen Sie ab September in Schwerin eintreten?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Von ganz zentraler Bedeutung ist für uns Grüne die Auseinandersetzung um das Atomzwischenlager in Lubmin. Wir wollen nicht, dass noch mehr Atommüll nach Lubmin kommt, sondern dass dieser tatsächlich auf den Rückbau der ehemaligen Atomkraftwerke in Lubmin und Reinsberg begrenzt wird. Ein zweiter Punkt ist natürlich die Energiewende, eine Riesenchance für unser Land. Auch wenn im Augenblick alle auf dieses Thema setzten, wir tun es am konsequentesten. Hier in MV können wir sehr viel für unsere Umwelt und den Klimaschutz tun und zeigen, dass wir mit dem Wind, mit der Sonne und der Biomasse, die wir im Land haben, auch wirtschaftlich sehr gut voran kommen können. Wir Bündnisgrünen haben ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen, dass MV als erstes Bundesland seine Stromversorgung ausschließlich aus eigenen erneuerbaren Energien erzeugen kann. Das ist aus unserer Sicht bis zum Jahr 2016 erreichbar. Ein dritter Punkt ist die Bildungspolitik. 14 Prozent aller Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs verlassen derzeit ohne qualifizierten Schulabschluss die Regelschule. MV ist in diesem Punkt mit Abstand das Schlusslicht in Deutschland. Wir sagen sehr deutlich: In diesem Bereich muss Geld in die Hand genommen werden. Das gleiche gilt für den Hochschulbereich. Bis zum Jahr 2016 drängen noch mehrere Doppeljahrgänge von den Gymnasien an die Hochschulen. Diese jungen Menschen in MV zu halten, wäre eine Riesenchance für unser Land. Darum sollte dies ein zweiter Investitionsschwerpunkt sein.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_54303" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847.jpg"><img class="size-medium wp-image-54303" title="Unihauptgebäude_AndreaDittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a></strong><p class="wp-caption-text">   Jürgen Suhr fordert mehr Investitionen in schulische und universitäre Bildung.</p></div>
<p><strong>webMoritz:</strong> Nun sind wir ja hier in Greifswald. Muss sich denn am Universitätsstandort Greifswald etwas ändern oder ist alles so gut, wie es derzeit ist?</p>
<p><strong>Suhr: </strong>Ich finde schon, dass sich etwas ändern muss. Es wird ja oftmals gesagt, dass die Studienbedingungen an ostdeutschen Hochschulen im Vergleich zu westdeutschen sehr gut sind. Wenn ich mir die Rankings anschaue, ist Greifswald in vielen Bereichen vorne. Wir sagen: schulische Bildung und Hochschulbildung sind die beiden zentralen Investitionspunkte, in denen wir Geld ins System packen wollen. Es gibt drei Gründe dafür. Erstens, weil wir mitten im Wettbewerb um die qualifizierten Fachkräfte von morgen sind. Wenn sie in Greifswald oder Rostock studieren, kann man sie leichter im Land halten. Zweitens ist Bildung ein Wert an sich. Wir sollten nicht sofort nach dem Nutzen fragen. Aber in einer Wissensgesellschaft sollte auch denjenigen, die sich weiterbilden wollen,  ein entsprechendes Angebot gemacht werden. Und drittens muss man sich definitiv darauf einstellen, was in den nächsten Jahren mit den Studierendenzahlen passieren wird.  Es  war eine Fehleinschätzung von der Landesregierung, dass es immer weniger Studenten geben wird.  Wir stehen vor der Aufgabe, die Qualität der Studienbedingungen zu verbessern und Wirtschaft und Wissenschaft weit besser zu verknüpfen als bisher. Da geht es auch um die Frage, was ist der Bedarf von morgen, in welche Richtung bildet man aus. Das betrifft weniger Greifswald, sondern eher die technische Ausrichtung in Rostock.</p>
<h3>&#8220;Es fehlen Lehrer.&#8221;</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sprechen gerade den Bedarf an. Es gab <a href="http://webmoritz.de/2011/07/20/erneut-hiobsbotschaft-fur-greifswalder-lehramt/">jetzt</a> das Lehrerbildungsgesetz und allgemein gibt es da zwischen Greifswald und der Landesregierung einen gewissen Streit, was die Lehrerbildung hier angeht. Ob man nach Bedarf gehen sollte oder nicht. Wie ist denn ihre Haltung dazu? Muss man immer nach Bedarf gehen oder kann Greifswald auch deutschlandweit ausbilden?</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_61844" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5885.jpg"><img class="size-medium wp-image-61844" title="Jürgen Suhr III" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5885-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Jürgen Suhr sieht mit einem Mindestlohn keinen Eingriff in die Tarifautonomie.</p></div>
<p><strong>Suhr:</strong> Natürlich kann Greifswald auch deutschlandweit ausbilden. Zudem nehme ich war, dass momentan Lehrer fehlen, also nicht im ausreichenden Maße ausgebildet wurden. Wenn man über schulische Bildung redet, muss man auch darüber reden, wie kann ich Qualität verbessern. Wenn ich zum Beispiel das Thema Inklusion anschaue, wird offenbar, dass eine Vielzahl von bisherigen Förderschülern in die Regelschule integriert werden soll, ohne die Rahmenbedingung zu beachten. Für so einen Schritt braucht man speziell ausgebildete Lehrer vor allem im Bereich der Sonderpädagogik. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie planlos die Landesregierung in diesem Bereich handelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Neben Ihrem bildungspolitischen Interesse werben Sie auch mit einer nachhaltigen Wirtschaft. Was verstehen Sie darunter?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet langfristig sichere Arbeitsplätze zu schaffen, sich auf ökologische Wirtschaft zu orientieren, also nicht Kosten zu produzieren, die die Gesellschaft später belasten werden. Und die Politik kann hier durch die Förderpolitik und die Gestaltung der Rahmenbedingung Einfluss nehmen.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und der Mindestlohn?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Das ist für Mecklenburg-Vorpommern ein ganz wichtiges Thema. Wir Grünen fordern einen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro. Dass Menschen kein Existenz sicherndes Einkommen haben und mit Sozialleistungen vom Bund, Land und Kommune aufstocken müssen, muss der Vergangenheit angehören. Das greift aus meiner Sicht auch nicht  in die Tarifautonomie der Gewerkschaften ein. Weil Unternehmen nicht genug zahlen, werden Steuermittel verbraucht. Wenn wir uns Länder anschauen, die bereits den Mindestlohn haben, wie zum Beispiel England, so kann ich nicht feststellen, dass die Wirtschaft darunter gelitten hätte.</p>
<h3>Lob und Kritik an der rot-schwarzen Landesregierung</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Wenn Sie jetzt auf die letzten fünf Jahre von Rot-Schwarz schauen. Was hätten Sie beziehungsweise die Grünen anders gemacht, wenn Sie in der Regierungsverantwortung gewesen wären?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Wir hätten die regenerativen Energien mit aller Entschlossenheit stärker ausgebaut und nicht mit Steinkohlekraftwerken geliebäugelt. Wir hätten entschlossener darauf gedrängt, dass der Standort Lubmin nicht das Zwischenlager für den Atommüll aus ganz Deutschland und Europa wird. Und wir hätten eine Qualitätsoffensive im Bildungssystem gestartet.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Gibt es auch Entscheidungen, die Sie befürworten?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Wir haben eine ganze Reihe von Entscheidungen befürwortet. Unser Selbstverständnis ist nicht, als Opposition zu sagen, lass die machen und nur zu kritisieren, was falsch läuft. Wir wollen eine Partei sein, die mitwirkt. Ich nenne einmal ein Beispiel, was ich für gut halte. Es war eine gute Initiative, dass die Landesregierung damals noch unter Rot-Rot und dann unter Rot-Schwarz mit dem produktiven Lernen ein Angebot für Menschen geschaffen hat, die im Bildungssystem zu scheitern drohten. Oder die Tatsache, dass Rot-Schwarz ein Programm Bioenergie-Dörfer aufgelegt hat. Das muss alles noch viel entschlossener vorangetrieben werden, aber es waren erste richtige Schritte.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Und was ist mit der Schuldenbremse, die die Landesregierung in die Landesverfassung hat aufnehmen lassen?</p>
<p><strong>Suhr: </strong>Wir sind da etwas vorsichtiger. Wir haben auch ein anderes Modell vorgeschlagen, was letztendlich in die gleiche Richtung wie die Schuldenbremse geht, aber keiner Verfassungsverankerung bedarf. Von der Zielsetzung sind wir dennoch absolut einer Meinung.</p>
<div id="attachment_61836" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5888.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-61836  " title="Jürgen Suhr" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5888-150x150.jpg" alt="Jürgen Suhr" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Spitzenkandidat Jürgen Suhr</p></div>
<p><span style="font-size: 13px; font-weight: normal;"><strong>webMoritz:</strong> Kommen wir zu etwas strukturelleren Fragen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen für den Wahlkreis Stralsund II ein?</span></p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich trat bereits zur Bürgermeisterwahl in Stralsund an und hatte in einigen Wahlkreisen mehr Stimmen als die CDU und die SPD. Doch wir Grünen orientieren uns an der Zweitstimme und nicht am Direktmandat, auch wenn es natürlich schön ist, wenn man direkt gewählt wird.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sind auf Listenplatz 2 der Landesliste und setzten sich gegen den Greifswalder Ulrich Rose durch. Wie ist Ihr Verhältnis seitdem zu ihm?</p>
<h3>&#8220;Kritischer, linker, grüner Kreisverband in Greifswald&#8221;</h3>
<p><strong>Suhr: </strong>Genauso gut wie vorher. Wir haben in Greifswald einen durchaus kritischen und linken Kreisverband mit dem ich viel und auch gerne diskutiere. Ich persönlich freue mich immer wieder, wenn ich mit kritischen Mitgliedern unserer Partei diskutieren darf.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sie sprachen es ja gerade an, dass Greifswald das eher linkere Korrektiv der Landesgrünen ist und das auch härtere Debatten anstehen können. Gibt es denn bei den Grünen in MV gewisse Flügelkämpfe oder ist es alles sehr harmonisch bei Ihnen?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich erlebe jetzt diese Partei seit 1991. Im Vergleich zu den Anfangsjahren empfinde ich uns als durchaus harmonisch. Aber das heißt nicht, dass man sich nicht auch mal streitet. Dies geschieht aber im besten und positiven Sinne. Ich bin im Übrigen davon überzeugt, dass die besten Ergebnisse dann herauskommen, wenn vorher eine intensive Auseinandersetzung stattgefunden hat. Ich verstehe Konflikte eher als Chancen und weniger als Bedrohungen.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Die Liste der Grünen ist genauso groß wie die Liste der CDU und SPD, aber es sind relativ viele Rostocker und Mecklenburger auf der Liste. Fühlen sich die Vorpommern da nicht ein wenig benachteiligt oder gibt es hier kaum Grüne?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Das sehe ich nicht. Wenn wir Grünen bei der Landtagswahl fünf Prozent erreichen, dann bekommen wir sicher vier Plätze. Unter diesen vier sind in der entsprechenden Reihenfolge Schwerin (Mecklenburg), Stralsund und Greifswald (Vorpommern) und Rostock (Mecklenburg) vertreten.</p>
<h3>&#8220;Die Grünen sind die Partei, die konsequent für Positionen einsteht.&#8221;</h3>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) sprach im Bezug auf die Grünen von einer grünen Welle, welche die Grünen in die hohen Umfragewerte katapultiert. Haben Sie nicht Angst, dass der Welle bald eine Ebbe folgt?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich war unsicher, ob nach den Geschehnissen in Fukushima und der zentralen Rolle des Atom- und Energiethemas die Umfragewerte sich halten werden. Nun bin ich sehr überrascht, dass dem so ist. Die Grünen sind die Partei, die konsequent für Positionen einsteht. Wenn mir zum Beispiel einer vor fünf oder zehn Jahren gesagt hätte, dass Schwarz-Gelb den Atomausstieg oder das Aussetzen der Wehrpflicht beschließen würde, den hätte ich für verrückt erklärt. Inzwischen folgen uns die anderen Parteien. Wir werden weiter Vorreiter sein.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Woran liegt es, dass vor allem junge Leute die Grünen wählen? Wenn wir zum Beispiel nach Bremen schauen, wo das Wahlalter auf 16 herabgesetzt wurde, so kann man sehen, dass unter den 16- und 17-jährigen die Grünen eine große Mehrheit hatte.</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Da müssen sie die Jüngeren fragen oder vielleicht auch ihre studentischen KollegInnen. Es gibt aber auch eine ganze Reihe Untersuchungen, die Gründe identifizieren. Auf eine will ich eingehen: Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine Wertestudie veröffentlicht, in der gefragt wurde, welche Partei sich am ehesten und weitestgehenden für die zukünftigen Generationen einsetzt. Und dort waren die Grünen mit Abstand vorne. Wir denken für morgen und nicht nur kurzfristig. Und ich glaube, dass gerade dieser Blick in die Zukunft die Jüngeren anspricht.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Oft kommt der Vorwurf, dass die Grünen nur den Atomausstieg als Thema haben und wenn dieser geschafft ist, die Grünen aus Mangel an Themen überflüssig werden.</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Den Atomausstieg haben wir im Juni beschlossen, und ich kann keine Auflösungserscheinungen feststellen. Ich glaube auch, dass diejenigen, die das sagen, einer eklatanten Fehleinschätzung unterliegen. Ein Beispiel: Der Klimawandel wird ein großes Thema in den nächsten Jahren sein und auch da sind wir mit unseren Lösungsansätzen Vorreiter. Und grundsätzlich gilt: Die Generation von morgen denkt nachhaltig und wählt grün. Wir erreichen aber auch besser die älteren Generationen und finden dort immer mehr Anhänger, denen grüne Themen wichtig sind.</p>
<div id="attachment_61839" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5890.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-61839 " title="Jürgen Suhr II" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/09/IMG_5890-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Suhr in lässiger Haltung</p></div>
<h3>&#8220;Wer Rot-Grün will, muss grün wählen.&#8221;</h3>
<p><strong>webMoritz:</strong> Als vor 30 Jahren die Grünen aufkamen, so hatten die Anhänger das Klischee der Ökos weg, welche sich nur für Natur und Tiere interessieren. Wie ist der Grüne heute?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Der Grüne ist auch heute noch der Öko. Aber er kann auch derjenige sein, der ein Unternehmen leitet, der sich bürgerlich versteht. Es ist mittlerweile ein sehr breites Spektrum.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Der Grüne scheint aber kein einfacher Arbeiter zu sein, denn dort haben die Grünen den geringsten Rückhalt. Woran liegt das?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Es ist in der Tat so, dass wir dort am wenigsten Rückhalt haben. Ich glaube, dass es teilweise daran liegt, dass die Grüne Partei nicht die einfache Lösung verspricht. Sie werden keine grüne Forderung lesen, die nicht differenziert dargelegt ist. Unsere Mitglieder legen darauf Wert, dass wir ausgearbeitete und durchdachte Politik vertreten.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Vor ziemlich genau einem Jahr betrachteten Sie die SPD als ihren Hauptgegner, ist dies immer noch so?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Grüne und SPD haben innerhalb der Themen und Wählerschichten die größten Schnittmengen. Und von daher ist es nach wie vor so, dass die SPD unser Hauptkonkurrent um WählerInnenstimmen ist. Wir werben um ähnliche Zielgruppen. Andererseits steht uns die SPD inhaltlich am nächsten.</p>
<p><strong>webMoritz:</strong> Sind Sie bereit nach der Wahl in die Regierungsverantwortung zu gehen?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Die letzten Umfragen haben gezeigt, dass eine rot-grüne Mehrheit möglich ist. Sollte sich das am Wahlabend so bestätigen, so werden wir Gespräche mit der SPD führen, sofern die Sozialdemokraten das wollen. Ich glaube, dass zum Beispiel die Atommüllbeschränkung in Lubmin, der Mindestlohn, ein entschlossener Ausbau der Erneuerbaren und eine Qualitätsoffensive in der Bildung unter Rot-Grün eher möglich ist als bei Fortsetzung der Rot-Schwarzen Koalition. Darum gilt: Wer Rot-Grün will, muss grün wählen.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Präferieren Sie Rot-Rot oder Rot-Schwarz?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich präferiere Rot-Grün.</p>
<h3>Suhr: &#8220;Ich freue mich sehr auf die Denkmalnacht&#8221;</h3>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_42395" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><strong><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/Schwerin-Schloss-gp-300x200.jpg"><img class="size-medium wp-image-42395" title="Schwerin-Schloss-gp-300x200" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/Schwerin-Schloss-gp-300x200-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Hier möchte Jürgen Suhr nach der Lantagswahl einziehen: das Schweriner Schloss.</p></div>
<p><strong>webMoritz:</strong> Und zum Schluss: Was machen Sie am 4. September um 18:10 Uhr?</p>
<p><strong>Suhr:</strong> Ich möchte die Frage zunächst damit beantworten, wie ich das gesamte Wochenende verbringen werde. Zum einen ist da der Tag des offenen Denkmals, welcher in Stralsund gefeiert wird und wirklich eine schöne Sache ist. Ich beteilige mich daran und freue mich sehr auf die Denkmalnacht. Ganz wichtig ist mir auch das <a href="http://laut-gegen-rechts.de/">Wir-Fest</a>. Dabei soll noch kurz vor der Wahl, am 2. September, parteiübergreifend ein Denkzettel für die NPD und ihre destruktive Arbeit im Parlament in den letzten Jahren verteilt werden. Dazu wird es auch eine Zeitung geben, die kurz vor der Wahl in alle Haushalte in MV verteilt wird.  Diese Aktion wird von allen demokratischen Parteien gemeinsam getragen und finanziert. Ich finde das ganz toll, dass dort noch einmal kurz vor der Wahl für unser gemeinsames Ziel gekämpft wird: Die NPD wieder aus dem Landtag wählen. Direkt nach der Wahl bin ich dann natürlich auf der Wahlparty der Grünen in Schwerin. Und zu den Minuten nach der ersten Hochrechnung: Schaffen wir den Landtagseinzug, dann wäre das für die Grünen ein historisches Ergebnis. Dann wird natürlich gerockt.</p>
<p><strong>webMoritz: </strong>Vielen Dank für das Gespräch!</p>
<p>Fotos: Simon Voigt , Grüne MV (Suhr), Andrea Dittmar (Uni), Archiv (Schwesig, Landtag)</p>
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		<title>AStA-Sitzung: Rechenzentrum löscht keine Accounts</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/07/19/asta-sitzung-rechenzentrum-loscht-keine-accounts/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 14:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Studentenaccounts werden nicht gelöscht, sondern nur gesperrt, wenn die Studenten ihr Passwort bis Ende Okotber nicht ändern, stellte der neue Leiter des Rechenzentrum Professor Ralf Schneider klar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Ralf-Schneider-David-Vössing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-60937" style="margin: 5px;" title="Ralf Schneider-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Ralf-Schneider-David-Vössing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Professor Ralf Schneider, Leiter des Unirechenzentrums, hob zu Beginn der AStA-Sitzung hervor, dass das Unirechenzentrum keine Studentenaccounts, sperrt oder löscht, sondern lediglich die Funktionsaccounts, sofern die <a href="http://webmoritz.de/2011/07/01/nutzer-mussen-passwort-fur-unizugang-andern/">Studenten, die einen Funktionsaccount haben, ihr Passwort bis Ende Oktober nicht ändern</a>. Ansonsten lobte er die Vorteile von <a href="http://webmoritz.de/2011/05/25/wlan-umstellung-eduroam-lost-uni-greifswald-de-ab/">eduroam</a>, dem neuen WLAN-Netz der Uni, mit dem sich auch an internationalen Universitäten ins Internet einwählen kann. &#8220;Wir sind bei edurom in der Pflicht, Studenten bei Fragen zu helfen&#8221;, sagte Schneider. Dies gelte auch für andere Fragen.<span id="more-60930"></span></p>
<h3>Einstimmiges Meinungsbild gegen NPD und Republikaner bei Wahlomat</h3>
<p>Einstimmig war das Meinungsbild der Referenten, dass die NPD und die Republikaner beim Wahlomat für die Landtagswahl nicht berücksichtigt werden sollen. Beim Wahlomat werden Teilnehmern Fragen zu ihren politischen Ansichten gestellt und am Ende sieht der Teilnehmer, welche Partei seinen Interessen bei der Landtagswahl am nächsten kommt. Das <a href="http://webmoritz.de/2011/07/12/aus-der-reihe-getanzt-live-ticker-von-der-auserordentlichen-sitzung/">StuPa hatte letzte Woche entschieden</a>, diese Auswahl der Parteien dem AStA zu überlassen. Von diesen Vorbereitungen zur Landtagswahlen berichteten die Referenten Milos Rodatos (politische Bildung) und Franz Küntzel (Hochschulpolitik). Franz ergänzte, dass man der künftigen Landesregierung einen Forderungskatalog der Studierendenschaft für die Koalitionsverhandlungen schicken soll. Anne Hameister, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, ergänzte, dass sie die Flyer zur Landtagswahl bestellt habe. Zur Zeit arbeite sie sich in die Homepage ein.</p>
<h3>Auf der Suche nach Ersti-Sponsoren</h3>
<div id="attachment_53875" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Anne-Lorentzen-700x700-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-53875 " title="Anne Lorentzen-700x700-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/Anne-Lorentzen-700x700-David-Vössing-250x250.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kommisarische AStA-Vorsitzende Anne Lorentzen.</p></div>
<p>Veranstaltungsreferentin Ginka Kisova ist momentan auf Sponsorensuche für die <a href="http://www.astagreifswald.de/images/stories/Erstsemesterprogramm/studifuehrer-11_web.pdf">Ersti-Woche</a> Anfang Oktober und hat schon erste Rückmeldungen erhalten. Sie bittet mögliche weitere Sponsoren, sich bei ihr unter <a href="mailto:veranstaltungen@asta-greifswald.de">veranstaltungen@asta-greifswald.de</a> zu melden. StuPa-Präsident Marian Wurm wies auf ein Vorstandstreffen der Studentenclubs, die im <a href="http://webmoritz.de/2011/06/06/offener-brief-aktionsbundnis-studentisches-leben-in-greifswald/">&#8220;Aktionsbündnis studentisches Leben in Greifswald&#8221;</a> organisiert sind, am kommenden Donnerstag hin. Das nächste Bündnistreffen findet am 29. Juli um 17 Uhr im Geographenkeller statt. Die kommisarische AStA-Vorsitzende erwähnte aus der Dienstberatung der Universität mit Rektorat und den Dekanen der Fakultäten, dass die Situation für <a href="http://webmoritz.de/2011/07/13/schnellerer-zugang-zur-fachbibliothek-geschichte-zugesichert/">Geschichtsstudenten verbessern wird,</a> beispielsweise dass die Ausleihungen schneller gehen und die Abgabefristen für Hausarbeiten verlängert wurden.</p>
<p>Fotos: David Vössing</p>
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		<title>Lehrerbildungsgesetz, Studentenwerk, Club 9 sind Themen im Senat</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 08:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Maximal noch 1.500 Lehramtstudenten in Greifswald, maximal noch 150 Neuzulassungen pro Jahr, dies sind die Beschränkungen der Studienplätze, die das am 30. Juni verabschiedete Lehrerbildungsgesetz der Universität Greifswald vorschreibt. Dies geht aus dem Rektoratsbericht für die Senatssitzung hervor, die am kommenden Mittwoch um 14 Uhr im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes stattfindet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-54303  alignleft" style="margin: 5px;" title="Unihauptgebäude_AndreaDittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/DSCF5847-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Maximal noch 1.500 Lehramtstudenten in Greifswald, maximal noch 150 Neuzulassungen pro Jahr, dies sind die Beschränkungen der Studienplätze, die das am 30. Juni verabschiedete Lehrerbildungsgesetz der Universität Greifswald vorschreibt. Dies geht aus dem Rektoratsbericht für die Senatssitzung hervor, die am kommenden Mittwoch um 14 Uhr im Konferenzsaal des Uni-Hauptgebäudes stattfindet.<span id="more-60840"></span></p>
<p>Konkret heißt es aus dem Rektoratsbericht, dass die  Kapazität von maximal 1.500 Studenten für die Lehrämter an Regionalen Schulen sowie an Gymnasien in den vorhandenen lehrerbildenden Fächern an der Universität Greifswald sofort beschränkt werden und es dürfen jährlich nicht mehr als 150 neue Lehramtsstudenten aufgenommen werden. Das Bildungsministerium kann in Ausnahmefällen durch Rechtsverordnung andere Kapazitäten festlegen. So hat das Ministerium schon in einem Schreiben vom 01.07. der Uni mitgeteilt, dass es die Zulassungszahlen für das Studienjahr 2011/2012 in den gymnasialen Lehrämtern um insgesamt 101 Plätze gegenüber den Planungen der Universität herabsetzen will. In einem Gespräch am 04.07. mit dem Staatssekretär und anderen Vertretern des Bildungsministeriums wiesen Rektor Professor Rainer Westermann, Professor Alexander Wöll, Dekan der Philosophischen Fakultät und der stellvertretende Kanzler Dr. Peter Rief nachdrücklich auf die gültige  Zielvereinbarung und das allgemeine Zulassungsrecht hin. Kritisiert wird hier auch, dass vom Landtag schon zum zweiten Mal wesentliche Zielvereinbarungsinhalte zur Lehrerbildung nachträglich und ohne Anhörung verändert wurden.</p>
<p>In dem Gespräch bezweifelten die Greifswalder Universitätsvertreter die Annahme des Ministeriums, dass die Anzahl geeigneter Interessenten für das mittlere Lehramt durch Reduktion Plätze für das höhere Lehramt erreicht werden kann. Eine Annäherung der Standpunkte wurde nicht erreicht. Das Bildungsministerium wird nach erfolgter Anhörung der Universität die Zahlen im angekündigten Sinn festsetzen. Dass die Universitäten den Zulassungszahlen nicht zustimmen müssen, schreibt das Rektorat dem Bildungsministerium und dem SPD-Landtagsabgeordnete Mathias Brodkorb zu, kritisiert die Uni-Leitung die Landesebene deutlich.</p>
<div id="attachment_36276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Carsten_Schoenebeck_Rette_Deine_Uni_Demo_Kundgebung.jpg"><img class="size-full wp-image-36276" title="Carsten_Schoenebeck_Rette_Deine_Uni_Demo_Kundgebung" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/Carsten_Schoenebeck_Rette_Deine_Uni_Demo_Kundgebung.jpg" alt="" width="500" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Zahlreiche Studierende und Dozenten demonstrieren im Juni 2010 für den Erhalt das Lehramt.</p></div>
<p>Außerdem wird das hochschulübergreifende wissenschaftliche  Lehrerbildungszentrum als zentrale Einrichtung der Universität Rostock errichtet, die überwiegend beratende und berichtende Aufgaben hat. Beschlüsse können hier nicht gegen das Votum der Uni Rostock zustande kommen.  Genaue ECTS-Punkte für Fachwissenschaften, Bildungswissenschaft, Fachdidaktik, Praktika und Abschlussarbeit sind festgelegt.</p>
<p>Es geht auf der Senatssitzung aber nicht nur um die Lehrerbildung. Seitens der studentischen Senatoren Erik von Malottki, Anne Jaskulski, Peter Madjarov, Paula Zill, Frederik Hornkohl, Dennis Kwiatowski und StuPa-Präsident Marian Wurm wurden zwei Anträge in den Senat eingebracht, die sich mit dem Studentenwerk und dem <a href="http://webmoritz.de/2011/06/29/sommervollversammlung/">Club 9</a> befassen. In dem ersten zur Integration des Studentenclub &#8220;Club 9 e.V.&#8221; in die Gesamtkonzeption des Campus Friedrich-Löfflerstraße heißt es:</p>
<blockquote><p>Der Senat der Universität Greifswald beschließt, den bereits auf dem Gelände desCampus Löfflerstraße ansässigen Studentenclub &#8220;Club 9 e.V.&#8221; in den bereits fürdiese Zwecke hergerichteten Räumen des ehemaligen Heizhaus desUniversitätsklinikums (Hunnenstraße 1-3) mit einer Gesamtfläche von ca. 250 m² zubelassen und in das Gesamtkonzept des Campus Löfflerstraße zu integrieren.</p></blockquote>
<p>Der zweite Antrag betrifft das Studentenwerk, das wegen dem<a href="http://webmoritz.de/2011/06/30/drohen-hohere-semesterbeitrage-land-lehnt-hohere-zuschusse-fur-beitz-mensa-ab/"> Betrieb und Kosten für die Erstausstattung der Beitz-Mensa in einem finanziellen Dilemma steckt</a> und vielleicht Semesterbeiträge und/oder Essenpreise erhöhen muss. Daher möge der Senat beschließen:</p>
<blockquote><p>Der Senat der Universität Greifswald spricht sich für eine Erhöhung der staatlichen Zuschüsse für das Studentenwerk Greifswald durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus und bittet das Land Mecklenburg-Vorpommern die entsprechenden Titelanmeldungen zu genehmigen.</p></blockquote>
<p>Neben dem Lehrerbildungsgesetz gehen aus dem Rektoratsbericht noch andere Sachverhalte hervor:</p>
<ul>
<li>Nach der amtlichen Statistik waren am 01.06.2011 an der Uni 11.612 Studierende eingeschrieben, das sind 12 Studierende oder 0,1 Prozent mehr als im vorangegangenen Sommersemester. Davon sind 984 im ersten Fachsemester, aber nur 224 im ersten Hochschulsemester. Danach könnten viele Studenten ihre Studienrichtung geändert haben.</li>
<li>
<div id="attachment_58461" class="wp-caption alignright" style="width: 212px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Rainer-Westermann-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-58461" title="Rainer Westermann-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Rainer-Westermann-David-Vössing-202x250.jpg" alt="" width="202" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Uni-Rektor Rainer Westermann.</p></div>
<p>An der Einrichtung eines Zentrums für Polenforschung hat die Krupp-Stiftung ein hohes Interesse. Dies war auch Thema eines Gesprächs zwischen Uni, Bildungsministerium und dem polnischen Botschafter.</li>
<li>Um die Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Mitglieder der Universität zu verbessern, strebt das Rektorat eine Kooperation der Universität mit dem Verein Bullerbü e.V. an.</li>
<li>Das Studierendensekretariat soll bis zum Umzug in die ehemalige Augenklinik in die ehemalige Frauenklinik umziehen, weil noch für dieses Jahr zusätzliche Baumittel (ZIP-Programm) für die Bibliothek des Historischen Instituts als Präsenzbestand in der ehemaligen UB (derzeit Studierendensekretariat) bewilligt worden sind. Der geplante Umzug der Mitarbeiter und der Studierenden, die in dem Gebäude der Domstraße 12 untergebracht sind, in die ehemalige Frauenklinik, wird demzufolge auf Anfang des Jahres 2012 verschoben.</li>
<li>Aufgrund verschiedener Informationen kann davon ausgegangen werden, dass zwei von der Universität wiederholt und nachdrücklich geforderte Baumaßnahmen doch noch relativ schnell realisiert werden: Das Finanzministerium hat mit Schreiben vom 04.07. dem Verkehrsministerium mitgeteilt, dass es entgegen seinen vorherigen Äußerungen nunmehr keine Einwände mehr dagegen hat, Planungsleistungen für die zum Doppelhaushalt 2012/13 angemeldete Sanierung des Historischen Instituts auf dieses Jahr vorzuziehen. Die Fassade der Abteilung für Anglistik/Amerikanistik soll dem Vernehmen nach noch dieses Jahr im Rahmen einer kleinen Baumaßnahme saniert werden.</li>
<li>Der Antrag auf Freigabe von Mitteln aus der Hochschulrücklage für Bauunterhaltungsmaßnahmen wurde vom Bildungsministerium befürwortet, sodass eine Freigabe von 503.000 Euro an die Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) erfolgen kann.</li>
<li>Im Entwurf des Wirtschaftsplans des BBL 2012/2013 wurden für die Teilbauabschnitte Hörsaal/ Bibliothek Loefflerstraße und Innenstadtmensa 26,4 Millionen Euro eingestellt. Der erste Teilabschnitt soll nach dem Entwurf des Plans im Jahr 2016 fertig gestellt sein.</li>
<li>Nach dem Auszug des Studententheaters aus der Falladstr. 2 wird das Gebäude voraussichtlich zum 01.09.2011 an das Land zurückgegeben.</li>
</ul>
<p>Fotos: Andrea Dittmar (Uni-Hauptgebäude), Carsten Schönebeck (Demo), David Vössing (Westermann)</p>
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		<title>Wieck erwacht: Das Fischerfest Gaffelrigg 2011 *Update*</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 10:36:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 15. Bis zum 17. Juli 2011 findet im sonst eher ruhigen Ortsteil Wieck wieder das Fischerfest Gaffelrigg statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Impression_Philipp_Blank.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-60752" style="margin: 5px;" title="Fischerfest_Impression_Philipp_Blank" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Impression_Philipp_Blank-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am kommenden Wochenende, vom 15. bis zum 17. Juli, findet im sonst eher ruhigen Ortsteil Wieck wieder das Fischerfest Gaffelrigg statt. Zum größten maritimen Event Vorpommerns werden wieder bis zu 60.000 Besucher erwartet, welche zu den drei Bühnen, dem Strandbad und dem großen Rummelplatz rund um den Ryck pilgern.</p>
<p>Offiziell eröffnet wird das Fest am heutigen Freitag um 20 Uhr. Bei der Eröffnungsparty im Anschluss geht es gleich hoch her: Die Gäste erwartet Gitarrenrock der 70er und 80er Jahre mit „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Iwbn-7UZj6o">Five men on the rocks</a>“ und ein echtes <a href="http://mps-falcoforever.ag.vu/">Falco-Double</a>.<span id="more-60751"></span></p>
<p>Aber auch viele weitere regionale Künstler werden auf den <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/buehnenprogramm.html">Bühnen</a> und rundherum das Fest mitgestalten. Es werden, um eine kleine Auswahl zu nennen, die <a href="http://www.muelltueten.de/index.html">zusammengesackten Mülltüten</a>, Sheila &amp; Steigbügel, die Neptungarde „WCC Ryck Ahoi“, Moses mit seiner Drehorgel und die Ryck Brothers erwartet. So grenzenlos die Auswahl an kreativen Künstlernamen ist, so grenzenlos ist auch das Spektrum an dargebotener Musik. An den Abenden wird unter anderem DJ Kati und DJ Ganter, aber auch die Kollegen DJ Matthes und DJ Ingo (mit den Wieckingern) den Besuchern einheizen.</p>
<div id="attachment_60754" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Brücke_Philipp_Blank.jpg"><img class="size-medium wp-image-60754" title="Fischerfest_Brücke_Philipp_Blank" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Brücke_Philipp_Blank-250x166.jpg" alt="Die Brücke in Wieck während der Show &quot;Ryck in Flammen&quot;" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Die Brücke in Wieck während der Show &quot;Ryck in Flammen&quot;</p></div>
<p>Zwischendurch lässt sich die Zeit beim Autoscooter- oder Karussellfahren, am Bierstand, auf dem Riesenrad oder mit dem einen oder anderen Souvenir von den <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/maerkte.html">Marktständen</a> vertreiben. Interessant wäre vielleicht auch die Filmpräsentation „Wieck im Wandel der Zeit“ (Sonnabend, 15 Uhr) in der Alten Räucherei. Wer dabei Lust auf Fisch bekommt, sollte aber auf die <a href="http://webmoritz.de/2011/06/26/der-grose-greifswalder-fischbrotchentest-teil1/">richtige</a> <a href="http://webmoritz.de/2011/07/05/der-grose-greifswalder-fischbrotchentest-teil-2/">Fischbude</a> achten.</p>
<h3>Feuerwerk und Multimediashow</h3>
<p><a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm.html">Sportlich</a> wird es am Wochenende auch: Mit dem traditionellen <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm/ryckhangeln.html">Ryckhangeln</a> und <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm/boddenschwimmen.html">Boddenschwimmen</a>, <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm/drachenbootrennen.html">Drachenbooten</a> sowie einer <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm/kutterregatta.html">Kutterregatta</a>, aber auch <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/sportprogramm/beachvolleyball.html">Beachvolleyball</a> im Strandbad. Am Sonnabend um 13 Uhr werden die rund 50 Traditionsschiffe, welche extra zum Fischerfest angereist sind, begrüßt und vorgestellt. Anschließend beginnt die große Ausfahrt, die Gaffelrig, und die Schiffe segeln gen Bodden aus dem Hafen hinaus. Gäste können daran <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/schiffsfahrten.html">teilnehmen</a>. Der erste Höhepunkt des Fischerfestes folgt am Abend um 22:45 Uhr, wenn ein großes Höhenfeuerwerk über dem Bodden gezündet wird. Danach gibt es eine große Beachparty im Strandbad mit 70ern, 80ern, 90ern und, ihr wisst es, dem besten von heute.</p>
<div id="attachment_60753" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Ryck_in_Flammen_Philipp_Blank.jpg"><img class="size-medium wp-image-60753" title="Fischerfest_Ryck_in_Flammen_Philipp_Blank" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/Fischerfest_Ryck_in_Flammen_Philipp_Blank-166x250.jpg" alt="Die SSS Greif bei Ryck in Flammen" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die SSS Greif bei &quot;Ryck in Flammen&quot;</p></div>
<p>Das große Finale vom Fischerfest Gaffelrigg 2011 ist aber am Sonntag, vielleicht schon bei dem Abschlusskonzert der Ostrocker <a href="http://karat-band.com/">KARAT</a>, spätestens aber bei der Multimediashow <a href="http://www.greifswald.de/pl/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg/ryck-in-flammen.html">„Ryck in Flammen“</a>. Dabei kehren die Flaggschiffe der Stadt, die <a href="http://www.sssgreif.de/">Greif</a> und die <a href="http://www.sozialarbeit-vorpommern.de/segelschiff_vorpommern.html">Vorpommern</a> vom Bodden in den Hafen zurück. Begleitet wird die Abschlussparade von 20 Begleitbooten und in Szene gesetzt wird alles mit bunten Lichtern, Feuerwerk, bengalischem Feuer, Tänzern und Artisten.</p>
<h3>Anwohnermeinungen zum Fest</h3>
<p>Soviel also zum Programm. Doch was halten die Bewohner von Wieck von dem alljährlichen Volksfest im Sommer? Eine Befragung unter den Anwohnern, die allesamt ihre Namen nicht im Internet lesen wollten,  ließ ein vielfältiges Stimmungsbild entstehen.</p>
<p>Für zwei Spaziergängerinnen gehöre das Fischerfest einfach zu Wieck dazu. „Es gefällt uns sehr gut und ist jedes Jahr wieder ein Erlebnis. Alles ist sehenswert und auch die Studenten aus Greifswald sollten sich das Fest anschauen.“, lobten sie ihr Fest. Von einer anderen Anwohnerin hieß es aber auch: „Ich gucke mir das überhaupt nicht an. Das Fest ist viel zu laut und nachts geht das ja auch noch weiter. “. Es sei ihr viel zu spät, wenn das Festgelände immer bis zwei oder drei Uhr geöffnet hat. „Einmal im Jahr kann man das ertragen“, war aber auch die erste Reaktion eines älteren Ehepaares.</p>
<p>Die Gastronomen in dem Fischerdorf freuen sich erwartungsgemäß auf das Fest. „Das Fest bringt Umsatz, es lohnt sich für mich auf jeden Fall“, sagte die Betreibern der Fischbude „Der Echte Wiecker“ (guter Bismarckhering für 1,50 €). Die Karussells seien vielleicht nichts für jeden, die Betrunkenen zu später Stunde ebenso, aber „irgendwas im Jahr muss ja sein“, sonst sei es in Wieck langweilig.</p>
<p>Ähnlich ging es auch Nicole Junge, Angestellte im Gasthaus „Zur Brücke“. „Das Fest ist für Gastronomen natürlich vorteilhaft. Es ist hier immer ruhig und entspannt. Wenn dann einmal im Jahr was los ist, dann sollte man mal ein Auge zudrücken.“, sagte sie dem webMoritz. Natürlich gebe es auch Betrunkene, aber da könne man nichts gegen machen.</p>
<p>Wer also Lust bekommen hat: Der Kulturbeitrag für alle drei Tage Fischerfest beträgt 2,50 Euro, inklusive kostenfreier Anfahrt mit allen Greifswalder Buslinien. Fast der gesamte Ortsteil Wieck bleibt über das ganze Wochenende abgesperrt.</p>
<p>Ein genaues Programm und noch mehr Infos gibt es <a href="http://www.greifswald.de/verwaltung/aemter/ordnungsamt/gewerbeangelegenheitenmaerkte/markt-und-veranstaltungswesen/fischerfest-gaffelrigg.html">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>[Update]</strong>Unser Fotograf Philipp Blank war gestern, am 16.07., auf dem Fischerfest und hat uns freundlicherweise ein paar Fotos vom Feuerwerk zur Verfügung gestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>
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	<!-- Pagination -->
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</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: Philipp Blank</p>
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		<title>AStA: Berichte, Ersti-Woche und amüsante Protokollkontrolle</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 11:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Timo Schönfeldt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Sitzung des Allgemeinen Studierendenausschuss in der Vorlesungszeit war, trotz auch ernsthafter Themen, recht amüsant. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/AStA-Gebäude-David-Vössing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-53063" style="margin: 5px;" title="AStA-Gebäude-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/AStA-Gebäude-David-Vössing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Los ging die AStA-Sitzung am Montagabend mit einer lustigen Protokollkontrolle (siehe Ende des Artikels). Ansonsten dominierte die Erstsemesterwoche, die Fachschaftskonferenz und die Berichte der Referenten die knapp einstündige Sitzung. „Wir wollen noch eine Änderung beim <a href="http://webmoritz.de/2011/04/14/das-unsichere-fundament-des-neuen-lehrerbildungsgesetzes/">Lehrerbildungsgesetz</a> erreichen, sodass Studierende nach dem ersten Staatsexamen einen Referendariatsplatz sicher haben“, berichtete <a href="http://www.astagreifswald.de/hochschulpolitischer-bereich/">Franz Küntzel</a>, Referent für Hochschulpolitik von der Landeskonferenz der Studierendenschaft. Er zeigte sich erfreut, dass schon viele Kritikpunkte der Studierenden im Lehrerbildungsgesetz aufgenommen wurden.<span id="more-60460"></span></p>
<h3>Fachschaftskonferenz weiterhin ohne Vorsitz</h3>
<p>Mit Gremienreferent Felix Pawlowski, sowie Milos Rodatos, Referent für politische Bildung und Valeria Kupreeva, Referentin für ausländische Studierende erzählten gleich drei Referenten von der Fachschaftskonferenz, bei der keine Vorsitzende trotz drei Bewerbungen gewählt wurde, weil die Abstimmungen sechs zu sechs ausgingen. Außerdem wurde dort über Campus Europe und die Internationalisierung an der Universität Greifswald diskutiert. Im Rahmen der Internationalisierung kann sich Valeria beispielsweise eine bessere Betreuung ausländischer Vollzeitstudierender vorstellen. Dazu stehe sie auch mit dem Akademischen Auslandsamt in Kontakt. Milos ergänzte, dass die Fachschaften durch die moritz-Medien vorgestellt werden sollen und bei den Ersti-Frühstücken im Wintersemester gezeigt werden sollen.</p>
<div id="attachment_59376" class="wp-caption alignright" style="width: 213px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Milos-Rodatos-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-59376 " title="Milos Rodatos-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Milos-Rodatos-David-Vössing-225x250.jpg" alt="" width="203" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Milos Rodatos schrieb ein lustiges Protokoll.</p></div>
<p>Damit war das nächste Thema angesprochen: Erstsemesterwoche. Stolz berichtete Veranstaltungsreferentin Ginka Kisova, dass 25 Leute an der Sitzung der Ersti-AG teilgenommen haben und es eine Ersti-Challenge geben wird. Das Studierendenparlament (StuPa) muss auch noch entscheiden, ob der WinterMoritz (Kalender für das Wintersemester) in den Ersti-Beutel soll, kündigte Milos einen Antrag noch an.</p>
<p>Mit einem einstimmigen Meinungsbild bei einer Enthaltung sprach sich der AStA für die Teilnahme an einem Workshop zur Öffentlichkeitsarbeit aus, den die ehemaligen webMoritz-Chefredakteure Carsten Schönebeck und Gabriel Kords im Oktober anbieten. Dieser Workshop steht auch anderen studentischen Initiativen und Vereinen offen. Nicht offen, sondern nur für den AStA, ist seine Klausurtagung am letzten Juliwochenende. Die Themen sind: eigene Vorstellung vom AStA, Werbestrategien, Überarbeitung des Leitbildes, der Geschäftsordnung und der <a href="http://asta-greifswald.de/">Homepage</a>.</p>
<h3>Nationales Stipendienprogramm</h3>
<p>Weiterhin machte Sozialreferent Timo Schönfeldt Werbung für das Deutschlandstipendium, für das der <a href="http://webmoritz.de/2011/05/19/senat-asta-erhalt-zugriff-auf-mailadressen-der-studierenden/">Senat im Mai</a> eine Satzung erlassen hat. Es sind erst einmal 25 Plätze zu vergeben. Die letzte Woche Dienstag vom StuPa gewählte neue Referentin für Öffentlichkeit Anne Hameister erwähnte ihre erste Einweisungen und tastet sich nun an die anderen Referenten heran, wie sie diese unterstützen könne. Die kommissarische AStA-Vorsitzende Anne Lorentzen ergänzte, dass sie Einladungen schon an Professoren und Dozenten wegen der 24-Stunden-Vorlesung rausgeschickt habe. Diese soll voraussichtlich am letzten Oktoberwochenende stattfinden. Einige Zusagen habe sie bereits erhalten.</p>
<p>Von einem Besuch beim Rostocker AStA berichtete Finanzreferent Hendrik Hauschild. Dort habe der Landesrechnungshof einige Sachen bemängelt, die der dortige AStA nahezu komplett behoben habe. Hendrik prüft nun, welche Verbesserungen in Greifswald unternommen werden können. Einen ersten Schritt hat dafür schon getan. Er hatte im Tagesverlauf ein Buchhaltungsprogramm gekauft. Damit ist eine Buchführung in einer Excel-Tabelle zukünftig nicht mehr nötig.</p>
<h3>Lustiges Protokoll: &#8220;Hochschulpolitische Studenten aus der Hochschulpolitik&#8221;</h3>
<div id="attachment_60165" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/stupa-5juli11_hawaiboys_christine-fratzke.jpg"><img class="size-medium wp-image-60165" title="stupa-5juli11_hawaiboys_christine-fratzke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/stupa-5juli11_hawaiboys_christine-fratzke-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sieht Timo Schönfeldt (rechts im Bild) wirklich glücklich aus. Laut Protokoll ist er es nun auch glücklich über seine Wahl zum zweiten stellvertretenden AStA-Vorsitzenden.</p></div>
<p>Nun zum amüsanteren Teil der AStA-Sitzung. Milos hatte das Protokoll der letzten Sitzung geschrieben und wollte anscheinend einfach mal schauen, ob das Protokoll von den Referenten auch gelesen wird. Anscheinend nicht von allen. Sie schrieb er beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Felix wird jetzt von (StuPa-Präsident) Marian (Wurm) zu den FSR (Fachschaftsräten) begleitet, da er um seine Sicherheit fürchtet</li>
<li>Anne schlägt „bosshaft“ eine Erweiterung der Tagesordnung vor</li>
<li>„hochschulpolitische Studenten aus der Hochschulpolitik“</li>
</ul>
<p>Diese Schreibweisen wurden abgeändert. Erhalten blieb aber, „Timo Schönfeldt ist glücklich“ nach seiner Wahl zum zweiten stellvertretenden AStA-Vorsitzenden. Timo hatte zwar beantragt, dass dies rausgenommen wird, jedoch stimmten Franz und Hendrik, der sich übrigens als „El Dinero“ in die Anwesenheitsliste eintrug, gegen den Antrag. Da half es Timo auch nicht, dass Anne Lorentzen mit ihm stimmte. Aufgrund der vorlesungsfreien Zeit finden die AStA-Sitzung jetzt immer zweiwöchentlich statt. Los geht es mit dem Turnus nächste Woche.</p>
<p>Fotos: David Vössing, Christine Fratzke (glücklicher Timo Schönfeldt)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Steinbrück in Greifswald: &#8220;Wir haben keine Euro-Krise&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/07/04/steinbruck-in-greifswald-wir-haben-keine-euro-krise/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 03:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Flieger]]></category>

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		<description><![CDATA[Griechenland, Finanzmarktkrise, Staatsverschuldung und Europa waren die Themen einer Rede des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück am Donnerstagabend in der vollbesetzten Aula im Uni-Hauptgebäude.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/PeerSteinbrück-DavidVössing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-59631" style="margin: 5px;" title="PeerSteinbrück-DavidVössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/PeerSteinbrück-DavidVössing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Griechenland, Finanzmarktkrise, Staatsverschuldung und Europa waren die Themen einer Rede des ehemaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) in der vollbesetzten Aula im Uni-Hauptgebäude. Zu der Veranstaltung am Donnerstagabend waren Studierende, Professoren, Mitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit gekommen. &#8220;Es ist eine große Ehre für die Ernst-Moritz-Arndt Universität&#8221;, begrüßte Professor Walter Ried, Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät den Gast aus Berlin. &#8220;Deutschland steht momentan international recht gut finanziell dar, aber es gibt auch Gefahren durch Finanzmarktkrise und Schulden für die öffentliche Haushalte&#8221;, leitete Ried den Vortrag Steinbrücks ein, dem er &#8220;große finanzpolitische Erfahrung und hohe Kompetenz&#8221; zusprach. <span id="more-59625"></span></p>
<h3>Kein Honorar bei Unis, bei Banken schon</h3>
<div id="attachment_51535" class="wp-caption alignright" style="width: 156px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/02/Walter-Ried-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-51535  " title="Walter Ried-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/02/Walter-Ried-David-Vössing-204x250.jpg" alt="" width="146" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Professor Walter Ried, Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät.</p></div>
<p>&#8220;Bei Universitäten nehme ich kein Honorar, bei Banken schon&#8221;, begann Steinbrück seine Ausführungen und nahm damit ein Lob Rieds auf. Auf seiner <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/S/steinbrueck_peer.html" target="_blank">Seite beim Bundestag</a> (nach unten scrollen) hat Steinbrück einige Vorträge aufgelistet, für die er nach der so genannten &#8220;Stufe 3&#8243; mindestens 7.000 Euro erhalten hat. Nicht zu allen Themen wollte sich Steinbrück so freimütig äußern &#8211; so blieb er etwa zur Frage nach der Kanzlerkandidatur 2013 eine Antwort schuldig:  &#8220;Ich glaube, ich muss noch zu einem anderen Termin&#8221;, wich er der Frage ironisch am Ende seines Vortrags aus. Er wurde auch nach einer Mitgliederbeteiligung der SPD in dieser Frage gefragt: &#8220;Ich halte sehr viel von einer Befragung bei einem Kanzlerkandidaten wie auch bei Oberbürgermeistern. Das hat einen enormen kommunikativen Effekt.&#8221; Nicht-Mitglieder sollten sich auch an Debatten beteiligen, jedoch solle die Entscheidung über einen Kanzlerkandidaten den Mitgliedern vorbehalten bleiben.</p>
<p>In seinem Vortrag begann er mit den Ursachen der deutschen Staatsverschuldung und nannte die Ölkrisen und die Wiedervereinigung. Dann kam er zur Finanzmarktkrise und rechtfertige das Finanzmarktstabilisierungsgesetz mit einem Schutzschirm für Banken im Umfang von 500 Milliarden Euro. &#8220;Alle haben ein massives Interesse, dass das Bankensystem in Deutschland keinen Schlag bekommt: jeder Rentner, Gewerbetreibender, Kommunalpolitiker, Gewerkschafter oder Sparer. Sonst hätten wir ein richtiges Problem.&#8221; Der Schutzschirm bestehe aber größtenteils aus Bürgschaften und es habe keine Überweisungen an die Banken gegeben. Den Höhepunkt der Finanzmarktkrise sah er neben der Pleite der amerikanischen Bank &#8220;Lehman Brothers&#8221; in einer Erklärung im September 2008, in der er zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Spareinlagen garantierte. &#8220;Wir hatten keine Legitimation vom Gesetz oder Parlament dafür.&#8221; Vermeiden wollte die Regierung aber, fuhr Steinbrück fort, dass es keine lange Schlangen von Menschen vor den Banken gab, die Geld abheben wollten. &#8220;Das hätte Erinnerungen an die Vermögensvernichtungen in Deutschland im 20 Jahrhundert geweckt&#8221;, verwies er auf die Hyperinflation 1923 oder das Dritte Reich.</p>
<h3>Relative Schuldensenkung durch höheres Bruttoinlandsprodukt</h3>
<div id="attachment_59628" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Zuschauer-Steinbrück-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-59628" title="Zuschauer Steinbrück-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Zuschauer-Steinbrück-David-Vössing-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Professoren, Studenten, Mitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit waren zu Steinbrücks Vortrag in die Aula gekommen.</p></div>
<p>Als weitere Ursache für die Staatsverschuldung sieht Steinbrück die beiden Konjunkturpakete von 2009 im Umfang von insgesamt 75 Milliarden Euro. Damals sei gleichzeitig die deutsche Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) um fast fünf Prozent zurückgegangen: &#8220;Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt haben sich inzwischen stabilisiert. Die Unternehmen sind dafür dankbar, dass sie die Mitarbeiter heute noch haben und wegen des Kurzarbeitergeldes nicht entlassen mussten&#8221;, so der ehemalige Finanzminister. Natürlich sei dadurch die Staatsverschuldung hochgegangen, die bei mittlerweile 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angekommen ist. In Zahlen beträgt die Verschuldung 1,8 bis 2 Billionen Euro, je nachdem, ob man Ansprüche aus der Sozialversicherung miteinrechnet.</p>
<p>&#8220;Damit stehen wir international recht gut da&#8221;, betonte Steinbrück, verteidigte abter die Schuldenbremse, nach der der Staat sein Defizit reduzieren muss und künftig grundsätzlich keine neuen Schulden mehr aufnehmen darf. Diese könne nur noch durch eine Zweidrittelmehrheit wieder aus dem Grundgesetz gestrichen werden, sagte er. Die Staatsverschuldung will er nicht absolut, sondern relativ senken. Das bedeutet, dass er den Schuldenstand in Zahlen halten will, aber durch ein gesteigertes BIP die Schuldenquote senken möchte. &#8220;Ohne Krise hätten wir bereits 2011 eine Neuverschuldung von Null erreicht. Dafür hatte ich mir zwei Flaschen Champagner kalt gestellt, die ich dann selbst gerne getrunken hätte&#8221;, meinte Steinbrück.</p>
<h3>&#8220;Dramatische Finanzmisere der Kommunen&#8221;</h3>
<div id="attachment_59630" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Peer-Steinbrück-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-59630  " title="Peer Steinbrück-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Peer-Steinbrück-David-Vössing-246x250.jpg" alt="" width="199" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück sieht keinen Raum für Steuersenkungen</p></div>
<p>Eine Flasche Champagner hätte er eigentlich der ehemaligen SPD-Finanzministerin in Schwerin, Sigrid Keler (SPD), übergeben müssen, so Steinbrück, denn sie habe in ihrer über zehnjährigen Amtszeit bis 2008 für einen ausgeglichenen Landeshaushalt gesorgt. &#8220;Die Finanzmisere der Kommunen ist hingegen dramatisch.&#8221; Die Bürger merkten dies als erstes, wenn Städte mit Steuererhöhungen oder Kürzungen bei Bibliotheken, Schwimmbädern oder <a href="http://webmoritz.de/2011/07/01/ersten-forderbescheid-aus-schlaglochprogramm-erhalten/">Schlaglöchern</a> reagierten. In NRW befänden sich 70 Prozent der Kommunen in der so genannten &#8220;Haushaltssicherung&#8221;, also unter Kuratel des Innenministers, nannte Steinbrück als Beispiel.</p>
<h3>Gegen Steuersenkung</h3>
<p>Mit Verweis auf Defizit und Staatsverschuldung fragte er rhetorisch: &#8220;Glauben Sie, dass es funktioniert? Die Regierung schießt sich mit einer Steuersenkung ins Knie.&#8221; Für Erheiterung in der vollbesetzen Aula sorgte Steinbrücks Bemerkung zur FDP: &#8220;Der Name fällt mir gerade nicht ein.&#8221; Er habe schon im ersten Semester in VWL in Kiel gelernt, dass &#8220;es nicht gleichzeitig Investitionen in Zukunftsbereiche, eine Haushaltskonsolidierung und Steuersenkungen geben kann.&#8221; Für seinen Schuldenanteil von einer Billion Euro zahle der Bund jährlich etwa 40 Milliarden Euro Zinsen, ein Achtel des Bundeshaushalts.</p>
<h3>&#8220;Ende mit Schrecken: Wir kommen am Ende nicht um eine Umschuldung Griechenlands mit Gläubigerverzicht herum&#8221;</h3>
<div id="attachment_59629" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Flieger-Westermann-Keler-Steinbrück-Ried-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-59629" title="Flieger-Westermann-Keler-Steinbrück-Ried-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Flieger-Westermann-Keler-Steinbrück-Ried-David-Vössing-250x245.jpg" alt="" width="250" height="245" /></a><p class="wp-caption-text">Kanzler Dr. Wolfgang Flieger, Uni-Rektor Professor Rainer Westermann, die frühere Landesfinanzministerin Sigrid Keler, Peer Steinbrück und Professor Walter Ried.</p></div>
<p>Weiter ging es im etwa 45-minütigen Vortrag des studierten Volkswirts Steinbrück mit dem Thema Europa. Er sieht keine Krise der Gemeinschaftswährung Euro: &#8220;Wie kommen Sie darauf? Die Zahlungsmittelfunktion bleibt und der Euro hatte eine geringere Inflationsrate als die DM-Mark in den 1990er Jahren. Das Problem sind einige Länder&#8221;, sagte Steinbrück, auch mit Blick auf Griechenland, das momentan für zweijährige Staatsanleihen 25 Prozent Zinsen zahlen müsse. &#8220;Ich bin für ein Ende mit Schrecken&#8221;, sprach er sich für eine Umschuldung des Mittelmeerlandes aus, an der kein Weg vorbeiführe. Damit sei ein Verzicht der Gläubiger auf einen Teil der Schulden von 30 bis 40 Prozent gemeint. Die Banken bräuchten dann teilweise eine Rekapitalisierungshilfe oder sie müssten geordnet, &#8220;nicht plötzlich&#8221; abgewickelt werden. Hätte das griechische Parlament dem Sparkpaket am letzten Mittwoch nicht zugestimmt, wäre Griechenland im Staatsbankrott gelandet, weil die EU eine weitere Finanzhilfe nicht ausgezahlt hätte.</p>
<p>Verständnis äußerte er für die Demonstrationen des griechischen Volkes. &#8220;In Deutschland hätten wir bei solchen Einsparungen auch ähnliche Zustände.&#8221; Die Ursachen für Griechenlands Probleme sieht er in gefälschten Statistiken (Griechenland hatte seine Defizitzahlen massiv verschleiert, zum Beispiel drei oder vier Prozent statt tatsächlich zwölf Prozent Neuverschuldung) und einem zu aufgeblähten Öffentlichen Dienst. &#8220;Auch die Steuereintreibung liegt im argen.&#8221;</p>
<h3>&#8220;Der Euro darf nicht aufgegeben werden.&#8221;</h3>
<p>Steinbrück brach auch eine Lanze für Europa: &#8220;Wir haben Frieden. Das ist ein Ausnahmezustand in Europa. Wir haben Freizügigkeit. Das Visum ist für junge Menschen etwas Fremdes.&#8221; Europa sei nicht Glühlampen und Gurkenkrümmung, sondern Presse- und Meinungsfreiheit. &#8221;Der Euro darf nicht aufgegeben werden&#8221;, forderte Steinbrück, der einen Erfolg der Europäischne Integration als &#8220;unser massivstes Interesse&#8221; sieht. Auf die Frage, ob Deutschland Europa zu teuer werde, verwies Steinbrück auf die Kosten der Wiedervereinigung von zwei Billionen Euro: &#8220;Europa ist günstiger als die Wiedervereinigung. Dort gehen 60 Prozent unserer Exporte hin. Das ist es uns wert.&#8221; Auf eine andere Frage nach Regulierungserfolgen bei Banken meinte Steinbrück: &#8220;Es ist mehr in Gang gekommen, als wir sehen.&#8221; So werden die Eigenkapitalvorschriften Banken verschärft (Basel III). Das reiche aber nicht bei der nächsten Krise. Es gebe gewisse Fortschritte. &#8220;Sie sind aber nicht hinreichend.&#8221;</p>
<p>Fotos: David Vössing</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Drohen höhere Semesterbeiträge? Land lehnt höhere Zuschüsse für Beitz-Mensa ab</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 15:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Begründung des Bildungsministerium lautet, die Semesterbeiträge in Greifswald seien derzeit zu gering.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Mensabaustelle-David-Vössing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-59574" style="margin: 5px;" title="Mensabaustelle-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Mensabaustelle-David-Vössing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Bildungsministerium lehnt bisher eine Beteiligung des Landes an den Kosten für die Küchenersteinrichtung von 1,6 Millionen und einen höheren Zuschuss für den laufenden Betrieb der neuen Mensa am Beitz-Platz von über 200.000 Euro jährlich ab, berichtete die Geschäftsführerin des Studentenwerks, Dr. Cornelia Wolf-Körnert auf der Verwaltungsratssitzung am Mittwochnachmittag. Dies habe Dr. Thomas Behrens, Abteilungsleiter Hochschulen im Bildungsministerium, in einem Gespräch am 16. Juni mit ihr, Verwaltungsratsvorsitzendem Erik von Malottki und einem Vertreter des Klinikums mitgeteilt. Das Klinikum übernimmt den Bau der Mensa, die nächstes Jahr in Betrieb gehen soll, und nutzt sie auch als Speisenlieferant für seine Patienten. Damit werden höhere Essenspreise für alle und oder höhere Semesterbeiträge für die Studenten um geschätzt fünf bis zehn Euro immer wahrscheinlicher. Der Verwaltungsrat beschloss zudem grundsätzlich die Einführung einer Rechtsberatung und diskutierte über GrIStuF.<span id="more-59546"></span></p>
<h3>Bildungsministerium sieht Semesterbeitrag als zu gering an</h3>
<div id="attachment_55666" class="wp-caption alignright" style="width: 193px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/Cornelia-Wolf-Körnert-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-55666" title="Cornelia Wolf-Körnert-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/Cornelia-Wolf-Körnert-David-Vössing-183x250.jpg" alt="" width="183" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Cornelia Wolf-Körnert, Geschäftsführerin des Studentenwerkes</p></div>
<p>„Wir wollen eine Erhöhung vermeiden und sehen das Land in der Pflicht“, machte Wolf-Körnert deutlich. So hat es auch der Verwaltungsrat auf seiner Sitzung <a href="http://webmoritz.de/2011/05/09/studentenwerk-bangt-um-zuschusse-fur-beitz-mensa/">Anfang Mai </a>gefordert. Behrens sehe aber eine Beitragserhöhung als unvermeidbar an und sehe keine Chance, dass das Land die entsprechenden Mittel übernehme. Er verwies auch auf den im Vergleich zum Durchschnitt der Bundesrepublik (51,22 Euro) zu niedrigen Semesterbeitrag von 41,50 Euro hin, gab Wolf-Körnert die Ansicht Behrens wieder. Erik von Malottki will die Argumentation des Bildungsministeriums nicht akzeptieren: &#8220;Die letzte Erhöhung der Landeszuschüssen für den laufenden Betrieb fand statt, als in Greifswald noch 8.000 Menschen studierten. Inzwischen sind es über 12.000 Studenten.&#8221; Auf die Nachfrage von Johannes Radtke, ob eine Beitragserhöhung ausreiche oder weitere folgten, antwortete Körnert: „Eine ist genug. Wir haben relativ geringe Semesterbeiträge und Essenspreise in den Mensen. Wir leben von der Substanz und haben einen Investitionsstau.“ Konrad Ulbrich fragte den Zuschüssen anderer Länder für ihre Studentenwerke. Eine Übersicht soll auf der nächsten Sitzung vorliegen, die voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte stattfinden soll. Dann ist auch mit einer Entscheidung des Verwaltungsrates über eine Erhöhung zu rechnen.</p>
<h3>Diskussion um GrIStuF</h3>
<p>Während das Studentenwerk Ungewissheit über die Landeszuschüsse hat, denn die Hoffnung wurde noch nicht aufgegeben, sind die künftigen Räume für das Greifswalder International Student Festival  (GrIStuF) auch <a href="http://webmoritz.de/2011/06/29/gristuf-muss-raus/">ungewiss</a>. Es muss bis Ende Juli aus seinen Räumen in der Soldmannstraße aus Brandschutzgründen ausziehen, sagte Markus als Vertreter des Vereins. Das Aktionsbündnis „Studentisches Leben in Greifswald“ fordert in einem <a href="http://webmoritz.de/2011/06/06/offener-brief-aktionsbundnis-studentisches-leben-in-greifswald/">offenen Brief </a>eine langfristige sichere Raumplanung.</p>
<div id="attachment_55669" class="wp-caption alignleft" style="width: 196px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/Wolfgang-Flieger-David-Vössing.jpg"><img class="size-medium wp-image-55669 " title="Wolfgang Flieger-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/Wolfgang-Flieger-David-Vössing-232x250.jpg" alt="" width="186" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Kanzler Dr. Wolfgang Flieger</p></div>
<p>Die Frage ist nun, ob das Studentenwerk GrIStuF, das alle zwei Jahre ein internationales Festival und jährlich die <a href="http://webmoritz.de/2011/06/29/fete-de-la-musique-2/">Fête de la Musique</a> organisiert, helfen kann. Laut dem Studentenwerksgesetz ist das Studentenwerk auch für die kulturelle Förderung zuständig und kann durch Räume oder finanzielle Mittel Vereine unterstützen. „Wir haben aber nur beschränkte Mittel und Räume“, schränkte Wolf-Körnert ein. Das Studentenwerk stellt seine Räumlichkeiten schon für die Vollversammlung, Tanzveranstaltungen des Hochschulsports oder dem studentischen Mensaclub zur Verfügung. Als langfristige Lösung sieht Kanzler Flieger die jetzige Mensa am Schießwall als „Haus der Kulturen“, wenn der Campus Loefflerstraße mit einer Bereichsmensa und die Mensa am Beitz-Platz fertig sind. Zieht GrIStuF in uniexterne Räume sollen sich Universität und Studentenwerk die Miete teilen, sieht Flieger nur als kurzfristige Lösung für Probleme, die sich nicht anders lösen lassen. „Wir wollen in Uni-Räumen bleiben, beispielsweise auf dem Campus Loefflerstraße in einem Haus mit dem AStA, denn es sind Räume vorhanden“, erläuterte GrIStuF-Mitglied Markus.</p>
<h3>Kanzler Flieger sieht GrIStuF langfristig in der jetzigen Mensa</h3>
<p>Konrad Ulbrich und Alexander Schmidt fragten, was der Verein mit der Makarenkostraße für ein Problem habe. Die Uni-Leitung hatte GrIStuF Räumlichkeiten in der Nähe der Kiste angeboten. „Unsere Mitglieder sind in der Innenstadt und rekrutieren uns auch dort. Dies wird in der Makarenkostraße nicht gelingen“, entgegnete Markus. Zudem seien die Räumlichkeiten in der Makarenkostraße kleiner und für Info-Stände oder Veranstaltungen müssten die Musikanlage, Infomaterial und Stellwände in die Innenstadt geschafft werden. „Bei der Makarenkostraße würden die Mitglieder mit den Füßen abstimmen und es würden Kulturveranstaltungen wegfallen“, ergänzte Erik von Malottki. Von der Innenstadt in die Makarenkostraße sind es etwa drei Kilometer. StuPa-Mitglied Alexander hat dafür kein Verständnis: „Die Makarenkostraße ist ein sehr internationales Zentrum des studentischen Lebens.&#8221;</p>
<div id="attachment_49063" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Erik-von-Malottki-dv.jpg"><img class="size-medium wp-image-49063 " title="Erik von Malottki-dv" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/01/Erik-von-Malottki-dv-250x233.jpg" alt="" width="225" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Verwaltungsratsvorsitzender Erik von Malottki.</p></div>
<p>Auch weiterhin bot Kanzler Flieger Gespräch über künftige Räume an. Die Räume der Makarenkostraße seien jetzt eher für Drittmittelbeschäftigte vorgesehen. „Es gibt keinen Zweifel: Studentische Kultur ist wichtig und wir werden sie nach Kräften fördern“, äußerte Flieger. Momentan erlebe er aber „Polemik“ von GrIStuF: „Sie simulieren Obdachlosigkeit und Nöte, die objektiv nicht existieren. Wir müssen jetzt aber auf eine konstruktive Spur kommen“, bot Flieger weitere Gespräche an, wie Erik den Punkt auch beendete. Bereits nach der Sitzung sprachen Flieger und Markus über die Raumproblematik.</p>
<h3>Studentenwerk will Studenten juristische Erstberatung anbieten</h3>
<p>Grundsätzlich will das Studentenwerk eine juristische Erstberatung anbieten. Das ergab ein Meinungsbild mit sechs Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen im Verwaltungsrat. Wolf-Körnert erläuterte, dass 2009 eine Rechtsberatung vom AStA eingerichtet wurde. Dort konnten dann Anträge auf kostenlose Beratung zu studentischen Belangen, wozu Strafrecht und Ordnungswidrigkeiten nicht gehören, gestellt werden. Sonst konnten bedürftige Studenten beim Amtsgericht einen Antrag auf kostenlose Rechtsberatung stellen. Dies sei allerdings eher bürokratisch. Der AStA stellte dann 39 Gutscheine über jeweils 50 Euro aus, die dann als Fallpauschale einen Rechtsanwalt für eine Rechtsberatung gezahlt wurden. Das Amtsgericht lehnte dann die Rechtsberatung für bedürftige Studenten ab, weil es diese auch über den AStA gab. Die Rechtsberatung des Amtsgerichts erfolgt nachrangig. „Wir wollen das als Studentenwerk übernehmen“, äußerte Wolf-Körnert die Bereitschaft des Studentenwerks. Sie schätzt, dass die Beratung fünf- bis achtmal von Studenten im Monat in Anspruch genommen werde. Im Haushalt sollen dafür 5.000 Euro jährlich berücksichtigt werden.</p>
<p>Kritik gab es Wolf-Körnerts Vorschlag, aus der Rechtsberatung BAFöG-Streitigkeiten und Mietstreitigkeiten mit dem Studentenwerk herauszunehmen, weil dann das Studentenwerk die Anwaltskosten für die andere Seite tragen würde, die gegen das Studentenwerk vorgehen wollen. „Ich habe ein Problem damit, wenn Bafög und Wohnen da rausfallen“, so Alexander Schmidt. Generell kritisch sieht Junge Union-Mitglied Konrad Ulbrich eine Rechtsberatung durch das Studentenwerk: „Die Beratungshilfe ist eine Aufgabe des Staates, nicht der Studierendenschaft.“ Konrad, von dem die Gegenstimme kam, will auch nicht, dass sich ein vermögender Student auf Kosten des Studentenwerkes rechtlich beraten lasse. Auf der nächsten Sitzung soll nun geklärt werden, wie die Rechtsberatung genauer aussehen soll. Diskutiert wurde beispielsweise auch, ob man sich auf eine Rechtsanwaltskanzlei konzentriere oder mehrere nehme, wie von Flieger vorgeschlagen. Er begründete dies mit der freien Anwaltswahl.</p>
<h3>Terasse für Cafeteria &#8220;ins grüne&#8221; zugänglich</h3>
<div id="attachment_59548" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Terasse-Mensa-Eric-Makswitat.jpg"><img class="size-medium wp-image-59548 " title="Terasse-Mensa-Eric Makswitat" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Terasse-Mensa-Eric-Makswitat-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Terasse &quot;ins grüne&quot;</p></div>
<p>Wolf-Körnert berichtete, dass die Terrasse der Cafeteria &#8220;ins grüne&#8221; zugänglich ist. Mittags waren dort schon die ersten Studenten dort zu sehen. Die Abnahme sei letzten Freitag abgenommen worden. In den nächsten Tagen werden noch die Tische abgeschliffen. „Es gibt zwar weniger Plätze als vorher, es kommt aber noch eine Bank um den Baum hinzu.“ Auch über ein Sonnensegel werde nachgedacht. Johannes Radtke kritisierte, dass teilweise schon vor 14 Uhr Flyer von den Tischen genommen werden, obwohl die Mensa bis 14.30 Uhr geöffnet hat. Wolf-Körnert will mit dem zuständigen Abteilungsleiter sprechen.</p>
<p>Fotos: David Vössing, Eric Makswitat (Terasse)</p>
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		<title>And the winner is &#8230; Preisverleihung der Insomnale</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/06/27/and-the-winner-is-preisverleihung-der-insomnale/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 18:21:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Dittmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Caspar-David-Friedrich-Institut (C.D.F.I.)]]></category>
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		<category><![CDATA[Theater Vorpommern]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Puritz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sieger der Insomnale stehen fest: Linda Perthen gewinnt den ersten Preis mit dem Video "strangeland", Zweite wird Jacqueline Duhr und den dritten Platz belegt Isabelle Mogk. Im Bereich Kunstwissenschaft gewinnt Lisa Hecht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><a rel="attachment wp-att-58059" href="http://webmoritz.de/2011/06/07/11-jahre-und-noch-lange-nicht-alt-insomnale-2011/artikelbild-insomnale-veranstalter/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58059" style="margin: 5px;" title="Artikelbild Insomnale Veranstalter" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Artikelbild-Insomnale-Veranstalter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></h3>
<p>Die elfte Insomnale, größte Schau junger Kunst in Mecklenburg-Vorpommern, ist zu Ende. Am Sonntag hieß es dann: punktaus. Bereits am Donnerstag, den 23. Juni, fand die Preisverleihung der Bildenden Kunst und Kunstwissenschaft statt, zu der sich neben den Preisträgern und Insomnale-Organisatoren viele Interessierte im Theater Vorpommern einfanden.</p>
<p><span id="more-59174"></span></p>
<p>Vor der eigentlichen Preisverleihung spielte zur Einstimmung das Greifswalder PopJazz-Duo Lege&amp;Lena. Interaktion mit dem Publikum stand dagegen bei der Inprovisationstheatergruppe Ma’ma Ernst im Vordergrund. Dann rückte die Arbeit des Insomnale-Organisationsteams in den Vordergrund: Von den ersten Organisationstreffen über die Aufräumarbeiten auf dem Gelände der Hallen bis zu den ersten Partys ließ der Film die letzten Monate noch einmal Revue passieren.</p>
<div id="attachment_59292" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a rel="attachment wp-att-59292" href="http://webmoritz.de/2011/06/27/and-the-winner-is-preisverleihung-der-insomnale/img_2501-2/"><img class="size-medium wp-image-59292" title="Lisa Hecht_andreadittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2501-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Lisa Hecht gewann den ersten Preis in der Kategorie Kunstwissenschaft.</p></div>
<h3>Erste Plätze für Hausarbeit und Film</h3>
<p>Dann wurde es spannend, die Auszeichnung für das beste kunstwissenschaftliche Werk wurde übergeben. Stolze Siegerin wurde am Ende Lisa Hecht mit einer Hausarbeit über Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer“ und dessen zeitgenössische Rezeption. Doch hob Michael Lissok, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Caspar-David-Friedrich-Institut,  hervor, dass die fünf eingereichten Arbeiten qualitativ alle sehr hochwertig waren und der Jury die Wahl nicht leicht gefallen war.</p>
<p>Eingespielt wurde dann erneut ein Film, der die besten acht Kunstwerke der insgesamt achtzig Ausstellungswerke der Insomnale im Bereich der Bildenden Kunst zeigte. Zuerst wurde mit einem kleinen Augenzwinkern der Sonderpreis an Lars Fritsche und David Schlosser für ihr Werk „Tresen“ vergeben. Den richtigen ersten Preis gewann Linda Perthen mit ihrem Film „strangeland“.</p>

<p>Professor Michael Soltau hob hervor, dass die Arbeit vor allem durch das Zusammenwirken von Musik und Kunst so herausstach. „Ich freue mich wahnsinnig, weil ich auch noch nie etwas gewonnen habe!“, sagte Linda nach der Preisverleihung dem webMoritz. Als Erstplatzierte erhält sie neben einem Preisgeld auch ein vierwöchiges Kunststipendium. Auf das Silbertreppchen schaffte es Jacqueline Duhr mit den „homestory“ – Fotografien, mit dem dritten Preis prämiert wurde die Malerei „lost in space“ von Isabelle Mogk.</p>
<div id="attachment_59293" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a rel="attachment wp-att-59293" href="http://webmoritz.de/2011/06/27/and-the-winner-is-preisverleihung-der-insomnale/img_2521/"><img class="size-medium wp-image-59293 " title="Preisträger_andreadittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2521-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Die FSR-Mitglieder Karolin Schwab und Annabelle Diepold, im Hintergrund die Preisträgerinnen Linda Perthen, Jacqueline Duhr und Isabelle Mogk (v.l.n.r.)</p></div>
<p>Professor Ulrich Puritz, der auch den zweiten Preis im Bereich Bildende Kunst verlieh, sagte gegenüber dem webMoritz, dass die Arbeiten durchweg von guter Qualität waren, allerdings &#8220;fehlte die Zeit, damit sich die Künstler auf die Werke einstellen konnten. Es fand sich keine Zeit, um zwischen der Arbeit und der Umgebung Brücken zu schlagen.&#8221; Ähnlich äußerte sich auch Felix Müller, der am Lehrstuhl für Bildende Kunst arbeitet. Er hob noch einmal die herausragende Arbeit des Organisationsteams heraus, ohne das diese Veranstaltung wohl gar nicht möglich gewesen wäre.</p>
<p>Allen Preisträgern herzliche Glückwünsche!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotos: Andrea Dittmar, Veranstalter (Logo)</p>
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		<title>StuPa-Präsident Marian Wurm im Interview: &#8220;Wahlbeteiligung erhöhen&#8221;</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/06/25/stupa-prasident-marian-wurm-im-interview-wahlbeteiligung-erhohen/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 12:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Vössing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[AStA]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Böhm]]></category>
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		<category><![CDATA[Erik Sintara]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Küntzel]]></category>
		<category><![CDATA[Marian Wurm]]></category>
		<category><![CDATA[Paula Oppermann]]></category>
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		<category><![CDATA[StuPa]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa-Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Vollversammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer StuPa-Präsident im Interview: Engere Zusammenarbeit mit Studierenden und StuPa und AStA bekannter machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-58458" href="http://webmoritz.de/2011/06/25/stupa-prasident-marian-wurm-im-interview-wahlbeteiligung-erhohen/marian-wurm-david-vossing/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58458" style="margin: 5px;" title="Marian Wurm-David Vössing" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Marian-Wurm-David-Vössing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine enge Zusammenarbeit mit den Studierenden sowie AStA und StuPa bekannter zu machen, nennt Marian Wurm seine Ziele als StuPa-Präsident im Gespräch mit dem webMoritz. Außerdem möchte er sich dafür einsetzen, dass die Wahlbeteiligung bei der Gremienwahl im nächsten Jahr höher ausfällt. Nach dem Rücktritt von Eric Makswitat wurde Marian vor zwei Wochen gewählt. <span id="more-59081"></span>Zuvor war das Mitglied des sozialistisch-demokratischen Studierendenverbands stellvertretender StuPa-Präsident.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Welche Projekte und Ziele hast du dir für deine Amtszeit vorgenommen?</p>
<p><strong>Marian Wurm</strong> Mir ist wichtig, dass ich eng mit den Studierenden zusammen arbeite. Außerdem will ich das Studierendenparlament (StuPa) und den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) bekannter machen. Das versuche ich durch meine Besuche bei allen Fachschaften und anderen Vernetzungstreffen. Damit führe ich fort, was mein Vorgänger Eric Makswitat begonnen hat. Ich hoffe zumindest bei den nächsten Wahlen auf eine höhere Wahlbeteiligung zu kommen. Die Frage ist, inwieweit wir im StuPa bei einer Wahlbeteiligung von zehn Prozent überhaupt legitimiert sind. Eine erste Probe dafür wird die Vollversammlung nächste Woche Dienstag sein. Ich hoffe, dass wir ein bisschen mehr Teilnehmer als die letzten Jahre bekommen. Vielleicht kann man darauf dann aufbauen.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Auf der vergangenen StuPa-Sitzung waren nur 20 von 28 Stupisten anwesend. Ist einigen Mitgliedern das StuPa nicht mehr wichtig?</p>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Ich denke, dass es Gegenveranstaltungen gab. Ich will jetzt niemandem unterstellen, dass ihm das StuPa nicht wichtig ist. Wir hatten öfters fast die volle Mitgliederzahl. Das war eine unglückliche Ausnahme. Wir waren beschlussfähig und es hat alles geklappt.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Du hast erst mit deiner Kandidatur auf der StuPa-Sitzung vor zwei Wochen mit den Worten „Wenn es kein anderer machen will“ noch gezögert. Wolltest du kein StuPa-Präsident werden oder hast du das Amt gescheut?</p>
<h3>&#8220;Studentische Selbstverwaltung am Laufen halten&#8221;</h3>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Wenn ich es wirklich darauf angelegt hätte, StuPa-Präsident zu werden, hätte ich mich schon zu Beginn der Legislatur beworben. In den Diskussionen, die den StuPa-Wahlen im Januar vorausgingen, habe ich deutlich gemacht, dass ich auch unter widrigen Bedingungen bereit bin, die studentische Selbstverwaltung am Laufen zu halten. Das war mir wichtig. Es hat sich dann kein anderer Kandidat gefunden. Ich habe geguckt, ob ich es dann machen kann. Die Antwort war ja. Ich habe mir danach überlegt, dass es was ganz Neues ist, was sich da für mich eröffnet. Ich kann da andere Projekte umsetzen. Das Amt habe ich nicht gescheut, aber es war nicht meine erste Wahl, StuPa-Präsident zu werden. Damit bin ich damals nicht angetreten und es ist jetzt eine glückliche Fügung.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_55493" class="wp-caption alignright" style="width: 194px"><strong><a rel="attachment wp-att-55493" href="http://webmoritz.de/2011/05/03/stupa-live-ticker-sitzung-am-3-mai/stupa_3mai_christoph-bohm_christine-fratzke/"><img class="size-medium wp-image-55493 " title="stupa_3mai_christoph-böhm_christine-fratzke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/05/stupa_3mai_christoph-böhm_christine-fratzke-230x250.jpg" alt="" width="184" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Stellvertrender StuPa-Präsident Christoph Böhm: &quot;Hängt sich voll rein.&quot;</p></div>
<p><strong>webMoritz </strong>Wie ist dein Verhältnis zu Christoph Böhm?</p>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Mein Verhältnis zu Christoph Böhm ist sehr gut. Er macht sehr gute Arbeit und hängt sich auch voll rein in seinen Stellvertreterposten. Deswegen habe ich auf dieser Basis keine Probleme mit ihm. Klar, wir haben zwar ideologische Auseinandersetzungen, aber das werden immer lustige Diskussionen. Insgesamt gibt es eine konstruktive Zusammenarbeit.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Wen könntest du als weiteren Stellvertreter aus den Reihen der Stupisten vorstellen?</p>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Ich habe im Vorhinein überlegt, welche Stupisten noch den anderen Stellvertreter machen können, Erik Sintara zum Beispiel. Er macht aber jetzt sein Examen. Auch Peter Madjarov von den Grünen war so meine erste Wahl. Er bringt sich immer ein, macht konstruktive Beiträge. Ich kenne ihn auch schon durch die Soli-Uni-Aktivitäten. Paula Oppermann hatte ich auch noch im Kopf, weil sie bei der StuPa-Wahl mit der höchsten Stimmenzahl gewählt wurde, aber sie geht in ihr Praktikum.</p>
<h3>&#8220;Ich wäre nicht zurückgetreten&#8221;</h3>
<p><strong>webMoritz </strong>Findest du, dass Eric Makswitat nicht hätte zurücktreten sollen?</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_54367" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><strong><a rel="attachment wp-att-54367" href="http://webmoritz.de/2011/04/21/neuer-stupa-prasident-eric-makswitat-im-interview-moderator-mit-starken-interessen/eric-makswitat-2-christine-fratzke/"><img class="size-medium wp-image-54367 " title="eric-makswitat-2-christine-fratzke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/eric-makswitat-2-christine-fratzke-250x166.jpg" alt="" width="200" height="133" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Der ehemalige StuPa-Präsident Eric Makswitat: &quot;Rücktritt war nachvollziehbar.&quot;</p></div>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Ich fand es nachvollziehbar. Ich gebe zu, ich hätte es nicht gemacht. Er fühlte sich dadurch nur sehr angegriffen, was ich auch verstehen kann. Sein Hauptpunkt war, dass er fühlte, dass der ganze AStA hinter Franz Küntzel und dessen Taten stand.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Diese Woche wurde im StuPa der Nachtragshaushalt verabschiedet. Wie kommt es, dass sich das über ein halbes Jahr hinzieht?</p>
<p><strong>Marian Wurm </strong>Auf jeder Sitzung kamen noch ein paar neue teils schwerwiegende Änderungen, die unbedingt noch mit rein mussten. Dadurch hat sich das immer weiter verschoben. Es lag nicht daran, dass es das StuPa nicht geschafft hat, sich damit zu beschäftigen oder zu faul war. Dazwischen waren dann noch die Semesterferien.</p>
<p><strong>webMoritz </strong>Marian, vielen Dank für das Gespräch.</p>
<p>Fotos: Christine Fratzke, David Vössing (Marian)</p>
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		</item>
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		<title>Grillen an Ruinen ist Geschichte</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/06/13/grillen-an-ruinen-ist-geschichte/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 10:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webMoritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
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		<category><![CDATA[Alexander Wöll]]></category>
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		<category><![CDATA[Eric Makswitat]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Küntzel]]></category>
		<category><![CDATA[Grillen an Ruinen]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Fakultät]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Voigt]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Grillen an Ruinen fand am Institut für Geschichtswissenschaft ein Ende.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Ein Beitrag von </em><em>Marco Wagner und </em><em>David Vössing</em></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Grillen-Ruinen-Geschichte-Marco_Wagner.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58363" style="margin: 5px;" title="Grillen-Ruinen-Geschichte-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Grillen-Ruinen-Geschichte-Marco_Wagner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Kunst, Jura, Anglistik und Geschichte: Das demonstrative &#8220;Grillen an Ruinen&#8221; findet mit der Veranstaltung vor dem alten Historischen Institut ein Ende. Dort, wo sich in den vergangenen Wochen zunehmend der Staub legte, kehrte am Abend des 9. Juni vorübergehend erneut Leben auf dem Platz zwischen dem Historischen Institut und der Slawistik. Das Historische Institut ist neben dem der Anglistik mit das bekannteste Beispiel baufälliger Universitätsgebäude. Es ist das einzige Gebäude einer Forschungseinrichtung der Universität, das wegen Baufälligkeit gesperrt werden musste.<span id="more-58292"></span></p>
<h3 style="text-align: left;">Zugang zur Fachbibliothek Geschichte seit letztem Wintersemester gesperrt</h3>
<p style="text-align: left;">Zwar ist das Institut mittlerweile in anderen Räumen untergebracht, allerdings ist die Fachbibliothek Geschichte bislang noch nicht zugänglich. &#8220;Seit dem letzten Wintersemester gibt es Bachelor-Studenten, die noch nie einen Zugang zu einer funktionsfähigen Fachbibliothek erlebt haben&#8221;, rief der ehemalige StuPa-Präsident Eric Makswitat den etwa 150 anwesenden Studenten und Mitarbeitern der Philosophischen Fakultät zu. Bereits im Februar organisierte er zusammen mit dem AStA eine <a href="http://webmoritz.de/2011/02/26/studierende-mahnen-vor-einsturzendem-institut/">Mahnwache </a>vor dem Institut. Professor Alexander Wöll, Dekan der Philosophischen Fakultät, hob gegenüber dem webMoritz zudem hervor, dass die Fachbibliothek Geschichte &#8220;so schnell wie möglich wieder zugänglich werden muss, egal wo, sonst ist das Fach Geschichte nicht studierbar.&#8221; Zwar sind momentan alle Bücher der Fachbibliothek Geschichte verfügbar, allerdings nur mit Leihschein. Diese Situation ist für viele Geschichtsstudierende wenig zufriedenstellend. &#8220;Wir wollen eine Fachbibliothek und keine Leihscheine&#8221;, betonte die Geschichtsstudentin Katarzyna Poplawski.</p>
<div id="attachment_58364" class="wp-caption alignright" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Grillen-Ruinen-2-Marco_Wagner.jpg"><img class="size-medium wp-image-58364" title="Grillen-Ruinen-2-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/Grillen-Ruinen-2-Marco_Wagner-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Die Fachbibliothek Geschichte stand beim Grillen an Ruinen der Geschichte im Mittelpunkt.</p></div>
<p>Franz Küntzel, AStA-Referent für Hochschulpolitik, wertet &#8220;Grillen an Ruinen&#8221; als Erfolg, wird doch durch die relativ hohe Teilnehmerzahl deutlich, das der AStA durch diese Aktion &#8220;einen riesigen Rückhalt in der Studierendenschaft hat.&#8221; Er forderte zudem den Rektor Rainer Westermann dazu auf, &#8220;sich zu bewegen&#8221;, aktiv zu werden, um das Problem der baufälligen Gebäude zu beheben.</p>
<h3>Schlechter Bauzustand von Instituten beklagt</h3>
<p style="text-align: left;">Die vier genannten Institutsgebäude, an denen das &#8220;Grillen an Ruinen&#8221; stattfand, sind nicht die einzigen, die sich in einem schlechten Bauzustand befinden. Auch die Skandinavistik, Slawistik, einzelne Bauten in der Loefflerstraße, sowie Gebäude der Erziehungswissenschaften und Psychologie befinden sich in keinem besonders guten Zustand. Seit einigen Monaten scheint sich jedoch ein Wandel abzuzeichnen. Die Bauarbeiten in der Loefflerstraße werden vorgezogen, um in den kommenden Jahren an dieser Stelle einen Campus der Philosophischen Fakultät mit eigener Bereichsmensa einzurichten. Das Gebäude des Historischen Instituts soll webMoritz-Informationen zu Folge ebenfalls langfristig erhalten bleiben. Ob den übrigen baufälligen Gebäuden ebenfalls eine so zuversichtliche Zukunft bevor steht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen, wenn der Umzug zahlreicher Institute der Philosophischen Fakultät in die Loefflerstraße vollzogen sein wird.</p>
<p style="text-align: left;">Fotos: Marco Wagner</p>
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