Alle Artikel der Kategorie Hochschulpolitik

„Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen.“

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 19:36 Uhr

Professor Matschke nennt Verpflichtungen zum Wohl der Uni

moritz: Welche Ziele verfolgen Sie nach der Wiederwahl zum Senatsvorsitzenden für die Universität Greifswald?
Matschke: Ich möchte möglichst viel von dieser Universität an Substanz erhalten. Und das ist ein schwieriges Geschäft, da wir bei der letzten Zielvereinbarung 2005/2006 viel verloren haben. Mein Anliegen ist es, dass in der nächsten Runde 2009/2010 im Grundsatz kein weiterer Verlust eintritt. Und zwar aus dem einfachen Grunde: Wir brauchen eine Phase der Konsolidierung. Ich würde es für sehr unglücklich halten, wenn in der nächsten Runde an der Struktur, die wir momentan haben, weiter im Sinne von Reduktion gearbeitet wird. Ich wünsche mir, dass die jetzige Struktur erst mal längerfristig Bestand hat und zwar auf jeden Fall bis 2020. Denn Universitäten sind keine Institutionen, die man jedes Jahr anders stricken kann. Sondern es sind Institutionen, die auf lange Frist angelegt sind. Wir sind über 550 Jahre alt und da herrschten immer Phasen der Kontinuität, sonst hätten wir nicht als Institution überlebt.
Natürlich kann und muss es auch Veränderungen geben, aber diese müssen von der Universität gewollt sein und ihr nicht von außen aufgedrückt werden, was letzten Endes geschehen ist, auch wenn wir durchaus Veränderungen der Ministeriumsvorstellungen in Einzelheiten erreicht und der Vereinbarung zugestimmt haben. Das Ministerium und die Hochschule sind jedoch zwei ungleiche Partner. Der
Begriff „Zielvereinbarung“ ist sehr euphemistisch. Denn das Ministerium kann sich letztendlich mit einer Zielvorgabe durchsetzen.

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Kein Kommentar: Warum Professor Matschke gehen muss.

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Juli 2008 um 19:18 Uhr

„Etwas ist faul im Staate Dänemark!“, wird in Shakespeares Hamlet zu Recht vermutet.
Faul scheint auch einiges in den Gremien unserer Universität zu sein, wenn man sich den Hergang der nicht erteilten Dienstverlängerung von Professor Manfred Jürgen Matschke genauer betrachtet.

Schon seit der geplatzten Ehrenpromotion von Jürgen Radomski 2006 ist das Verhältnis zwischen Rektor Professor Rainer Westermann und dem Senatsvorsitzenden Matschke getrübt. Seit April kocht die Gerüchteküche erneut.

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Das Internet-Desaster

Geschrieben von | Veröffentlicht am 15. November 2004 um 16:43 Uhr

Wie Rektor und Verwaltung im koordinierten Chaos Geld und Reputation der Uni vernichten.

„Willkommen/Welcome“ flimmert es in schroffem Rot dem Gast auf der Uni-Homepage entgegen. Unwahrscheinlich jedoch, dass sich wirklich noch jemand auf diesen Seiten willkommen fühlt. In verschwenderischer Einfalt sind einige wahllos ausgewählte Stichpunkte auf der vergilbten Titelseite verstreut. Scheinbar unsortiert verstecken sich wichtige Informationen in den Tiefen der unüberschaubaren Struktur des Gesamtkunstwerks. Wer sich beispielsweise ein Zimmer mieten will, muss obskurerweise auf „Studium und Lehre“ klicken.

„Als ich die Homepage zum ersten mal gesehen hatte, wollte ich eigentlich gar nicht mehr nach Greifswald“, resümiert Ingo Meyenburg, der in diesem Jahr sein Physikstudium begonnen hat. Wie viele andere, war auch er vom desolaten Zustand der offiziellen Uni-Homepage entsetzt. „Zum Glück war es hier dann doch nicht ganz so schlimm“, scherzt der Ersti.

Doch es ist nicht witzig. Während das Hauptgebäude der Universität gerade mit 16 Millionen Euro aufwendig restauriert wird, um das epochale Ansehen der ehrwürdigen Anstalt wieder aufzupäppeln, vergammelt die Homepage seit nun schon fast einem Jahrzehnt. Selbst Greifswalder Grundschulen haben bessere Internetseiten. Dabei ist die Homepage das wichtigste Aushängeschild der Universität: Sie ist jederzeit für jedermann an jedem Ort erreichbar und dient als erste Anlaufstelle und Hauptinformationsquelle für Studenten, Forscher und Personalchefs. Der Image-Schaden durch den angestaubten Auftritt für die Greifswalder Hochschule, die sich am liebsten zur Elite-Universität erklären möchte, ist kaum abschätzbar.

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Stellungnahme des AStA zu dem Artikel ″Finanzskandale in StuPa und AStA″

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Juli 2002 um 18:03 Uhr

Wie Manuel Ladiges, StuPa-Mitglied, im letzten moritz berichtete, hat das StuPa gegen die Finanzordnung und das Haushaltsrecht der Studierendenschaft verstoßen. Das ist richtig. Nicht richtig jedoch ist die Behauptung, dass es sich dabei um einen Skandal handelt. Das Studierendenparlament, der AStA, wie auch anerkannte „Altlasten“ der studentischen Selbstverwaltung haben diese Verstöße gebilligt. Aus gutem Grund: GrIStuF hatte das große Problem, kurz vor Beginn des Festivals nicht ausreichend zahlungsfähig zu sein: Viele der finanziellen Förderer von GrIStuF, darunter namhafte Stiftungen, zahlen das bewilligte Geld erst nach der Veranstaltung.

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Im Streit ums Femininum

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Juli 2002 um 17:37 Uhr

Studierendenparlament setzte sich mit der Geschlechterfrage auseinander

Das Studierendenparlament setzte sich auf seiner Sitzung am 18. Juni mit der Frage auseinander, inwiefern es sich der Geschlechterfrage in den Formulierungen der Satzungen der Studierendenschaft stellen will. Drei Anträge standen zur Debatte. Antrag Nummer eins forderte die konsequente Verwendung beider Geschlechtsformen in den Satzungstexten. Antrag zwei dachte an, die weibliche Form durchgehend zu verwenden und am Ende den üblichen Gleichstellungsparagrafen anzuhängen: ?Sämtliche verwendeten Bezeichnungen gelten für beide Geschlechter.? Der dritte Antrag schließlich lautete, bei der männlichen Form zu bleiben, aber immerhin den Gleichstellungsparagrafen einzufügen.

Das Problem war schon mehrfach angesprochen worden und hatte zu hitzigen Diskussionen und blockierten Abstimmungen geführt. Die Gegner der ersten beiden Anträge führten die historische Tradition der männlichen Form an, die ja beide Geschlechter implizit meine.

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Romanistik vor dem Aus?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Juli 2002 um 17:10 Uhr

Durch Beschluss von Fakultät und Senat werden ab dem Wintersemester vier Studiengänge in der Romanistik geschlossen. DasInstitut hatte diesen Schritt beantragt, da der Lehrbetrieb nicht mehr gewährleistet werden könne. Dies betrifft
die Lehrämter Spanisch und Italienisch, das Nebenfach Spanische Philologie und den Bachelor Italienisch. Zudem entfällt die Möglichkeit, Spanisch bzw. Italienisch als
Schwerpunkt zu wählen.
Laut Aussage des Institutes sind die Schließungen auf den Verlust der Professur für Romanische Sprachwissenschaft zurückzuführen, die in eine Professur für
Kommunikationswissenschaften umgewandelt wurde. Die betroffenen Studierenden dürfen ihr Studium in Greifswald allerdings noch beenden.
Für die Romanistik, die seit vielen Jahren immer wieder in Kürzungsdebatten
zur Disposition gestellt wurde, könnte diese erste Schließungsrunde der Anfang
vom Ende sein. Zwar soll die gestrichene Professur in einigen Jahren zurückkommen, aber vielleicht ist es dann schon zu spät. Denn Ende des Jahres steht eine
weitere Kürzungsaktion an…
Die Fachschaft ruft alle Romanisten zur Vollversammlung am 3. Juli, 20 Uhr im Institut.

Meister der Künste

Geschrieben von | Veröffentlicht am 15. Juli 2002 um 16:16 Uhr

Ab Herbst kann man in Greifswald Master studieren

Darauf haben zumindest die Bachelorstudierenden unter uns schon lange gewartet: Ab dem Wintersemester 2002/03 wird es in Greifswald möglich sein, den zweiten Schritt zu machen und seinen Bachelor mit dem Master zu krönen. Höchste Zeit, denn in diesem Sommer wird die Uni die ersten B.A.-Absolventinnen in die Freiheit entlassen. Einige von diesen haben bereits Interesse an dem weiterführenden Abschluss bekundet.

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