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» Jung und wild « – Milos Rodatos im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Mai 2012 um 19:21 Uhr

Mit 16 Stimmen wurde Milos Rodatos am 17. April zum neuen Präsidenten des Studierendenparlaments gewählt. Der Hochschulpirat sprach mit moritz über Transparenz, biedere Satzungsrealitäten und die Macht des Einzelnen.

Milos, die Außenwirkung einer politischen Institution trägt viel zu ihrem Image bei. Siehst du dich in deinem neuen Amt als „Verkäufer“ der Greifswalder Hochschulpolitik ?
Nein, nicht als Verkäufer. Ich bin der Bote (lacht).

Und was bringst du uns?

Milos Rodatos

Hochschulpolitik.

In Reinform oder auch mit Inhalten?

Der Begriff „Hochschulpolitik“ schließt Inhalte doch schon ein (lacht). Na ja, wahrscheinlich trifft es Öffentlichkeitsarbeit für das Studiernendenparlament (StuPa) am besten. Auch dieses Interview ist letztendlich Öffentlichkeitsarbeit für das StuPa und die Hochschulpolitik und weniger Information über meine Person. Dementsprechend fühle ich mich gerade eher als Präsident denn als Student Milos Rodatos. Das Studierendenparlament steht, wie ich finde völlig zu Unrecht, in der Öffentlichkeit unglaublich schlecht da. Natürlich macht es einen großen Unterschied, ob ich Sitzungen als Außenstehender wahrnehme oder als aktiv Beteiligter. Sinn oder Unsinn einer hitzigen Debatte werden dann ganz anders beurteilt. Ich denke, dass wir als StuPisten ganz deutlich sagen müssen: Hey, wir sind die Leute, die eure acht Euro verwalten und ihr könnt mitbestimmen, was mit dem Geld passiert. Aktuell arbeite ich mich gerade in die Materie ein, aber mittelfristig ist geplant, die Arbeit des Präsidiums auf einer eigenen Internetseite transparent und nachvollziehbar darzulegen. Einfach um zu zeigen, womit wir uns wann beschäftigen und für welche Themen und Inhalte wir eintreten.

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Großer Aufwand kleine Wirkung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Mai 2012 um 19:16 Uhr

In einer langwierigen Debatte entschied das Studierendenparlament über die neue Struktur des Allgemeinen Studierendenausschusses. Mit leicht verändertem Aufbau sollen die Aufgaben nun bewältigt werden.

Felix Pawlowski

Nach 110 Minuten und drei internen Wahlgängen war es geschafft: Mit neun Ja- und acht Nein-Stimmen bewilligte das Studierendenparlament (StuPa) die neue Struktur des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). In der ersten außerordentlichen Sitzung der neuen Legislaturperiode entschied das StuPa über die Organisationsform und sorgt somit für einen minimalen Wandel im AStA. „An sich hat sich die alte Struktur bewährt“, findet Felix Pawlowski, ehemaliger Referent für Fachschaften und Gremien. Weiter sagt er: „Damit meine ich das Modell mit einem Vorsitzenden und den Hauptreferenten.“ Auch die geringe Anzahl an Referaten ist ein Vorteil im Alltag des studentischen Lebens. Die wenigen Mitarbeiter kommunizieren besser miteinander und eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Abteilungen ist produktiver.

„Aus rein politischer Sicht ist das knappe Ergebnis bei der StuPa-Sitzung für uns irrelevant“, sagt Timo Schönfeldt, ehemaliger Referent für Soziales, Wohnen und Studienfinanzierung, der kurzzeitig auch den kommisarischen Vorsitz des AStA übernahm. „Wir werden jetzt mit dieser Struktur arbeiten müssen.“ Kurz nach dem Beschluss der Struktur merkte das Justitiariat der Universität dass es Unklarheiten gebe: Es wurde die Frage aufgeworfen, ob eine Änderung der AStA-Struktur ein einfacher Beschluss oder eine Änderung der bestehenden Anlage ist. Je nach Auslegung der vorhandenen Satzung reiche eine einfache Mehrheit aus oder es sei eine absolute Mehrheit von Nöten. Bei einem einfachen Beschluss könne der AStA mit der Struktur arbeiten, ist es aber kein Beschluss müsse das Ergebnis revidiert werden. Am 8. Mai entschied das StuPa, dass die Änderung ein einfacher Beschluss sei und man somit mit der Struktur weiterarbeiten könne.

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»Von dieser Zeigefingermoral möchte ich weg « – Diana Rümmler

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. April 2012 um 19:47 Uhr

Nach mehreren Monaten Vakanz ist das Referat für Ökologie des Allgemeinen Studierendenausschusses seit November 2011 wieder besetzt. moritz fragte die Referentin Diana Rümmler nach ihrem Gartenprojekt und ihren weiteren Ideen.

Was hat dich dazu bewegt, dass Referat Ökologie zu übernehmen?
Während der Nachhaltigkeitswoche hier in Greifswald habe ich mir sehr viele Projekte angeschaut. Dabei habe ich festgestellt, dass sehr großer Bedarf besteht und dass zum Beispiel diese Nachhaltigkeitswoche wesentlich besser beworben und auf die Studenten hätte ausgerichtet werden können, wenn das Referat besetzt gewesen wäre. Deswegen entschloss ich mich zu kandidieren.

Welche Chancen siehst du in dem Referat?
Ich finde dieses Referat unfassbar wichtig. Die anderen Referenten haben noch nicht das nötige Gespür für nachhaltige Beschaffung entwickelt. Natürlich kennt man die gängigen Klischees, dass man Ökopapier nutzen soll und dergleichen. Aber es gehört noch sehr viel mehr dazu, wie die T-Shirts für die Erstsemestler oder der Bürobedarf an sich, der mit in die Beschaffung reinspielt. Man schaut immer nur auf die Kosten, ohne andere, ökologische Faktoren zu bedenken, die ein wirklich wirtschaftliches Angebot erst ausmachen.

Apropos Erstsemester-T-Shirts: Habt ihr einen Lieferanten gefunden, der den Finanzrahmen nicht sprengt?
Wir haben einen Lieferanten gefunden, der ökologische Shirts anbietet und mit ihm sogar einen Sponsorenvertrag ausgehandelt. Leider war es dann so, dass der Haushaltsplan der Erstsemesterwoche keinen Rahmen für diese Neuerung bot, nicht für dieses Jahr jedenfalls. Ginka, die Referentin für Veranstaltungen, und ich wollen für das nächste Jahr erwirken, dass die T-Shirts für die Erstis möglich sind, indem wir beim Studierendenparlament beantragen, dass der Topf für die Erstiwoche erweitert wird. Wir werden sie aber auf jeden Fall schon für die Referenten einführen. Da sind die ersten Angebote abgesegnet worden und wir warten nun auf den finalen Kostenvoranschlag, damit wir die Bestellungen aufgeben können.

Als du dich vor dem Studierendenparlament vorgestellt hast, wurdest du gefragt, was deine Pläne für das Referat sind: Du wolltest einen Garten aufbauen. Der Vorschlag wurde von einigen belächelt. Inwieweit wirst du die Idee weiterverfolgen?
Ich werde die Idee auf jeden Fall weiterverfolgen. Ich hätte bei der Bewerbung nicht gedacht, dass das Thema auf so großes Interesse stößt. Es gab ja sogar einen kleinen Artikel in der Ostsee-Zeitung. Ich freue mich auf jeden Fall über das Interesse und finde es überhaupt nicht schlimm, dass es noch belächelt wird. Es ist ein großes und aufwendiges Projekt: Es müssen Grundstücke gefunden, Gelder beantragt und ein Konzept erstellt werden, mit dem man vorstellt, was man mit dem Projekt erreichen will. Als nächstes treffe ich mich mit der Ortsteilvertretung von Schönwalde II. Dort gab es einen interkulturellen Garten, der jetzt allerdings sein Gelände verlassen musste, da die Stadt Baupläne für dieses Gebiet hat. Ich wurde angesprochen, ob ich mich nicht mit ihnen zusammentun will, um das Garten-Projekt zu verwirklichen. Diese Überlegung ist für mich interessant, weil das Projekt mit einer solchen Kooperation ganz neue Möglichkeiten bietet und ich, da ich ja auch nicht ewig Student sein werde, dieses Projekt dann an Leute, die länger in der Stadt und mit dem Projekt vertraut sind, übergeben kann.

Du baust gerade die Arbeitsgemeinschaft (AG) „mit – deine Umweltgruppe“ auf. Was willst du mit ihr erreichen und wer kann sich beteiligen?
Mitmachen kann jeder, der will. Deswegen auch der Name: mitmachen und mitteilen. Es geht nicht darum, bei den sowieso schon ökologisch eingestellten Leuten offene Türen einzurennen, sondern ich möchte Leute bewegen, die sich damit noch nicht so auseinandergesetzt haben. Im Rahmen der Arbeit der AG können sie sich weiterbilden. Ich habe das Gefühl, dass Leute, die sich sehr viel mit Ökologie auseinandersetzen, eher zu einer Zeigefingermoral tendieren: „Du darfst nicht“ oder „du musst“. Von dieser Zeigefingermoral möchte ich weg. Jeder soll für sich selbst herausfinden, dass es sinnvoll ist und viel Spaß machen kann, sich nachhaltig durchs Leben zu bewegen. Ich möchte bewirken, dass jeder an dem Gebiet arbeiten kann, welches ihn interessiert, während ich die bürokratischen Stolperfallen aus dem Weg räume. Derzeit arbeiten wir an der Webpräsenz mit-umwelt.de und ich versuche noch finanzielle Feinheiten zu klären, bevor am 12. April das erste Treffen stattfinden wird.

Du arbeitest außerdem mit dem Verein „Uni Solar“. Im Mai 2010 wurde der Verein gegründet und im November 2010 wurde die Photovoltaikanlage gebaut. Wie sehen die Pläne jetzt aus?
Das Projekt an sich ist ja schon fertig gewesen. Es gab einen Aufruf zur finanziellen Beteiligung, doch nachdem die Grenze von 20 000 Euro erreicht war, konnten einfach nicht mehr Interessenten aufgenommen werden. Wir hoffen nun, dass wegen der großen Nachfrage damals ein zweites Projekt gestartet werden kann. Die Anlage wurde zwar nicht wie angestrebt auf einem Universitätsdach gebaut, aber es fand sich ein Dach im Ostseeviertel, wo die Anlage in Betrieb genommen werden konnte. Wir wollen natürlich versuchen, dass die neue Anlage auf einem Universitätsdach ist. Aber das passende Dach zu finden ist schwierig. Speziell bei den Bauten auf dem neuen Campus befindet sich oft viel Technik auf den Dächern, wodurch es schwierig wird, dort noch Solarpanels aufzustellen. Gemeinsam mit der AG Umweltmanagement sind wir auf der Suche nach einem neuen passenden Dach. Auch besteht die Überlegung, ob eine vertikale Anlage in Frage kommt. Es gibt bereits Pilotprojekte für solche Anlagen an der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.

Welche Ziele hast du für das kommende Semester?
Mein ganz besonders großes Ziel ist es die Studenten zu sensibilisieren. Ich möchte gerne dieses Image der radikalen Körnerfresser weghaben. Wenn man über Ökologie spricht, geht es nicht darum, jemandem etwas zu verbieten, sondern um alternative Wege zu finden. Was ich unter anderem anstrebe, ist eine Infoveranstaltung zum Thema Umweltsiegel. Es gibt so viele Zertifikate, wo keiner mehr durchblickt. Neben ein paar großen Marktführern wie „Blauer Engel“ und „Fair Trade“ gibt es noch viele kleine Siegel, wo man nicht weiß, was dahinter steht. In Planung befindet sich derzeit der Nachhaltigkeits- und Umwelttag am 4. und 5. Juni in Zusammenarbeit mit der Universität, natürlich der Umweltgruppe und mit Hilfe der Teilnehmer der Gruppe die Wiederbelebung von Uni-Solar, der Biomensa und einigen kleineren Projekten, die leider unter den Tisch fallen würden, wenn ich versuchen würde, allein dieser Projektflut Herr zu werden.

Das Interview führte Katrin Haubold

TITEL Warst du wählen?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2012 um 22:50 Uhr

Über zehn Prozent der Greifswalder Studierendenschaft könnten diese Frage mit „Ja“ beantworten. Denn sie haben vom 9. bis 13. Januar 2012 sowohl das Studierendenparlament (StuPa) als auch den Senat und die Fakultätsräte gewählt.

Gähnende Leere erstreckte sich am Dienstag gegen neun Uhr an den Wahltischen des Studierendenparlaments in der Mensa am Wall. Zwei Stunden später sah das ganz anders aus: Die ersten Schlangen bildeten sich an den Wahlkabinen. Auch in der Universitätsbibliothek sammelten sich die Studierenden an den Wahltischen des Senats und der Fakultätsräte.

Einen Erfolg konnte das StuPa verzeichnen, das mit einer Wahlbeteiligung von 14,4 Prozent im Gegensatz zum letzten Jahr die Zehn-Prozent-Marke knackte. Das lag unter anderem an den Öffnungszeiten und Standorten der Wahllokale: 96 Stunden lang hatten die Studenten an vier verschiedenen Plätzen die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben. Der StuPa-Wahlleiter Henri Tatschner und sein Stellvertreter Kay Nitsch zeigten sich erleichtert: „Wir sind mit der Wahlbeteiligung im Großen und Ganzen zufrieden, zumal wir froh waren, schon am Mittwoch die Zehn-Prozent-Wahlbeteiligung erreicht zu haben, was unser Anspruch für die Wahlwoche war.“

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TITEL Alles zu (s)einer Zeit

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2012 um 22:38 Uhr

Im Januar wurden einige Fachschaftsräte (FSR) mit den anderen Gremien gewählt. Zuvor mussten Wahlordnungen geändert und neue Kandidaten gefunden werden, was nicht allen FSR gelang. Die Umstrukturierung soll 2013 abgeschossen sein.

Da es keinen FSR mehr gibt, muss 2012 leider sowohl unsere Mittsommerfeier als auch das Luciafest ausfallen.“ Diese E-Mail verschickte der Fachschaftsrat der Nordistik Mitte Dezember, um die Studenten des Instituts wach zu rütteln. Es ließen sich zu wenig Kandidaten für die Wahl aufstellen. Nach nur einem halben Jahr sollten die Skandinavisten und Fennisten wieder an die Wahlurne. Dabei hatten sie doch erst im Sommer letzten Jahres gewählt – warum nun schon wieder?

Die Zusammenlegung der Fachschaftsrats- mit den anderen Gremienwahlen hatte vor allen Dingen organisatorische Gründe: Sie sollte die Beteiligten entlasten, da zum Beispiel die Wählerverzeichnisse alle mit einem Mal ausgedruckt werden können. „Zudem hatten wir uns eine Erhöhung der Wahlbeteiligung versprochen“, so Felix Pawlowski, Referent für Fachschaften und Gremien vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Insgesamt entschlossen sich 15 FSR zu einer Wahl im Januar. Vor allem an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wählen die FSR schon seit Jahren in diesem Zeitraum. Für sie war es demnach keine Umstellung. Die anderen mussten im Vorfeld ihre Wahlordnung ändern. Einige FSR wollten jedoch ihren jetzigen Wahltermin behalten. Die Mitglieder wussten nichts davon, dass ihnen eine verkürzte Amtszeit bevorstehen sollte. Zudem hätte es Probleme für BAföG-Empfänger geben können. Wer sich zwei Semester beim FSR einsetzt, bei dem verlängert sich die Regelstudienzeit um ein Semester; mit der kürzeren Amtszeit wäre das nicht gegangen. Nach Gesprächen mit den Dekanen und dem Studentenwerk wird die verkürzte Amtszeit der ehemaligen FSR nun auch als ganze angerechnet.

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„Sollten Konflikte auftreten, müssen die gelöst werden“ – Die Wahlsiegerinnen im Gespräch

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. Januar 2012 um 12:21 Uhr

Greifswalder Studenten haben entschieden: So gaben sie Henrike Förster für den Senat und Jasmin Dinter für das Studienparlament (StuPa) die meisten Stimmen. Mit moritz sprachen sie über sich, Aufgaben und die Ziele der kommenden Legislatur. Dieses Interview und noch viel mehr zu den Wahlen gibt es auch druckfrisch im neuen moritz-Magazin.

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Urnen werden wieder ausgegraben

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. Dezember 2011 um 21:34 Uhr

Im kommenden Januar stehen die nächsten Gremienwahlen an. Diese sorgen nicht nur für eine Neukonstellation der Machtverhältnisse zwischen den Fakultäten. Sie entscheiden letztendlich auch die nächste Rektoratswahl Oktober 2012.

Unsere Uni sucht den neuen Rektor.“ Unter diesem Motto stand ein vor kurzem in Umlauf gebrachtes Plakat. Darauf ist der jetzige Rektor Rainer Westermann im Stil der allseits bekannten Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ abgebildet. Dies führte naturgemäß zu einigen Spekulationen um seinen Nachfolger, obwohl die Rektorwahlen erst im Oktober 2012 stattfinden werden. Doch mit den kommenden Wahlen vor allem der des Senats können alle Wähler bereits jetzt den zukünftigen Rektor beeinflussen.

„Rainer W. tritt nicht mehr an“ heißt es weiter auf dem Plakat. Rektor Westermann bestätigte dem moritz-Magazin in einem Interview (siehe Seite 10), dass er nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen werde:„Ich trete nicht an, und das ist auch schon seit vielen Jahren bekannt.“ Noch sind die potenziellen Nachfolger nicht bekannt gegeben. Wer von ihnen Rektor wird, entscheidet der Senat. Das 36-köpfige Gremium setzt sich zusammen aus jeweils zwölf Professoren und Studierenden, der Rest umfasst akademische und sonstige Mitarbeiter der Universität. Diese vier Gruppen wählen die beiden Gremien. Wenn sich unter diesen nun mehrheitlich Mitglieder einer bestimmten Fakultät zusammenfinden, werden diese letztendlich die Wahl des Rektors im Oktober 2012 stark beeinflussen können.

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„Problematische Selbstwahrnehmung“

Geschrieben von | Veröffentlicht am 16. Dezember 2011 um 20:52 Uhr

Wer ein Interview mit Rektor Rainer Westermann bekommen möchte, muss beharrlich sein: moritz sollte die Fragen bitte per Mail stellen, hieß es zuerst. Doch dann gab es doch ein Gespräch. Er sei nämlich für jeden zu sprechen, der ihn darum bitte, sagte der Rektor im Interview. Der moritz blickte mit Westermann zurück auf die Ereignisse dieses Jahres und befragte ihn nach seiner Zukunft.

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Zu viel zu tun für die AStAnauten

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. November 2011 um 22:15 Uhr

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) arbeitet seit sechs Monaten in seiner jetzigen Konstellation. Die einzelnen Referenten beziehungsweise „AStAnauten“ gehen dabei unterschiedlich an ihre Aufgaben heran.

Wir reißen uns hier den Arsch auf!“ Sichtlich aufgebracht fährt die Referentin für Gleichstellung Lisa Brokmüller Erik von Malottki an. Grund hierfür war Eriks Vorschlag auf der AStA-Sitzung am 24. Oktober, die Vollversammlung (VV) auf den 17. November zu legen. Dem Großteil der AStA-Referenten ist das jedoch zu kurzfristig, andere Projekte würden darunter leiden.

Der AStA berät in erster Linie die Studenten, hilft beim Zusammenstellen des Stundenplans oder der Wohnungssuche. Jeder Referent ist verpflichtet, eine Bürozeit zu abzuleisten und an der wöchentlichen Sitzung teilzunehmen. Der Ausschuss vertritt die Interessen der Studierendenschaft sowohl der Universität als auch den Bildungsministerien von Bund und Mecklenburg-Vorpommern gegenüber. So erarbeitete der AStA während der vorlesungsfreien Zeit einen Forderungskatalog an den neuen Bildungsminister, um dessen Arbeit von Anfang an mitzugestalten.

Reaktionen riefen die Veranstaltungen unter dem Namen „Grillen an Ruinen“ hervor (moritz Magazin 92). Bei diesem Protest standen Studenten mit Bier und Würstchen an mehreren Universitätsgebäuden, um auf deren maroden Zustand aufmerksam und öffentlich Druck zu machen. Sowohl das Geschichts- als auch das Anglistikinstitut werden zwar Sanierungsmaßnahmen erfahren, doch die politisch motivierte Veranstaltung hat dadurch einen Volksfestcharakter erhalten.

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TITEL » Es ist eine regelrecht verzwickte Situation « – Dr. Cornelia Wolf-Körnert im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. November 2011 um 19:51 Uhr

Viele Probleme begleiten den Bau und die Einrichtung der neuen Mensa. Für Studenten besonders schwerwiegend ist die zum Teil unklare Finanzierung. moritz sprach mit der Geschäftsführerin des Studentenwerks, Dr. Cornelia Wolf-Körnert.

Dr. Cornelia Wolf-Körnert

Bis wann kann mit der Fertigstellung der neuen Mensa gerechnet werden?

Da bin ich wahrscheinlich die Ansprechpartnerin, die Ihnen relativ wenig darüber sagen kann. Wir sind nicht Bauherren, wir sind der spätere Betreiber. Der Bauherr ist das Klinikum, daher liegt dort die Antworthoheit auf diese Frage. Für das Studentenwerk ist Frühjahr 2012 der Fertigstellungstermin der Mensa.

Welche Innovationen sind für die neue Mensa geplant?

Wir planen die Ausweitung des Angebots, je nachdem was nachgefragt wird. Das ist aber relativ unabhängig von dem Neubau. Bio, vegetarisch, vegan sind Trends, die in unserem Angebot immer größere Berücksichtigung finden.

Welche Kosten fallen für den Bau an und wer sind die Investoren?

Es ist ein bundesweites Novum, auf welche Weise der Neubau der Mensa realisiert wird. Bis ungefähr 2007 haben sich Bund und Länder die Kosten geteilt. Nach dem Wegfall dieser Regelung mussten die Länder zum größten Teil selbst diese Investitionen tätigen. Die Baumaßnahmen des Landes müssen durch das Studentenwerk bei den Hochschulen angemeldet und in Zielvereinbarungen übernommen werden. Die Übernahme ist aber nicht erfolgt. Deswegen haben wir gemeinsam mit der Universität und dem Universitätsklinikum eine andere Lösung gesucht, bei der wir trotzdem Betreiber bleiben können. Nicht zuletzt wird dadurch die Mitsprache von Studierenden und Universität in den Gremien des Studentenwerkes gesichert. Schließlich haben wir uns mit dem Klinikum zusammen getan, welches nach einer Verbesserung der Patienten- und Mitarbeiterversorgung suchte. Es ist nun so, dass das Klinikum zunächst die Investitionskosten vollständig trägt. Das sind 17,3 Millionen Euro. Aus steuerrechtlichen und gemeinnützigkeitsrechtlichen Gründen darf das Studentenwerk nicht selbst die Patientenversorgung übernehmen, daher gründen Studentenwerk und Klinikum eine gemeinsame GmbH. Diese ‚Küchen-GmbH’ kocht und das Studentenwerk betreibt weiterhin die Essensausgabe, den Speisesaal und die Kassen. Somit wird zum einen die Miete zur Refinanzierung der Investition von der ‚Küchen-GmbH’ geleistet und zum anderen durch das Studentenwerk.

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