Alle Artikel der Kategorie Hochschulpolitik

TITEL Warst du wählen?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2012 um 22:50 Uhr

Über zehn Prozent der Greifswalder Studierendenschaft könnten diese Frage mit „Ja“ beantworten. Denn sie haben vom 9. bis 13. Januar 2012 sowohl das Studierendenparlament (StuPa) als auch den Senat und die Fakultätsräte gewählt.

Gähnende Leere erstreckte sich am Dienstag gegen neun Uhr an den Wahltischen des Studierendenparlaments in der Mensa am Wall. Zwei Stunden später sah das ganz anders aus: Die ersten Schlangen bildeten sich an den Wahlkabinen. Auch in der Universitätsbibliothek sammelten sich die Studierenden an den Wahltischen des Senats und der Fakultätsräte.

Einen Erfolg konnte das StuPa verzeichnen, das mit einer Wahlbeteiligung von 14,4 Prozent im Gegensatz zum letzten Jahr die Zehn-Prozent-Marke knackte. Das lag unter anderem an den Öffnungszeiten und Standorten der Wahllokale: 96 Stunden lang hatten die Studenten an vier verschiedenen Plätzen die Möglichkeit, ihre Stimmen abzugeben. Der StuPa-Wahlleiter Henri Tatschner und sein Stellvertreter Kay Nitsch zeigten sich erleichtert: „Wir sind mit der Wahlbeteiligung im Großen und Ganzen zufrieden, zumal wir froh waren, schon am Mittwoch die Zehn-Prozent-Wahlbeteiligung erreicht zu haben, was unser Anspruch für die Wahlwoche war.“

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TITEL Alles zu (s)einer Zeit

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2012 um 22:38 Uhr

Im Januar wurden einige Fachschaftsräte (FSR) mit den anderen Gremien gewählt. Zuvor mussten Wahlordnungen geändert und neue Kandidaten gefunden werden, was nicht allen FSR gelang. Die Umstrukturierung soll 2013 abgeschossen sein.

Da es keinen FSR mehr gibt, muss 2012 leider sowohl unsere Mittsommerfeier als auch das Luciafest ausfallen.“ Diese E-Mail verschickte der Fachschaftsrat der Nordistik Mitte Dezember, um die Studenten des Instituts wach zu rütteln. Es ließen sich zu wenig Kandidaten für die Wahl aufstellen. Nach nur einem halben Jahr sollten die Skandinavisten und Fennisten wieder an die Wahlurne. Dabei hatten sie doch erst im Sommer letzten Jahres gewählt – warum nun schon wieder?

Die Zusammenlegung der Fachschaftsrats- mit den anderen Gremienwahlen hatte vor allen Dingen organisatorische Gründe: Sie sollte die Beteiligten entlasten, da zum Beispiel die Wählerverzeichnisse alle mit einem Mal ausgedruckt werden können. „Zudem hatten wir uns eine Erhöhung der Wahlbeteiligung versprochen“, so Felix Pawlowski, Referent für Fachschaften und Gremien vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Insgesamt entschlossen sich 15 FSR zu einer Wahl im Januar. Vor allem an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wählen die FSR schon seit Jahren in diesem Zeitraum. Für sie war es demnach keine Umstellung. Die anderen mussten im Vorfeld ihre Wahlordnung ändern. Einige FSR wollten jedoch ihren jetzigen Wahltermin behalten. Die Mitglieder wussten nichts davon, dass ihnen eine verkürzte Amtszeit bevorstehen sollte. Zudem hätte es Probleme für BAföG-Empfänger geben können. Wer sich zwei Semester beim FSR einsetzt, bei dem verlängert sich die Regelstudienzeit um ein Semester; mit der kürzeren Amtszeit wäre das nicht gegangen. Nach Gesprächen mit den Dekanen und dem Studentenwerk wird die verkürzte Amtszeit der ehemaligen FSR nun auch als ganze angerechnet.

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„Sollten Konflikte auftreten, müssen die gelöst werden“ – Die Wahlsiegerinnen im Gespräch

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. Januar 2012 um 12:21 Uhr

Greifswalder Studenten haben entschieden: So gaben sie Henrike Förster für den Senat und Jasmin Dinter für das Studienparlament (StuPa) die meisten Stimmen. Mit moritz sprachen sie über sich, Aufgaben und die Ziele der kommenden Legislatur. Dieses Interview und noch viel mehr zu den Wahlen gibt es auch druckfrisch im neuen moritz-Magazin.

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Urnen werden wieder ausgegraben

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. Dezember 2011 um 21:34 Uhr

Im kommenden Januar stehen die nächsten Gremienwahlen an. Diese sorgen nicht nur für eine Neukonstellation der Machtverhältnisse zwischen den Fakultäten. Sie entscheiden letztendlich auch die nächste Rektoratswahl Oktober 2012.

Unsere Uni sucht den neuen Rektor.“ Unter diesem Motto stand ein vor kurzem in Umlauf gebrachtes Plakat. Darauf ist der jetzige Rektor Rainer Westermann im Stil der allseits bekannten Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ abgebildet. Dies führte naturgemäß zu einigen Spekulationen um seinen Nachfolger, obwohl die Rektorwahlen erst im Oktober 2012 stattfinden werden. Doch mit den kommenden Wahlen vor allem der des Senats können alle Wähler bereits jetzt den zukünftigen Rektor beeinflussen.

„Rainer W. tritt nicht mehr an“ heißt es weiter auf dem Plakat. Rektor Westermann bestätigte dem moritz-Magazin in einem Interview (siehe Seite 10), dass er nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen werde:„Ich trete nicht an, und das ist auch schon seit vielen Jahren bekannt.“ Noch sind die potenziellen Nachfolger nicht bekannt gegeben. Wer von ihnen Rektor wird, entscheidet der Senat. Das 36-köpfige Gremium setzt sich zusammen aus jeweils zwölf Professoren und Studierenden, der Rest umfasst akademische und sonstige Mitarbeiter der Universität. Diese vier Gruppen wählen die beiden Gremien. Wenn sich unter diesen nun mehrheitlich Mitglieder einer bestimmten Fakultät zusammenfinden, werden diese letztendlich die Wahl des Rektors im Oktober 2012 stark beeinflussen können.

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„Problematische Selbstwahrnehmung“

Geschrieben von | Veröffentlicht am 16. Dezember 2011 um 20:52 Uhr

Wer ein Interview mit Rektor Rainer Westermann bekommen möchte, muss beharrlich sein: moritz sollte die Fragen bitte per Mail stellen, hieß es zuerst. Doch dann gab es doch ein Gespräch. Er sei nämlich für jeden zu sprechen, der ihn darum bitte, sagte der Rektor im Interview. Der moritz blickte mit Westermann zurück auf die Ereignisse dieses Jahres und befragte ihn nach seiner Zukunft.

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Zu viel zu tun für die AStAnauten

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. November 2011 um 22:15 Uhr

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) arbeitet seit sechs Monaten in seiner jetzigen Konstellation. Die einzelnen Referenten beziehungsweise „AStAnauten“ gehen dabei unterschiedlich an ihre Aufgaben heran.

Wir reißen uns hier den Arsch auf!“ Sichtlich aufgebracht fährt die Referentin für Gleichstellung Lisa Brokmüller Erik von Malottki an. Grund hierfür war Eriks Vorschlag auf der AStA-Sitzung am 24. Oktober, die Vollversammlung (VV) auf den 17. November zu legen. Dem Großteil der AStA-Referenten ist das jedoch zu kurzfristig, andere Projekte würden darunter leiden.

Der AStA berät in erster Linie die Studenten, hilft beim Zusammenstellen des Stundenplans oder der Wohnungssuche. Jeder Referent ist verpflichtet, eine Bürozeit zu abzuleisten und an der wöchentlichen Sitzung teilzunehmen. Der Ausschuss vertritt die Interessen der Studierendenschaft sowohl der Universität als auch den Bildungsministerien von Bund und Mecklenburg-Vorpommern gegenüber. So erarbeitete der AStA während der vorlesungsfreien Zeit einen Forderungskatalog an den neuen Bildungsminister, um dessen Arbeit von Anfang an mitzugestalten.

Reaktionen riefen die Veranstaltungen unter dem Namen „Grillen an Ruinen“ hervor (moritz Magazin 92). Bei diesem Protest standen Studenten mit Bier und Würstchen an mehreren Universitätsgebäuden, um auf deren maroden Zustand aufmerksam und öffentlich Druck zu machen. Sowohl das Geschichts- als auch das Anglistikinstitut werden zwar Sanierungsmaßnahmen erfahren, doch die politisch motivierte Veranstaltung hat dadurch einen Volksfestcharakter erhalten.

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TITEL » Es ist eine regelrecht verzwickte Situation « – Dr. Cornelia Wolf-Körnert im Interview

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. November 2011 um 19:51 Uhr

Viele Probleme begleiten den Bau und die Einrichtung der neuen Mensa. Für Studenten besonders schwerwiegend ist die zum Teil unklare Finanzierung. moritz sprach mit der Geschäftsführerin des Studentenwerks, Dr. Cornelia Wolf-Körnert.

Dr. Cornelia Wolf-Körnert

Bis wann kann mit der Fertigstellung der neuen Mensa gerechnet werden?

Da bin ich wahrscheinlich die Ansprechpartnerin, die Ihnen relativ wenig darüber sagen kann. Wir sind nicht Bauherren, wir sind der spätere Betreiber. Der Bauherr ist das Klinikum, daher liegt dort die Antworthoheit auf diese Frage. Für das Studentenwerk ist Frühjahr 2012 der Fertigstellungstermin der Mensa.

Welche Innovationen sind für die neue Mensa geplant?

Wir planen die Ausweitung des Angebots, je nachdem was nachgefragt wird. Das ist aber relativ unabhängig von dem Neubau. Bio, vegetarisch, vegan sind Trends, die in unserem Angebot immer größere Berücksichtigung finden.

Welche Kosten fallen für den Bau an und wer sind die Investoren?

Es ist ein bundesweites Novum, auf welche Weise der Neubau der Mensa realisiert wird. Bis ungefähr 2007 haben sich Bund und Länder die Kosten geteilt. Nach dem Wegfall dieser Regelung mussten die Länder zum größten Teil selbst diese Investitionen tätigen. Die Baumaßnahmen des Landes müssen durch das Studentenwerk bei den Hochschulen angemeldet und in Zielvereinbarungen übernommen werden. Die Übernahme ist aber nicht erfolgt. Deswegen haben wir gemeinsam mit der Universität und dem Universitätsklinikum eine andere Lösung gesucht, bei der wir trotzdem Betreiber bleiben können. Nicht zuletzt wird dadurch die Mitsprache von Studierenden und Universität in den Gremien des Studentenwerkes gesichert. Schließlich haben wir uns mit dem Klinikum zusammen getan, welches nach einer Verbesserung der Patienten- und Mitarbeiterversorgung suchte. Es ist nun so, dass das Klinikum zunächst die Investitionskosten vollständig trägt. Das sind 17,3 Millionen Euro. Aus steuerrechtlichen und gemeinnützigkeitsrechtlichen Gründen darf das Studentenwerk nicht selbst die Patientenversorgung übernehmen, daher gründen Studentenwerk und Klinikum eine gemeinsame GmbH. Diese ‚Küchen-GmbH’ kocht und das Studentenwerk betreibt weiterhin die Essensausgabe, den Speisesaal und die Kassen. Somit wird zum einen die Miete zur Refinanzierung der Investition von der ‚Küchen-GmbH’ geleistet und zum anderen durch das Studentenwerk.

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Halbzeit in der Selbstverwaltung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. Oktober 2011 um 16:37 Uhr

Im Oktober nimmt das Studierendenparlament der Universität Greifswald seine Arbeit nach der vorlesungsfreien Zeit wieder auf. Bevor es in die zweite Hälfte der Legislatur geht, blickt moritz chronologisch auf die Monate zurück.

Am Anfang stand eine Zahl: 9,89 Prozent. Nur 1 213 von 12 256 Studierenden hatten sich am 14. Februar diesen Jahres an die Urnen begeben. Zur Wahl standen 36 Kandidatinnen und Kandidaten, es galt 27 Plätze zu besetzen. Großer Gewinner waren die Juso-Hochschulgruppe, Die Linke.SDS sowie die Grüne Hochschulgruppe, da sie alle vorgeschlagenen Kandidaten im Parlament platzieren konnten.

Schnell waren sich alle Beteiligten einig: Hochschulpolitisches Engagement innerhalb der Gremien muss attraktiver gestaltet und Zusammenhänge besser erklärt werden. Das ausgegebene Ziel: die Wahlbeteiligung in den folgenden Jahren deutlich erhöhen. Anfang April, auf der vorbereitenden Klausurtagung in Heringsdorf, gab man sich außerdem ein neues Selbstverständnis. Intention sei es, so heißt es in dem Papier, „die Studienbedingungen stetig zu verbessern.“ Dazu solle der „parlamentarische Diskurs in einer Atmosphäre des respektvollen Miteinanders und im Bewusstsein der gemeinsamen Motivation und Verantwortung stattfinden.“

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Die Zukunft des Lehramts

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. Oktober 2011 um 16:16 Uhr

Erstmals wird die Lehrerbildung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in einem eigenen Gesetz geregelt. Nach kontroverser Debatte wurde das Lehrerbildungsgesetz vom Landtag in seiner Sitzung vom 4. Juli 2011 beschlossen.

Stell dir vor: Seminare mit maximal 25 Studenten und ausreichend Teilnehmerplätzen. Was nach einem Wunschtraum klingt, soll bald Wirklichkeit werden – zumindest für Lehramtsstudenten. Dafür soll das neue Lehrerbildungsgesetz sorgen, das am 1. August 2011 in Kraft trat. Nun müssen die Universitäten Greifswald und Rostock die neuen Regelungen bis zum Beginn des Wintersemesters 2012/13 umsetzen. Sie gelten dann für die Erstsemester, bereits eingeschriebene Studenten studieren nach den alten Regelungen weiter.

„Die Lehrerbildung wird spätestens zum Jahr 2010 modernisiert“ hieß es im Koalitionsvertrag von 2006 zwischen Christlich Demokratischer Union (CDU) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Den ersten Entwurf legte die große Koalition allerdings erst im März 2011 vor. Der Gesetzesentwurf wurde unter anderem von Hochschul- und Fakultätsleitern sowie Studierenden stark bemängelt. Bei einer öffentlichen Anhörung Mitte Mai lobten sie die Idee eines Gesetzes, kritisierten jedoch deren Umsetzung. Mitte Juni veröffentlichte der Landtag dann den überarbeiteten Entwurf.

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TITEL Gemeinsam seid ihr stark

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Juni 2011 um 23:29 Uhr

Kürzungen im studentischen Kulturbereich stießen meist nur auf Widerstand der unmittelbar Betroffenen. Mit der Gründung des „Aktionsbündnis studentisches Leben in Greifswald“ wurde nun erstmals ein gemeinsames Sprachrohr geschaffen.

Lehre und Forschung genießen an der Universität zu Recht oberste Priorität. Um hier in Zukunft gut aufgestellt zu sein, wurde im August 2010 durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Anlass ist die Umstrukturierung des Gebäudekomplexes in der Löffler-Straße 23. Hier sollen ab 2013 neue Räumlichkeiten für die geistes- und sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen geschaffen werden. Mit dem Umbau gehen allerdings auch Veränderungen in der Kulturlandschaft einher, wurde doch der aktuell im Komplex ansässige Studentenclub C9 bei den Modellentwürfen nicht berücksichtigt. Vorfälle dieser Art sind keine Seltenheit und nur die Spitze des Eisbergs.

Die Vorstände der studentischen Kulturinitiativen, Vereine und Einrichtungen treffen sich regelmäßig zum Stammtisch. Hier wurde auch die geplante Ausquartierung des C9 angesprochen. Vielen Clubs und Initiativen ist die immer wiederkehrende Raumproblematik nur zu gut bekannt. Somit entschloss man sich, fortan gemeinsam gegen Raumknappheit und mangelnde Würdigung studentischen Engagements vorzugehen. Das „Aktionsbündnis studentisches Leben in Greifswald“ ward geboren. Dieser Dachverband besteht aus fünfzehn studentischen Vereinen, Kulturinitiativen und Einrichtungen und dient der besseren internen Vernetzung. Auch soll fortan bei heiklen Fragen mit einer Stimme gesprochen werden. „Dass das Aktionsbündnis entstanden ist, finde ich ziemlich gut. Nun kocht man nicht mehr nur sein eigenes Süppchen.“, konstatiert Katrin von GrIStuF, dem Greifswalder International Students Festival. „Es ist schade, dass das erst jetzt Zustande gekommen ist “, findet Theresa vom Mensaclub, da es diese Probleme bereits seit Jahren gäbe.

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