Alle Artikel der Kategorie Aktuelles Magazin

moritz 85 – Juni 2010 – Universität zu verkaufen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. Juli 2010 um 23:59 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

mussten wir euch im letzten Heft noch von schwarzen Kreuzen berichten, die bedrohlich über der Stadt hingen, so wurden diese mittlerweile durch eine strahlende Sommersonne ersetzt. Als nette Beilage gibt es noch die Fußballweltmeisterschaft dazu, die wieder die Massen zu Marktschreiern werden lässt. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche verbergen sich die wirklich berichtenswerten Dinge, die wir für euch in das helle Tageslicht gebracht haben.

So wird Pedro Sithoe, der ehemalige stellvertretende AStA-Vorsitzende, die im letzten Heft geäußerte Kritik am AStA-Newsletter nie umsetzen können, da ihn das Atudierendenparlament in seiner unendlichen Weisheit abgesägt hat. Aber auch ohne Pedro liefert der AStA zurzeit genug Berichtenswertes, leider nicht unbedingt die schönsten Geschichten. Doppelloyalitäten, absolute Verschwiegenheit und Diebstahl führen stattdessen in Versuchung Marlon Brando als Vorsitzenden vorzuschlagen. Diese durchaus reizvolle Idee wird sich allerdings kaum umsetzen lassen, da er kein Student an unserer Universität ist, was ihn laut Satzung für diesen Posten leider disqualifiziert. Ach und tot ist er auch noch. So wird der AStA nach einem etwas holprigen Start wohl doch offensive Außenvertretung in einer etwas studentischeren Art und Weise betreiben müssen. Die sizilianischen Verhältnisse im AStA sind ein neues und hoffentlich bald vergessenes Problem. Ganz anders geht es da immer mehr Kommilitonen, die von ihren Problemen krank geworden sind und dringend therapeutische Hilfe benötigen, um ihre Depressionen zu überwinden. Welche Hilfe man wo in Greifswald bekommt, könnt ihr in diesem Heft lesen. Probleme ganz anderer Art sind kürzlich in den Wänden des ehemaligen Physikalischen Institutes aufgetaucht. Die dort gefundene Schadstoffbelastung behindert derzeit den Fortschritt der Umzugspläne der Universität.

Keinen Umzug, sondern einen Zusammenzug erwartet die Landesregierung von den vorpommerschen Theatern, diese sollen noch weiter zusammengelegt werden. In den betroffenen Städten wie Greifswald wird das als Einschränkung des künstlerischen Betriebs gesehen und Widerstand geleistet. Aber es gibt auch schöne Dinge über die wir für euch schreiben können. So lockte die fünfte Ausgabe des GrIStuF zahlreiche Studierende aus aller Welt nach Greifswald und brachte der Stadt ein wunderschönes Festival mit internationalem Flair und großen Partys. Engagement der ganz anderen Art zeigen Studierende und Uni-Mitarbeiter die eine spezielle Telefonzelle basteln um auf die drohenden Kürzungen an der Uni aufmerksam zu machen. Diese kreativen Ideen verbunden mit großem Einsatz sind es, die dafür sorgen, dass Greifswald das liebenswerte Provinzstädtchen der etwas anderen Art bleibt. Mögen wir weiterhin mit solchen Leuten und Ideen gesegnet sein, auch wenn etwas mehr Sizilien ab und zu ganz angenehm ist.

Florian Bonn

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moritz 84 – Mai 2010 – Lehrerbildung weiter in Greifswald?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. Mai 2010 um 20:01 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

Wonnemonat Mai. Karl der Große dachte sich im achten Jahrhundert, der Mai verdiene den Namen Wonnemond, da alles blüht und es warm wird. Man kann ihn auch Weidenmond nennen, da das Vieh auf die Weiden oder die Alm getrieben wird. Tja. Die durchschnittlichen Studenten haben kein Vieh, keine Alm und auch keine Zeit für solch ausschweifende Gedanken. Heute muss man zügig fertig studieren, vor allem die Lehramtsstudierenden unter euch, ansonsten landet man vielleicht sehr schnell in Rostock. Auch diese Debatte und Idee ist schon alt. Vielleicht nicht so alt wie der Name des Wonnemonats, aber auch heute interessiert das Lehramt weder Kaiser noch König. Die durchschnittlichen Studenten müssen sich mit Mieterhöhungen im Studentenwohnheim, Prüfungsordnungen, Zuständigkeiten in Ämtern, plötzlichen neuen Öffnungs- oder Sprechzeiten, Raumänderungen und vielleicht noch mit den Inhalten ihres Studiums herumschlagen.

Allerdings bietet der Wonnemonat Mai so viele schöne Alternativen. Wie Karl schon wusste, wird es warm. Der Museumshafen lädt zum flanieren und verweilen ein. Die Eiscafés am Markt sind auch vormittags schon gut gefüllt. So viele Touristen hat Greifswald nie im Leben! Abends ist in Greifswald die Auswahl zwischen all den Raucher- und Nichtraucher-Kneipen schwer. Vielleicht zieht es jedoch den einen oder anderen Studenten ins „Moulin Rouge“, moritz hat für alle, die sich nicht hinein trauen, mal geschaut, was es zu schauen gibt. Wer sich lieber politisch engagiert in der eigenen Freizeit, der kann sich beim AStA in dessen neuer Legislatur oder diversen Hochschulgruppen engagieren. Wem das alles noch nicht reicht, der konnte heraus zum ersten Mai ja nach Kreuzberg zum Steine schmeißen oder nach Rostock zum Nazis blockieren fahren.

Die entspannendere Alternative ist es natürlich in Greifswald zu bleiben, ein bisschen Hochschulsport zu betreiben, in den Mai zu tanzen und den Tag abends bei einem Döner ausklingen zu lassen. Um den Curry-Wurstliebhabern unter euch letzteres ein bisschen näher zu bringen traf moritz. diesen Monat einen der lokalen Versorger von Fleisch am Spieß. Die Vegetarier unter euch sollten jetzt nicht anfangen die Moralkeule auszupacken, sondern sich die Lederschuhe an ihren Füßen genau ansehen. Für wen das alles nichts ist, der sollte vielleicht im nächsten Semester am GreiMUN-Seminar teilnehmen, um mal aus Greifswald raus nach New York zu kommen, auch darüber berichtet moritz in dieser Ausgabe. Aber Vorsicht! New York ist teurer als Greifswald. Da ich gerade erst weg war, werde ich hier bleiben. Mal sehen, ob am Ende mein Studium oder der Wonnemonat Mai die Oberhand gewinnt.

Sabrina A. Schmidt
Die aktuelle Ausgabe des moritz könnt ihr euch hier als pdf herunterladen, ausgewählte Artikel könnt ihr auch direkt online lesen.

moritz 83 – April 2010 – Angst vor dem Gang zum Arbeitsamt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. April 2010 um 17:49 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

Scheiße geteilt durch Utopie ist gleich Unzufriedenheit. So etwas lernt man also in der Uni. Aha. Unzufriedenheit versuche ich jedoch in meinem Wortschatz zu vermeiden. Das Leben ist einfach viel zu kurz, als dass ich mich mit den Unstimmigkeiten des Lebens rumplage. Es muss ja nicht immer die rosarote Brille sein, aber ein leichtes rosé. So sollten es übrigens alle halten. Zufriedenheit hängt oft von dem Weg ab, den wir einschlagen. Das Leben ist geprägt von Entscheidungen, quasi immer ein Ja oder Nein. Ein Jein existiert nun mal nicht.

Auch nicht bei der Entscheidung über unseren Namenspatron, welche nun endgültig gefallen ist. Es ist ein großer Schritt und jener Bedarf noch einmal einer ausführlichen Beleuchtung, welche ihr im aktuellen Heft findet. Auch die Möglichkeiten abzuwägen, gehört erheblich zum Entscheidungsfindungsprozess dazu. Was zum Beispiel nach dem Studium machen? Weiter dem Studentenleben frönen oder ins geregelte Berufsleben einsteigen? Wir gewähren euch einen Einblick anhand eines Interviews mit der Personalchefin von Medigreif, einem Erfahrungsbericht von der Zeit nach der Universität und einem Beitrag über den schwierigen Gang zum Arbeitsamt. Man sollte keine Angst vor Entscheidungen haben. Nicht der zugefallenen Tür hinterher trauern, sondern den Blick nach vorne richten, vielleicht ins Ungewisse, aber genau dies ist der Reiz des Lebens!

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moritz 82 – Januar 2010 – Wir haben gewählt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. Februar 2010 um 20:01 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

Editorial-Daniel-Fockewenn das frostige Wetter die Sitze neben einem im Hörsaal leer räumt oder andersherum einen mit Fieber ins Bett verbannt, dann findet sicher jeder etwas Zeit zum Nachdenken. Ich fragte mich, was waren noch mal meine Wünsche und Ziele für die kommenden Monate?

Diesmal versuchte ich keine kleine Liste zu machen, welche eh wieder nur meinen Berg von Aufgabenzetteln erhöhen würde. Nein, ruhig vorwärts schauen und das alte Jahr hinter sich lassen – mein schlichter Vorsatz in der Silvesternacht. Neue Chancen nutzen und sich nicht beirren lassen. Weniger Aufgaben, diese aber konsequenter bewältigen, wer wünscht sich das nicht?

Das neue Jahr ist noch jung, aber nun schaue ich dann doch zurück. Der Januar verspricht sonst traditionell nicht viel Abwechslung. Meist drängen die Prüfungen und die Semesterferien, welche gut genutzt werden wollen. Abschließend steht vielleicht eine kleine Reise an, um mal etwas auszuspannen. Die jährlichen Gremienwahlen wecken die eine oder den anderen dann vielleicht doch aus dem Winterschlaf. Dieses Jahr war fast ein Fünftel der Studierendenschaft auf den Beinen um Wählen zu gehen. Neben der Chance, die gewünschten Kandidaten zu unterstützen, stand auch noch die Frage nach unserem Namenspatron zur Debatte. Lieber Ernst bleiben, meinten rund 50 Prozent in der Urabstimmung. Hoffentlich benötigen wir nicht jedes Jahr eine Urabstimmung zu strittigen Themen um die Wahlbeteiligung zu steigern. Eine Zusammenfassung und Auswertung findet ihr im hochschulpolitischen Teil dieses neuen Heftes. Die Transparenz des Senats wurde hinterfragt und auch das Thema Frauenförderung an unserer Universität für euch beleuchtet.

Mit Berichten über internationale Austauschprogramme und einen Beitrag zu unserer Partneruniversität in Tschechien wollen wir das Reisefieber bei euch wecken, um vielleicht dem doch eher tristen Greifswald für einige Zeit zu entfliehen. Aber wie heißt es doch, leicht abgewandelt: Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Interessante liegt so nah! So betrachteten wir das studentische Wohnen in Doppelzimmern, sprachen mit dem scheidenden Lokalchef der Ostsee-Zeitung und fragten Greifswalder Nicht-Studierende über „die fremden 12 000“ aus.

Oder vollbringt das Wunder und folgt uns für eine Nacht in eine Greifswalder Kneipe und bleibt dabei nüchtern. Diese Mischung aus nah und fern wird mit einem kleinen Jahresrückblick abgeschlossen.

Nun habe ich doch wieder zurückgeschaut, aber warum eigentlich nicht. Vielleicht lest ihr dies während des Lernens, noch schnell vor den Prüfungen oder doch in den Semesterferien fern ab von Greifswald. Meine Professoren werden es vielleicht belächeln, aber wie schrieb schon Kurt Tucholsky: „Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.“

Daniel Focke

Ausgewählte Artikel unseres Heftes könnt ihr wie immer direkt online lesen, das komplette Heft als pdf gibt es hier zum Download.

moritz 81 – Dezember 2009 – Die erste Urabstimmung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:38 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

Christiane-editorialEs ist kein Geheimnis, dass Greifswald eine kleine Stadt ist, in der man schnell die meisten Menschen kennt und in der man sich ab und zu auch eingeengt fühlt. Dieser Kleinstadtkoller verursacht wohl bei jedem von uns mitunter Phänomene wie Fernweh und Reisesehnsucht. Während der eine diese schon mit einem kurzen Wochenendtrip in die Umgebung bekämpft, muss der andere ganz neue Länder und ferne Gegenden erkunden. Mich selbst hat das Fernweh so gepackt, dass ich gleich mit der Planung eines ganzen Auslandsjahres ab dem kommenden Sommer begonnen habe. Nach Schweden soll mein Abenteuer führen. Während der Vorbereitung auf eine Tour ergeht es jedem Reisenden ähnlich: Die Spannung auf einen neuen Ort mischt sich mit Nervosität und Angst vor dem Unbekannten.

Wen ebenfalls das Fernweh plagt, dürfte unsere neue Serie interessieren, in der wir die Partneruniversitäten Greifswalds in Osteuropa vorstellen. Zu Beginn soll der Blick nach Polen zur Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan gehen. Nicht Fern-, sondern Heimweh haben wahrscheinlich viele ausländische Studierenden, welche die Weihnachtsfeiertage fern von ihren Familien in Greifswald verbringen. Wie es ihnen dabei ergeht und was ihre Sehnsucht nach dem zu Hause ein wenig lindert, berichten wir im Universum. Den Blick auf andere Länder zu richten, lohnt sich auch in der Hochschulpolitik: Die aktuellen weltweiten Proteste an Universitäten beispielsweise nahmen vor einigen Wochen in Österreich ihren Ausgang. Mit welchen Forderungen und mit welchen Folgen der Bildungsstreik in Greifswald verlief, verrät euch ebenfalls der aktuelle moritz.

Ob man fremde Kulturen nicht sogar direkt vor der Haustür entdecken und kennen lernen kann, haben zwei unserer Redakteurinnen während des vierzehnten PolenmARkTs in Greifswald ausgetestet. Bei dem umfangreichen Programm dürften sich nicht nur eingefleischte Polenfans mit Reisefieber infiziert haben.

Verlangen nach Veränderung und einer neuen Stadt hatte vielleicht auch Professor Patrick Donges, als er sich nach vielen Jahren an der Universität Zürich für einen Wechsel in Richtung Norden nach Greifswald entschied. Hier wartet ein seit langer Zeit unbesetzter Lehrstuhl im Fach Kommunikationswissenschaft darauf, von ihm wieder mit Leben und Ideen gefüllt zu werden. Wohin die Reise der Kommunikationswissenschaft in Greifswald mit ihm als Expeditionsleiter in den nächsten Jahren gehen soll, erfahrt ihr, wenn ihr umblättert.

Doch die weitesten Reisen unternimmt man immer noch mit dem Kopf. So ist auch Lesen in gewisser Weise eine Art des Reisens. Deshalb, moritz-Freunde, gönnt euch Zeit, wenn ihr durch das aktuelle Heft blättert und verweilt an den Stellen, die ihr spannend, bewegend oder unterhaltsam findet. Schließlich heißt es nicht umsonst: „Man reist nicht nur, um anzukommen, sondern vor allem, um unterwegs zu sein!“

Christiane Müller

Download: Das ganze Heft in Farbe!

Das komplette Magazin könnt ihr hier komplett in Farbe herunterladen , einzelne Artikel wie immer auch direkt online lesen.

moritz 80 – November 2009 – Der geplante Verfall der Philosophischen Fakultät

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. November 2009 um 22:57 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

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Kälte und Nieselwetter bestimmen seit ein paar Wochen das Greifswalder Stadtbild. Der Herbst ist da und mit ihm die Tendenz zu depressiven Verstimmungen, die einen an der Schönheit der Hansestadt zweifeln lassen.

Man verdammt die Kleinstadt und verläuft sich in wirren Gedanken. Vier Greifswalder Studenten versuchen uns mit dem Kulturprojekt „klein stadt GROSS“ die positiven Aspekte dieser Kleinstadtromantik näher zu bringen. Aus einer völlig neuen Perspektive entdeckt man Kunst wo vorher Belanglosigkeit war und aus der negativen Grundstimmung wächst die zarte Blume der Hoffnung auf mehr. Vielleicht entdeckt auch ihr die scheinbar neuen Seiten Greifswalds in diesem Heft.

Eine nicht zu verachtende Seite unseres Lebens ist derzeit das Studium, es raubt uns Freizeit und schenkt uns Wissen. Dabei führten viele Wege in die Hansestadt am Bodden – bei dem Einen ist es der nicht vorhandene NC, der Andere ist der Liebe hinterher gereist und manch Einer liebt einfach die Nähe zum Meer. Ganz egal warum, wir sind hier und frönen dem Studentenleben, mal mehr, mal weniger. Aber wie sah das eigentlich vor 20 Jahren aus? 1989 war eine bewegte Zeit, auch hier in Greifswald. Wie damals die Studenten unserer Universität die friedliche Revolution erlebt haben, zeigen wir euch in dieser Ausgabe und geben Einblicke in das interessante Studentenleben in Greifswald zur Wendezeit.

Eine extreme Windböe unserer Redaktion könnt ihr dieses Mal in einem Selbstexperiment einer Studentin bestaunen. Ihr erfahrt, wie es ist, 24 Stunden ohne Unterbrechung in einer Vorlesung zu sitzen und welcher Hilfsmittel es bedarf, um wach zu bleiben. Jede einzelne Vorlesung ist ein Teil des Ganzen und auch so zu betrachten.

Es kommt eben auf das Kleine im Großen an, die Details, die auf den ersten Blick oft nicht zur Geltung kommen und das Bild erst richtig vervollständigen. Man sollte sich dessen stets bewusst sein und auch mal von seinem Kurs abweichen. Dementsprechend ist es wichtig Prinzipien zu haben, jedoch ist es noch wichtiger Zugeständnisse machen zu können, um neue Perspektiven zu erlangen. Lässt man seinen Blick schweifen, entdeckt man neben schlechtem Wetter die prächtigen Farben der fallenden Blätter und ist umhüllt von einem wohlig wärmenden Gefühl, das sagt: „Greifwald kann so schön sein“.

Sophie Lagies

Die komplette Ausgabe des aktuellen Magazins könnt ihr hier herunterladen, ausgewählte Artikel auch direkt online lesen.

moritz 79 – Oktober 2009 – Der Leistungsdruck und die Folgen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. Oktober 2009 um 19:13 Uhr

Das Semester beginnt und pünktlich zum Vorlesungsstart ist auch das neue moritz-Magazin erschienen. Wie immer könnt ihr bei uns das komplette Heft als PDF-Datei (13 MB) herunterladen. Vor einigen Tagen haben wir bereits den Beitrag “Kalter Entzug vom Web” als Vorveröffentlichung vorgestellt.

Liebe moritz-Leser,

alexander_mueller-200x267-privatdas Leben ist eine einzige Abfolge von Entscheidungen und nicht immer können wir ihre Folgen von vornherein abschätzen. Oft sind es nur kleine Nuancen, welche die größten Auswirkungen haben können. Der Entschluss, heute Abend doch auszugehen, obwohl man am nächsten morgen arbeiten muss, kann einen zur Liebe seines Lebens bringen. Oder den Job kosten. Oder einfach völlig belanglos sein. Eine der wichtigsten Entscheidungen eures Lebens habt ihr bereits getroffen, ihr habt euch für ein Studium in Greifswald entschieden. Doch wo euch dieser Entschluss hinführt, das steht in den Sternen. Vielleicht ist es der erste Schritt zu einer großen Karriere oder zu dem Menschen, mit dem ihr auch in dreißig Jahren noch gemeinsam aufwachen werdet. Diesen Menschen zu finden ist nicht leicht, auch in Greifswald nicht. In diesem Heft berichten euch drei Studentinnen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen.

Oftmals treffen wir die Entscheidungen, die unseren Lebensweg maßgeblich beeinflussen, gar nicht selbst. Als Uwe Bornscheuer sein so sehr herbeigesehntes Volontariat nicht bekam, studierte er behelfsmäßig Chemie. Heute ist er Professor für Biochemie an unserer Universität und hat bereits auf der ganzen Welt gearbeitet, nachzulesen in unserer aktuellen Ausgabe von Profs, privat. Doch wohin es führt, wenn man Erfolg um jeden Preis will, zeigen wir euch in der Titelgeschichte dieses Heftes. Viele Studenten trinken zu viel Alkohol, um sich von der Last des Leistungsdrucks zu befreien. Oder gehen noch weiter und versuchen mit Tabletten ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Ein eindringlicher Erfahrungsbericht eines Studierenden unserer Uni, sowie ein Gespräch mit dem Suchtexperten Christian Meyer geben Aufschluss über die gravierenden Gesundheitsrisiken, die mit einem solchen Verhalten einhergehen.

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Das Cover des neuen Magazins. Klick auf das Bild um zur PDF-Version (13 MB) zu gelangen.

Eine Entscheidung, die wir Studenten bald alle zu fällen haben, ist die nach dem Namen unserer Universität. Die Frage, ob Ernst Moritz Arndt weiterhin Namenspatron der Uni Greifswald bleiben soll, ist höchst umstritten. Jeder von uns muss sie für sich allein beantworten, doch über die genauen Prozesse informieren wir euch in diesem Heft.

Es sind die feinen Schattierungen eines Entschlusses, die oft den Unterschied ausmachen. Hätte ich mich entschieden an diesem einen Abend zu Hause zu bleiben, wäre ich diesem einen Menschen wahrscheinlich nie begegnet, der mich schließlich dazu bewegt hat, zum Tag der offenen Tür der moritz-Medien zu gehen. Hätte ich mich entschieden, damals zu Hause zu bleiben, wäre ich meinem großen Traum, einmal Journalist zu werden, vielleicht niemals so nahe gekommen. Wer hätte das gedacht?

Alexander Müller

Bildnachweis:

Foto Startseite – moritz-Magazin

Alexander Müller – privat

moritz 78 – Juni 2009 – Datenklau im Internet

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Juli 2009 um 23:57 Uhr

Liebe Leser,

moritz-print-mm78-3-editorial-katja-grafkleinwieder einmal stelle ich fest, wie schnell doch die Zeit vergeht! Allein der Besuch der Bundeskanzlerin Anfang Juni liegt nun schon einige Wochen zurück. Was für ein aufregender Tag und welch ein Glück, dass sie ausgerechnet zu uns in die kleine Hansestadt kam. Doch schließlich war wieder einmal Wahlkampf angesagt und da geben sich unsere Politiker bekanntlich ganz besonders bürgernah. Während Angela Merkel in ihrer Rede die gegenwärtige Finanzkrise thematisierte, setzen wir unsmit dem Konsum in Krisenzeiten auseinander. Ein Interview mit „Angie“ sucht ihr im moritz allerdings vergeblich. Dafür stand uns Erwin Sellering, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Rede und Antwort.

Während sich nun die Bundeskanzlerin für die vergangene Europawahl vom 7. Juni stark machte und Präsenz für ihre Partei demonstrierte, bekam die moritz-Chefredaktion kurz zuvor ein neues Gesicht. Die beiden Kandidaten, die sich freiwillig für den Posten meldeten und gut vorbereitet in der StuPa-Sitzung antraten, wurden nach stundenlangem Warten tief in der Nacht schließlich gewählt. Letztendlich gehören Geduld und Ausdauer ebenso zu den Aufgaben der Redaktion, wie das Recherchieren und das Texte schreiben. Doch nun geht für die beiden die Arbeit erst richtig los und es gibt viel zu tun. Ständig gibt es Veränderungen in unserem Städtchen Greifswald, über die wir euch berichten. Wissenswertes über den Deichbau in Eldena oder die Ergebnisse der Kommunalwahl könnt ihr ebenso im Heft nachlesen.

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moritz 77 – Mai 2009: Was machst Du im Sommer?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. Mai 2009 um 21:50 Uhr

moritz-print-mm77-03-editorial-arik-platzekVerehrte Herrschaften!

Unzufrieden mit der Zahl von Zuschriften an unsere Redaktion veröffentlichten wir im letzten Magazin am gewohnten Platz einen wirklich sehr schönen Beitrag, der über die Herkunft und Funktion des Leserbriefes aufklärte. Anhand von Untersuchungen auf Pinnwänden im StudiVZ konnten wir zwar feststellen, dass euch die Lust zum Schreiben nicht grundsätzlich abhanden gekommen ist. Und auch wenn ich keine herzlichen Kommentare über Qualität, Sinn und Zweck der gesichteten Beiträge verliere, führte ein weiteres Ausbleiben von Leserbriefen zu Spekulationen meinerseits. Denn wo vor allem wegen der oft zweifelhaften Qualität von Internetinhalten neuerdings Schulkinder im Umgang mit Medien unterrichtet werden sollen, offenbart sich hier ein möglicher Mangel in euren Schlüsselfähigkeiten – trotz des sehr verschulten Bachelor-Studiensystems, das nicht einmal unser Rektor mag. Gemeint sind Mängel in eurer Medienkompetenz. Diese umfasst schließlich nicht nur die kompetente Rezeption, sondern auch die Fähigkeit zur aktiven Kommunikation. Mit uns und auch sehr gern via E-Mail. Vielen Dank deshalb an Dr. Frank Oliver Sobich für die einzige Zuschrift, wir schätzen das sehr.

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moritz 76 – April 2009: Family Portrait

Geschrieben von | Veröffentlicht am 6. April 2009 um 01:00 Uhr

moritz-print-mm76-3-editorial-privatLiebe Leser,

ich war vor Kurzem in Anklam und musste feststellen: Schön ist anders. Auf der Rückfahrt mit dem Zug, zwischen lärmenden Kindern und älteren Mitmenschen, dachte ich darüber nach, was ich vor wenigen Stunden über die Peene-Stadt erfahren habe: Nämlich, dass Anklam 500 Jahre älter ist, als bisher angenommen. (Dass sich das Stadtbild im Vergleich zu heute wahrscheinlich kaum geändert hat, lass ich einfach mal beiseite.)

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