Liebe moritz-Leserinnen und Leser,
mussten wir euch im letzten Heft noch von schwarzen Kreuzen berichten, die bedrohlich über der Stadt hingen, so wurden diese mittlerweile durch eine strahlende Sommersonne ersetzt. Als nette Beilage gibt es noch die Fußballweltmeisterschaft dazu, die wieder die Massen zu Marktschreiern werden lässt. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche verbergen sich die wirklich berichtenswerten Dinge, die wir für euch in das helle Tageslicht gebracht haben.
So wird Pedro Sithoe, der ehemalige stellvertretende AStA-Vorsitzende, die im letzten Heft geäußerte Kritik am AStA-Newsletter nie umsetzen können, da ihn das Atudierendenparlament in seiner unendlichen Weisheit abgesägt hat. Aber auch ohne Pedro liefert der AStA zurzeit genug Berichtenswertes, leider nicht unbedingt die schönsten Geschichten. Doppelloyalitäten, absolute Verschwiegenheit und Diebstahl führen stattdessen in Versuchung Marlon Brando als Vorsitzenden vorzuschlagen. Diese durchaus reizvolle Idee wird sich allerdings kaum umsetzen lassen, da er kein Student an unserer Universität ist, was ihn laut Satzung für diesen Posten leider disqualifiziert. Ach und tot ist er auch noch. So wird der AStA nach einem etwas holprigen Start wohl doch offensive Außenvertretung in einer etwas studentischeren Art und Weise betreiben müssen. Die sizilianischen Verhältnisse im AStA sind ein neues und hoffentlich bald vergessenes Problem. Ganz anders geht es da immer mehr Kommilitonen, die von ihren Problemen krank geworden sind und dringend therapeutische Hilfe benötigen, um ihre Depressionen zu überwinden. Welche Hilfe man wo in Greifswald bekommt, könnt ihr in diesem Heft lesen. Probleme ganz anderer Art sind kürzlich in den Wänden des ehemaligen Physikalischen Institutes aufgetaucht. Die dort gefundene Schadstoffbelastung behindert derzeit den Fortschritt der Umzugspläne der Universität.
Keinen Umzug, sondern einen Zusammenzug erwartet die Landesregierung von den vorpommerschen Theatern, diese sollen noch weiter zusammengelegt werden. In den betroffenen Städten wie Greifswald wird das als Einschränkung des künstlerischen Betriebs gesehen und Widerstand geleistet. Aber es gibt auch schöne Dinge über die wir für euch schreiben können. So lockte die fünfte Ausgabe des GrIStuF zahlreiche Studierende aus aller Welt nach Greifswald und brachte der Stadt ein wunderschönes Festival mit internationalem Flair und großen Partys. Engagement der ganz anderen Art zeigen Studierende und Uni-Mitarbeiter die eine spezielle Telefonzelle basteln um auf die drohenden Kürzungen an der Uni aufmerksam zu machen. Diese kreativen Ideen verbunden mit großem Einsatz sind es, die dafür sorgen, dass Greifswald das liebenswerte Provinzstädtchen der etwas anderen Art bleibt. Mögen wir weiterhin mit solchen Leuten und Ideen gesegnet sein, auch wenn etwas mehr Sizilien ab und zu ganz angenehm ist.
Florian Bonn
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wieder einmal stelle ich fest, wie schnell doch die Zeit vergeht! Allein der Besuch der Bundeskanzlerin Anfang Juni liegt nun schon einige Wochen zurück. Was für ein aufregender Tag und welch ein Glück, dass sie ausgerechnet zu uns in die kleine Hansestadt kam. Doch schließlich war wieder einmal Wahlkampf angesagt und da geben sich unsere Politiker bekanntlich ganz besonders bürgernah. Während Angela Merkel in ihrer Rede die gegenwärtige Finanzkrise thematisierte, setzen wir unsmit dem Konsum in Krisenzeiten auseinander. Ein Interview mit „Angie“ sucht ihr im moritz allerdings vergeblich. Dafür stand uns Erwin Sellering, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Rede und Antwort.








