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	<title>webMoritz.de &#187; Greifswald</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>ComputerSpielSchule in Greifswald eröffnet</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 08:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 8. Februar wurde in der Stadtbibliothek die neue ComputerSpielSchule eröffnet. Ziel dieses medienpädagogischen Projektes soll es sein, das Verständnis für Computerspiele zwischen den Generationen zu fördern. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Raum-Simon-Voigt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-70240" style="margin: 5px;" title="Computerspielschule_Raum-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Raum-Simon-Voigt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Gestern, am 8. Februar, wurde in der Stadtbibliothek die neue ComputerSpielSchule eröffnet. Ziel dieses medienpädagogischen Projektes soll es sein, das Verständnis für Computerspiele zwischen den Generationen zu fördern. Kinder sollen den kritischen Umgang mit Computerspielen lernen, Eltern sollen einen Zugang zu diesen Medien finden. Seit dieser Woche kann die Schule besucht werden.<span id="more-70232"></span></p>
<p>Vorbild für die Greifswalder ComputerSpielSchule ist ein <a href="http://www.uni-leipzig.de/~compsp/Csl/" target="_blank">gleichnamiges Projekt in Leipzig</a>. Ideengeber und Hauptinitiator war Prof. Dr. Hartmut Warkus, welcher an der Universität Leipzig Medienpädagogik, mit dem Schwerpunkt Mediendidaktik, lehrte. 2008 wurde die Leipziger ComputerSpielSchule als erstes Projekt dieser Art eröffnet. Warkus ist im Dezember 2011 verstorben.</p>
<p>Greifswald wird als zweiter Standort des Konzeptes verstanden, die Leipziger Schule dient weiterhin als überregionaler Kooperationspartner. In der Hansestadt wird die ComputerSpielSchule durch die <a href="http://stadtbibliothek.greifswald.de/" target="_blank">Stadtbibliothek &#8220;Hans Fallada&#8221;</a>, der <a href="http://www.ev-akademie-mv.de/" target="_blank">Evangelischen Akademie MV</a> und dem <a href="http://www.theologie.uni-greifswald.de/organisieren/mitarbeitende-lehrstuehle/ptreligions-und-medienpaedagogik.html" target="_blank">Lehrstuhl für Religions- und Medienpädagogik</a> getragen. Unterstützung gab es auch aus Schwerin von der <a href="http://www.medienanstalt-mv.de/home/index.html" target="_blank">Landesmedienanstalt</a>.</p>
<blockquote><p>&#8220;[...] Viele Erwachsene und Nicht-Spieler stehen den Computerspielen oft mit Unverständnis und fehlender Akzeptanz gegenüber. [...] Begründet liegt dies u.a. im allgemeinen Generationsbruch, der mit der heute vorherrschenden Mediengesellschaft besonders deutlich wird. Das unterschiedliche Medienverständnis der Generationen führt oft zu unüberwindbaren Barrieren. Um diesen entgegenzuwirken ist das Ziel der ComputerSpielSchule Konfliktpunkte aufzugreifen und anzugehen, indem Möglichkeiten für die Medienkompetenzentwicklung auf beiden Seiten geschaffen werden. [...]&#8220;</p></blockquote>
<p>So steht es im Konzept der ComputerSpielSchule Greifswald. Es sieht weiterhin vor, einen Begegnungsort für Spieler und Nicht-Spieler zu schaffen. Die mediale Bereicherung von Computerspielen soll dargestellt, der kritische Umgang mit ihnen unter pädagogischer Betreuung gefördert werden. Kommunikation soll dem Generationenkonflikt entgegenwirken und die Medienkompetenz steigern, wie es im Selbstbild weiter beschrieben wird.</p>
<div id="attachment_70241" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Raum2-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70241 " title="Computerspielschule_Raum2-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Raum2-Simon-Voigt-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Das Spiel wird erläutert</p></div>
<h3>Spiele für alle Altersgruppen</h3>
<p>Dafür stehen 10 Computer in dem Raum in der ersten Etage der Stadtbibliothek bereit. Hinzu kommen 8 Nintendo-DS, 2 Wiis, eine XBox samt Beamer und eine Playstation 3. Die Computer wurden aus Mitteln der Stadt bereit gestellt. Ein Teil der Konsolen und Spiele wurde als Unterstützung von den Herstellern beigesteuert, wurden aus Leipzig gespendet oder befand sich schon im Besitz der Bibliothek. Eine Konsole stammt aus privatem Besitz, langfristig will man aber alle Konsolen, welche auf dem Markt sind, vor Ort haben. Gespielt wird unter anderem <em>Anno 1701</em>, <em>Minecraft</em>, <em>World of Warcraft</em>, <em>Assassin’s Creed</em>, <em>Wii Sports</em> oder <em>Guitar Hero</em> um das vielfältige Angebot an Spielen aufzeigen zu können. Es sind Spiele aller USK-Klassifikationen vorhanden, jedoch sind nicht alle auf jedem Computer zugänglich.</p>
<p>Beim Spielen findet immer eine medienpädagogische Betreuung, derzeit durch Lehramtsstudenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Mitarbeitern der Bibliothek, statt. Unter deren Anleitung können die Spiele gemeinsam ausprobiert werden, um einen kompetenten Umgang mit ihnen zu erlangen. Auch wird darauf geachtet, dass nicht länger als 2 Stunden gespielt wird. Außerdem sollen es außerhalb der Öffnungszeiten auch speziellere Angebote für die verschiedenen Zielgruppen geben.</p>
<p>Geplant sind beispielsweise Workshops, in denen Erwachsenen verschiedene Ego-Shooter vorgestellt werden, um Vorurteile abbauen zu können und Eltern zu zeigen, was ihre Kinder spielen.</p>
<div id="attachment_70242" class="wp-caption alignleft" style="width: 218px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Roland_Rosenstock-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70242" title="Computerspielschule_Roland_Rosenstock-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Roland_Rosenstock-Simon-Voigt-208x250.jpg" alt="" width="208" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Professor Roland Rosenstock</p></div>
<h3>GTA im Philosophie-Unterricht</h3>
<p>&#8220;Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.&#8221;, mit diesem Zitat von Friedrich Schiller leitete Professor Roland Rosenstock, Lehstuhlinhaber für Religions- und Medienpädagogik seine Eröffnungsrede ein. Rosenstock leitete im Wintersemester 2011/2012 das Seminar &#8220;Gott spielen &#8211; Computerspiele im Unterricht&#8221;, aus welchem sich viele Teilnehmer am Aufbau der ComputerSpielSchule beteiligten. Als Projektverantwortlicher für die ComputerSpielSchule sorgte Rosenstock zusammen mit seinem Seminar vor allem für das Hintergrundwissen und praktische Umsetzung. Man habe es geschafft, einen &#8220;hervorragenden Lernort für die medienpraktische Arbeit um zu setzten.&#8221; Viele der Studierenden sind nun für den laufenden Betrieb der ComputerSpielSchule verantwortlich.</p>
<p>Ein derartiges Seminar fand laut Rosenstock das erste Mal an einer Theologischen Fakultät in Deutschland statt. Es sei sehr gut von den Studierenden angenommen worden, er will es auf jeden Fall weiter anbieten. Laut Landeshochschulgesetz sei es vorgeschrieben, praktische Arbeit im Rahmen der Medienpädagogik zu leisten. Mit der Schule sei dafür nun eine Betätigungsfeld geschaffen, so Rosenstock. Den Lehramtsanwärtern soll vermittelt werden, wie im Unterricht gezielt Spiele eingesetzt werden können, um die Leistungsbereitschaft von Kindern, welche in diesem Bereich stark ausgeprägt sein kann, auf den Unterricht zu übertragen. So eigne sich <em>GTA</em> dafür, in der Philosophie fragen der Ethik zu diskutieren oder <em>Minecraft</em> um physikalische Zusammenhänge zu verstehen.</p>
<p>Rosenstock sieht derzeit eine Trennung im Medienkonsum und der Kommunikationskultur zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Wichtig sei es, diese Trennung durch den Erwerb von Medienkompetenz aufzuheben. Vor allem für zukünftige Erzieher sei dies wichtig, um einen Zugang zu den Kindern finden zu können.</p>
<h3>&#8220;Computerspiele sind Kultur&#8221;</h3>
<p>&#8220;Computerspiele sind Bildung, sind Kultur&#8221;, sagte Ulf Dembski, Kulturdezernent der Stadt Greifswald, in seiner Eröffnungsrede. &#8220;Ohne Computerspiele wäre es mir nicht möglich gewesen, ein Rockstar zu werden, dem von der Menge zugejubelt wird&#8221;, unterstrich er die Tatsache, dass Computerspiele in der ganzen Gesellschaft vorhanden seien. Deswegen sei es auch wichtig, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Stadt unterstützte das Projekt mit den Räumen und einem großen Teil der Hardware.</p>
<div id="attachment_70239" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Bert_Lingnau-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70239" title="Computerspielschule_Bert_Lingnau-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Computerspielschule_Bert_Lingnau-Simon-Voigt-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Bert Lingnau von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern</p></div>
<p>Klaus-Dieter Kaiser, Direktor der Evangelischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern hob einen anderen Aspekt von Computerspielen hervor. Mit ihnen sei es Möglich, Grenzen vorgegebener Gruppen wie der Familie oder Freunden zu überwinden. &#8220;Sie fördern die Entstehung neuer sozialer Gruppen und ich hoffe das dies auch an diesem Ort geschehen wird.&#8221;</p>
<p>Bert Lingnau, war als Vertreter der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. 5.000 Euro wurden von dieser Seite beigesteuert, für ihn sei das gut angelegtes Geld, denn die Investition in Medienbildung lohne sich immer. So hätten die Medien als &#8220;4. Gewalt im Staate&#8221; großen Einfluss auf die Sprache, das Denken und die Persönlichkeitsentwicklung der Bürger. Medienkompetenz sei daher wichtig, um mit diesen Einflüssen umgehen zu können.</p>
<h3>Öffnungszeiten</h3>
<p>Aktuell hat die ComputerSpielSchule Dienstags, Mittwochs und Donnerstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Da aber neben Mitarbeitern der Bibliothek vor allem Studenten auf freiwilliger Basis für die medienpädagogische Betreuung verantwortlich sind, werden die Zeiten in der Vorlesungszeit etwas verkürzt. Langfristig sollen aber auch Auszubildende aus anderen Erziehungsberufen gewonnen werden, welche die Arbeit in der Schule als Praktikum nutzen können. Weitere Informationen wird es auf <a href="http://computerspielschule-greifswald.de/" target="_blank">computerspielschule-greifswald.de</a> geben.</p>
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		<title>Donnerstag: Informationsabend zum geplanten ACTA-Abkommen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2012/02/08/informationsabend-zum-geplanten-acta-abkommen-im-roten-sofa/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 18:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Haubold</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<category><![CDATA[AKJ]]></category>
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		<description><![CDATA[Gegen das geplante Handelsabkommen ACTA sind am kommenden Wochenende zahlreiche Demonstrationen in vielen europäischen Städten geplant, unter anderem auch in Berlin oder Rostock. Einige Greifswalder Gruppen und Initiativen haben einen Informationsabend geplant, bei dem auch eine Teilnahme an der Demonstration in Rostock Thema sein wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-70220" style="margin: 5px;" title="stop_acta" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/stop_acta-150x150.png" alt="" width="150" height="150" />Gegen das geplante Handelsabkommen ACTA sind am kommenden Wochenende zahlreiche Demonstrationen in vielen europäischen Städten angekündigt, unter anderem auch in Berlin oder Rostock. Einige Greifswalder Gruppen und Initiativen haben einen Informationsabend geplant, bei dem auch eine Teilnahme an der Demonstration in Rostock Thema sein wird.<span id="more-70218"></span></p>
<p>ACTA bedeutet <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Counterfeiting_Trade_Agreement" target="_blank">Anti-Counterfeiting Trade Agreement</a>und ist ein Handelsabkommen „zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie“. Dabei sollen internationale Standards entwickelt werden, um gegen die Piraterie vorzugehen. Die Vereinbarung wurde in den letzten Jahren von 39 Staaten, unter anderem den USA, Kanada, Japan oder der Europäischen Union (EU) ausgearbeitet.</p>
<div id="attachment_70233" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Das_Sofa-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70233" title="Das_Sofa-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Das_Sofa-Simon-Voigt-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Das Sofa</p></div>
<p>Das ACTA wurde am 26. Januar 2012 in Tokio unterzeichnet und muss nun noch von den einzelnen Ländern ratifiziert werden, wobei Polen, Tschechien und die Slowakei sich vorerst von ihrer Unterzeichnung distanzieren. Vor allem in Polen gab es in den letzten Tagen Proteste gegen das Abkommen. Am 11. Februar 2011 sollen weltweit Demonstrationen stattfinden, darunter auch in Berlin oder Rostock. Um die Greifswalder Bürger über das ACTA zu informieren, gibt es am Donnerstag, den 9. Februar 2012 um 20 Uhr ein Treffen im Bistro „Das Sofa“ in der Brüggstraße 29. Organisiert wird dies von der <a href="http://piraten-hgw.de/" target="_blank">Piratenpartei Vorpommern-Greifswald</a>, der <a href="http://www.wildwuchs-mv.de/" target="_blank">Grünen Jugend</a>, <a href="http://www.attac-netzwerk.de/greifswald/neuigkeiten/?L=2" target="_blank">Attac Greifswald</a> und dem <a href="http://www.akj-greifswald.co.de/" target="_blank">AKJ &#8211; Arbeitskreis Kritischer JuristInnen</a>. Dort soll die Problematik erläutert und diskutiert werden, auch eine Bahnfahrt nach Rostock zur Teilnahme an der Demonstration wird Thema sein.</p>
<p>Das Übereinkommen ist starker Kritik ausgesetzt. Der Blog <a href="http://netzpolitik.org/?s=acta&amp;searchsubmit=Suchen" target="_blank">netzpolitik.org</a> veröffentlicht Berichte rund um das ACTA. Der Verein Digitale Gesellschaft übersetzte <a href="http://digitalegesellschaft.de/wp-content/uploads/2011/10/acta-edri-broschuere-deutsche-uebersetzung.pdf" target="_blank">eine Broschüre(pdf)</a> von <a href="https://www.accessnow.org/" target="_blank">accessnow.org</a>, in der sie einige der Kritikpunkte auflisten. So wurde das Abkommen hinter verschlossenen Türen vereinbart, bis heute gäbe es keinen Zugang zu den Verhandlungsdokumenten. Der Text sei vage gefasst und enthalte viele unklare und mehrdeutige Elemente. Für große Empörung sorgt, dass Internet-Provider ihre Netze und damit die Nutzer überwachen sollen, um Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren. Die Daten der auffällig gewordenen Nutzer sollen dann offen gelegt werden. Obwohl das ACTA laut Europäischer Kommission den Handel schützen soll, wie auf ihrem <a href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2012/february/tradoc_149034.pdf" target="_blank">Informationsblatt(pdf)</a> zu lesen ist, sehen Kritiker das Abkommen auch als eine Behinderung bei Neuentwicklungen und Unternehmensneugründungen.</p>
<p>Eine bildliche Zusammenfassung über das ACTA findet sich hier:</p>
<p>Einmal auf Englisch von La Quadrature du Net:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/citzRjwk-sQ" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Und auf Deutsch von Bruno Kramm:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/yWqta3S9vcc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Beide Videos nehmen eine klare Position gegen das Abkommen ein und sind deswegen vielleicht an manchen Stellen bei ihrer Darstellung etwas überspitzt.</p>
<p>Artikelbild: Werbemittel von <a href="http://www.stopp-acta.info/deutsch/werde+aktiv/werbemittel/werbemittel.html" target="_blank">stop-acta.info</a></p>
<p>Foto: Simon Voigt</p>
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		<title>Raimund Fellinger erhält Ehrendoktorwürde der Universität</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 11:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Wöll]]></category>
		<category><![CDATA[Aula]]></category>
		<category><![CDATA[Eckart Schumacher]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrendoktorwürde]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophische Fakultät]]></category>
		<category><![CDATA[Raimund Fellinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Festakt in der Aula der Universität wurde heute Mittag Raimund Fellinger die Ehrendoktowürde der Universität Greifswald verliehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Wöll_Fellinger_Schumacher-Simon-Voigt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-70170" style="margin: 5px;" title="Ehrendoktorwürde_Wöll_Fellinger_Schumacher-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Wöll_Fellinger_Schumacher-Simon-Voigt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit einem Festakt in der Aula der Universität wurde gestern Mittag Raimund Fellinger die Ehrendoktowürde der Universität Greifswald verliehen. Die Philosophische Fakultät möchte damit Fellingers langjährige Arbeit als Cheflektor des Suhrkamp-Verlages als Engagement für die Deutsche Literatur der Gegenwart würdigen. Auch sein Einsatz für den Erhalt des Nachlasses vom Greifswalder Schriftsteller Wolfgang Koeppen im heutigen Koeppen-Archiv stand im Mittelpunkt.<span id="more-70165"></span></p>
<h3>Dem Festakt ging eine Lesung voraus</h3>
<p>Dem Festakt am Sonnabend ging die Lesung &#8220;Vier Autoren und ein Lektor&#8221; am Freitagabend im Koeppenhaus voraus. Dort verlasen einige Autoren, welche allesamt von Raimund Fellinger betreut werden, eigene Werke sowie Schriften von Wolfgang Koeppen.   Ziel des Abends sollte es sein, Fellinger und &#8220;seine Autoren&#8221; in Verbindung mit Wolfgang Koeppen, um dessen Erbe sich der neue Ehrendoktor maßgeblich bemühte, gemeinsam zu präsentieren.</p>
<div id="attachment_70171" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Lesung-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70171" title="Ehrendoktorwürde_Lesung-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Lesung-Simon-Voigt-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Meinecke, Raimund Fellinger, Albert Ostermaier (v.l.)</p></div>
<p>Zu Beginn las also Thomas Meinecke aus Wolgang Koeppens zweiten Roman &#8220;Die Mauer Schwankt&#8221;, in dem ein junger Architekt stolz sein erstes eigenes Bauwerk präsentiert, aber nur Lob für eine Nebensächlichkeit, die Türschlösser, ernten kann.  Darauf folgte Albert Ostermaier mit einem Briefwechsel aus dem Jahr 1936, in dem Koeppen aus Den Haag und seiner Tante &#8220;Olla&#8221; in der pommerschen Heimat berichtet. Als Gegenstück folgte zuletzt Ralf Rothmann mit seinem noch nicht lektorierten Erzählungsband &#8220;Shakespeares Hühner&#8221;. Im verlesenen Auszug wurden die alkohol- und drogenbeladenen Irrwege zum zwischenmenschlichen Kontakt nach einem Clubbesuch in der pommerschen Provinz beschrieben.</p>
<div id="attachment_70172" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Eckhard_Schumacher-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70172" title="Ehrendoktorwürde_Eckhard_Schumacher-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Eckhard_Schumacher-Simon-Voigt-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Eckhard Schumacher hält die Laudatio</p></div>
<h3>Festveranstaltung in der Universitäts-Aula</h3>
<p>Bei der eigentlichen Festveranstaltung in der Aula im Hauptgebäude der Universität am nächsten Morgen kamen Professor Alexander Wöll, Dekan der Philosophischen Fakultät, aber auch viele weitere Professoren und Angehörige der Universität zusammen. Außerdem viele Autoren, welche durch Fellinger lektoriert wurden und werden sowie weitere Persönlickheiten aus dem Umfeld des Suhrkamp-Verlages.</p>
<p>Zu Beginn ging Alexander Wöll nach einigen Anekdoten aus der Geschichte der Universität auf Fellingers Bedeutung für die Uni ein. So sei es maßgeblich Fellingers Einsatz als Vorstandsvorsitzenden der Peter Suhrkamp Stiftung zu verdanken, dass die Universität das Werk vom gebürtigen Greifswalder Schriftsteller Wolfgang Koeppen erwerben konnte, welcher im Jahr 1996 verstarb. Seine Arbeiten sind heute im Koeppen-Archiv zugänglich, das sich zusammen mit dem Literaturzentrum Vorpommern zu einem wichtigen Ort der Literatur der Moderne entwickelt habe.</p>
<p>&#8220;Fellinger macht mir Mut mit seiner Heiterkeit&#8221;, dieses Zitat aus einem Briefwechsel von Hermann Lenz und Peter Handtke stellte Eckhard Schumacher, Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald, in den Mittelpunkt seiner Laudatio. Die genannten Schriftsteller wurden ebenfalls vom Ehrendoktor lektoriert, Schumacher sieht in der Äußerung ein treffende Bezeichnung der Arbeit Raimund Fellingers. Der Beruf des Lektors sei vorallem durch Diskretion und Vertrauen geprägt, eine Zusammenarbeit mit den Schriftstellern, die selten sichtbar für die Öffentlichkeit werde. Das Werk vieler Autoren könnte heute ganz anders aussehen, würde es keine Lektoren geben, welche die Texte überarbeiten. Fellinger, der seine Arbeit beim Suhrkamp-Verlag 1979 begann, sei seitdem wiederholt als Herausgeber wichtiger Werke aufgefallen. &#8220;Fellinger steht für die Edition Suhrkamp&#8221;, so beurteilte Schumacher Fellingers Wirken als Herausgeber dieser Buchreihe des Verlagshauses, in welcher jährlich Erstausgaben literatischer und theoretischer Natur erscheinen.</p>
<p>Dieses Verbindung von Literatur und Wissenschaft sei nicht selbstverständlich und habe großen Einfluss auf die neuere deutsche Literatur gehabt. Ziel der Würdigung als Ehrendoktor sei es nun, die Tragweite der sonst unsichtbaren Arbeit des Lektors Raimund Fellinger sichtbar zu machen.</p>
<div id="attachment_70173" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Publikum-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70173" title="Ehrendoktorwürde_Publikum-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Publikum-Simon-Voigt-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Raimund Fellinger</p></div>
<h3>&#8220;Einer der belesensten Menschen unserer Zeit&#8221;</h3>
<p>Auf den Beruf des Lektors ging Professor Peter Sloterdijk, Rektor und Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, in seiner Rede näher ein. Die Aufgaben beständen unter anderem im Anstiften alter Autoren zu neuen Taten und dem Aufspüren neuer Talente. Raimund Fellinger sei auf diesem Gebiet ein &#8220;unerreichter Meister&#8221; sowie &#8220;einer der belesensten Menschen unserer Zeit&#8221;, womit er auch der Philosophischen Fakultät zu ihrer Entscheidung gratulierte.</p>
<p>Im Anschluss kam mit Christoph Hein ein letzter von Fellinger betreuter Autor zu Wort, welcher aus einer noch unpublizierten Manuskript, einer Neuinterpretation der Sage des &#8220;Prometheus&#8221; aus der Griechischen Mythologie vorlas.</p>
<p>Fellinger selbst blieb die Ehre des Schlusswortes. Darin beschrieb er seine Auffassung der Lektorentätigkeit. So sei es wichtig, entgegen eigenen Vorlieben zu versuchen allen Autoren gleich viel Platz einzuräumen, um ihren Besonderheiten gerecht zu werden. Die Bedeutung des Begriffes &#8220;Lektor&#8221; habe sich seit dem 19. Jahhundert gewandelt. So stehe im damaligen Brockhaus die &#8220;Prüfung der Brauchbarkeit von Texten im Verlagsgewerbe&#8221; an letzter Stelle, wohingegen im modernen Pendant, der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lektor" target="_blank">Wikipedia</a>, dies an erster Stelle geschehe. Trotzdem werde in vielen Verlagen der Lektor als Relikt vordigitaler Zeit betrachtet, ohne ihn gehe aber die Einzigartigkeit und die Abwechslung verloren.</p>
<div id="attachment_70181" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Publikum2-Simon-Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-70181" title="Ehrendoktorwürde_Publikum2-Simon Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/02/Ehrendoktorwürde_Publikum2-Simon-Voigt-250x166.jpg" alt="" width="250" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Blick ins Publikum</p></div>
<h3>38 Ehrendoktoren seit 1989</h3>
<p>Raimund Fellinger ist nun <a href="http://www.uni-greifswald.de/foerdern-kooperieren/ehrungen/ehrendoktoren.html" target="_blank">einer von 38 Ehrendoktoren</a>, welche die Universität Greifswald seit dem 9. November 1989 ausgezeichnet hat. Die letzten Titel gingen 2008 an den südafrikanischen Rechtswissenschaftler Dirk van Zyl Smit und den Ulmer Anästhesisten Friedrich Wilhelm Ahnefeld. Auch Wolfgang Koeppen wurde ausgezeichnet, dies bereits im Jahr 1990.</p>
<p>Die Anträge für eine Ehrung gehen immer von den <a title="Die Fakultätsräte" href="http://webmoritz.de/2012/01/09/die-fakultatsrate/">Fakultätsräten</a> aus, werden vom Rektorat geprüft und zusammen mit vielen Gutachten im <a title="Der akademische Senat" href="http://webmoritz.de/2012/01/09/der-akademische-senat/">Senat</a> besprochen. Die Entscheidung zur Ehrung Fellingers fiel auf der Senatssitzung am 21. September, die eigentliche Idee reichte da schon ungefähr ein halbes Jahr zurück. Dem Antrag wurde auf allen Ebenen einstimmig stattgegeben.</p>
<p><strong>[Update 10. Februar]</strong> Fellingers Rede wurde im Online-Kulturmagazin faustkultur.de veröffentlicht und <a href="http://faustkultur.de/kategorie/literatur/fellinger-der-beruf-des-lektors.html" target="_blank">kann hier nachgelesen werden</a>.</p>
<p>Fotos: Simon Voigt</p>
<div class="mceTemp">
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>Gedenken an NS-Zwangsarbeit im Pommerschen Landesmuseum</title>
		<link>http://webmoritz.de/2012/01/28/gedenken-an-ns-zwangsarbeit-im-pommerschen-landesmuseum/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 13:42:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Dittmar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Glauning]]></category>
		<category><![CDATA[I Cornetti Pomerani]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Lege]]></category>
		<category><![CDATA[Pommersches Landesmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Dembski]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Flieger]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus fand am 27. Januar im Pommerschen Landesmuseum eine Veranstaltung statt. Nicht nur geladene Gäste traf man dort an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/plakat-gedenktag-uni.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-70037" style="margin: 5px;" title="plakat gedenktag uni" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/plakat-gedenktag-uni-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am gestrigen Freitag, 27. Januar, fand im Pommerschen Landesmuseum eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der &#8220;Zwangsarbeit im Nationalsozialismus&#8221; statt. Anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz vor 67 Jahren luden Universität, Stadt und die Kulturreferentin für Pommern, Magdalena Gebala, zu Vorträgen und musikalischer Begleitung. Doch verlief der Abend nicht so friedlich, wie die Veranstalter es sich gewünscht hatten: Rund sieben Nazis störten vor Beginn und verteilten Flyer.<span id="more-70009"></span></p>
<p>&#8220;So etwas macht mich unglaublich wütend.&#8221; Ulf Dembski, Senator für Jugend, Soziales, Kultur, Bildung und öffentliche Ordnung, hatte andere Grußworte vorbereitet für die Gedenkveranstaltung in den Räumen des Pommerschen Landesmuseums. Doch bevor Magdalena Gebala den Abend öffnete, betraten etwa sieben dunkel gekleidete Männer den Saal und begannen, Flyer zu verteilen. Als sich herausstellte, dass es sich dabei um rechtes Ideengut handelt, griffen der Senator und weitere Anwesende schnell ein und die ungeladenen und unerwünschten Gäste wurden des Museums verwiesen.</p>
<div id="attachment_70036" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/glauning_andrea-dittmar.jpg"><img class="size-medium wp-image-70036" title="glauning_andrea dittmar" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/glauning_andrea-dittmar-225x250.jpg" alt="" width="225" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Doktor Christine Glauning</p></div>
<h3>Zwangsarbeit war auch in Greifswald Alltag</h3>
<p>Die Gruppe &#8220;I Cornetti Pomerani&#8221; leitete mit einem Musikstück die Vortragsrunde ein, daraufhin stellte der Moderator Professor Joachim Lege die Referenten des Abends vor. Angereist aus Berlin war die Leiterin des Dokumentationszentrums über NS-Zwangsarbeit, Doktor Christine Glauning, die nach der Begrüßung durch Uni-Kanzler Wolfgang Flieger und Senator Ulf Dembski über Zwangsarbeit in Deutschland unter dem Nazi-Regime referierte. &#8220;Ereignis und Erinnerung&#8221; überschrieb sie ihren Vortrag und gab einen etwa halbstündigen Überblick der Situation von Zwangsarbeitern nicht nur bis 1945, sondern auch darüber hinaus, verwies unter anderem darauf, dass den Opfern die Entschädigungszahlungen verwehrt wurden. Auch daran müsse man sich heute erinnern, so Glauning.</p>
<p>Uwe Kiel, der zweite Referent an diesem Abend, ist Leiter des Greifswalder Stadtarchivs und ebenfalls Historiker wie seine Vorrednerin. Er führte das Publikum nicht nur mit seinem Vortrag, sondern auch mit Bildern und Akten von Zwangsarbeitern und Briefen, beispielsweise Rundschreiben der Deutschen Arbeiterfront (DAF), aus dem Stadtarchiv in die Thematik &#8220;Zwangsarbeit in Greifswald und Umgebung&#8221; ein. Seit dem Jahr 2000 werden Nachforschungen zu diesem Thema angestellt. Einige der Ergebnisse stellte Kiel in seinem Vortrag dar. So wurden in vielen Greifswalder Firmen Zwangsarbeiter und später auch Kriegsgefangene als Arbeiter eingesetzt; dabei kamen die vorwiegend männlichen Arbeiter nicht nur aus Polen und den Ostgebieten, sondern auch aus dem eroberten Belgien und Frankreich. Das vorwiegend ältere Publikum lauschte interessiert seinen detaillierten Ausführungen und bedachte am Ende des Abends ihn und die weiteren Beteiligten mit Applaus.</p>
<blockquote><p><strong>Kommentar</strong></p>
<p>Seit 1996 gedenkt man am 27. Januar in Deutschland den Opfern des Nationalsozialismus. Das Datum geht zurück auf den Befreiungstag des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Zeitzeugen des Grauens gibt es nur noch wenige, ein Vergessen kann und darf man sich nicht leisten.</p>
<p>Umso erschreckender ist es, dass Vertreter rechter Gedanken eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Zeit stören, um ihre verleumderischen Flyer zu verteilen. Man möchte den Anwesenden, die schnell genug reagiert und die Nazis rausgeworfen haben, mehr als einmal danken. In den letzten Jahren war der Gedenktag glücklicherweise von solchen Vorfällen verschont. Doch zeigt es, dass die Nationalsozialisten trotz der Widerstände am 1. Mai oder zu den Wahlkampfveranstaltungen der NPD im Sommer immer noch eine breite Basis haben.</p>
<p>Doch weiterhin ist Achtung und Wachsamkeit geboten. Damit das rechte Gedankengut nicht in die Köpfe und Kreistage Einzug hält, damit Greueltaten wie die des NS-Regimes für immer der Vergangenheit angehören.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>BoomRush! Party in der Kiste mit radio 98eins</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 08:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 28.01. werden wieder die JBL-Boxen des Kiste-Clubs in Beschlag genommen von: - BEN FADE ( Dubstep, Disco beats ) - SVENNY LOCO ( golden era HipHop&#38;soul ) - PETE SEVERANO ( Black.Electro ) - BAZINGA SOUND ( Dancehall, Soca ) Die DJ-Sets rotieren im fliegendem Wechsel mit der einen oder anderen Live-Einlage. Eine reichlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28.01. werden wieder die JBL-Boxen des Kiste-Clubs in Beschlag genommen von:</p>
<p>- BEN FADE ( Dubstep, Disco beats )<br />
- SVENNY LOCO ( golden era HipHop&amp;soul )<br />
- PETE SEVERANO ( Black.Electro )<br />
- BAZINGA SOUND ( Dancehall, Soca )</p>
<p>Die DJ-Sets rotieren im fliegendem Wechsel mit der einen oder anderen Live-Einlage.<br />
Eine reichlich ausgestattete Bar versorgt euch u.a. mit frozen smoothies oder auch B-52s.</p>
<p>Präsentiert wird das Ganze von der &#8220;Funky Time&#8221;-urbanradio show von radio 98eins<br />
- jeden Donnerstag 22-23Uhr auf 98,1 Mhz<br />
oder im stream unter www.98eins.de .</p>
<p>Eintritt: 2,50 € bis 23Uhr, danach 4 €</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Grafik: Sven Svenson (radio 98eins)<a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Flyer_2012_.jpg"><img class="wp-image-69770 aligncenter" title="Flyer BoomRush! Party in der Kiste 2012" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Flyer_2012_-730x1024.jpg" alt="" width="438" height="614" /></a></p>
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		<title>Überraschung zu Gast bei &#8220;Nacht am Meer &#8211; der Talk im Strandkorb&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 14:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal gibt es zur Sendung gar nicht sooo viel zu sagen, denn es kommt ein Überraschungsgast. Das heißt, die Moderatorin Anne Schwalme weiß nicht, wer vor ihr steht und warum der Gast in der Sendung ist. Das muss sie sich alles erst erfragen. Es verspricht spannend zu werden – also einschalten! Entweder live auf FM [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Unbekannt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-69721" style="margin: 5px;" title="Unbekannte erobern Nacht am Meer" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Unbekannt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Diesmal gibt es zur Sendung gar nicht sooo viel zu sagen, denn es kommt ein Überraschungsgast. Das heißt, die Moderatorin<strong> Anne Schwalme</strong> weiß nicht, wer vor ihr steht und warum der Gast in der Sendung ist. Das muss sie sich alles erst erfragen.</p>
<p>Es verspricht spannend zu werden – also einschalten! Entweder live auf FM 98,1 oder live im <a href="http://radio98eins.radio.de/">Livestream</a> oder später im <a href="http://www.mmv-mediathek.de/channel/43/Nacht_am_Meer.html">Podcast</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Stadtbibliothek Greifswald: Gebührenerhöhung und neue Projekte für 2012</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 22:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Angelika Spiecker]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Stadtbibliothek Greifswald "Hans Fallada" blickt auf ein solides Jahr zurück und hat bereits viele Projekte für das neue Jahr im Auge. Doch trotz einer vergleichsweise hohen Benutzerzahl sollen die Gebühren erhöht werden. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Stadtbibliothek_Eingang-Simon_Voigt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-69567" style="margin: 5px;" title="Stadtbibliothek_Eingang-Simon_Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Stadtbibliothek_Eingang-Simon_Voigt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Stadtbibliothek Greifswald &#8220;Hans Fallada&#8221; blickt auf ein solides Jahr 2011 zurück und hat bereits viele Projekte für das neue Jahr im Auge. Doch trotz einer vergleichsweise hohen Benutzerzahl sollen die Gebühren erhöht werden. Dies und mehr präsentierte heute morgen die Leiterin Angelika Spiecker in einem Pressegespräch.<span id="more-69566"></span></p>
<p>Die Zahl der Entleihungen habe laut Spiecker eine &#8220;Hochebene&#8221; erreicht. Sie lag im vergangenen Jahr bei 457.000 und bewege sich schon seit ein paar Jahren auf diesem Niveau. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sei dies ein guter Wert, viel mehr Kapazitäten könne die Bibliothek auch nicht bedienen. 7.200 aktive Nutzer der Bibliothek gebe es, von denen einige täglich kommen würden. Insgesamt wurden über 150.000 Besucher im Jahr gezählt, Stralsund beispielsweise könne mit mehr Einwohnern weniger Bibliotheksnutzer vorweisen. Die Entwicklung der Einwohnerstatistik der Stadt Greifswald habe sich zwar negativ ausgewirkt, da vor allem jugendliche Nutzer wegfielen, jedoch profitiere die Bibliothek heute von der Universität und den jungen Akademikerfamilien in der Stadt. &#8220;Sie glauben nicht, was hier Samstag Vormittag los ist. Es herrscht pralles Leben, wenn die bildungswilligen Eltern mit ihren Kindern hier sind&#8221;, äußerte sich Angelika Spieker zu den Besucherzahlen.</p>
<div id="attachment_69568" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Stadtbibliothek_Selbstverbuchung-Simon_Voigt.jpg"><img class="size-medium wp-image-69568" title="Stadtbibliothek_Selbstverbuchung-Simon_Voigt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Stadtbibliothek_Selbstverbuchung-Simon_Voigt-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Auch neu seit 2011: Selbstverbuchungsautomaten</p></div>
<h3>Gebührenerhöhung wohl schon ab März</h3>
<p>Der Bestand liegt heute bei ungefähr 90.000 Medien und habe sich in den letzten Jahren immer weiter verringert. So lag er vor sechs Jahren beispielsweise noch bei 120.000 Medien. Grund dafür sei, dass die Mittel der Bibliothek nicht reichen würden, die Abgänge wieder auszugleichen. Dies, aber auch gestiegene Personal-, Sach- und Gemeinkosten seien der Grund für die erste Gebührenerhöhung seit fünf Jahren. Die Jahresgebühr wird von bisher sieben Euro auf zehn Euro für Jugendliche ab 16 Jahren und Studenten (Ermäßigungen), von zwölf auf 15 Euro für Erwachsene und von 18 auf 23 Euro für Familienkarten steigen. Auch Vorbestellungen und die telefonische Verlängerung kostet bald einen Euro anstatt 50 Cent. Kinder bis 16 Jahre können die Bibliothek nach wie vor kostenfrei benutzen.</p>
<p>Alles in allem wird mit Mehreinnahmen von rund 24.300 Euro gerechnet. Damit sei es möglich, den Bestand an aktuellen Zeitschriften und neuer Belletristik aufrecht erhalten zu können. Vor allem in diesem Bereich seien die Preise in den letzten Jahren &#8220;explodiert&#8221;. Da aber besonders Neuerscheinungen zu den Wünschen der Nutzer gehören, sei es wichtig, diesen auch nachzukommen. 8.000 Neuanschaffungen gab es deswegen im Jahr 2011 und &#8220;bis jetzt gibt es keinen Mangel und wir sind gut ausgestattet&#8221;, stellte Spiecker fest. Sie zeigte sich auch optimistisch in Hinblick auf die Entwicklung der Entleihungen, schließlich würden viele Nutzer die neuen Preise aktzeptieren.</p>
<p>Die Gebührenerhöhung wird am 20. Februar in der Bürgerschaft besprochen und dann womöglich schon zum 1. März umgesetzt. Bisherige Inhaber eines Bibliotheksausweises können diesen weiterhin nutzen, sie müssen erst bei der Verlängerung drauf zahlen.</p>
<h3></h3>
<div id="attachment_69569" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Bibliotheksverbund_Nord_Startseite.jpg"><img class="size-medium wp-image-69569 " style="margin: 5px;" title="Bibliotheksverbund_Nord_Startseite" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Bibliotheksverbund_Nord_Startseite-250x132.jpg" alt="" width="250" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot der Seite vom Online-Bibliotheksverbund Nord</p></div>
<h3>Mit der Onlinebibliothek &#8220;der Zeit voraus&#8221;</h3>
<p>Stolz zeigte man sich bei dem Projekt <a href="http://www1.onleihe.de/nordverbund/frontend/welcome,51-0-0-100-0-0-1-0-0-0-0.html" target="_blank">Onlinebibliotheksverbund Nord</a>. Neben Greifswald, Stralsund, Wolgast wird bald auch die Bibliothek in Bergen auf Rügen dem Verbund beitreten und gemeinsam sei man in der Lage, über 9.000 digitale Titel anzubieten. Bereits 2009 startete die Bibliothek dieses Projekt, bei dem alle Nutzer der Bibliotheken auf bestimmte Medien auch online zugreifen können. Zur Auswahl stehen Musik, Videos, Bücher, Zeitschriften und Tageszeitungen. Der Vorteil liegt in der Verfügbarkeit, denn unabhängig von den Öffnungszeiten sind alle Medien rund um die Uhr abrufbar. Die klassische Ausleihe bleibt aber insofern bestehen, dass es für jeden Titel eine feste Nutzerlizenz gibt, die nur ein Mal vorhanden ist. Alle digitalen Medien sind durch ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_rights_management" target="_blank">Digital Rights Management</a> (DRM) geschützt, was nur begrenzte Zugriffe zulässt. Beispielsweise lässt sich <em>Der Spiegel</em> als e-paper nur einen Tag nutzen, die <em>Süddeutsche Zeitung</em> nur eine knappe Stunde, Musik hingegen 14 und Belletristik 30 Tage. Nach Ablauf dieser Frist sperren sich die Dateien automatisch.</p>
<p>&#8220;Am Anfang lief das Projekt zögerlich an, wir waren wohl etwas der Zeit voraus&#8221;, fasst Angelika Spiecker die ersten zwei Jahre zusammen. Einen richtigen Schub habe es erst 2011 gegeben, als der Verkauf von Tablet-Computern und E-book Readern anstieg und eine rege Nachfrage auslöste. Mittlerweile werde das Angebot sogar bundesweit genutzt.</p>
<h3>Pläne für das neue Jahr: Computerspielschule und Nordischer Klang</h3>
<p>Für das neue Jahr gibt es schon Pläne für weitere Ausstellungen der Greifswalder Fotoclubs im Foyer und eine erneute Teilnahme am <a href="http://webmoritz.de/2011/05/18/sendung-zum-nordischen-klang-2/" target="_blank">Nordischen Klang</a>. Hier werden Kristof Magnusson mit seiner <em>Gebrauchsanweisung für Island </em> sowie eine finnische Kinderbuchautorin erwartet. Bereits im Februar startet eine Computerspielschule, bei der unter medienpädagogischer Begleitung die ältere und jüngere Generation an Computerspiele herangeführt werden soll, um Vorurteile abzubauen und &#8220;diesen Missbrauch mit diesen ganzen Spielen&#8221; zu verhindern, so Spiecker. Organisiert wird dies von einem Seminar unter der Leitung des Professors Roland Rosenstock, Lehrstuhlinhaber für Religions- und Medienpädagogik an der Theologischen Fakultät.</p>
<p>Außerdem ist auch eine Sanierung der Bibliothek geplant. Sobald die Bürgerschaft Mittel bewilligen werde, soll begonnen werden, das Gebäude in der Knopfstraße etagenweise zu erneuern. Dabei soll der Fußboden erneuert und die Möblierung ausgetauscht werden. Wo die Bücher zwischengelagert werden, wusste die Leiterin noch nicht.</p>
<p>Fotos: Simon Voigt</p>
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		<title>Von der Werkstatt zum Konsumparadies? &#8211; Über die Zukunft der Hallen am Bahnhof</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 14:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhofshallen]]></category>
		<category><![CDATA[Eckhard Oberndörfer]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Kommentar zu den Plänen, in den Hallen am Bahnhof ein Einkaufszentrum unterzubringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Hallen-Bahnhof-Marco_Wagner.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-69551" style="margin: 5px;" title="Hallen-Bahnhof-Marco_Wagner" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2012/01/Hallen-Bahnhof-Marco_Wagner.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Kommentar zum Bericht &#8220;Konsumtempel am Bahnhof geplant&#8221; von Eckhard Oberndörfer vom 14./ 15. Januar</em></p>
<p>Wo einstmals Kraftfahrzeuge der Deutschen Reichsbahn repariert wurden, soll &#8211; wenn der Plan eines Lüneburger Investors Wirklichkeit würde &#8211; künftig eifrig konsumiert werden können. Das berichtete die Ostsee-Zeitung am Wochenende. Demnach sollen in den Hallen am Bahnhof, in denen in der Vergangenheit unter anderem das GrIStuF (Greifswalds International Students-Festival) veranstaltet und die Vollversammlung der Studierendenschaft abgehalten wurde, eine &#8220;namhafte Drogeriekette&#8221;, eine Apotheke und mehrere Fachmärkte Einzug erhalten. Darüber hinaus habe ein Fitness-Center Interesse bekundet, einen Teil der Hallen zu nutzen.<span id="more-69504"></span> Das Center möchte vor allem, wie aus dem Bericht Eckhard Oberndörfers hervor geht, Studierende ansprechen. Ebenfalls untergebracht werden sollen ein &#8220;Vollsortimenter&#8221;, also ein Lebensmittelmarkt der das ganze Spektrum verfügbarer Lebensmittel abdecken soll und ein Tierfachgroßmarkt.</p>
<p>Zur Konkurrenz zur Innenstadt könne das neue Einkaufszentrum nicht werden, da es sich sich bei den potentiellen Ansiedelnden um Anbieter niedrigpreisiger Waren handele. Dass aber gerade diese eine große Gefahr für den Einzelhandel in der Innenstadt darstellen können, hat der in der Ostsee-Zeitung zitierte Jürgen Sallier der Ortsteilvertretung Innenstadt offensichtlich nicht bedacht. Es ist inzwischen zur Gewohnheit geworden, dass die Kunden in der Regel zu dem Anbieter gehen, der den niedrigsten Preis für die gleiche oder fast gleiche Ware bietet. Sollte sich in den Hallen beispielsweise ein niedrigpreisiger &#8220;Vollsortimenter&#8221; ansiedeln, wie Lidl, ALDI oder Netto, könnte dieser womöglich dem &#8220;Nah und Frisch&#8221; das Kundenpotential entziehen, oder aber diesen zum Drücken der Preise und einer damit verbundenen Kürzung der Löhne oder Entlassung von Mitarbeitenden zwingen. Gleiches gilt auch für das Tierfachgeschäft in der Rotgerberstraße. Wenn der Tierfachgroßmarkt seine Produkte zu niedrigeren Preisen anbietet, als der wenige Hundert Meter entfernte Tierfachhandel in der Rotgerberstraße, besteht die Gefahr, dass letztgenannter sein Geschäft schließen muss.</p>
<p>Eine zukunftsfähige Entwicklung der Hallen am Bahnhof ist begrüßenswert. Dass dieses jedoch darin besteht, ein neues Konsumparadies zu errichten, in dem die Einwohner der Stadt dank der &#8220;niedrigpreisigen&#8221; Warenanbieter von einem Sonderangebot zum nächsten jagen können und gleichzeitig mit stolz geschwellter Brust sich hervor heben können, dass sie ja nur noch in den Hallen am Bahnhof einkaufen gehen, weil es in der Innenstadt so teuer ist, dürfte eindeutig der falsche Weg sein. Warum nicht den Ansatz nutzen, der bereits besteht? Polly Faber und GrIStuF haben bereits jetzt gezeigt, dass es auch Alternativen zur Nutzung der Hallen als Konsum- und Schnäppchenjagdtempel gibt: Die Nutzung der Hallen als Freiraum für Kunst, Kultur und Literatur.</p>
<p>Foto: Marco Wagner</p>
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		<title>Bauarbeiten am Technischen Rathaus werden fortgesetzt</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 13:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco Wagner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Bauarbeiten am Technischen Rathaus aufgrund des Streits um die Kostenexplosion und eines gefälschten Dokuments fast zwei Jahre ruhten, werden sie in diesem Jahr wieder fortgesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/technisches-rathaus-modell-torsten-heil.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36518" style="margin: 5px;" title="technisches-rathaus-modell-torsten-heil" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/06/technisches-rathaus-modell-torsten-heil-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nachdem die Bauarbeiten am Technischen Rathaus aufgrund des Streits um die <a href="http://webmoritz.de/2010/06/08/wie-weiter-mit-dem-technisches-rathaus/">Kostenexplosion</a> und eines <a href="http://webmoritz.de/2010/06/28/technisches-rathaus-nun-doch-indizien-fur-korruption/">gefälschten Dokuments</a> fast zwei Jahre ruhten, werden sie in diesem Jahr wieder fortgesetzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hervor. Am 20. April 2010 hatte Oberbürgermeister Dr. Arthur König einen Baustopp verhängt, weil die Kosten für den Bau des Gebäudes von 8,5 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro angestiegen waren.<span id="more-69324"></span> Wie Andrea Reimann, Pressesprecherin der Stadt Greifswald, mitteilt, soll die gesamte Bauzeit rund 18 Monate dauern. Jörg Hochheim, Baudezernent der Stadt Greifswald teilte mit, dass die Baustelle am Markt ab Februar wiederbelebt wird.</p>
<p>Im Herbst 2013 wird dann das sogenannte Technische Rathaus, also Behörden und Ämter, in das Gebäude der alten Post einziehen. &#8220;<span style="font-family: Arial;">Nach derzeitigen Planungen sind künftig 237 Mitarbeiter in dem historischen Postgebäude aus dem 18. Jahrhundert und den drei Neubauten im Quartier Fleischerstraße/ Rakower Straße untergebracht&#8221;, erklärte Reimann in der Pressemitteilung. Durch die Zentralisierung der Behörden werden unter anderem die Standorte in der Spiegelsdorfer Wende, Gustebiner Wende, am Gorzberg, im Mendelejewweg und in der Baderstraße aufgegeben.</span></p>
<p>Sanierungsträger des Gebäudes wird nach wie vor die BauBeCon sein. Anfang Dezember vergangenen Jahres stimmte die Greifswalder Bürgerschaft im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung für eine entsprechende Vergleichsvereinbarung. Die bereits bestehenden Treuhänderverträge sollen seitdem unter Bedingungen höherer Transparenz und Kontrolle der Sanierungstätigkeit verlängert werden. Von einer <a href="http://webmoritz.de/2010/07/10/technischen-rathauses-baubecon-nicht-mehr-bauherr/">ursprünglich angestrebten Aufkündigung </a>des Vertrages wurde in Folge dessen abgesehen. Grund hierfür ist, dass sich durch die Aufkündigung des Vertrages und Neuausschreibung die Bauarbeiten erneut verzögert, und <a href="http://http://webmoritz.de/2011/11/10/technisches-rathaus-verwaltung-will-baubecon-zuruck/">Fördermittel nicht mehr fristgerecht für die Sanierung des Technischen Rathauses hätten abgerufen werden können</a>.</p>
<p>Die Projektsteuerung wird nach Informationen der Universitäts- und Hansestadt Greifswald die Firma ipc Talkenberger aus Rostock übernehmen. Für die Objektplanung wird künftig das Architekturbüro Gössler, Kinz und Kreienbaum (GKK) aus Berlin verantwortlich sein. Unter ihrer Leitung wird die Fassadensicht des künftigen Technischen Rathauses geändert werden. Sie soll sich leicht gestaffelt besser an die umliegenden Gebäude anpassen.</p>
<p>Foto: Torsten Heil/ webMoritz-Archiv</p>
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		<title>Daniel Stein Kokin zu Gast bei &#8220;Nacht am Meer &#8211; der Talk im Strandkorb&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 14:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>radio 98eins</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Daniel Stein Kokin]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwar liegen die Feiertage jetzt schon ein ganzes Stück zurück und die ersten guten Vorsätze sind auch schon wieder in den Wind geschossen, aber wir beschäftigen uns trotzdem noch einmal damit. Am Dienstag, den 10. Januar von 22 bis 23 Uhr ist Daniel Stein Kokin zu Gast bei Daniela Buschmann. Der Juniorprofessor für jüdische Literatur und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/mm95_Universum_20_JR_unbekannt.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-68190" style="margin: 5px;" title="mm95_Universum_20_JR_unbekannt" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/12/mm95_Universum_20_JR_unbekannt-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zwar liegen die Feiertage jetzt schon ein ganzes Stück zurück und die ersten guten Vorsätze sind auch schon wieder in den Wind geschossen, aber wir beschäftigen uns trotzdem noch einmal damit. Am <strong>Dienstag, den 10. Januar</strong> von<strong> 22 bis 23 Uhr</strong> ist <strong>Daniel Stein Kokin</strong> zu Gast bei <strong>Daniela Buschmann</strong>. Der <a href="http://www.theologie.uni-greifswald.de/organisieren/mitarbeitende-lehrstuehle/jp-juedische-literatur-und-kultur.html">Juniorprofessor</a> für jüdische Literatur und Kultur wird uns einen Einblick in sein Leben und seine jüdische Traditionen geben. Außerdem geht es natürlich auch darum, was ihn nach Greifswald verschlagen hat und wie es ihm hier so gefällt. Also einschalten! Entweder live auf FM 98,1 oder live im <a href="http://radio98eins.radio.de/">Livestream</a> oder später im <a href="http://www.mmv-mediathek.de/channel/43/Nacht_am_Meer.html">Podcast</a>.<span id="more-69091"></span></p>
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<p>Foto: Lea Runge</p>
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