Kurzbeschreibung zur Person

Marco Wagner
Marco Wagner, 24 Jahre, Studium Lehramt Deutsch/ Geschichte, 10. Semester, SDS (Stupa-Kandidatur), Solidarische Universität (Senatskandidatur), bisherige Hochschulpolitische Erfahrung: 2011-2012 studentisches Mitglied im Vorstand des Instituts für Bildungswissenschaften, seit 2012: studentischer Senator, studentisches Mitglied im Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät und studentisches Mitglied der Zentralen Koordinierungsgruppe Lehrerbildung.
Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?
In meiner Freizeit fahre ich gerne Kanu, gehe schwimmen und bin darüber hinaus eine absolute Leseratte. Ansonsten gehe ich gerne ins Kino, Theater, zu Buchlesungen, Abends zu Partys.
Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?
Für das Stupa kandidiere ich, weil ich die Rückkopplung zwischen Senat und Stupa noch weiter verstärken möchte. Das wäre zwar auch als nicht-stimmberechtigtes Mitglied möglich, allerdings hat man mit Stimmrecht als Senator mehr Einfluss auf die für die studentische Vertretung im Senat entscheidenden Beschlüsse. Darüber hinaus hat sich das Verhältnis zwischen Medien und Stupa gravierend verschlechtert, was unter anderem daran liegt, dass viele Stupisten keinen Einblick in die Arbeit der moritz-Medien haben. Der eine oder andere möchte diesen Einblick auch überhaupt nicht haben, andererseits bei Personalentscheidungen immer mitbestimmen. Das hat, glaube ich, unter anderem diesen Konflikt verstärkt. Den bereits jetzt eingeschlagenen Weg der Errichtung eines Medienrates möchte ich im kommenden Jahr nicht nur – wie bisher – passiv, sondern aktiv mitgestalten. Darüber hinaus möchte ich mich dafür einsetzen, dass im kommenden Jahr in der parlamentarischen Arbeit wieder verstärkt auf öffentlichkeitswirksame Themen gesetzt wird und nicht primär durch Satzungsänderungsdebatten gekennzeichnet sein wird. Das Stupa muss meiner Meinung nach wieder stärker in die Studierendenschaft hinein wirken.
In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?
Links.
Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?
Allgemein empfinde ich die Debattenkultur in allen Gremien als konstruktiv und produktiv. Im Stupa ist es zumeist so, dass es zu Beginn der Legislatur noch ein bisschen durcheinander wirkt und häufig – so habe ich es zumindest die letzten zwei Jahre verfolgt – einen eher schlechten Start hinlegt, sich mit der Zeit jedoch einspielt.
Welches Themenfeld siehst du im Studierendenparlament unterrepräsentiert? Welche Themen gehören nicht ins StuPa?
Grundsätzlich vermisse ich im StuPa häufig Themen inhaltlicher Art. Das, womit sich das Parlament vor allem in der zweiten Hälfte der Amtszeit vorwiegend befasst hat, waren – zwar nicht ausschließlich, aber doch zu einem großen Teil – Themen, die in den Bereich der Selbstbeschäftigung fallen: Satzungsänderungen und noch mal Satzungsänderungen. Die gesamte Legislatur war von „1. und 2. Lesungen“ mal mehr und mal weniger durchzogen. Damit will ich nicht sagen, dass diese Änderungen überflüssig wären, sondern nur eine Tendenz aufzeigen, die nicht zur Normalität werden sollte. Natürlich wurden auch Diskussionen inhaltlicher Art geführt: Bei dem Antrag zum C-9, bei der Diskussion über die Schaffung von Transparenz bei Tierversuchen, bei der Ablehnung der Plagiatssoftware, bei der Unterstützung der Finanzierung der Stolpersteine, Unterstützung von Protesten gegen Neonazis oder etwa beim Antrag zum Feedback über die neue Mensa am Beitz-Platz. Ich denke, dass man diese inhaltlichen Debatten in Zukunft stärker führen und dass die Rückkopplung zwischen Senat und Studierendenparlament verstärkt werden sollte.
Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?
Es gibt Bereiche, in denen Studierende einen sehr großen Einfluss haben, dazu gehört vor allem das Studentenwerk. Dann gibt es Ebenen, auf denen studentische Beteiligung unterrepräsentiert ist. Das ist vor allem die Institutsebene. Auf der Fachschaftskonferenz habe ich oft feststellen müssen, dass selten eine Einbeziehung der Fachschaftsräte in die Angelegenheiten des Instituts geschieht. Auf der Fakultäts- und Senatsebene dürfen Studierende an neuen Studienordnungen mitarbeiten, auf der Basisebene werden sie häufig nicht beachtet. Aus diesem Grund muss der bereits eingeschlagene Weg der Errichtung von Institutsräten in jedem Fall fortgeführt werden. Im Senat könnte der Kreis der voll stimmberechtigten Mitglieder erweitert werden, leider ist das jedoch per Gesetz nicht möglich.
Welchen Eindruck hast du von der bisherigen Arbeit des StuPa?
Am Anfang ging es ja doch ziemlich drunter und drüber im Stupa. Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte hat sich das Stupa meiner Meinung nach jedoch ganz gut eingespielt. Debatten wurden sachlich, mitunter auch hitzig, geführt; die Arbeit war durchaus produktiv.
Eine der Hauptaufgaben des StuPa ist das Wählen und Kontrollieren des AStA. Was sollte sich hier verändern?
Ich denke, dass zwischen Stupa und AStA zur Zeit alles läuft. Warum sollte man da was verändern?
Was sind deine haushaltspolitischen Ziele?
Auf keinen Fall möchte ich, dass es zu weiteren Kürzungen im Bereich der Aufwandsentschädigungen kommt. Die letzten zwei Jahre waren für alle gewählten Referenten bzw. Chefredakteure nicht leicht, da doch relativ starke Kürzungen bei den Aufwandsentschädigungen vorgenommen worden sind. Ich denke, dass der derzeitige Haushalt ganz gut aufgestellt ist und mit diesem über mehrere Jahre hinweg gearbeitet werden kann, vorausgesetzt, die Studierendenzahlen bleiben stabil.
Ebenfalls wichtig ist mir, dass es zu keinen Kürzungen im Bereich der studentischen Kultur und dem Hochschulsport kommt. In diesem Jahr ist das gelungen, ich hoffe, dass das auch im kommenden Jahr so bleibt. Fließt mehr Geld, als erwartet ein, würde ich mich für eine Erhöhung der Zuwendungen einsetzen.
Foto: privat