Alle Artikel von Tjorven Hinzke

Institut für Botanik: Kein Geld für Gebäudesanierung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. November 2009 um 17:59 Uhr

Das Institut für Botanik und Landschaftsökologie in der Grimmer Straße 88 weist trotz seines dank der weinberankten Fassade durchaus ansprechenden Äußeren gravierende Baumängel auf. Diese gehen aus der durch den AStA mit Hilfe der Studierenden erstellten Mängelliste zu Seminarräumen, Bibliotheken und Hörsälen hervor. Die Botanik ist dabei nur ein Fall unter vielen an der Uni Greifswald – auf der Liste taucht beispielsweise auch die Anglistik auf, welche am 24.11. mit zahlreichen Patchwork-Decken verhüllt wurde, um auf die Lehr- und Raumsituation des maroden Gebäudes aufmerksam zu machen.

Da die Liste bisher nicht im Internet verfügbar war, hat der webMoritz sie hochgeladen, sodass sie nun hier eingesehen werden kann. Einige Punkte auf der Liste, die aus dem September stammt, wurden inzwischen abgearabeitet. Die Liste wird jedes Semester vom AStA erstellt und mit der Uni-Verwaltung Punkt für Punkt durchgegangen. Die nächste Liste soll im Januar erstellt werden. Wer auf ein Problem hinweisen will, kann sich an AStA-Referentin Paula Zill wenden.

Botanik: Durchregnen, Schimmel, rissige Tafel

Der Hörsaal des Botanischen Instituts

Der Hörsaal des Botanischen Instituts

Der Hörsaal des botanischen Instituts wirkt beim Beteten düster-altehrwürdig mit dunklen Bankreihen, braunem Linoleum und olivgrünen Vorhängen vor den bis unter die Decke reichenden Fenstern.Dann wird der Blick auf die rissige Tafel gelenkt, deren Aufhängung wenig Vertrauen weckt. Knarrende Stufen und Pulte mit der Aufschrift „Defekt“ fügen sich gemeinsam mit der abblätternden Farbe der Fenster ins Gesamtbild ein.
Eine abschließende Begutachtung von Wänden und Decke bezeugt die Berichte von Studenten, dass es in den Hörsaal auch hereinregnet (obwohl noch eine vollständige Etage über diesem liegt). Auf der AStA-Mängelliste tauchen zudem Schimmel und, noch schwerwiegender, Hausschwamm auf.

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Mehr Aufmerksamkeit für Greifswalder Fusionstechnologie

Geschrieben von | Veröffentlicht am 19. November 2009 um 14:46 Uhr

Im neuen Koalitionsvertrag wird Fusionsenergie eindeutig als Zukunftstechnologie festgelegt – und damit auch der “Wendelstein 7-X”, der weltweit größte Reaktor vom Stellarator-Typ. Dieser wird derzeit im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) aufgebaut.

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Detailaufnahme aus dem Projekt

Im Gegensatz zu Kernkraftwerken wird bei der Fusion Energie nicht aus der Spaltung, sondern aus dem Verschmelzen von Atomkernen gewonnen. Dabei wird der als Plasma bezeichnete Brennstoff, ein Wasserstoffgas, in einem durch supraleitende Spulen erzeugten Magnetfeld eingeschlossen und für die Zündung auf Temperaturen von über 100 Millionen Grad Celsius gebracht.

Der Stellarator soll in einem 30-minütigen Dauerbetrieb gefahren werden können, anders als bisherige Reaktoren vom Tokamak-Typ, die nur pulsweise arbeiten. Hierbei ist der Wendelstein 7-X ein Schlüsselexperiment, denn er soll die tatsächliche Kraftwerkstauglichkeit der Stellaratoren unter Beweis stellen.

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