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	<title>webMoritz.de &#187; Oliver Wunder</title>
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	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
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		<title>Schönwalde – alles Ghetto, oder?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 04:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Fast schon fünf Jahre wohnt Kolumnist Oliver Wunder in Schönwalde II und hat es satt immer wieder die selben Vorurteile über seinen Stadtteil zu hören.
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58719" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords.jpg"><img class="size-medium wp-image-58719" title="fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Oliver Wunder (28) wohnt im fünften Stock eines Plattenbaus. Er studiert Geographie, Politikwissenschaft und BWL. Seit sechs Jahren schreibt er regelmäßig in seinem Blog. Ansonsten zeltet er schwarz und frittiert leidenschaftlich.</p></div>
<p>Lautes Pöbeln, Mädchengekreische und dumpfes Klatschen von Schlägen im Dunkeln – Prügelei im Innenhof meines Blocks. Wo eben noch die Jugendlichen ihre Sommerferien oder Arbeitslosigkeit genossen haben, bricht ein Orkan der stumpfen Gewalt los. Die Tischtennisplattengang scheint entweder untereinander zu testen, wer das Alphatier im Rudel ist, oder sich mit der Gang aus dem Nachbarhof zu kloppen.</p>
<p>Da es nicht aufhört, greife ich kurzerhand zum Telefonhörer und wähle die 110. Die Polizei scheint recht schnell zu kommen. Später erfahre ich, dass ein Kumpel meines Mitbewohners gegenüber auf der anderen Seite des Innenhofs wohnt und sich das Spektakel auf dem Balkon sitzend mit einer Flasche Bier in der Hand anschaute. Er sah, wie ein Polizeiwagen vorgefahren kam, ein Polizist lässig ausstieg und sich als erste Amtshandlung eine Zigarette anzündete. Mit ihr in der Hand ging dieser langsam in den Innenhof und guckte sich die Szenerie an. Die kleine Gangster pöbelten ihn von Weitem an: „Hau ab, scheiss Bulle!“ Nachdem er aufgeraucht hatte, verzog er sich einfach wieder. Die Prügelei war beendet.<span id="more-61045"></span></p>
<div id="attachment_61047" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/kontaktanzeige.jpg"><img class="size-medium wp-image-61047" title="Kontaktanzeige im Schönwalde Center" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/kontaktanzeige-250x187.jpg" alt="Kontaktanzeige im Schönwalde Center" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Kontaktanzeige im Schönwalde Center</p></div>
<p>Meine wohl einzige Erinnerung an Gewalt in fast schon fünf Jahre im fünften Stock in Schönwalde II. Und jetzt fragt ihr euch einen Satz, den ich zu oft gehört habe. „Was, du wohnst in Schönwalde?“ Damit einhergehende Vorurteile:  1. Da wohnen nur Nazis. 2. Hartz-IV-Ghetto. 3. Alter, ist das weit weg! 4. Da wohnen nur Nazis. Gefolgt von einem: „Warum ziehst du nicht in die Innenstadt? Da ist eh mehr los.“ Meistens kommen die Sprüche von Menschen, die Schönwalde nur auf ihrem Weg in den Elisenpark oder zur Kiste durchquert haben.</p>
<p>Gut: in Schönwalde kann man abends nicht feiern gehen oder gemütlich beisammen sitzen, einzige Ausnahme bildet hier die Kiste. Aber mit anderen Vorurteilen gehört aufgeräumt. Von wegen weit weg. 95% der Greifswalder wohnen innerhalb eines 3 km großen Radius. Das sind 15 Minuten auf dem Fahrrad von der Europakreuzung bis zu Burger King. Aber besonders für die in ihrer Heimatstadt sonst so weite Wege in Kauf nehmenden Berliner ist das natürlich eine Zumutung.</p>
<p>Während sich in der Innenstadt das studentische Leben zentriert, finden in den Plattenbauvierteln Greifswalds ganz andere Alltäglichkeiten statt. Seit letztem Jahr stelle ich beispielsweise fest, dass vermehrt Hinweise auf Zetteln oder Glastüren auftauchen, wenn ein Nachbar irgendwas zu sagen hat. Ob nun <a title="Ghettostories: Hasenkacke im Flur" href="http://www.daburna.de/blog/2010/05/04/ghettostories-hasenkacke-im-flur/" target="_blank">Hasenkacke im Flur</a> liegt, ein <a title="Ghettostories: Wecker zu laut" href="http://www.daburna.de/blog/2010/06/08/ghettostories-wecker-zu-laut/" target="_blank">Wecker zu laut</a> klingelt oder eine <a title="Ghettostories: Kontaktanzeige im REWE" href="http://www.daburna.de/blog/2011/07/08/ghettostories-kontaktanzeige-im-rewe/" target="_blank">neue Partnerin für&#8217;s Leben gesucht</a> wird, immer häufiger tauchen solche erheiternden Botschaften auf.</p>
<p>Schönwalde ist kein Ghetto. Da wohnen genug eurer Kommilitonen. Schnappt euch euer Rad und besucht sie. Sie kommen ja auch immer in die Innenstadt zu euch. Gerade in den Plattenbauwohnungen sind die Nachbarn erstaunlich lärmresistent. Private Partys werden selten von der Polizei beendet. Lasst euch einfach mal drauf ein und hört den Geschichten dieses Stadtteils zu. Er hat viel zu erzählen.</p>
<p>Foto: Gabriel Kords (Porträt), Oliver Wunder (Kontaktanzeige), Jakob Pallus (Grafik)</p>
<blockquote><p><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58708" style="margin: 5px;" title="fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc-150x150.jpg" alt="" width="50" height="50" />Dieser Text ist Teil des webMoritz-Projekts &#8220;fünf x fünf &#8211; Die Kolumne&#8221;. Vom 20. Juni bis 22. Juli schreiben werktags fünf Autoren an je einem festen Tag eine Kolumne für den webMoritz. Weitere Infos gibt es <a title="In eigener Sache: Ab Montag gibt es “fünf x fünf”" href="http://webmoritz.de/2011/06/19/in-eigener-sache-ab-montag-gibt-es-funf-x-funf/">hier</a>. Morgen ist an der Reihe: Oleg Maximov.</em></p></blockquote>
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		<title>Und ewig grüßt die Ex-Freundin</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/07/14/und-ewig-grust-die-ex-freundin/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 04:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[fünf x fünf - Die Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Greifswald ist zu klein, wenn man mehrere beendete Beziehungen hat. Kolumnist Oliver Wunder begegnet zufällig einer Ex-Freundin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58719" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords.jpg"><img class="size-medium wp-image-58719" title="fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Oliver Wunder (28) wohnt im fünften Stock eines Plattenbaus. Er studiert Geographie, Politikwissenschaft und BWL. Seit sechs Jahren schreibt er regelmäßig in seinem Blog. Ansonsten zeltet er schwarz und frittiert leidenschaftlich.</p></div>
<p>Lächelnd grüßen oder den Blick weg ducken und so tun, als hätte ich sie nicht gesehen? – die Entscheidung muss in Sekunden gefällt werden. Ex-Freundinalarm! Eine fast alltägliche Situation in Greifswald.</p>
<p>In anderen Städten kann man sich aus dem Weg gehen, in Greifswald ist das unmöglich, außer man setzt nie wieder einen Schritt vor die Haustür. Dafür ist das Leben hier zu zentriert. Alle wichtigen Einrichtungen liegen innerhalb eines 15 Minuten Radius. An den Hotspots Europakreuzung, Mensa, Hafen und Studenten-Clubs ist die Gefahr einer zufälligen Begegnung besonders groß. Da man seine Exen an Orten kennengelernt hat, an denen man sich selber häufig aufhält, ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Wiedersehens an diesen Orten hoch.</p>
<p>Hat man in den Jahren des Studiums nicht durchgehend nur eine feste Freundin oder verweigert sich komplett dem Zwischenmenschlichen oder wildert ausschließlich in anderen Städten, kann da schnell ein Heer an Verflossenen in Greifswald heranwachsen. Es müssen nicht mal nur Ex-Freundinnen sein. Unter den Begriff fasse ich hier auch Bekanntschaften wie Knutschaktionen, One-Night-Stands und angegrabene Frauen zusammen. Jetzt kann es kompliziert werden. Selbst wenn es pro Studienjahr nur drei Exen sind, steigt die Zahl kurz vor dem abgeschlossenen Bachelor auf 12 mögliche Exen an.<span id="more-60722"></span></p>
<div id="attachment_60729" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-medium wp-image-60729" title="Fuck You!" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/07/fuckyou-250x201.jpg" alt="Fuck You!" width="250" height="201" /><p class="wp-caption-text">Ex-Freundin zeigt die kalte Schulter.</p></div>
<p>Es ist schwierig, sich mit allen Menschen im Guten zu trennen. Aber auch wenn alles Zwischenmenschliche geklärt und in Ordnung ist, birgt ein zufälliges Zusammentreffen Sprengstoff und kann unangenehm sein. Beobachtet sie mich und guckt eifersüchtig, mit wem ich hier bin oder ist sie mit einem neuen Kerl da? Sofort vergleiche ich mich mit ihm und schneide natürlich viel besser ab als er. So arrogant muss man in solchen Situationen sein, um nicht unterzugehen. Gerade dann, wenn es erst seit Kurzem aus ist. Dennoch bleiben Selbstzweifel.</p>
<p>Was sind die Konsequenzen der ständigen Bedrohung des persönlichen Wohlbefindens durch Exen? Bestimmte Orte meiden, sich auf Nichts mehr einlassen oder einfach durchgehend eine Beziehung haben und somit keine Ex zu erschaffen? Ich habe noch keine Lösung dafür gefunden, sehe es aber auch nur als temporäres Problem an.</p>
<p>Man kann diesen Situationen nicht wirklich aus dem Weg gehen. Mit jeder Begegnung wird es aber normaler und entspannter zwischen den Exen und mir. Ich entscheide mich für das Grüßen, ignoriert hab ich sie schon oft genug. Sie startet den Versuch einer kurzen Konversation. „Hi, wie geht es dir?“ Gut. Danke. Tschüss. Belanglos und nicht schlimm. Manchmal hat man sich nicht mehr viel zu sagen. Muss ja auch nicht sein. Bis wir uns dann erneut zufällig wiedersehen.</p>
<p>Foto: Gabriel Kords (Porträt), &#8220;Inga S.&#8221; / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc), Jakob Pallus (Grafik)</p>
<blockquote><p><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58708" style="margin: 5px;" title="fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc-150x150.jpg" alt="" width="50" height="50" />Dieser Text ist Teil des webMoritz-Projekts &#8220;fünf x fünf &#8211; Die Kolumne&#8221;. Vom 20. Juni bis 22. Juli schreiben werktags fünf Autoren an je einem festen Tag eine Kolumne für den webMoritz. Weitere Infos gibt es <a title="In eigener Sache: Ab Montag gibt es “fünf x fünf”" href="http://webmoritz.de/2011/06/19/in-eigener-sache-ab-montag-gibt-es-funf-x-funf/">hier</a>. Morgen ist an der Reihe: Oleg Maximov.</em></p></blockquote>
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		<title>Alles glänzt dank Klausurphase</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 04:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[fünf x fünf - Die Kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[Prokrastination]]></category>

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		<description><![CDATA[Während des Lernarrests ist seine Wohnung am saubersten, stellt Kolumnist Oliver Wunder fest. Da wird sogar vor der Zahnbürstenreinigung der Tastatur nicht halt gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58719" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords.jpg"><img class="size-medium wp-image-58719" title="fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Oliver Wunder (28) wohnt im fünften Stock eines Plattenbaus. Er studiert Geographie, Politikwissenschaft und BWL. Seit sechs Jahren schreibt er regelmäßig in seinem Blog. Ansonsten zeltet er schwarz und frittiert leidenschaftlich.</p></div>
<p>Die Taste T blitzt im Sonnenlicht. Perfekt gesäubert. Q W E R – hier also die T-Taste wieder einbauen. Langsam nehme ich sie vom Geschirrtuch, trockne sie ab und stecke sie nach einem prüfenden Blick, ob der Schmutz wirklich komplett weggeputzt ist, zurück an ihren angestammten Platz.</p>
<p>Zwei Stunden später habe ich die sauberste Tastatur in ganz Greifswald, wenn nicht sogar in ganz Vorpommern. Wer nimmt denn auch alle Tasten aus ihrer Fassung und wäscht sie von Hand mit der Zahnbürste? Ein akribischer Sauberkeitsfanatiker vielleicht, aber dazu zähle ich mich nicht.</p>
<p>Betrachter von Außen würden denken, mir sei langweilig. Nein, keineswegs. Ich muss nur lernen, intensiv lernen. Ende des Monats sind Prüfungen. Die Wochen, in denen meine Wohnung sauber und aufgeräumt wie seit langem nicht mehr ist, haben begonnen.<span id="more-59348"></span></p>
<p>In der Klausurphase benehmen sich die meisten Studierenden wie Gefangene. Viele stehen morgens ab 7.30 Uhr vor der UB, um ihre Einzelzelle zu bekommen und schlimmstenfalls bis 24 Uhr zu bleiben. Ich dagegen trete den Lernarrest lieber zu Hause an. Doch wie Kaffeepausen und Blicke nach hübschen Vertretern des präferierten Geschlechts die Gefangenen der UB ablenken, kann auch ich mich nicht die ganze Zeit durchgehend konzentrieren und suche Zerstreuung.</p>
<div id="attachment_60075" class="wp-caption alignright" style="width: 197px"><img class="size-medium wp-image-60075" title="trocknende_tasten450x600" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/trocknende_tasten450x600-187x250.jpg" alt="Trocknende Tasten" width="187" height="250" /><p class="wp-caption-text">Trocknende Tasten - in der Klausurphase widmet sich Oliver leidenschaftlich etlichen Reinigungsarbeiten.</p></div>
<p>Wieder und wieder kommt es zu neuen Übersprungshandlungen, während der Lernstoff das Hirn überfrachtet. Fritteuse entfetten? Okay, das muss natürlich in der Lernphase erledigt werden. Das Gefrierfach müsste auch mal wieder abgetaut werden. Es folgt eine Inventur der Lebensmittel. Dabei finde ich eine H-Milch. Abgelaufen am 11. März 2009. Eine dicke Staubschicht will mir dieses Datum erst nicht verraten. Ekelexperiment: Sie bleibt hier, bis ich ausziehe.</p>
<p>Nach Stunden des Büffelns sind es genau die anspruchslosen Tätigkeiten, die Linderung verschaffen. Wenn meine Eltern das früher gewusst hätten. Das wäre die perfekte Motivation für mehr Unterstützung bei der Hausarbeit gewesen. „Ollevaaa, musst du nicht lernen? Na komm, wasch doch das Geschirr ab und danach kannst du alle Küchenschränke von innen mit der Zahnbürste reinigen.“ Mama, Papa, ihr habt was falsch gemacht!</p>
<p>Am Tag der letzten Prüfung wird meine Wohnung perfekt blitzen und die Prüfung bestanden werden. Die Nebentätigkeiten lassen nämlich immer noch genug Zeit zum Lernen. Das Notwendige mit dem Nützlichen verbunden. Eine Symbiose auf Zeit, die an diesem Tag auseinander brechen wird. Es folgt die  Zeit der weniger sauberen Wohnung. Während das meiste Gelernte innerhalb weniger Stunden weggespült werden wird, wird sich der erste Schmutz in der Wohnung ausbreiten. Ein Bierfleck auf dem Couchtisch.</p>
<p>Fotos: Oliver Wunder, Gabriel Kords (Porträt), Jakob Pallus (Grafik)</p>
<blockquote><p><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58708" style="margin: 5px;" title="fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc-150x150.jpg" alt="" width="50" height="50" />Dieser Text ist Teil des webMoritz-Projekts &#8220;fünf x fünf &#8211; Die Kolumne&#8221;. Vom 20. Juni bis 22. Juli schreiben werktags fünf Autoren an je einem festen Tag eine Kolumne für den webMoritz. Weitere Infos gibt es <a title="In eigener Sache: Ab Montag gibt es “fünf x fünf”" href="http://webmoritz.de/2011/06/19/in-eigener-sache-ab-montag-gibt-es-funf-x-funf/">hier</a>. Morgen ist an der Reihe: Oleg Maximov.</em></p></blockquote>
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		<title>Ein Passwort, sie alle zu öffnen</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/06/30/ein-passwort-sie-alle-zu-offnen/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 04:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Passwörter]]></category>

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		<description><![CDATA[webMoritz-Kolumnist Oliver Wunder stellt sich die Frage, wie viele unterschiedliche Passwörter er im Internet benutzt und bekommt Angst, als er feststellt, dass es nur eins ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58719" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords.jpg"><img class="size-medium wp-image-58719" title="fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Oliver Wunder (28) wohnt im fünften Stock eines Plattenbaus. Er studiert Geographie, Politikwissenschaft und BWL. Seit sechs Jahren schreibt er regelmäßig in seinem Blog. Ansonsten zeltet er schwarz und frittiert leidenschaftlich.</p></div>
<p>Neulich wurde mein Leben gehackt. Jemand hatte es komplett auf den Kopf gestellt. Statt meiner getigerten Katze begrüßte mich morgens ein rosa Schweinchen. Beim Blick in den Spiegel stellte ich fest, dass der latente Bartschatten einem preußischen Kaiser-Wilhelm-Schnurrbart gewichen war. Und auf meinem Handy fehlte der goldkettenbehängte US-Rapper. Dafür war dort das „Hello Kitty“ Kätzchen zu sehen &#8211; worst case ever!</p>
<p>Zum Glück ist dieses Szenario frei erfunden, so eine Real-Life-Manipulierung sehr unwahrscheinlich und wohl auch noch nicht in dieser übertriebenen Form vorgekommen. Was aber für die reale Welt komisch klingt, kann digital schnell passieren. Erst kürzlich haben wir das in Greifswald mitbekommen, als das Facebook-Profil des damaligen StuPa-Präsidenten <a href="http://webmoritz.de/2011/06/02/stupa-prasident-eric-makswitat-tritt-zuruck/">manipuliert wurde</a>.</p>
<p>Sowas kann mir doch überhaupt nicht passieren. &#8211; Moment! Wie viele Türen oder Schlösser kann ich im realen Leben mit dem gleichen Schlüssel öffnen und wie oft benutze ich im Internet das gleiche Passwort für die verschiedensten Dienste?<span id="more-59342"></span></p>
<p>Als erstes eine kleine Bestandsaufnahme: Für Haustür, Keller, Fahrrad, Briefkasten, Badezimmer und Büro habe ich verschiedene Schlüssel. Kommt jemand an einen meiner Schlüssel, kann er immer nur ein Schloss damit öffnen. Passwörter besitze ich für PC-Benutzerkonten, E-Mail-Adressen, soziale Netzwerke, Bankkonten, Blogs, Foren, Wikis, Communities wie Flickr, Messenger wie Skype und ICQ, Cloud Datenspeicher und eine ganze Reihe anderer Internetdienstleistungen.</p>
<div id="attachment_59343" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/passwoerter600x450.jpg"><img class="size-medium wp-image-59343" title="passwoerter600x450" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/passwoerter600x450-250x187.jpg" alt="Passwortliste" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Ob das die echten Passwörter des Autors sind?</p></div>
<p>Vor wenigen Tagen kam wieder mal raus, dass „123456“, „Passwort“ oder einfach nur ein freundliches „Hallo“ zu den häufigsten deutschen Passwörtern im Internet gehören. So einfach mach ich mir das zwar nicht. Doch die richtige Kombination von Benutzername und Passwort öffnet die Tore von mindestens zehn Seiten, die so wichtige digitale Funktionen wie E-Mail-Verkehr oder soziale Netzwerke stellen. Denn, um mir nicht jedes mal ein neues Passwort zu merken, nutze ich fast überall das gleiche. Ein Passwort, sie alle zu öffnen. Beim Gedanken daran wird mir mulmig.</p>
<p>Ich muss handeln. Als erstes logge mich bei allen Internetdiensten ein, bei denen ich registriert bin und ändere meine Passwörter. Dann erstelle ich eine passwortgeschützte Passworttabelle, speichere sie auf meinem USB-Stick und schick sie zur Sicherheit nochmal per E-Mail an mich selbst; das Passwort zur Tabelle sichere ich in einem analogen Backup auf Papier. Bei mir ist jetzt alles sicher. Und wie viele Tore öffnet dein Standardpasswort?</p>
<p>Fotos: Oliver Wunder, Gabriel Kords (Porträt), Jakob Pallus (Grafik)</p>
<blockquote><p><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58708" style="margin: 5px;" title="fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc-150x150.jpg" alt="" width="50" height="50" />Dieser Text ist Teil des webMoritz-Projekts &#8220;fünf x fünf &#8211; Die Kolumne&#8221;. Vom 20. Juni bis 22. Juli schreiben werktags fünf Autoren an je einem festen Tag eine Kolumne für den webMoritz. Weitere Infos gibt es <a title="In eigener Sache: Ab Montag gibt es “fünf x fünf”" href="http://webmoritz.de/2011/06/19/in-eigener-sache-ab-montag-gibt-es-funf-x-funf/">hier</a>. Morgen ist an der Reihe: Oleg Maximov.</em></p></blockquote>
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		<title>Verdammt, schon wieder Single!</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 04:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Single]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Frust einer beendeten Beziehung und die erneute Suche nach der Traumfrau schreibt Donnerstags-Kolumnist Oliver Wunder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_58719" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords.jpg"><img class="size-medium wp-image-58719" title="fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fünfxfünf_oliver-wunder_quer_gkords-250x187.jpg" alt="" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Oliver Wunder (28) wohnt im fünften Stock eines Plattenbaus. Er studiert Geographie, Politikwissenschaft und BWL. Seit sechs Jahren schreibt er regelmäßig in seinem Blog. Ansonsten zeltet er schwarz und frittiert leidenschaftlich.</p></div>
<p><em><strong></strong></em><br />
Aus dem Nichts wurde ich abserviert. Und auf einmal stehe ich nach drei glücklichen Monaten vor dem Scherbenhaufen meiner Beziehung. Wieder mal. Wo eben noch Schmetterlinge waren, haben sich Traurigkeit und Wut breit gemacht. Meine Freunde sind für mich da. Dabei fallen auch typische Sätze wie „Zeit heilt alle Wunden“ oder „die Richtige kommt bestimmt noch.“</p>
<p>Klar, mag ja alles richtig sein. Doch besser geht es mir deswegen nicht. Ich erwische mich dabei, wie ich ihr Profil auf Facebook anklicke. Freundschaft gekündigt. Das war es jetzt also endgültig. Wege trennen sich, ein gemeinsames Leben findet nicht mehr statt. Schluss aus vorbei. Und eigentlich wieder der Startschuss für die Suche nach der perfekten Partnerin. Ich hab aber keinen Bock mehr drauf. Diese ganze Dating- und Kennenlernphase würde ich am liebsten überspringen. Ja, es mag spannend und aufregend sein: der Reiz der Jagd. Doch wenn ich nach etlichen Jahren weder Lust auf Jagen noch auf gejagt Werden habe?<span id="more-58759"></span></p>
<p><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/collage_jagdrevier450x338.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-58763" style="margin: 5px;" title="collage_jagdrevier450x338" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/collage_jagdrevier450x338-250x187.jpg" alt="Collage Jagdrevier HGW" width="250" height="187" /></a>Jetzt geht es also wieder von vorne los. Die Suche nach Kompatibilität in möglichst vielen Bereichen; kennenlernen, verlieben und vertrauen. Gespräche über Studium, Erlebtes, Zukunftspläne, Musik, Gemeinsamkeiten, Wertevorstellungen, Familie, Ex-Freundinnen und und und. Hände berühren sich. Zwischendurch der erste Kuss, vielleicht schon das erste Mal beieinander übernachten. Weiter geht es mit dem oft beschwerlichem Weg zum ersten Sex. Gedanken im Kopf: „Darf ich ihr schon unter das Oberteil fassen oder ist es noch zu früh dafür?“ Beide wollen wir es, doch keiner will zu schnell sein. Der Andere soll schließlich nicht denken, man wäre billig. Außerdem schwebt die Angst vor der Fickbeziehung im Raum. Ist es ernst, folgen die Vorstellungen beim Freundeskreis und den Eltern mit anschließender Integration.</p>
<p>Schon so oft habe ich das alles hinter mir. Und wofür? Um am Ende zu verlassen oder verlassen zu werden. Hohe Investitionen, die langfristig keine Rendite abwerfen – in der BWL würde es jetzt heißen: unvorteilhaft. Die Anforderungen an künftige Partnerinnen steigen mit jeder Erfahrung. Immer mehr Eigenschaften, die sie haben oder nicht haben sollte. Alle potentiellen Kandidatinnen werden damit abgeglichen. Mit steigenden Anforderungen sinkt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, die Richtige zu finden, sondern ist auch die Enttäuschung nach einem Scheitern der Beziehung wesentlich größer.</p>
<p>Am Ende heißt es doch immer wieder aufstehen, den Staub abputzen, sich schick machen und wieder auf den Markt werfen, denn ich stehe auf Beziehungen. Das große Beziehungsspiel des Lebens geht in eine neue Runde. Doch diesmal gewinne ich!</p>
<p>Fotos: Gabriel Kords (Porträt), Jakob Pallus (Grafik), Oliver Wunder (Foto)</p>
<blockquote><p><em><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-58708" style="margin: 5px;" title="fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/06/fuenf-x-fuenf-pallus-ohnesc-150x150.jpg" alt="" width="50" height="50" />Dieser Text ist Teil des webMoritz-Projekts &#8220;fünf x fünf &#8211; Die Kolumne&#8221;. Vom 20. Juni bis 22. Juli schreiben werktags fünf Autoren an je einem festen Tag eine Kolumne für den webMoritz. Weitere Infos gibt es <a title="In eigener Sache: Ab Montag gibt es “fünf x fünf”" href="http://webmoritz.de/2011/06/19/in-eigener-sache-ab-montag-gibt-es-funf-x-funf/">hier</a>. Morgen ist an der Reihe: Oleg Maximov.</em></p></blockquote>
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		<title>StuPa-Präsident Eric Makswitat tritt zurück *2. Update* Franz Küntzel entschuldigt sich</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/06/02/stupa-prasident-eric-makswitat-tritt-zuruck/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 12:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uni-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Makswitat]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa]]></category>
		<category><![CDATA[StuPa-Präsident]]></category>

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		<description><![CDATA[Eric Makswitat ist als Präsident des Studierendenparlaments zurückgetreten. Dies teilte er am 2. Juni per E-Mail mit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/eric-makswitat-1-christine-fratzke.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-54350" style="margin: 5px;" title="eric-makswitat-1-christine-fratzke" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/04/eric-makswitat-1-christine-fratzke-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eric Makswitat ist als Präsident des Studierendenparlaments zurückgetreten. Dies teilte er am 2. Juni per E-Mail mit. Makswitat begründet diesen Schritt mit einem zerstörten Grundvertrauen im eigenen Präsidium und gegenüber einzelnen AStA-Referenten. Zuvor war es gestern zu einem Hack seines Facebook-Accounts gekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-57830"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei seien Änderung am Profilbild, sowie die umfangreiche Aufnahme von Verbindungen zu Parteien, Organisationen oder Veranstaltungen durch die öffentliche Kenntlichmachung von Präferenzen vorgenommen worden. &#8220;Hier ist für eine gewisse Zeit ein Eindruck entstanden, der so von mir weder autorisiert, noch genehmigt worden war. Das ist auch kein Dummer-Jungen-Streich&#8221;, schrieb Makswitat. Von dem Hack habe er durch irritierte Anrufe von Bekannten und Verwandten erfahren.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Hack ist nachweislich vom PC-Stupa-Präsidiumsaccount ausgegangen. Die Gruppe der potentiellen Täterinnen und Täter ist so auf wenige Menschen mit Zugang zu diesem Account eingegrenzt. Bei der direkten Konfrontation mit dem AStA erfolgte laut Makswitat ein inoffizielles Eingeständnis der Veränderung, ohne direkte Entschuldigung oder Namensnennung, durch seinen Stellvertreter und einzelne AStA-Referenten.</p>
<p style="text-align: justify;">Makswitat kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit betreffenden AStA-Referenten oder mit dem betreffenden Stellvertreter nicht weiter vorstellen. Weiter schreibt er: &#8220;Am Ende muss ein gewisses Grundvertrauen vorhanden sein um gemeinsame Projekte und Ziele zu verwirklichen.&#8221; Nach seinem Rücktritt wird er dem StuPa als engagiertes Mitglied weiter erhalten bleiben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">*Update* Stellungnahme von Christoph Böhm zu den Vorfällen</h3>
<p style="text-align: right;"><em>von Marco Wagner</em></p>
<p style="text-align: justify;">Christoph Böhm, stellvertretender Präsident des Studierendenparlamentes präzisiert, dass sich die Vorwürfe nicht gegen beide stellvertretenden StuPa-Präsidenten richten. &#8220;Bitte beachtet, dass sich die von Makswitat vorgebrachten Vorwürfe NICHT [sic!] gegen Marian, sondern nur gegen mich richten.&#8221; Ebenfalls nicht davon betroffen sei Anne Lorentzen, die kürzlich zur stellvertretenden AStA-Vorsitzenden gewählt wurde. Vor einer Dienstbesprechung und gegebenenfalls einer Personaldebatte in der kommenden StuPa-Sitzung möchte Böhm zunächst keine weiteren Details bekannt geben.</p>
<h3 style="text-align: justify;">*Update* Stellungnahme von Franz Küntzel zu den Vorfällen (5. Juni)</h3>
<blockquote><p>Ich allein trage die Verantwortung für die Veränderungen (Foto, 3 Facebook-Likes) an Erics Facbook-Profil, welche ungefähr zehn Minuten Bestand hatten. Weder Christoph Böhm noch irgendein anderer AStA-Referent hatten davon Kenntnis, noch tragen sie dafür die Verantwortung.</p>
<p>Ich wollte Eric damit weder persönlich angreifen noch ihn verletzen. In meinen Augen sollte es ein harmloser kleiner Scherz sein. Ich bin selbst über die Tragweite und die persönlichen Konsequenzen für Eric schockiert. Dies lag absolut nicht in meinem Interesse. Ich möchte mich für mein menschliches Fehlverhalten in aller Form entschuldigen.</p>
<p>Sicherlich scheint es verwunderlich, dass ich erst jetzt zum Rücktritt von Eric Stellung beziehe, aber ich habe seit Donnerstag Mittag versucht mit Eric ein persönliches Gespräch zu führen, leider kam es bis jetzt noch nicht dazu. Daher wähle ich nun diesen Weg um mich bei ihm in aller Form zu entschuldigen.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Foto: Christine Fratzke (webMoritz-Archiv)</p>
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		<title>Greifswald besitzt Potenzial für Elektroautos</title>
		<link>http://webmoritz.de/2011/03/24/greifswald-besitzt-potenzial-fur-elektroautos/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 10:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
		<category><![CDATA[Diplomarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroauto]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Kfz]]></category>
		<category><![CDATA[Oliver Reif]]></category>
		<category><![CDATA[Pkw]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Potential von Elektromobilität im Raum Greifswald und mögliche CO2-Minderungen standen im Fokus der Diplomarbeit von Oliver Reif. Die Ergebnisse werden hier kurz vorgestellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8220;Es wird so sein, wie mit den Akkuschraubern: Immer wenn du sie brauchst, ist der Akku leer!&#8221; So lautete ein anonymer Kommentar bei einer Umfrage zum Potenzial von Elektroautos in der Region Greifswald.</p>
<div id="attachment_52269" class="wp-caption alignleft" style="width: 200px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/modellregionen-elektromobilitaet-karte.gif"><img class="size-full wp-image-52269 " title="Übersichtskarte Modellregionen Elektromobilität" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/modellregionen-elektromobilitaet-karte.gif" alt="Übersichtskarte Modellregionen Elektromobilität" width="190" height="261" /></a><p class="wp-caption-text">Übersichtskarte Modellregionen Elektromobilität. Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung</p></div>
<p style="text-align: justify;">Mit diesem Thema beschäftigte sich Oliver Reif im Rahmen seiner Diplomarbeit am <a title="Geographisches Institut Universität Greifswald" href="http://www.geo.uni-greifswald.de">Geographischen Institut der Universität Greifswald</a>. Seine inzwischen erfolgreich verteidigte Diplomarbeit trägt den Titel &#8220;Potenziale der Elektromobilität in peripheren Räumen am Beispiel der Region Greifswald: PKW-Nutzung und CO2-Minderungsszenarien&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Im August 2009 hatte die damalige Bundesregierung den <a title="Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität" href="http://www.elektromobilitaet2008.de/nationaler-entwicklungsplan">Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität</a> beschlossen. Bis 2020 sollen 1 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. In den Städten und Stadtregionen Hamburg, Bremen/Oldenburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, Dresden/ Leipzig und Berlin/Potsdam wurden zur Erprobung der Elektromobilität Modellregionen eingerichtet. In diesen sollen Technik, Infrastruktur, Nutzverhalten und Ansprüche an Elektroautos unter die Lupe genommen werden. Finanziert wird die Erprobung aus Mitteln des Konjunkturpakets II.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Modellregionen gehören ausschließlich zu den Verdichtungsräumen in Deutschland und zählen zugleich zu den europäischen Metropolregionen. Der ländliche Raum wird überhaupt nicht betrachtet. Hier setzte Reif mit seiner Arbeit an und fragt: Wie sehen die Marktentwicklungschancen der automobilen Elektromobilität in peripheren Räumen im Gegensatz zu Metropolregionen aus?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Nutzung im ländlichen Raum möglich</h3>
<p style="text-align: justify;">Um diese Frage zu klären, hatte Reif <a title="Umfrage zur Elektromobilität" href="http://webmoritz.de/2010/06/30/umfrage-zur-elektromobilitat/">im Juni 2010 per Online-Umfrage</a> die Bevölkerung von Greifswald und dem Umland, genauer aus den Ämtern Landhagen und Lubmin, zu Kfz-Bestand, Nutzung und gefahrene Kilometer, sowie die Einstellung der lokalen Bevölkerung zu Elektroautos befragt. 367 Haushalte mit 528 PKW nahmen an der Befragung teil.</p>
<div id="attachment_52224" class="wp-caption alignright" style="width: 277px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/fahrtwege_zur_arbeit.jpg"><img class="size-full wp-image-52224 " title="Tägliche Fahrtwege zur Arbeit und zurück nach Hause" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/fahrtwege_zur_arbeit.jpg" alt="Tägliche Fahrtwege zur Arbeit und zurück nach Hause" width="267" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Tägliche Fahrtwege zur Arbeit und zurück nach Hause. Diagramm: Oliver Reif.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wichtig ist dabei die Strecke der täglichen Fahrtwege. Zur Arbeit und zurück nach Hause legen die Befragten zu über 90 Prozent unter 100 Kilometer zurück. Die Reichweite einer Akkuladung heutiger Elektrofahrzeuge liegt knapp über 100 Kilometer.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die Parkraumsituation interessierte Reif. Drei Viertel der Fahrzeuge parken zu Hause auf privaten Stellflächen, bei denen die Mehrzahl über einen Stromanschluss verfügt.  71 Prozent der Fahrzeuge werden während der Arbeit durchschnittlich für achteinhalb Stunden auf einem Firmenparkplatz abgestellt. Damit besteht die Möglichkeit die Akkus der Elektrofahrzeuge zu Hause und auf der Arbeit zu laden.</p>
<p style="text-align: justify;">37,5 Prozent der Befragten gaben an, sich den Kauf eines Elektroautos vorstellen zu können. Die Kaufbereitschaft ist also da, auch wenn die Mehrzahl bei der Neuanschaffung eines PKW Gebrauchtfahrzeuge oder günstige Neufahrzeuge bevorzugt. Reif schliesst aus den Ergebnissen, dass der von Bundesregierung für das Jahr 2020 angestrebte Elektrofahrzeug-Marktanteil von circa 2,3 Prozent im Raum Greifswald erreicht werden kann. Elektrofahrzeuge ließen sich sehr gut in die PKW-Nutzungssituation der Region Greifswald, die im übrigen nur wenig von der bundesdeutschen Fahrzeugnutzung abweicht, integrieren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Nur langfristig hohes CO2-Minderungspotential</h3>
<p style="text-align: justify;">Die zweite Frage, die Reif in der Diplomarbeit stellt und beantwortet, lautet: In welchem Maße kann der Einsatz von Elektrofahrzeugen zu Minderungen der CO2-Emissionen in der Region Greifswald beitragen?</p>
<p style="text-align: justify;">Anhand der amtlichen Zulassungsstatistik und der selber erhobenen durchschnittlichen Jahresfahrleistung rechnete Reif aus, dass ein durchschnittliches Auto aus der Region Greifswald  einen CO2-Ausstoss von 193 g/km hat. Der Durchschnitt in Deutschland ist mit 179 g/km niedriger. Für die Zukunft geht er von einem Anstieg des Elektrofahrzeuganteils am Gesamtfuhrpark aus und berechnet damit das CO2-Minderungspotenzial.</p>
<div id="attachment_52250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 551px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/co2_minderungspotenzial.jpg"><img class="size-full wp-image-52250   " title="CO2-Minderungspotenzial durch private Elektrofahrzeuge" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2011/03/co2_minderungspotenzial.jpg" alt="CO2-Minderungspotenzial durch private Elektrofahrzeuge" width="541" height="347" /></a><p class="wp-caption-text">CO2-Minderungspotenzial durch private Elektrofahrzeuge in der Region Greifswald nach Zeitpunkt und Stromquelle. Diagramm: Oliver Reif.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Kurzfristig betrachtet wird es nur eine geringe CO2-Reduktion geben, da die Marktdurchdringung der Elektroautos vorerst niedrig sein wird. Mit einem steigenden Anteil von Elektroaustos besteht aber langfristig ein großes Reduktionspotential. Die CO2-Gesamtemissionen der Stadt Greifswald würden durch den Einsatz von Elektroautos innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte nur um -0,4 bis -3,8 Prozent zurückgehen. Bis 2050 wäre aber eine Reduktion um 19,5 Prozent möglich. Es zeigt sich auch, dass der Einsatz von Ökostrom für die Elektroautos sich bei steigendem Marktanteil der Fahrzeuge langfristig auszahlt; es wird deutlich weniger CO2 emittiert als beim Strommix der Stadtwerke. Seine Diplomarbeit wird Oliver Reif demnächst online verfügbar stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende kommt es also drauf an, welchen Strom das Elektroauto tankt. Nur sollte man immer wieder an das Aufladen denken. Sonst ist es tatsächlich so wie mit dem Akkuschrauber, der die Schraube langsam, nur bis zur Hälfte reinschraubt und dann ausgeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Fotos: <a title="nyuhuhuu bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/nyuhuhuu/5026263224/">nyuhuhuu</a> // <a title="CC BY" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY</a> (Aufmacher), Karte: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Diagramme: Oliver Reif</p>
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		<title>Mit dem Matatu durch Kenia</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/10/16/mit-dem-matatu-durch-kenia/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 10:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Pfadfinder]]></category>

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		<description><![CDATA["Das T-Shirt bleibt weiterhin staubig. Ein Teil von Afrika klebt für immer an mir." Oliver Wunder berichtet über seine Reise nach Kenia, bringt dem Leser Land, Leute und die überwältigende Tierwelt nahe. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Staubig. Wenn ich mit nur einem Adjektiv beschreiben müsste, wie Kenia so ist, würde ich nicht lange nachdenken und staubig wählen, auch wenn ein Wort alleine nie ein Land beschreiben kann. In Kenia gibt es den Staub in mindestens zwei verschiedenen Farben. Im fruchtbaren Hochland dominiert rot. In der Savanne grau. Wenn es regnet, wird der Staub innerhalb von Minuten klebrig und rutschig. Unter den Schuhen sammelt sich dann zentimeterdick der Matsch. Ansonsten ziehen sich schon nach wenigen Tagen ohne Regen große Trockenrisse durch den Boden. Schnell ist der Staub überall. In den Lungen, auf der Haut, an allen Kleidungsstücken.</p>
<div id="attachment_43066" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030038.jpg"><img class="size-medium wp-image-43066" title="13th World Scout Moot Kenia" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030038-250x187.jpg" alt="13th World Scout Moot Kenia" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Eröffnungsfeier des 13th World Scout Moot</p></div>
<p>Wenn man von Afrika redet, ist damit meist Subsahara-Afrika gemeint. Wenige Menschen haben hiermit positive Assoziationen. Zu viele Bilder und Berichte von Bürgerkriegen, Elend, Hungersnöten, Armut, Korruption und Gewalt sind aus dieser Region per Nachrichten in unsere gemütlichen Wohnzimmer transportiert worden. Auf der anderen Seite wurde uns immer wieder die großartige Schönheit der Natur und die einfache Lebensweise der Stämme gezeigt. Erzählt man dann seinen Freunden oder der Familie von einem bevorstehenden Aufenthalt in Kenia, dann wird man mit diesen Vorurteilen und geschürten Ängsten konfrontiert. „Was hat dich denn geritten, so ein Wagnis einzugehen?“ Der Grund für meinen Aufenthalt in Kenia war ein Zeltlager und sicher etwas Abenteuerlust. Außerdem fand ich, dass Backpacking die beste Möglichkeit bot, Kenia zu erkunden.</p>
<p>Vom 27. Juli bis 7. August 2010 fand mit dem <a title="13th World Scout Moot Kenya" href="http://www.scoutmoot2010.org/" target="_blank">13th World Scout Moot</a> in Kenia das erste internationale Großevent für Jugendliche auf dem afrikanischen Kontinent statt. Ungefähr alle vier Jahre findet diese Veranstaltung der Weltpfadfinderorganisation <a title="WOSM" href="http://scout.org/" target="_blank">WOSM</a> an einem anderen Ort der Erde statt. Das letzte Moot fand 2004 in Taiwan statt. Nach Kenia kamen dieses Jahr circa 1.800 Menschen aus 67 Ländern.</p>
<p>Wir waren mit 55 deutschen Teilnehmenden vor Ort, von denen ich die 21 Teilnehmenden meines Verbandes, dem <a title="BdP e.V." href="http://www.pfadfinden.de" target="_blank">Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) e.V.</a>, betreute und die komplette Teilnahme organisierte. Das beinhaltete die Vorbereitung, ein Vortreffen, Absprachen mit den anderen beiden deutschen Subkontingenten und in der Gruppe der deutschsprachigen Kontingente, Kommunikation mit den Ausrichtern und Teilnehmenden, Planung der An-/Abreise, und dann auf dem Moot die täglichen Besprechungen aller Kontingentsleitungen. Also sehr viel Aufwand. Erst nach dem Moot begann für mich der entspanntere Teil meines Keniaurlaubs ohne viel Verantwortung und Arbeit.</p>
<h3>Maschinengewehre trennen Reichtum und Armut</h3>
<div id="attachment_43069" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030252.jpg"><img class="size-medium wp-image-43069" title="13th World Scout Moot Kenia" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/P1030252-250x187.jpg" alt="13th World Scout Moot Kenia" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Internationaler Nachmittag auf dem 13th World Scout Moot</p></div>
<p>In international gemischten Gruppen zu je 10 Personen verbrachten die Teilnehmenden die 12 Tage des Zeltlagers. Junge Menschen von allen Kontinenten der Erde, verbunden durch die Idee der vor kurzem 100 gewordenen Pfadfinderbewegung. Das war schon eine ganz besondere Erfahrung, fast zwei Wochen mit so verschiedenen Menschen die meiste Zeit zusammen zu verbringen und ihre Kultur zu erleben. Orte und Zeit gab es dafür reichlich, zum Beispiel beim gemeinsamen Zubereiten und Kochen des Abendessens. Dabei prallten oft Welten aufeinander. Während die Teilnehmenden aus reicheren Ländern das Fleisch akribisch von Knochen, Sehnen und Fett trennten, kochten sich viele Teilnehmenden aus Kenia und anderen afrikanischen Ländern aus genau diesen Zutaten ihre Mahlzeit. Viel krasser war allerdings der Zusammenstoß zwischen den Welten am Beispiel des zentralen Zeltplatz und der direkten Nachbarschaft.</p>
<p>Der Zeltplatz lag nämlich am Rande Nairobis. Genau 300 Meter neben dem zweitgrößten Slum Afrikas, Kibera. Ein kleiner Streifen Wald, ein Zaun und mit Maschinengewehren bewaffnete Sicherheitskräfte trennten den Platz vom Elend. Geschätzte 1.000.000 Menschen leben hier in ärmlichsten Verhältnissen und auf der anderen Seite des Zauns, campierten die „reichen“ Eliten und warfen überflüssige Lebensmittel einfach weg.</p>
<div id="attachment_43071" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/kibera6.jpg"><img class="size-medium wp-image-43071 " title="Kibera" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/kibera6-250x187.jpg" alt="Kibera" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Blick über die Wellblechdächer von Kibera</p></div>
<p>Kibera wurde auch als ein Ursprung potenzieller Bedrohung für uns angesehen. Als am 4. August das kenianische Wahlvolk über eine neue Verfassung abstimmte, wurden die Sicherheitsvorkehrungen drastisch erhöht und keiner durfte den Lagerplatz verlassen. Bei der Präsidentenwahl Ende 2007 gab es bis März 2008 Ausschreitungen auf Grund von Wahlbetrug und ethnischen Spannungen. Dabei kamen mindestens 1.500 Menschen um. Zwar verteilten sich die Ausschreitungen über das ganze Land, doch in Kibera lag ein Schwerpunkt. Zum Glück war das <a title="Eine neue Verfassung für Kenia" href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Kenia/Aktuelles/100806-Referendum-Verfassung,navCtx=260762.html" target="_blank">Votum für die neue Verfassung eindeutig</a> und es kam zu keinem Zwischenfall. Trotzdem war besonders an diesem Tag die Stimmung im Camp etwas angespannt.</p>
<p>Ansonsten war das Verhältnis zu den Menschen in Kibera gut. Einige der Teilnehmenden führten soziale Projekte durch und gingen beispielsweise an Schulen und betätigten sich dort handwerklich. Allerdings waren manche dieser &#8220;Community Services&#8221; genannten Programmpunkte recht schlecht organisiert, so gab es z.B. für 50 Personen nur drei Pinsel zum Streichen der Wände. &#8220;Hakuna Matata?&#8221; Na ja, von wegen kein Problem. Diese organisatorischen Lücken wurden dann aber schnell durch die Spontaneität der Teilnehmenden gefüllt.</p>
<h3>Workshops über Frieden, Gender, Umweltschutz und Gesundheit</h3>
<p>Neben dem Community Services gab es noch andere zentrale Programmpunkte. Im &#8220;Global Development Village&#8221; wurden Workshops zu den Oberthemen Frieden, Gender, Umweltschutz und Gesundheit durchgeführt. Zu Beginn des Moots wurden die Teilnehmenden drei Tage lang in drei verschiedenen „Expedition Centers“ aufgeteilt, um das Land besser kennenzulernen. Das schweißte sowohl die Subcamps als auch die Kleingruppen zusammen.</p>
<div id="attachment_43075" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/matatu.jpg"><img class="size-medium wp-image-43075" title="Matatu Busstation" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/matatu-250x187.jpg" alt="Matatu Busstation" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Matatu Busstation in Naivasha</p></div>
<p>Nach dem Moot begann dann der individuelle Teil des Urlaubs. 10 Tage waren wir nur zu sechst unterwegs und bewegten uns wie die Einheimischen per öffentlichen Kleinbussen, den Matatus von einer Stadt zu anderen. Teilweise zählte unser Matatu 23 Insassen, davon der Fahrer, der „Schaffner“ (steht an der Tür und treibt den Fahrpreis ein), drei kleine Kinder, die auf dem Schoss ihrer Mutter saßen, sowie uns sechs Mzungus (=weißer Mann auf Swahili) inklusive Gepäck. Sitzplätze hatte der Minibus allerdings nur 13.</p>
<p>Als Unterkünfte nutzten wir unsere Zelte auf Campingplätzen oder billige Hotelzimmer, in denen man teilweise die ganze Nacht durch von der Band nebenan wach gehalten wurde. Überhaupt lief ständig und überall laut Musik. Shakiras WM-Song &#8220;Waka Waka This time for Africa&#8221; hat sich zu einem ganz speziellen Sommerhit für die Kenianer entwickelt. Sobald irgendwo Musik lief, war auch Shakiras Ode an Afrika dabei. Ansonsten lief viel Reggae, Dancehall und etwas Rap. Teilweise stand ein DJ an der Straße vor einem Geschäft und legte dort live auf.</p>
<h3>Vogelparadies und schnaubende Flusspferde</h3>
<div id="attachment_43073" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/lake_elmenteita2.jpg"><img class="size-medium wp-image-43073" title="Natronsee Lake Elmenteita" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/lake_elmenteita2-250x169.jpg" alt="Natronsee Lake Elmenteita" width="250" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">Natronsee Lake Elmenteita im Rift Valley</p></div>
<p>Unsere Nachtour hatte zwei Schwerpunkte, das Rift Valley als Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs mit erloschenen Vulkanen, Natronseen und hunderten verschiedener Vogelarten und als zweites die Masai Mara, das bekannteste Wildschutzgebiet Kenias. Größere Stationen waren durchwegs Städte, die mit &#8220;n&#8221; begannen: Naivasha, Nyanhururu, Nakuru, Narok und Nairobi.</p>
<p>Am Lake Naivasha hatten wir eine nächtliche unheimliche Begegnung mit Flusspferden. Zwei besonders verrückte aus meiner Gruppe meinten, Hippos wären gar nicht so gefährlich wie ihr Ruf und die Warnungen vor ihnen. Als sie dann aber im Dunkeln das wütende Schnauben eines Flusspferdes hörten, liefen sie doch ziemlich schnell. Immerhin sollen die Dickhäuter für die meisten Todesfälle durch Wildtiere in Afrika verantwortlich sein.</p>
<p>Besonders unheimlich empfand ich es, an einer zentralen Busstation aus dem Matatu auszusteigen und von Klebestoff schnüffelnden Kindern umgeben zu sein. Ein Mzungu erregt aber in Kenia überall Aufsehen und wird anstrengend umworben, doch irgendein Produkt zu erwerben.</p>
<h3>20°C im Winter</h3>
<div id="attachment_43078" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/masaimara.jpg"><img class="size-medium wp-image-43078" title="Masai Mara" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/masaimara-250x187.jpg" alt="Masai Mara" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Gnus in der Masai Mara</p></div>
<p>Nur soviel zum Wetter: es war Winter. Das hiess, im 1.650 Meter hochgelegenen Nairobi war es tagsüber etwas über 20°C warm und nachts mit um die 10°C sehr kalt. Die ersten Nächte gab es leichte Niederschläge. In meinem &#8220;Expedition Center&#8221; am Mt. Kenya nahe Nyeri war es auch bis in den späten vormittag nass-kühl. Wenn dann aber die Sonne durch die Wolken brach, wurde es schlagartig heiß. Das Rift Valley und die Masai Mara dagegen entsprachen schon den klimatischen Vorstellungen von Afrika. Dort war es um die 25°C und fast immer trocken.</p>
<p>Die Masai Mara ist wohl die bekannteste Region Kenias. Im TV ist sie immer wieder zu sehen, wenn es um die Gnuwanderung aus der Serengeti in Tansania nach Norden geht. Über 1,4 Millionen Gnus, hunderttausende Zebras, Antilopen, Gazellen und in deren Gefolge Löwen, Geparden, Leoparden, Hyänen und andere Raubtiere ziehen Ende Juli/Anfang August über den Fluss Mara nach Kenia, um dort in der dann fruchtbaren Savanne zu leben. Ab Oktober geht es wieder zurück nach Süden. Diese weltweit größte Säugetierwanderung an Land ist ein Schauspiel sondergleichen. Jährlich lockt es tausende Touristen an und ist damit einer der größten Devisenbringer der kenianischen Tourismuswirtschaft. Auch wir folgten dem Ruf der Wildnis und verfielen dann dem Zauber, als wir dort zwei Tage unserer Nachtour auf Safari waren.</p>
<h3>Überwältigende Tierwelt</h3>
<div id="attachment_43080" class="wp-caption alignleft" style="width: 180px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/masai-mara_loewin2.jpg"><img class="size-medium wp-image-43080" title="Löwin in der Masai Mara" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/10/masai-mara_loewin2-170x250.jpg" alt="Löwin in der Masai Mara" width="170" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Löwin in der Masai Mara</p></div>
<p>So viele Tiere, vor allem so viele Säugetiere, gibt es sonst nur selten zu sehen. Es ist einfach überwältigend, wenn man in das „Game Reserve“ reinfährt und nach wenigen Minuten die ersten gigantischen Gnuherden sieht. Abgenagte Kadaver zeigten deutliche Spuren der nächtlichen Jagd der Raubkatzen. Hier erfüllte Kenia das Klischee von Afrika, wie es uns „Jenseits von Afrika“ oder etliche Tierdokus im TV eingetrichtert haben. An einigen Stellen im Park sammelten sich die Safariautos. Dort gab es dann immer etwas besonderes zu sehen. Meistens vollgefressene Löwen beim Schlafen.</p>
<p>Als ich am letzten Tag der Reise im Safaribus auf der Straße Richtung Nairobi saß, wirbelte dieser auf der unasphaltierten Piste viel Staub auf. Durch das offene Fenster war sowohl mein T-Shirt als auch mein Arm ganz rot-braun geworden. Auch das spätere mehrfache Waschen zu Hause in Greifswald brachte keinen Erfolg. Das T-Shirt bleibt weiterhin staubig. Ein Teil von Afrika klebt für immer an mir.</p>
<p>Fotos: Oliver Wunder // <a title="Kenia Fotos" href="http://www.daburna.de/blog/2010/08/22/kenia-ein-kurzer-reiseueberblick-mit-fotos/" target="_blank">Mehr Fotos</a> gibt es auf dem privaten Blog des Autoren.</p>
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		<title>Kurzbericht von der Bahn-Podiumsdiskussion</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/09/22/kurzbericht-von-der-bahn-podiumsdiskussion/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 15:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Greifswald]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Ideen und Argumente wurden bei der Podiumsdiskussion der Grünen über die Zukunft des Bahnverkehrs in Vorpommern am 21. September ausgetauscht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Artikel erschien am 22. September</em><em> auf <a href="http://www.daburna.de/blog/">daburnas Logbuch</a>. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher  Genehmigung von Blog-Betreiber und -Autor Oliver Wunder.</em></p>
<p>Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen lud Dienstag abend zu einer Podiumsdiskussion im Greifswalder St. Spiritus ein. Das Motto der Veranstaltung war <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/2010/09/01/ausbauen-statt-abhangen-die-zukunft-des-bahnfernverkehrs-in-vorpommern/">“Ausbauen statt Abhängen – die Zukunft des Bahnfernverkehrs in Vorpommern”</a>.</p>
<p>Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die Bahn mit Einführung des Winterfahrplans im Dezember voraussichtlich <a href="http://www.daburna.de/blog/2010/09/15/streichkonzert-der-bahn-auf-der-strecke-stralsund-berlin/">drei der fünf täglichen IC-Verbindungen über Greifswald Richtung Berlin streichen wird</a>, hatte das Thema aktuelle Brisanz. Und so war die Veranstaltung mit über 40 Gästen gut besucht.</p>
<p>Fast zweieinhalb Stunden diskutierten Dr. Anton Hofreiter (MdB, Sprecher für Verkehrspolitik Bündnis 90/Die Grünen), Hauke Juranek (<a href="http://www.pro-bahn.de/m-v/">PRO BAHN Mecklenburg-Vorpommern</a>), Prof. Dr. Helmut Klüter (Institut für Geographie, Universität Greifswald) und Ingulf Leuschel (Deutsche Bahn AG, Konzernbevollmächtigter Berlin) unter Leitung des Moderators Dr. Ulrich Rose (Bündnis 90/Die Grünen, Greifswald-Uecker-Peene) untereinander und mit dem Publikum.</p>
<div id="attachment_33235" class="wp-caption alignleft" style="width: 176px"><a href="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/Bahnhofsvorplatz-hochkant-gabriel-kords.jpg"><img class="size-medium wp-image-33235" title="Bahnhofsvorplatz-hochkant-gabriel-kords" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/05/Bahnhofsvorplatz-hochkant-gabriel-kords-166x250.jpg" alt="" width="166" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Wie wird der Betrieb in der kommenden Zeit am Greifswalder Hauptbahnhof sein?</p></div>
<p>Viele Argumente und Ideen kamen auf den Tisch. Die A20 hat der Bahn den letzten Schlag gegeben, sagte Leuschel. Der Fernverkehr müsse sich selber tragen, während der Regionalverkehr durch das Land bezuschusst wird. Der Vorschlag, die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu ändern, dass auch im Fernverkehr die Strecken ausgeschrieben werden, kam von Hofreiter. So könne bessere Taktung und Qualität erreicht werden. Ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität der Schiene sei der <a href="http://www.mv-takt.de/ITF-hgw.pdf">integrale Taktfahrplan</a>.</p>
<p>Juranek merkte an, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern den Wegfall der IC-Verbindungen nicht durch mehr Regionalbahnen kompensieren könne, da erstens das Geld dazu fehlen würde und zweitens damit auch der Anreiz genommen würde, mit den letzten verbliebenen IC zu fahren. Helmut Klüter stellte kurz eine Studie zu einer <a href="http://www.idw-online.de/pages/de/news325355">möglichen Strecke Prerow Rostock</a> vor und kritisierte gleichzeitig die Berechnungs- und Marktforschungsmethoden der Bahn. So würden bei der Marktforschung nur Fahrgäste befragt, aber eben nicht die Nichtfahrenden. Dem widersprach Leuschel sofort.</p>
<p>Viele verschiedenen Meinungen, Ideen und Argumente – aber alle hatten doch irgendwie eins gemeinsam: Verantwortung wurde kaum übernommen. Probleme wurden wegdiskutiert, abgewälzt oder auf andere geschoben. Einige der Ideen können nur langfristig realisiert werden. Die momentane Situation mit vollen Regionalbahnen besonders am Wochenende und dem geplanten Streichkonzert bei den InterCity-Verbindungen wird erstmal nicht verbessert.</p>
<p>Dies war wohl auch ausschlaggebend für Dr. Stefan Fassbinder (Bündnis 90/Die Grünen,Greifswald-Uecker-Peene) am Ende der Veranstaltung dazu aufzurufen, die Streichungen nicht einfach so hinzunehmen, sondern irgendetwas dagegen zu tun. Wenigstens eine Unterschriftenliste für den Erhalt könnte es geben. Im <a href="http://blog.gruene-greifswald.de/">Blog der Grünen</a> Greifswald soll darüber berichtet werden.</p>
<p>Fotos: Gabriel Kords (webMoritz-Archiv)</p>
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		<title>Diskussionsrunde zum Einsatz in Afghanistan</title>
		<link>http://webmoritz.de/2010/04/13/diskussiosnrunde-zum-einsatz-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 10:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Wunder</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Über den Tellerrand]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Militär]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag werden Politiker von SPD, FDP, Grünen und Linkspartei auf Einladung des AStA über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr diskutieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2002 &#8220;verteidigt die Bundeswehr Deutschlands Sicherheit am Hindukusch&#8221;. So sagte es zumindest der damalige Bundesverteidigungsminister Peter Struck. Inzwischen dauert der Einsatz in Afghanistan fast neun Jahre. Der deutsche Bundestag beschloss jüngst im Februar 2010 mit breiter Mehrheit aus CDU, FDP und SPD, das Kontingent auf maximal 5.300 Soldaten aufzustocken. Mit den <a title="3 Soldaten sterben bei Gefechten" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,687122,00.html" target="_blank">jüngsten Opfern</a> sind auf deutscher Seite bereits 42 Soldaten bei dem Einsatz gestorben.</p>
<div id="attachment_32011" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/isafmedia/4111884886"><img class="size-full wp-image-32011" title="2009_08_17 QRF Schiessen" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/04/isaf_bundeswehr240x160.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Ist die Bundeswehr im Kampfeinsatz...</p></div>
<p>Auch wegen der <a title="Ein deutsches Verbrechen" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68885074.html" target="_blank">Bombadierung eines Tanklasters</a> mit über 100 zivilen Opfern im September 2009 hat die öffentliche Kritik am Einsatz in den letzten Monaten weiter zugenommen. In der Bevölkerung und unter den Politikern ist der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr umstrittener denn je. Dies zeigt sich auch in den <a title="Bundeswehrwerbung, darf man das?" href="http://webmoritz.de/2010/04/08/bundeswehr-anzeige-im-moritz-magazin-darf-man-das/" target="_self">Kommentaren auf dem webmoritz</a>.</p>
<p>Was soll also geschehen? Soll das Kontingent weiter aufgestockt werden? Muss die Bundeswehr aufgerüstet werden? Oder ist ein Abzugsplan die bessere Alternative? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich am Donnerstag eine Diskussionsrunde mit Politikern im Audimax.</p>
<div id="attachment_32008" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.flickr.com/photos/isafmedia/4196032919/"><img class="size-full wp-image-32008" title="isaf_bundeswehr240x180" src="http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2010/04/isaf_bundeswehr240x180.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">...oder betreibt sie friedvollen Wiederaufbau?</p></div>
<p>Unter dem Obermotto &#8220;Afghanistan: Was hat es gebracht und wie soll es weitergehen?&#8221; werden <a title="Brigitte Pleß" href="http://www.sozialdemokratische-frauen.de/asf/vorstand/lebenslaeufe/brigitte_pless_lebenslauf.html" target="_blank">Brigitte Pleß</a> vom Parteirat der SPD, <a title="Peter Ritter" href="http://www.peterritter.de/" target="_blank">Peter  Ritter</a> M.d.L. der Linken, <a title="Jörg Stiegmann" href="http://www.fdp-greifswald.de/index.php?kreisID=&amp;topicID=2&amp;undertopicID=10&amp;fraktion=&amp;id=13" target="_blank">Jörg Stiegmann</a> im Kreisvorstand der FDP und  ehemaliger Soldat mit ISAF-Erfahrungen, sowie <a title="Dr. Ulrich Rose" href="http://www.pomeranica.de/" target="_blank">Dr. Ulrich Rose</a> im  Kreisvorstand der Grünen diskutieren. Wie der webMoritz erfuhr, war auch die CDU gebeten worden, einen Vertreter zu entsenden, hatte aber nicht reagiert. Die Moderation übernimmt Martin Hackbarth, Referent für politische Bildung des AStA. Er hat die Veranstaltung auch federführend organisiert.</p>
<p><strong>Termin:</strong> Donnerstag, 15.April 2010<br />
<strong>Beginn:</strong> 19 Uhr<br />
<strong>Eintritt:</strong> frei<br />
<strong>Veranstaltungsort:</strong> Hörsaal 5 im Audimax (Rubenowstraße)</p>
<p>Fotos: <strong><a title="Link zum  Fotostream von isafmedia" rel="dc:creator cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/isafmedia/"><strong>isafmedia</strong></a></strong><strong> </strong>via flickr<strong> <a title="CC-BY" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank">CC-BY</a></strong><a title="Link zum  Fotostream von isafmedia" rel="dc:creator cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/isafmedia/"><strong><br />
</strong></a></p>
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