Alle Artikel von Julia

Abonnieren, Feeds, RSS – eine Einführung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. April 2009 um 16:45 Uhr

FeediconWer diesen Beitrag gerade in seinem Feedreader liest, der kann denselben getrost überspringen. Wer jedoch auf webmoritz.de vorbeigekommen ist, für den könnte sich eine neue Welt hinter dem seltsamen orangefarbenen Symbol auftun. Eine Welt, die zeitsparend ist und ungeahnte Möglichkeiten bietet.

Fangen wir ganz von vorne an. Mit dem neumodischen Phänomen des Weblogs ist auch ein neues Jargon entstanden, das für den Neuling sehr verwirrend klingt. Doch der Themenkomplex Feeds ist eines der größten Vorteile, die Weblogs zu bieten haben.

Bei klassische Webseiten wurde der Quelltext bearbeitet und es bedeutete einen gewissen Aufwand, neuen Inhalt zu erstellen bzw. die Seite(n) aktuell zu halten. Bei Weblogs wurde Inhalt und Aussehen getrennt und das Erstellen von Beiträgen und Seiten ist so einfach wie einen Brief (am Computer) schreiben. Durch diese Trennung ist es möglich, dass Inhalte losgelöst vom Layout verbreitet werden können und somit der Informationsfluss umgekehrt wird. Soll heißen, dass nicht mehr der Nutzer/Leser die einzelnen Blogs und Newsseiten abklappert und prüft, ob es etwas Neues gibt, sondern dass die Neuigkeiten automatisiert zum Nutzer/Leser kommen. Daher der Begriff Abonnieren, denn es funktioniert wie ein Zeitungsabo, d.h. die Tageszeitung ist jeden Morgen im Briefkasten und man muss nicht mehr selber zum Geschäft laufen.

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Zugvögel: Oper von Mathias Husmann am Theater Vorpommern

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. März 2009 um 17:11 Uhr

Zugvögel - Erstes BildZugvögel: Erstes Bild 10. Mai 1927 (v.l.n.r. B. Remling, C. Winkel, D. Hädrich, E. Resch, W. Damboldt, B. Leube, B. Rothfuss und N. Sawabu) Foto: Vincent Leifer

Gestern abend war die Greifswalder Premiere des “sinfonisches Dramas zu Jean Sibelius in vier Bildern und einem Epilog”, das von Generalmusikdirektor Prof. Mathias Husmann gedichtet und komponiert wurde. Es wird der dreißigjährige Entstehungsprozess der nie vollendeten achten Sinfonie von Finnlands bedeutenstem Komponisten Jean Sibelius (eig. Johan Julius Christian, genannt Janne) verfolgt und mit geschichtlichen Ereignissen (Faschismus, Weltkrieg, Holocaust, Atombombe) verknüpft.

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musIKalisches UnterWeltenkinO #2 Joe Strummer: The Future Is Unwritten

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. März 2009 um 11:18 Uhr

Am heutigen Dienstag gibt es zum zweiten Mal das musIKalisches UnterWeltenkinO und es wird eine Legende gefeiert: Joe Strummer, Gründer und Frontman von The Clash, der vor gut sechs Jahren starb. Im Dokumentarfilm The Future Is Unwritten (IMDb) kommen sowohl der aus bürgerlischem Umfeld stammende Joe (gebürtig John Graham Mellor) selber als auch seine Weggefährten und Freunde zu Wort. Eingesprenkelt zwischen den Lebenslauf gibt es Ausschnitte aus einer Radiosendung mit Joe und Berühmtheiten wie John Cusack erzählen am Lagerfeuer, wie The Clash ihr Leben beeinflusst haben. Eine beachtliche Sammlung an Archivmaterial rundet das Ganze ab.

Joe Strummer: The Future Is Unwritten (Plakat)

Bildquelle: www.strummer-derfilm.de

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Fotos von der Mendelssohn-Nacht

Geschrieben von | Veröffentlicht am 9. Februar 2009 um 09:40 Uhr

Am Freitagabend fand wie angekündigt die Mendelssohn-Nacht im Dom St. Nikolai statt, die aus Anlass des 200. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy veranstaltet wurde und für die Musiker aus dem ganzen Land nach Greifswald anreisten.

Das Programm war vielfältig und auch das Publikum war altersmäßig bunt gemischt. Nach eigenen Schätzungen waren etwa 300 Zuschauer dabei, als fast vier Stunden lang eine Auswahl der Stücke von Mendelssohn geboten wurde. Im Folgenden ein Eindruck in Bildern (Klicken zum Vergrößern und für Bildunterschriften):

alle Fotos: Textautorin

Mendelssohn-Nacht am 6. Februar im Dom

Geschrieben von | Veröffentlicht am 5. Februar 2009 um 10:44 Uhr

Am 3. Februar jährte sich der Geburtstag von Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zum 200. Mal und aus diesem Anlass veranstaltet der Musikverein Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der Domgemeinde St. Nikolai und der Universität eine Mendelssohn-Nacht am 6. Februar.

Darauf wies uns das Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Universtiät hin. In dessen Pressemitteilung heißt es, dass von 21 bis ca. 2 Uhr Werke des Romantikers aus verschiedenen Schaffensbereichen vorgetragen werden. Vor der Pause werden geistliche Motetten, Chorlieder, Lieder (auch ohne Worte), Kammermusik, eine Orgelsonate und Teile der 2. Sinfonie (Lobgesang) dargeboten. Gestärkt durch den angebotenen Pausenimbiss folgen das Oratorienfragment “Christus” und die Psalmkantate “Wie der Hirsch schreit”.

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Jugendsprache, die kein Jugendlicher spricht

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2009 um 01:06 Uhr

“Der Münchner Verlag hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen, um “die Kreativität der oftmals schnelllebigen Jugendsprache zu präsentieren und jährlich neu zu dokumentieren”. Im Internet stimmten rund 25.000 Interessierte über 30 kreative Wortneuschöpfungen von Jugendlichen ab. Die aus allen Altersklassen bestehende Jury wählte aus einer Top-15-Liste schließlich die besten fünf Begriffe aus.”

(Mehr dazu in derOnline-Ausgabe der SZ oder bei n-tv.de)

Wie hat man sich das vorzustellen, wenn das “Jugendwort des Jahres” gesucht wird? Ob da in einem abendlichen Meeting des Langenscheidt-Verlags folgendes Gespräch ablief?

Verlagsleiter Bernd: Ok, ich hatte Euch ja gebeten, dass Ihr Euch übers Wochenende einige Begriffe überlegt, die man der älteren Leserschaft als Jugendsprache verkaufen könnte. Ich will von jedem einen Vorschlag hören. Ergebnisse! Ergebnisse! Ergebnisse! Fangen wir mit Grammatik an.

Grammatikabteilungsleiterin Susi: Wie wäre es mit Gammelfleischparty? In einer Bar habe ich einen Flyer für eine Ü30-Party gesehen und dachte mir, dass die Jugendlichen einen Haufen alter Leute sicherlich ekelhaft finden.

"Stockenten"Verlagsleiter Bernd: Ist gebongt. Abiturlektüre?

Abiturmaterialleiter Michael: Jo, mein Vorschlag wäre Stockente. Mir ist beim Joggen aufgefallen, dass wirklich immer mehr Nordic Walker unterwegs sind. Die nerven wirklich mit ihren doofen Stöckern.

Verlagsleiter Bernd: Cheerioo. Hat zwar nicht viel mit Wasservögeln zu tun, aber das Bild passt. Englisch?

"Datenzäpfchen"Englischabteilungsleiter Georg: Eine etwas seltsame Assoziation wäre Datenzäpfchen. Die Idee ist mir gekommen als ich meinen Sohn versorgt habe, der mal wieder Fieber hatte. So könnte man einen USB-Stick bezeichnen, oder?

Verlagsleiter Bernd: Uh, weckt unangenehme Erinnerungen, klingt aber gut. Sonst noch Ideen?

Praktikantin Tanja: Beim Karaoke haben meine Freunde und ich die Bezeichnung unterhopft sein erfunden, das heißt dass man noch Lust auf Bier hat bzw. bisher zu wenig Alkohol getrunken hat.

"unterhopft sein"Verlagsleiter Bernd: Danke, Anke! Ich habe mir auch was überlegt und bringe jetzt mal die bisherigen fünf Begriffe in eine Reihenfolge:

  1. Gammelfleischparty = Ü30-Party
  2. Computerbräune = Blasse Haut eines Computerfreaks
  3. unterhopft sein = Lust auf Bier/zu wenig Alkohol getrunken
  4. Datenzäpfchen = USB-Stick
  5. Stockente = Nordic Walker

Englischabteilungsleiter Georg: Schön, dass deine Vorschläge Platz 1 und 2 belegen. Aber sollen wir nicht 15 Wörter vorschlagen?

Verlagsleiter Bernd: Ich bin der Chef! Außerdem sind die wirklich genial. Für die Plätze 6-15 haben wir 100 Leute auf der Straße gefragt “Nennen Sie einen Jugendsprachenbegriff!” und dies ist das Ergebnis:

  1. Zornröschen = zickiges, beleidigtes Mädchen
  2. süffisant = ist man, wenn man nach Alkoholgenuss gut drauf ist
  3. schmusig = einfach gut
  4. Rentnerbravo = Apotheken-Umschau (Zeitschrift)
  5. Pisseria = Toilette
  6. Mietmaul = Rechtsanwalt
  7. Kalbfleischknoppers = Döner
  8. Heuchlerbesen = Blumenstrauß
  9. Hardwareproblem = Potenzschwierigkeiten
  10. Eierkocher = Whirlpool

Wie gesagt, so hätte es laufen können. Aber das Vorschlagen von Begriffen im Internet ist natürlich eine durch und durch demokratische Sache und wird sehr, sehr ernst genommen. So ernst wie dieser Beitrag zu verstehen ist. Man kann bzw. muss also davon ausgehen, dass die eingereichten Begriffe tatsächlich von Jugendlichen stammen und mindestens täglich verwendet werden. Um diese Annahme zu bestätigen, habe ich einige jugendliche Blogger per E-Mail gefragt, ob das der Fall ist.

Johannes (17, Schüler, Blog “Herr Salami“) meint:

Oh nein, es ist wieder soweit: Langenscheidt bringt sein Jugend-Wörterbüchlein heraus und präsentiert uns irgendwelche Wortkreationen, die “wir” Jugendlichen auf gar keinen Fall erfunden und verbreitet haben. [...] Aber ist doch viel lustiger, ein paar Sprachwissenschaftler damit zu beauftragen, ein paar tolle Worte zu erfinden! Denn niemand sagt “Gammelfleischparty” oder “Computerbräune”, zumindest niemand, den ich kenne. Voll Moppelkotze!

Moritz (17, Schüler, Blog: “Sockenblog“) hat sich selber in einem Artikel über die Unbekanntheit von Gammelfleischparty ausgelassen und meint, dass weder er noch einer seiner Freunde das Wort überhaupt je gehört hätten. Zu den anderen Wörtern in den Top 5 schreibt er:

“Computerbräune” ist mir nicht bekannt, und scheint gleichzeitig noch mit dem Vorurteil verbunden zu sein, dass Computerfreaks in der Regel blass sind, was meiner Meinung nach kompletter Blödsinn ist. Genauso wenig wie das “Datenzäpfchen” – ich kenne den Begriff, aber niemanden in meinem Alter, der ihn gebraucht. Bei der “Stockente” sieht es schon ein bisschen anders aus, das Wort kann man tatsächlich hin und wieder auf der Straße aufschnappen, richtig beliebt ist es soweit ich weiß aber auch nicht.

Zu guter Letzt habe ich gerade noch einmal herumgefragt, aber keiner der jugendlichen Befragten hatte eine Ahnung, was “unterhopft sein” bedeutet. Ich selbst habe es auch noch nie gehört.

Schließlich noch Uwe (19, Schüler, Blog: “Uwe“):

Ich halte das ja für einen faden Witz und einen kleinen Schrei um Aufmerksamkeit, irgendwo in der großen Grauzone zwischen Schock und Unverständnis.
In Wirklichkeit spricht doch niemand allen ernstes so, wenn, dann hat er das Prinzip Sprache nicht verstanden und überhaupt sind diese Listen doch nur eine scheinheilige Möglichkeit, ein paar Schlagwörter der Neuzeit an die Fersen der bösen bösen Jugendlichen zu heften. Also neee, wie DIE sich ja wieder ausdrücken, das versteht ja keiner und ist nie neutral sondern immer so gemein und herabsetzend.

Fazit: Eine spaßige Sache dieses “Jugendwort des Jahres”, doch mit der Realität hat es wenig zu tun. Aber es reicht, um sich darüber lustig zu machen.

Grafik Startseite: Screenshot von Wiktionary
Bilder: Jos Dieles, Matti Mattila, nyki_m

Erinnerung: Rückmeldegebühr schon bezahlt?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. Januar 2009 um 19:08 Uhr

Uni-LogoDie Rückmeldefrist für das Sommersemester 2009 läuft seit dieser Woche und endet am 13. Februar. Bis dahin muss die Rückmeldegebühr von 40,50 € auf das Konto der Universität überwiesen worden sein. In der Nachfrist (14.02 bis 24.03) wird eine zusätzliche Gebühr von 10 € fällig.

Bei der Überweisung muss die Matrikelnummer und das Semester (WS oder SS) angegeben werden – am Besten man verwendet den Vordruck, der der aktuellen Studienbescheinigung beilag. Eine erfolgreiche Rückmeldung wird durch die Zusendung der neuen Studienbescheinigung bestätigt.

Weiterführende Links der Uni:

Konzert gegen rechts fällt aus – wegen Nazidrohung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 14. Januar 2009 um 01:26 Uhr

In Loitz sollte ein Tag gegen Rechtsextremismus stattfinden.Vorträge zum Thema und der Aufklärungsfilm “Da ist man lieber still” standen auf dem Programm. Den Abschluss sollte das Konzert von mehreren Bands bilden, die diese Aktion selber in Zusammenarbeit mit der Stadt organisiert hatten.

feinesahne

Logo der lokalen Band

Doch Drohungen in Form von Plakaten und im Internet, wo zu Gewalt gegen das Konzert aufgerufen wurde, ließ Bürgermeister Johannes Winter (CDU) und die Polizei befürchten, dass man die Sicherheit nicht gewährleisten könne. Kurzerhand sagte der Bürgermeister das Konzert ab. Die Veranstalter sahen daraufhin keinen Sinn mehr im Rest des Aktionstages und sagten alles ab.

Aus diesem Grund war das Konzert kurzfristig vom ursprünglichen Veranstaltungsort Loitz (Landkreis Demmin) ins Greifswalder Ikuwo verlegt worden.

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