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Freies Wissen für alle

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. Oktober 2009 um 23:00 Uhr

Ein Gastbeitrag von Janett Krause, Kommilitonin und Mitarbeiterin von GEOZON

Vom 19. bis 23. Oktober informiert die Internationale Open Access Week 2009 weltweit über den freien Zugang zu Wissen aus öffentlich geförderter Forschung – auch in Greifswald.

Vorlesungsinhalte, Literaturempfehlungen, Seminarvorträge und Belegarbeiten. Das neue Semester hat begonnen und die Pflichtlektüre für das Seminar ist in der Universitätsbibliothek bereits vergriffen – im Buchhandel aber kostet ein Exemplar soviel wie ein ganzer Wocheneinkauf. Wer kennt sie nicht, die Schwierigkeit, als Student an wissenschaftliche Fachzeitschriften oder Bücher heranzukommen?

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Logo der Open Access Week - Informationen zur Veranstaltung weiter unten

Immer mehr Bibliotheken müssen heute wissenschaftliche „Journals“ abbestellen, weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Schuld sind die seit den 1990er Jahren stark ansteigenden Preise für Magazine, bei gleichzeitig stagnierenden Etats der Bibliotheken. Mit der Forderung nach freiem Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen haben namhafte Wissenschaftler, Forschungsorganisationen und Universitäten die „Open-Access-Bewegung“ ins Leben gerufen.

Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, in Zeiten der Digitalisierung und des Internets wissenschaftliche Publikationen online verfügbar zu machen – und das ohne technische, finanzielle oder urheberrechtliche Barrieren: “Open Access meint, dass diese Literatur kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können“, formulierte die Budapester Open-Access-Initiative im Jahr 2001. So sind im Internet über Open Access veröffentlichte Informationen für alle Wissenschaftler und Studierende sofort erreichbar und leicht auffindbar, können weltweit von jedem beliebigen Arbeitsplatz mit Internetanschluss genutzt werden.

Die im Jahr 2003 verabschiedete „Berliner Erklärung“ formuliert die „Vision von einer umfassenden und frei zugänglichen Repräsentation des Wissens“ . Große deutsche Forschungsvereinigungen, wie die Fraunhofer-, und Max-Planck-Gesellschaften, die Helmholtz-Gemeinschaft sowie zahlreiche ausländische Vereinigungen und Universitäten haben sich dieser verpflichtet.

Zahl der Open-Access-Inhalte auch in Greifswald gestiegen

Die Zahl der Open-Access-Journale und -Datenbanken ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Auch an der Universität Greifswald wurden elektronische Depots erstellt, in die Wissenschaftler ihre Artikel einspeisen können. So bietet die Universitätsbibliothek die Möglichkeit, über den Dissertationsserver “OPUS” Dissertationen auch in elektronischer Form einzureichen, wodurch die darin gewonnenen Erkenntnisse weltweit nutzbar werden. Mit „FloraGREIF“ gibt es einen Informationspool für biogeographische Daten zur Flora in der Mongolei. „GeoGREIF“ bietet eine digitale Sammlung von Karten und Kartenwerken, die am Institut für Geographie und Geologie der Universität im Original verfügbar sind.

Das universitäre Ausgründungsprojekt “Geozon Science Media” startet 2010 und ist ein neuartiger Publikationsservice für die Geo- und Umweltwissenschaften auf der Basis des Open-Access-Prinzips. Als Teilnehmer der diesjährigen Open Access Week informiert “Geozon” zusammen mit dem Zentrum für Forschungsförderung und dem Forschungsverbund MV in Greifswald über den Open-Access-Gedanken.

Wie lässt sich Open Access im Alltag realisieren? Wie stehen die europäischen Wissenschaftsorganisationen dem Thema gegenüber? Welche Trends des wissenschaftlichen Publizierens sind zukünftig zu erwarten?

Über „Open Access – Relevanz, Diskussion und Perspektive“ spricht am Mittwoch, dem 21. Oktober, um 14 Uhr Heinz Pampel (Helmholtz Gemeinschaft) im Konzilsaal (Hauptgebäude) der Universität Greifswald. Alle Wissenschaftler, Studenten und die interessierte Öffentlichkeit sind herzlich zu dem Vortrag mit anschließende r Diskussion eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Informationen zu Open Access :

Projekte an der Universität Greifswald:

Abbildung: Logo der Open Access Week

Greifswalder rund um den Globus: Zum Praktikum nach Rumänien

Geschrieben von | Veröffentlicht am 19. Juli 2009 um 23:17 Uhr

Im Rahmen unserer Serie “Greifswalder rund um den Globus” erscheinen in loser Abfolge Berichte von Kommilitonen, die Teile ihres Studiums im Ausland verbracht haben. Dieses Mal berichtet Gerardo Petrino über sein Pflegepraktikum an einem rumänischen Krankenhaus.

Im zusammenwachsenden Europa und in einer globalisierten Welt ist ein beruflicher Austausch über die Grenzen hinweg notwendig. So war es für mich im vorklinischen Medizinstudium im Rahmen der zu absolvierenden Pflegepraktika sehr interessant, die pflegerische Betreuung kranker Menschen in einem anderen Land mit den Umständen in Deutschland zu vergleichen. Als Greifswalder Medizinstudent absolvierte ich in der Vorklinik nach einer Vermittlung durch den Malteser-Auslandsdienst ein dreißigtägiges Pflegepraktikum im „Spitalul Judetean de Urgenta Alba“, dem Bezirkskrankenhaus in Alba Iulia, einer 70.000 Einwohner großen Stadt in Transilvanien.

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Das "Spitalul Judetean de Urgenta Alba" in Alba Iulia, Rumänien

Mein Ansprechpartner beim Malteser-Auslandsdienst und ein Kommilitone der Universität Münster, der ebenfalls ein Praktikum im selben Hospital machen sollte, vermittelten auch bei Flug und Unterkunft, sodass schon im Vorfeld alles wesentliche organisiert war. Inzwischen muss man sich ja auch nicht weiter um Visum und anderweitige Formulare kümmern, da beide Länder zur EU gehören. Einen Hin- und Rückflug gab es günstig bei der ungarischen Billigflug-Gesellschaft „Wizzair“ und eine Unterkunft konnte ich nach Vermittlung privat anmieten.

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Ostseefestspiele: “Land des Lächelns”

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. Juli 2009 um 17:17 Uhr

Eine Rezension von Thomas Kaiser

„Dein war mein ganzes Herz” – singt der Hauptdarsteller am Ende des 2. Aktes und damit auch am Ende einer Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen unterschiedlichster Herkunft. Die Liebe, die sonst grenzenüberwindend Menschen miteinander verbindet, bleibt chancenlos im „Land des Lächelns”, der Operette von Franz Lehár.  Derzeit ist das Stück aus den 20er Jahren im Rahmen der Ostseefestspiele auf der Stralsunder Seebühne in einer Inszenierung von Intendant Anton Nekovar zu sehen.

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v.l.n.r. Bernhard Leube und Michael Renier

Die Kulturen, in der Lisa, die Tochter von Graf Ferdinand Lichtenfels aus Wien, und Prinz Sou-Chong aus Peking im Jahre 1912 verwurzelt sind, ließen sich nur unter Aufgabe der eigenen Wurzeln verbinden. Lisa begleitet ihren Prinzen aus Peking, nach seinem Besuch in Wien, zurück in sein Land. Doch muß dieser erkennen, dass auch er als Staatsminister sich der Tradition vier Frauen heiraten zu müssen nicht, ohne sein Heimatland verlassen zu müssen, entziehen kann. In Erkenntnis seiner Ohnmacht macht er Lisa klar, dass sie in seinem Land nur ein Sache ist – eine Sklavin. Ein verzweifelter Versuch zu sagen – nimm mich so wie ich bin. Dieses Opfer ist Lisa nicht bereit zu bringen. Auf der Flucht wird sie und ihr aus Wien nach gereister Verehrer vom Prinzen gestellt. Jedoch läßt er beide frei, da er erkennt, daß die Sehnsucht Lisas nach ihrer Heimat auf Dauer die Liebe zwischen beiden zum Erlöschen bringen würde.

Eine große Herausforderung für den Intendanten ist es, Wien und Peking auf einem Schiff im „preußischen” Stralsund zu erschaffen. Der moderne Nicht-Wiener tut sich hin und wieder schwer, Verständnis zu haben, für Schmalz und Klischees, die dem etwas in die Jahre gekommenen Stück innewohnen?

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Baltisches Kulturfestival in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 1. Juli 2009 um 13:51 Uhr

von Maria-Silva Villbrandt

Unter dem Motto „Sveiki! Baltisch durch die Nacht” haben sieben StudentInnen der Baltistik (Institut für fremdsprachliche Philologien) ein neuartiges Kulturevent in Greifswald ins Leben gerufen. Das Openair-Kulturfest wird am 3. Juli in der Domstraße 9/10 (Innenhof des Historischen Instituts) ab 18 Uhr neben dem Universitätshauptgebäude stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Sveiki! bezeichnet in der litauischen sowie der lettischen Sprache eine herzliche Begrüßung, so sollen auch GreifwalderInnen und die Studierendenschaft eingeladen sein an diesem Fest teilzunehmen. Die Balten sind trotz christlichen Glaubens durch heidnische Bräuche geprägte Völker, so wird alljährlich am 24. Juni das Johannisfest mit vielen Bräuchen gefeiert. Angelehnt an diese Feierlichkeiten haben wir uns auf unser Motto festgelegt.

Das Event wurde im Rahmen eines Seminars (Sommersemester 2009) in der Baltistik geplant und wird durch Magda Wagner geleitet. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das Studierendenparlament, das Akademischen Auslandsamt, die Sparkasse Vorpommern, den Fachschaftsrat Baltistik und vielen anderen.

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Programm

Das Veranstaltungsprogramm ist facettenreich und spricht alle Altersgruppen an. Ab 18 Uhr werden in einem Märchenzelt litauische Märchen in deutscher Übersetzung vorgelesen. Im Anschluss daran wird die junge Volkstanzgruppe „Rotaļa” aus Riga/ Lettland lettische Volkstänze darbieten. Gegen 21 Uhr wird die litauische Kultband „Jazzu” aus Vilnius spielen. „Jazzu” ist eine Elektro-Jazzband mit einer erstklassigen Sängerin, in Litauen sind sie Stars, während die Band in Deutschland weitgehend unbekannt ist. Nach dem Konzert wird ein lettischer DJ, der gemeinsam mit der Folkloregruppe anreist, typische litauische und lettische Musik auflegen. Neben Literatur und Musik wird es auch eine Fotoausstellung im Gebäude der Baltistik geben sowie eine Beamershow mit Impressionen aus Litauen. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt: es werden typische litauische Gerichte, wie z.B. „Šaltibarščiai” (eine kalte Rote- Beeten- Suppe mit heißen Kartoffeln), Brotsnacks und andere besondere Speisen gereicht.

Motivation

Zunächst war die Veranstaltung klein angedacht, jedoch nutzten die Studenten die Chance ein großes Fest zu planen. Noch ist in Deutschland, und selbst in Greifswald, wo es die Möglichkeit gibt die litauische und lettische Sprache und Kultur zu studieren, kaum etwas über diese Länder bekannt. Deshlab wollen die Veranstalter einen vielseitigen Einblick in die litauische und lettische Kulturszene bieten. Einer skurrilen, besonderen baltischen Nacht sollte somit Nichts im Wege stehen!

Einfach mal Diplomat sein – für eine Woche

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. Mai 2009 um 10:00 Uhr

Wie in jedem Jahr findet auch in der diesjährigen Projektwoche eine Simulation der Vereinten Nationen statt. Der GreiMUN e.V. lädt alle Studenten dazu ein, am Workshop teilzunehmen und die Grundlagen der Diplomatie, den Aufbau der UN und die Atmosphäre von UN-Sitzungen kennenzulernen und mitzuerleben. Es sind bereits über 20 zukünftige “Delegates” registriert.

mun-grossDer Höhepunkt des Workshops ist eine Simulation des UN-Sicherheitsrates. Die Teilnehmer des Workshops nehmen selbst die Rolle von Diplomaten ein und vertreten die Position eines zugeteilten Landes. Nach der Simulation lädt GreiMUN e.V. zu Beachvolleyball und einem deftigen Barbecue ein.

Alle Studenten jeglicher Fachrichtung sind herzlich dazu eingeladen. Der in der Projektwoche stattfindende Workshop dient als kleiner Vorgeschmack auf das NMUN- Vorbereitungsseminar, das im Wintersemester startet. Wie jedes Jahr werden dort die Teilnehmer für die National Model United Nations (NMUN) in New York City ausgewählt. Diese finden dann wieder im April 2010 statt.

Anmeldung und weitere Informationen gibt es entweder per E-Mail (info@greimun.de ), auf der Greimun-Website oder in der Studi-VZ Gruppe “Projektwoche — your experience in diplomacy!!”.

Termine:

  • 02.06 – 04.06.2009 GreiMUN Workshop
  • 05.06 – 06.06.2009 Simulation Generalversammlung/ Sicherheitsrat

Text: Alexander Kendzia
Bilder: Greimun

Ferdinand von Schill, Preußen und die deutsche Nation – Ausstellung im Landesmuseum

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. Mai 2009 um 07:00 Uhr

Ein Gastbeitrag von Babette Verclas

„Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende” … mit diesen Worten ermunterte der populäre Freikorpsmajor Ferdinand von Schill seine Soldaten im Frühjahr 1809, als er den Volksaufstand gegen Napoleon auslösen und dadurch die französische Herrschaft abschütteln wollte und prägte damit ein bis heute bekanntes Sprichwort.

Genau 200 Jahre sind nun vergangen, seit Ferdinand von Schill das prophezeite Ende mit Schrecken ereilte – am 31. Mai 1809 fiel der Husarenführer im Straßenkampf in Stralsund. Weitere elf seiner Offiziere wurden in Wesel hingerichtet.

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Ferdinand von Schill

Aus diesem Anlass zeigt das Pommersche Landesmuseum Greifswald vom 13. Mai bis zum 09. August 2009 die Ausstellung „Für die Freiheit – gegen Napoleon. Ferdinand von Schill, Preußen und die deutsche Nation”, die gemeinsam mit dem Preußenmuseum Nordrhein-Westfalen und dem Stadtmuseum Wesel entwickelt wurde.

Ferdinand von Schill und seine Freischaren bieten mit ihrer Mischung aus Eigenständigkeit, Unbotmäßigkeit und Patriotismus in ihrem Kampf gegen Napoleon ideale Voraussetzungen, um zu Idolen gerade des liberalen und demokratischen Bürgertums zu werden. Die zentralen Handlungsorte Kolberg, Berlin, Stralsund, Braunschweig und Wesel qualifizieren sie zu gesamtdeutschen „Helden”.

Obgleich Schill keine größeren militärischen Siege errang, wurde er zu einer nationalen Identifikationsfigur. Hierfür scheinen mehrere Gründe maßgeblich gewesen zu sein: Zum einen bedarf jeder nationale Gründungsmythos (erst im Kampf gegen Napoleon entsteht ein politisches deutsches Nationalbewusstsein) seiner Märtyrer. Darüber hinaus entspricht die Figur des gescheiterten, tragischen Helden auch dem romantischen Grundgefühl jener Zeit. Beides zusammen, die Märtyrereigenschaften und der romantische Charakter kennzeichnen auch die Darstellungen zum Tod der elf blutjungen Schillschen Offiziere in Wesel.

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Der Norden zu Gast in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 4. Mai 2009 um 14:49 Uhr

Ein Gastbeitrag von Grit Preibisch

„Der Nordische Klang ist ein herausragendes Festival, das eine attraktive Palette verschiedener Veranstaltungen aus nordischen Ländern präsentiert”, lobt Oberbürgermeister Dr. Arthur König und blickt im Vorraum des Theater Vorpommern in eine Runde illustrer Gäste. Professor Walter Baumgartner, Professor Michael North, Theater-Intendant Professor Anton Nekovar, Vertreter des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, der finnische Botschafter Harri Helenius und viele Zuschauer klatschen zustimmend.

Seit vergangenem Samstag ist Greifswald wieder einmal Veranstaltungsort zahlreicher kultureller Ereignisse. Zu den ersten Programmpunkten gehörte die Musikfestnacht im Theater Vorpommern. Marilyn Mazur aus Kopenhagen und Norges Philharmoniske Orkester sorgten für einen gelungenen musikalischen Auftakt der Kulturwoche.

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(Klicken zum Vergrößern)

Über Marilyn Mazur gingen die Meinungen unter den Zuschauern weit auseinander. Während einige von „Klangerlebnissen” und „Genüssen für die Sinne” schwärmten, beurteilten andere die klangvollen Instrumentalstücke der Percussionistin schlicht als „anstrengend”. Der anschließende Auftritt des Norges Philharmoniske Orkester begeisterte hingegen alle Zuschauer.

Die vier Musiker aus Stavanger rockten sich durch die Werke von Mozart, Bach und Verdi. Ein Tenor sang die Arie „Nessun Dorma” aus der Puccini-Oper Turandot, die auch ein Paul Potts nicht hätte besser singen können. Augenzwinkernd würfelten die Norweger in Nadelstreifenanzügen, die sichtlich Spaß bei der Sache hatten, klassische Musikstücke mit zeitgenössischen Liedern bunt durcheinander. Ergebnis war ein amüsanter Konzertabend, den viele Zuschauer in der anschließenden Jazz Jamsession mit dem Schweizer Trio „The Reverends” verlängerten. Die Musikfabrik platzte förmlich aus allen Nähten.

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Nordisch, klangvoll, gut

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. April 2009 um 16:47 Uhr

Ein Gastbeitrag von Grit Preibisch

„Auch in diesem Jahr hat der Nordische Klang viele Highlights zu bieten”, sagt Frithjof Strauß, der künstlerische Leiter des größten Festivals für nordische Kultur außerhalb Skandinaviens. Er ist mit dem diesjährigen Programm sehr zufrieden.

Unter der Schirmherrschaft des finnischen Außenministers Alexander Stubb und des Ministerpräsidenten Erwin Sellering werden vom 2. bis zum 9. Mai viele Künstler die Hansestadt am Ryck in einen Schmelztiegel skandinavischer Kultur verwandeln. „Ein Besuch lohnt sich”, versichert Strauß mit Blick auf die kommenden Veranstaltungen.

Im Rahmen des Festivals gibt es Konzerte, Autorenlesungen, Ausstellungen, Filme, Theatervorstellungen und Vorträge. Sie bringen bereits zum 18. Mal den Norden an den Ostsee-Strand. Namhafte Künstler lassen viele kulturelle Glanzpunkte erwarten. Tolle Konzerterlebnisse versprechen nicht zuletzt die Auftritte der weltbekannten Percussionistin Marilyn Mazur aus Kopenhagen und der samischen Sängerin Sofia Jannok, die das Publikum mit ihren gefühlvollen Liedern verzaubern will.

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Stockholm Lisboa Project

„Ein weiteres Highlight ist auch das Stockholm-Lisboa Project”, ergänzt Strauß. Die Musiker um die charismatische Sängerin Liana spannen den Bogen von der Heiterkeit der schwedischen Bauerntänze bis zur urbanen Melancholie des portugiesischen Fados. Intensivsten Free Jazz bringt das Jair-Rhom Parker Wells Trio und experimentelle Neue Musik aus Nordeuropa steht beim Duo The Slide Show Secret auf dem Programmzettel.

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Kommentar: Noch nie was vom Senat gehört?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. April 2009 um 17:12 Uhr

Ein Gast-Kommentar von Elena Patzwahl

Noch nie was vom Senat gehört? Macht nichts, denn obwohl auf dieser Internet-Plattform mittlerweile für genügend Öffentlichkeit gesorgt wird, weiß anscheinend noch nicht mal jeder gewählte studentische Senator, wann und wo die monatlichen Sitzungen stattfinden (für alle Interessierten: Jeden 3. Mittwoch im Monat um 14 Uhr im Hauptgebäude).

Greifswalder Senat

Nicht immer sind alle da: Der Senat

Nun ja, bei soviel Öffentlichkeitsarbeit kann man schon mal vergessen, welche Aufgaben so eine Gremienarbeit noch so mit sich bringt. Fangen wir mit den Grundlagen für alle Gremienwilligen an: Anwesenheit! Ein Wort, das eigentlich Selbstverständlichkeit verspricht, wenn man sich in einem Gremium, in das man sich freiwillig hat wählen lassen, einbringen und etwas verändern möchte. Doch ganz so einfach scheint das nicht zu sein, denn allein das physische „Dasein“ erfordert pünktliches Erscheinen und das Durchhaltevermögen für eine gesamte Sitzung – in welchem Gremium auch immer. Vom psychischen „Dasein“ möchte ich in einer Welt, wo es internetfähige Handys vom bekannten Apfel gibt, gar nicht erst reden.

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Gerhards schöne alte Welt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 3. März 2009 um 20:36 Uhr

Ein bisschen alt geworden ist er, der Held vieler Kinderzimmer und Grund für so manche illegal kopierte Musikkassette: Gerhard Schöne aus Coswig im schönen Sachsen sang Ende Februar im Theater schöne Lieder über schöne Dinge.

„Ich habe meine Lesebrille mit und für alle Fälle auch die Noten, falls mir mal ein Lied nicht mehr einfällt“, erzählt der Liedermacher und erklärt kurz die Spielregeln für den Abend, „ihr kreuzt drei der 123 Lieder auf dem Papier an, bastelt einen Papierflieger daraus und schmeißt ihn dann nach Aufforderung auf die Bühne.“ Dann singt der Pfarrerssohn jeweils einen der drei Titel vor fast ausverkauftem Haus.

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