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Beer Floating auf dem Ryck

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Juli 2010 um 16:18 Uhr

Dieser Artikel erschien am 20. Juli auf dem Fleischervorstadtblog. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von Blog-Betreiber und -Autor Jockel Schmidt.

Mit dem finnischen Kaljakellunta kommt am Wochenende eine etwas absonderlich anmutende, sommerliche Freizeitbeschäftigung nach Greifswald. Der bierselige Badespaß hört auch auf die Bezeichnung beer floating und stellt eine Art entspannte und entschleunigte Fortsetzung der Wasserschlacht des vergangenen Wochenendes dar.

Beim Kaljakellunta geht es darum, sich im Kollektiv und mit einem schwimmenden Untersatz im Gepäck auf einen Fluss zu begeben und sich treiben zu lassen, während man sich an den mitgebrachten Kaltgetränken gütig tut.

Flashmobartig organisiert sich dieser Tage eine Greifswalder Gruppe, die das Kaljakellunta nun auch hier vor Ort populär machen will und das erste beer floating auf dem Ryck ausgerufen hat. Am kommenden Sonnabend geht es um 14 Uhr auf dem Fluss auf Höhe der Stralsunder Straße los.

Für die Veranstaltung wurde eigens eine Gruppe im sozialen Netzwerk StudiVZ gegründet. Hier werden praktische Tips gegeben, wie und wo sich ein billiger, aufblasbarer Untersatz besorgen lässt. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos und wer mitmacht, ist für sich selbst und seine Umwelt verantwortlich.

Fakten: 24.07. | 14 Uhr | Ryck (Höhe Stralsunder Str.)

Foto: TBKuvat

Caspar-David-Friedrich-Preis geht wieder nach Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 8. April 2010 um 17:55 Uhr

Dieser Beitrag erschien am gestrigen 7. April auf dem Fleischervorstadtblog. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung von Blog-Betreiber und -Autor Jockel Schmidt.

Am 10. April wird im Pommerschen Landesmuseum der Caspar-David-Friedrich-Preis 2009 an die 24-jährige Kunststudentin Martha Damus verliehen. Damit geht der seit 2001 jährlich vergebene Preis bereits zum vierten Mal nach Greifswald.

FÖRDERUNG ZEITGENÖSSISCHER KUNST

Der Wettbewerb wird seit 2001 von der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft ausgeschrieben, die damit “gezielt innovative Ansätze in der zeitgenössischen Kunst fördern” will.

“Die Ausschreibung wendet sich an Kunststudierende, die sich  noch in der Ausbildung befinden und an den Orten und Institutionen studieren, wo Caspar David Friedrich selbst  gelebt, studiert bzw. gewirkt hat – Greifswald, Kopenhagen und Dresden.

Der Caspar-David-Friedrich-Preis wird für künstlerische Arbeiten vergeben, die sich mit aktuellen Fragestellungen zum Verhältnis von Mensch, Natur und Kunst auseinandersetzen und in einem geistigen Bezug zum Werk Caspar David Friedrichs stehen.”

Der Preis ist mit 2000 Euro, der Herausgabe einer Postkartenserie und einer Ausstellung im Pommerschen Landesmuseum, die vom 10.04. bis zum 16.05. zu besichtigen sein wird, dotiert. Im vergangenen Jahr bewarben sich insgesamt 39 Künstler und Künstlerinnen aus Greifswald, Dresden und Kopenhagen.

RENNFAHRERFRÜHSTÜCK

Die Wettbewerbsjury kürte gestern Damus’ Videoanimation Rennfahrerfrühstück - eine Zusammenführung von Zeichnung, Fotografie, Video und Ton – zur besten eingereichten Arbeit. Mit dem Film konnte sie bereits auf der vierten Kurzfilmnacht begeistern.

Video (02:30)

Die Kunde von der Preisverleihung rauscht inzwischen durch den deutschsprachigen Blätterwald, vom Kunstmagazin art bis zum Wiener Standard. Die Preisverleihung findet am  10.04. um 15 Uhr im  Pommersches Landesmuseum statt. Die Laudatio hält Professor Michael Soltau.

(Foto: CDF-Gesellschaft)

Stuthe: Abschieds-Vorstellungen am Wochenende

Geschrieben von | Veröffentlicht am 7. Januar 2010 um 13:18 Uhr

Dieser Beitrag erschien am gestrigen 6. Januar auf dem Fleischervorstadtblog. Wir veröffentlichen ihn leicht verändert und mit freundlicher Genehmigung von Blog-Autor Jockel Schmidt.

Im Dezember erfuhr das Greifswalder Studententheater (Stuthe) vom bevorstehenden Zwangsauszug aus den bisher genutzten Räumlichkeiten in der Soldmannstraße. Dieser soll in etwa einer Woche erfolgen. Am Wochenende werden an der alten Spielstätte noch zwei Abschiedsvorstellungen stattfinden.

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Demo im Dezember 2009 (Foto: Kevin Neitzel)

Kurz darauf fand eine Demonstration für den Erhalt der Straze statt, an der sich – zusätzlich motiviert durch die aktuelle Situation – viele Theateraktive beteiligten. Auch dieses Haus diente Stuthe zeitweise als Zuhause. In nur fünf Tagen konnten über 3000 Unterschriften für die Unterstützung des Studententheaters gesammelt werden. Was hat sich nun in der Zwischenzeit getan?

  • Der Senat der Universität bewertet laut Beschluss die Arbeit des StuThe positiv und beauftragt die Universitätsverwaltung, kurz- und langfristig die Raumprobleme des StuThe zusammen mit dem Studentenwerk zu lösen.
  • Es gab Gespräche mit dem stellvertretenden Kanzler Schönebeck und dem Raumbeauftragten Herrn Okon; der voraussichtliche Umzug wird vom 04.01. auf den 15.01. verschoben, passable Räume für Lagerung, Sitzung und Proben seien angedacht.
  • Die Universität wird für den Umzug Transporter bereitstellen.
  • Im Januar soll ein runder Tisch mit dem Studentenwerk, städtischen Vertretern, der Univerwaltung und StuThe stattfinden.
  • Verschiedene Vereine unterstützen das Studententheater und bieten Proberäume an.

Kurz vor Weihnachten hat auch Greifswald TV einen fast fünfminütigen Beitrag über die Existenznöte der Schauspieler und Schauspielerinnen aus der Soldmannstraße produziert und ihn gestern im Internet veröffentlicht. Darin wird die Odyssee durch die verschiedenen Greifswalder Spielstätten visuell nachvollzogen und ein Interview mit dem Vereinsvorsitzenden Jörn Sander geführt. Ein Highlight sind die Innenaufnahmen aus der Straze, die wohl leider bald historischen Wert haben werden.

Nach eigener Aussage organisiert sich Stuthe gerade als “schwebende Struktur” und erarbeitet Raumpläne für die Proben und Aufführungen. Es ist traurig und beruhigend zugleich, dass man dabei auf jahrelange Erfahrung der Raumlosigkeit zurückgreifen kann.

Zwei Aufführungen der grünen Gans am Wochenende

Szenenfoto aus der "Grünen Gans" (Foto: Eva Held)

Szenenfoto aus der "Grünen Gans" (Foto: Eva Held)

Am kommenden Wochenende, konkret am 9. und 10. Januar um 20 Uhr, wird das Stuthe die Räume in der Soldmannstraße 23 mit einer Doppelaufführung des Kabarett-Stücks “Grüne Gans” verabschieden. Die Inszenierung baut auf die Vorlage Konstanty Ildefons Gałczyńskis auf und wurde bereits beim Polenmarkt im November des vergangenen Jahres begeistert vom Publikum aufgenommen.

Wir werden in neun Tagen sehen, wie es mit dem Greifswalder Studententheater weitergeht und ob der Auszug tatsächlich wie angekündigt am 15. Januar vollzogen wird. Bis dahin dankt Stuthe herzlich allen UnterstützerInnen, WeitersagerInnen und UnterzeichnerInnen.

Bilder: via Fleischervorstadtblog – Kevin Neitzel (oben) und Eva Held (unten)

DKP-Video kommentiert

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. Oktober 2008 um 14:34 Uhr

Kommentiert:

Ein skurriles Video bemüht die DKP Greifswald, um Spenden für Kuba zu sammeln. Im fliegenden Bilderwechsel wird der Kontrast zwischen dem unversehrten Greifswald und den Wirbelsturmverwüstungen auf Kuba inszeniert. Das hat erstmal nicht soviel miteinander zu tun. Die Bildwechsel könnte man beinahe stakkatohaft nennen, doch es wurde leider auf Musik verzichtet. Erst nach dreißig Sekunden bricht die Stille auf und es wird zur Spende aufgerufen. Schlußendlich weht die kubanische Flagge vor der Silhouette Greifswalds. Alles sehr schräg und irgendwie daneben.

Diesen Beitrag haben wir von unserem Partner Fleischervorstadt-Blog übernommen.

Schwarze Kinderstreiche

Geschrieben von | Veröffentlicht am 21. August 2008 um 23:20 Uhr
Kommentar von Joachim Schmidt
CDU-Spendenaffären sind für sich genommen nicht überraschend. Wer dann und wann die Medien verfolgt, bekommt den Eindruck, dass finanzielle Zuwendungen und Steuerhinterziehung zu gängigen Methoden politischer Arbeit gehören. Ebenso wenig überraschte die Nachricht, dass auch die lokale CDU vom Einsatz solcher Methoden profitierte. Da investierte ein Konzern horrende Summen, Millionenbeträge, in den Aufbau einer arbeitgeberfreundllicheren Betriebsräte-Organisation (soll kürzlich auch 350.000€ von ALDI empfangen haben), die mit der IG Metall konkurrieren soll.

Wilhelm Schelsky wurden einst diese Gelder überlassen. Der Netzwerker sitzt seit Februar 2007 in Untersuchungshaft. Schelsky soll das Geld großzügig zur Vertiefung persönlicher Netzwerke gebraucht haben. Ulrich Adam (CDU), Mitglied des Bundestages (es sitzen dort nur vier Vertreter unseres Bundeslandes von der CDU) wird vorgeworfen, einen Teil dieses Geldes am Fiskus vorbei angenommen zu haben, um dadurch fällige Schenkungssteuern zu sparen. Gestern erschien ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, aus dem hervorgeht, dass Adam zwar mittlerweile angenommene Spenden einräumte, er allerdings die fragliche Summe sehr stark nach unten korrigierte, den Betrag halbierte. Zudem ist herausgekommen, dass auch der Wahlkampf des Greifswalder Oberbürgermeisters Arthur König (CDU) direkt von Schelsky mitfinanziert wurde.

Das alles finde ich persönlich gar nicht so spektakulär, die Geschehenisse bestätigen meinen Eindruck von Berufspolitik. Verwerflich finde ich allein, dass die Herren Videoüberwacher und Grafittijäger ihrerseits in Unternehmungen verwickelt sind, die eines weit größeren Maßes krimineller Energie bedürfen, als es bei nächtlichem Vandalismus der Fall ist. Moralische Doppelbödigkeit nennt man sowas gemeinhin. Sie nährt erstens die Politikverdrossenheit und führt zweitens dazu, dass im öffentlichen Bewusstsein die sich zum Volkssport mausernde fiskalische Kriminalität verharmlost wird.

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Die Geigenbauerin

Geschrieben von | Veröffentlicht am 6. August 2008 um 14:32 Uhr

Sicher ist dem einen oder der anderen schon der winzige Laden-Werkstatt-Hybrid der Geigenbauerin in der Lutherstrasse aufgefallen. Und mitunter wurde auch der Umzug der Musikalienherstellerin in die Steinbeckerstrasse registriert. Wem schon länger die Frage unter den Nägeln brennt, wer da wirkt, sollte dieses Video sehen und wird ein Gesicht und eine Stimme zur Fassade des Geschäfts gewinnen.

(Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung vom Fleischervorstadt-Blog übernommen.)

Kreative Skater

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Juli 2008 um 10:50 Uhr

Skateboard-Videos sind im Normalfall relativ langweilig. Zu dumpf-dröhnigem HipHop drehen (meist amerikanische) Jugendliche ihre Pirouetten. Das ist beim Zuschauen ein kurzweiliges Vergnügen, erschöpft sich aber nach wenigen Minuten. Nun gibt es aber auch in Greifswald Jugendliche, die sowohl skaten als auch filmen. Ebensolche haben ein kleines Filmchen veröffentlicht, dass weder durch Goldkettenmusik, noch durch sportbegeisternde Langeweile negativ auffällt. Es ist wirklich humorvoll und mit Liebe zum Detail gestaltet.


Auch die Ostsee-Zeitung hat das Video aufgegriffen. Am vergangenen Mittwoch erschien darüber ein Artikel von Anke Lübbert, den ich der Vollständigkeit wegen hier ausstellen möchte.

mind the gap

[Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung von Fleischervorstadt Blog übernommen.]

Bürgerinitiative “Straze” morgen in Aktion

Geschrieben von | Veröffentlicht am 19. Juni 2008 um 21:11 Uhr

Morgen, also Freitag, wird sich die Bürgerinitiative zur Rettung der Straze sozusagen auskeksen und einen Informationsstand vor dem St. Spiritus organisieren.

Dort sollen dann gemeinsam mit Kindern, deren Eltern und den Kooperationspartnern BÖE e.V. und dem Weltladen Kekshäuser in Form des vom Abriß bedrohten Hauses in der Stralsunder Strasse 10 gebaut werden.

Die KeksarchitektInnen werden ab 12:00 vor Ort sein. Geht vorbei, unterschreibt für den Erhalt und kämpft für das Haus!






GrIStuF & die Anglizismen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 18. Juni 2008 um 01:35 Uhr

GrIStuF steigt aus den Büroräumen und von den Plakatwänden hinab in die Stadt.

Jetzt wird wieder allerorten mit diesen schrecklichen Anglizismen hantiert. Der Gast wird am Bahnhof von einem helper oder team member abgeholt. Danach gehts weiter zum Festivalbüro Infopoint. Das dortige Prozedere gleicht einem Grenzübertritt von Rumänien in die Ukraine. Dabei erhalten die FestivalteilnehmerInnen eine Art Ausweisdokument, eine Infomappe (inkl. Stadtplan von den Volks-, Raiffeisenbanken), GrIStuF-Buttons und einen herzlichen Empfang. Nach sechs administrativen Stationen (mit je einer AdministratorIn) ist es dann endlich geschafft, die Anmeldung der check-in ist gemeistert. Aber wo schlafen? Jetzt gilt es noch, eineN netten GastgeberIn host zu finden.

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Die antifaschistische Hansestadt – eine Polemik

Geschrieben von | Veröffentlicht am 2. Juni 2008 um 12:32 Uhr

Hat schon jemand mitbekommen, dass beinahe alle GreifswalderInnen AntifaschistInnen sind? Der Eindruck drängte sich in der jüngsten Vergangenheit auf. Gegen rechts ist mal wieder en vogue und viele springen noch schnell auf den Zug auf, es könnte ja bald wieder vorbei sein.

Die Aktionswoche gegen rechts, eine Image-Kampagne der Sparkasse, wird nicht nur verklärt, sie ist im Grunde ein Schlag ins Gesicht jener, die sich tagtäglich mit dem Problem rechtsextremer Tendenzen und deren Folgen auseinandersetzen müssen (ich möchte an dieser Stelle nochmalig und ausdrücklich an die Schnapsidee des lokalen FDP-Landtagsabgeordneten Sebastian Ratjen erinnern, der sich aus vermeintlicher Solidarität mit einem mittlweile geschlossenen Modegeschäft in Textilien der rechten Modemarke Thor Steinar hüllen wollte).

Die Ostsee Zeitung hievt Tag für Tag das Thema auf die erste Lokalseite und es wird sich gegenseitig zivilcouragiert überboten. Aus dem grundsätzlich fehlgeleiteten Präventionstag (des Präventionsrates) wurde eine Art Präventionswoche. Völlig übergangen wird in diesem Zusammenhang, dass das Wort -bzw. die Konstruktion Prävention- einhergeht mit der Idee von Kontinuität. Findet Prävention nicht kontinuierlich statt, verkommt sie zu blindem Aktionismus und hat mitunter den gegenteiligen Effekt.

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