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Der Name „Moritz“ von den moritz.medien lässt sich nicht auf Ernst-Moritz-Arndt zurückführen, sondern auf den Moritz-Geist, der im Dachgeschoss der Rubenowstraße 2b sein Unwesen treibt. Deshalb werden wir, nach der sehr begrüßenswerten Entscheidung des Senats, die ehemalige Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Universität Greifswald umzubenennen, unseren Namen beibehalten.

Unsere Vorstellung vom Uni.versum

Bereits seit vielen Jahren gibt es an der Universität Greifswald studentische Medien. Zwischen dem Mauerfall und der Wiedervereinigung wurde damals die Universitätszeitung gegründet, welche ab 1990 über die Entwicklungen an der Hochschule berichtete. Auch Studierende durften dort über ein paar Monate eine Seite mitgestalten, was aber nicht lange gut ging. Von den Studierenden wurde mehr Unabhängigkeit gefordert. Diese erreichten sie im Dezember 1990 mit der Zeitschrift Das ZentralorganKurz darauf änderte sich der Name in Crash und markierte den Beginn einer eigenständigen Studentenpresse in Greifswald. Da die Köpfe der Redaktion damals auch immer Mitglieder im AStA waren, bestand nie wirkliche Unabhängigkeit im journalistischen Sinne.

1997 begann dann erstmals das Studentenfernsehen moritzTV zu berichten. In diesem Zuge wurde Crash dann auch durch moritz abgelöst und gemeinsam mit einem Medienstatut mehr Unabhängigkeit der Moritz-Medien durchgesetzt. Mittlerweile heißen die Medien im neuen Corporate Design übrigens moritz.medien, aber dazu später mehr. Bereits im ersten Moritz-Magazin wurde im Vorwort der Moritz-Geist als Maskottchen der Moritz-Medien eingeführt (Legende um den Moritz-Geist) und als Namensgeber bestimmt. 

2005 erblickte dann die Website moritz-medien.de das Licht des Internets. Sie sollte die drei Redaktionen Web, Print und TV vereinen. Der erste Chefredakteur, Sebastian Jabbusch, wurde Ende 2006 gewählt. Seine oberste Priorität war eine neue Seite in besserem Design und einem einfacheren Redaktionssystem. Zu hohe Kosten für Typo3-Entwickler standen jedoch sowohl Jabbusch als auch seinem Nachfolger Uwe Rossner im Weg.

Als Alternative experimentierte Jabbusch privat ab Januar 2008 mit dem Blog-System WordPress. Er gestaltete privat den StuPa-Info-Blog, den er bald in uni-greifswald-blog.de umbenannte. Nach vielen kritischen Artikeln über die Universität, Rektorat, Studentenparlament (StuPa) und Lokalpolitik wurde der Blog schnell bekannter als die entsprechende Seite der Moritz-Medien, der webmoritz. Täglich gab es bis zu 800 Leser. Nach einem Streit mit der Universität über das Namensrecht an der Domain uni-greifswald-blog.de musste die Website in ryck-blick.de umbenannt werden.

Das Studierendenparlament wählte schließlich Sebastian Jabbusch erneut zum Chefredakteur des webMoritz und beauftragte ihn mit dem Transfer des Ryck-Blick-Designs an den webmoritz. Ende August 2008 erfolgte schließlich die Fusion der beiden Seiten. Das StuPa setzte sich dabei mit dem Namen webmoritz.de durch.

Da es bis 2014 immer wieder zu Konflikten wegen der Aufteilung von Verantwortlichkeiten und der Berichterstattung zwischen den Moritz-Medien und dem StuPa kam, wurde eine Satzungsänderung in die Wege geleitet, die den Medienausschuss als Bindeglied und Vermittler zwischen den Gremien etablierte. Er setzt sich aus zwei Vorschlägen aus dem StuPa, zwei aus den Reihen der Moritz-Medien und einen Vorschlag der Fachschaftskonferenz zusammen. Alle fünf Personen sollen die bunte und kulturelle Vielfalt der Studierendenschaft repräsentieren, als Herausgeber und unabhängige Kontrollinstanz die Tätigkeit der Moritz-Medien überwachen und die Interessen der Medien gegenüber dem StuPa vertreten. Erst seit diesem Zeitpunkt sind die Medien journalistische wirklich unabhängig. Sie sind nun dem Medienausschuss gegenüber rechenschaftspflichtig und können nur durch diesen gewählt werden.

In eben jenem Gremium wurde auch die Namensänderung von Moritz-Medien in moritz.medien mit dem dazugehörigen Corporate Design erarbeitet. Damals wie heute stehen wir zum Namen Moritz und betonen, dass er sich nicht vom ehemaligen Namenspatron der Universität Ernst-Moritz-Arndt ableiten lässt.

Gemeinschaftlich,
die Chefredaktionen und Geschäftsführung der moritz.medien.

 

Kommentare

  1. Markus    

    Tut mir echt leid. Aber der Name war im Bezug zur EMAU. Ich war dabei. Einfach mal Mirko fragen.

    Grüße Markus

    1. Mirko    

      Stimmt doch garnicht.

      Grüße zurück, Mirko.

  2. Matthias    

    Dumm, wenn man den veröffentlichten Text nicht selber liest, der mit

    „Freilich ist diese Geschichte frei erfunden, aber wie heißt es so schön: jede gute
    Geschichte verdient es, ein wenig ausgeschmückt zu werden.“

    endet …

    1. Philipp Schulz    

      Naja… Frei erfunden im Sinne von „uns ist schon bewusst, dass da kein echter Geist lebt“. Und wir lesen unsere Texte.

  3. Besserwisser    

    Interessant … eine Universität mit Beipackzettel geht nicht, aber studentischen Medien mit Beipackzettel – geht doch? …
    Wer außer den damals Beteiligten kennt denn diese Legende? Jeder neue Student oder Mitarbeiter geht doch bestimmt seit 18 Jahren davon aus, dass der Name sich auf EMA bezieht. Oder druckt ihr dieses Vorwort jetzt immer mit ab, um möglichen Verwechslungen in Zukunft vorzubeugen?
    Übrigens, wenn ihr euch schon auf die erste Ausgabe des Magazins bezieht, wie wäre es dann mal mit einer Archivfunktion hier auf der Seite?

  4. Arndt-Befürworter    

    Für unsere Ernst-Moritz-Arndt-Universität ist der Patron natürlich zu fein, aber wenn der Webmoritz sich umbenennen würde, hätte das ja finanzielle Auswirkungen auf ihn… Nein, das geht ja gar nicht.

    Als ob irgendwer auf eure Heuchelei noch hereinfallen würde.

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