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TitelbildAm 17. September gastierte der Drittligist FC Hansa Rostock im Greifswalder Volksstadion. Anlass war die zweite Runde des Landespokals Mecklenburg-Vorpommerns. In einem einseitigen Spiel musste sich der Gastgeber Blau-Weiß Greifswald letztlich deutlich geschlagen geben.

In der Liga enttäuschte der FC Hansa Rostock zuletzt. Daher rechneten sich die Gastgeber von Blau-Weiß Greifswald minimale Chancen gegen den Drittligisten aus. Dennoch starteten sie, insbesondere in der Abwehr, nervös und machten zu viele Fehler. Nach einem fragwürdigen Elfmeter gingen die Profis schließlich in der siebten Minute durch Mustafa Kucukovic in Führung. Nur drei Minuten später fiel schon das 2:0, ebenfalls durch Kucukovic.

Besonders auf den Außenpositionen offenbarten die Gastgeber zunehmend Schwächen. Bereits in der 19. Spielminute sorgte Halil Savran mit dem 3:0 für eine Vorentscheidung. Trotz viel Ballbesitz nahmen sich die Gäste anschließend eine Pause, kamen erst in der 29. Spielminute wieder zu Chancen, die aber der gut aufspielende Greifswalder Torwart Adam Wesolowski vereitelte. In der 33. Minute benötigte er aber die Mithilfe der Latte, um einen höheren Rückstand zu verhindern.

Nachdem sich die Hausherren nun stabilisiert hatten, kamen sie acht Minuten vor der Halbzeitpause nach einem langen Ball aus der Abwehr zu ihrer größten Chance des Spiels, die sie auch nutzten. Der Ball zappelte nach einem Volleyschuss von Steffen Eickfeld im Netz der Rostocker, die Zuschauer waren aus dem Häuschen. Jedoch wurde das Tor aufgrund einer Abseitsstellung des Angreifers wieder zurückgenommen. Kurz vor der Halbzeitpause kombinierte sich der FC Hansa dann aber durch die blau-weiße Abwehr und erzielte durch den Außenstürmer Christian Bickel das 4:0, was gleichzeitig dem Halbzeitstand entsprach.

Die Hausherren hatten insbesondere durch ihren nervösen Beginn das Spiel aus der Hand gegeben. In der zweiten Halbzeit machten sie dies besser, standen defensiv kompakter und ließen erst in der 60. Spielminute eine weitere Chance zu. Wieder zitterte die Latte, dieses Mal hatte der eingewechselte Rostocker Innenverteidiger Christian Stuff den Ball an den Querbalken geschossen. Drei Minuten später traf Lukas Scherff dennoch zum 5:0. Nachdem Blau-Weiß sich weiterhin tapfer der Angriffe der Rostocker erwehrte, erzielte Savran mit einem Doppelschlag in der 71. und 73. Spielminute zwei Tore und schraubte die Anzeigetafel so auf 7:0. Danach schalteten die Gäste einen Gang herunter und ließen die Gastgeber öfter an den Ball. Der Endstand wurde in der 87. Spielminute von Mustafa Kucukovic erzielt.

Nach 90 Minuten stand ein 8:0 zu Buche. Der Großteil der 2400 Zuschauer war mit dem Spiel und dem Kampf der Hausherren zufrieden, hätten sich jedoch ein Ehrentor für die Gastgeber gewünscht. Der FC Hansa konnte seinen Frust aus der Liga, in der sie momentan nur auf dem 17. Tabellenplatz stehen, wegschießen. Für Blau-Weiß heißt es nun am Samstag wieder in den Ligaalltag zu finden. Doch auch sie waren zufrieden, da sie verhindern wollten, zweistellig zu verlieren.

Derweil stehen die Chancen nicht schlecht, dass der FC Hansa erneut nach Greifswald kommt, denn mit dem Greifswalder SV 04 (6:3 nach Elfmeterschießen gegen den VFC Anklam) und dem FC Pommern (16:0 gegen den Grevesmühlener SV) hatten sich bereits vor dem Spiel zwei Teams aus Greifswald für die dritte Runde des Landespokals qualifiziert.

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Fotos: Benjamin Bessert

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