Oliver Wunder

Geschrieben von | Veröffentlicht am 4. Januar 2012 um 14:48 Uhr
Kategorien: Kandidaten 2012

Oliver Wunder

1. Allgemeine Angaben zur Person (Name, Alter, Studienfach, Fachsemester):

Oliver Wunder, 29, Diplom Geographie / Politikwissenschaft / BWL, 11. Semester.

2. Für welche Gremien kandidierst du?

Für den Akademischen Senat.

3. Was machst du außer Studium und Gremienarbeit?

Neben dem privaten Leben, das alle von uns haben, gibt es zwei zentrale Punkte, die ich außerhalb des Studiums mache. Da ist auf der einen Seite mein Blog „daburnas Logbuch“, den ich seit über sechs Jahren fast täglich mit Nachrichten, Beobachtungen und Statements füttere und betreue. Und auf der anderen Seite sind es Leitungsaufgaben als Pfadfinder im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) die mein Leben außerhalb des Studiums prägen. Im BdP bin ich seit 2008 Mitglied der Bundesleitung und war vorher schon mit Leitungsaufgaben in meiner Ortsgruppe und Landesverband betraut.

Außerdem war ich 2011 Gründungsmitglied der Greifswalder Ortsgruppe von Attac, jobbe nebenbei in einem geowissenschaftlichen Open Access Verlag und bin inaktives Mitglied der Jusos. Studientechnisch steht voraussichtlich ab Mai meine Diplomarbeit an, die ca. sechs Monate dauern wird.

4. Warum kandidierst du bzw. willst du in das betreffende Gremium?

Politische Beteiligung ist mir sehr wichtig. Nur kritisieren, ist auf Dauer nicht befriedigend. Veränderungen fängt durch eigenes Handeln an. Wieso also nicht an einem hochschulpolitischen Gremium für positive Veränderung sorgen? Da ich aber vom StuPa ein zu schlechtes Bild habe, bewerbe ich mich nur für den Akademischen Senat. Durch meine langjährige Erfahrung in Führungsgremien traue ich mir es durchaus zu, mit Professoren auf Augenhöhe zu diskutieren, nicht jede Entscheidung einfach abzunicken und eigene Anträge einzubringen.

5. In welcher politischen Richtung fühlst du dich verortet?

Ich trete für die Liste der Solidarischen Universität an. Wenn ich „CDU“ antworten würde, wäre das also mehr als merkwürdig. Ich stehe voll und ganz hinter den Oberzielen der Soli Uni: Soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Die größte Schnittmenge meiner persönlichen politischen Einstellungen gibt es bei SPD, in der ich ja nicht ohne Grund Mitglied geworden bin, und Grünen, aber auch in netzpolitischer Hinsicht bei den Piraten.

6. Wie empfindest du die Debattenkultur in den universitären Gremien?

Während das StuPa gerne als Kindergarten, Affenkäfig oder ähnlich betitelt wird, habe ich aus dem Senat und der Debattenkultur dort bisher nichts Negatives gehört.

7. Welches Themenfeld siehst du in den Gremien/dem Gremium für die/das du kandidierst unterrepräsentiert? (ein Punkt pro Gremium)

Eine bessere Unterstützung von studentischen Eltern.

8. Welchen Eindruck hast du von der bisherigen Arbeit der studentischen Vertreter?

Viele sind engagiert dabei und machen gute Arbeit. Andere scheinen sich aber bewusst profilieren zu wollen, um später gute politische Ämter in ihren Parteien abzubekommen. Letzteres finde sehr fragwürdig und verhindert oft „gute“ Arbeit in studentischen Gremien. Auch so mancher Grabenkrieg oder persönliche Scharmützel, die man im webMoritz StuPa-Ticker mitbekommt, fördern nicht das Bild einer guten Arbeit. Oft merkt man sich ja nur den negativen Output der Gremien und nicht, was alles Positives erreicht wurde. Auch wenn die studentischen Medien da mit ihrer Berichterstattung gezielt gegensteuern.

9. Als wie groß siehst du die Rolle der Studenten und der studentischen Selbstverwaltung in universitären Entscheidungsprozessen?

Mitbestimmung und Selbstverwaltung sind natürlich sehr wichtig. Dafür haben Generationen immer wieder gekämpft. Wir leben aus Sicht früherer Generationen in einer luxuriösen Situation. Es gibt Fachschaften, Fakultätsräte,  Studierendenparlament, den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und studentische Mitglieder im Akademischen Senat. Die Studierenden können auf allen wichtigen universitären Ebenen mitsprechen und miteintscheiden, auch wenn sie wie in Senat und Fakultätsräten überstimmt werden können. In diesen wichtigen Gremien bilden die Mitglieder der Studierendenschaft leider eine Minderheit. Nur auf Landes- und Bundesebene – also beim Gesetzgeber – ist die direkte Beteiligung der Studierenden an der Hochschulpolitik kaum gegeben.

Doch trotz der vielen Beteiligungsmöglichkeiten erscheint die studentische Selbstverwaltung vielen scheinbar unattraktiv. Das zeigen immer wieder die niedrigen Wahlbeteiligungen zu den Gremienwahlen als auch Vollversammlungen, die auf Grund zu geringer Teilnehmendenzahlen nicht beschlussfähig sind. Demokratie ist anstrengend. Nicht jeder Wunsch der Studierenden kann sofort umgesetzt werden. Sich aber nicht zu beteiligen, bedeutet irgendwann gar nicht mehr gefragt zu werden.

Foto: Luisa Wetzel

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2 Kommentare zu “Oliver Wunder”

  1. [...] Infos zu meiner Kandidatur gibt es in meinen Antworten auf einen Fragebogen des webMoritz und im Wahlheft. Fragen zu meiner Kandidatur beantworte ich euch gerne. Wunder in den Senat [...]

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