Wahlleitung für Gremienwahl gesucht *Update* Eine Bewerbung ist eingegangen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 um 18:26 Uhr

Im kommenden Januar stehen, wie in jedem Jahr, die Gremienwahlen an. Das ist zwar noch ein wenig hin, dennoch soll mit der Planung bald begonnen werden. Daher wurde nun die Wahlleitung, die die Wahlen traditionell organisieren, ausgeschrieben. Nun soll in den nächsten Sitzungen des Studierendenparlaments (StuPa) der Wahlleiter beziehungsweise die Wahlleiterin plus Stellvertretung gewählt werden.

Zum 2. November wird eine neue Wahlleitung gesucht.

StuPa-Präsident Erik von Malottki betont, wie wichtig der Wahlleiter ist: “Er organisiert die Wahlen zum Studierendenparlament und macht damit studentische Selbstverwaltung erst möglich.” Die Wahlleitung kümmert sich also um die Räumlichkeiten in Absprache mit der Universitätsverwaltung und um die Durchführung der Wahl. Dabei wird diese vom StuPa und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) unterstützt, die Referenten für Hochschulpolitik und politische Bildung informieren über die Tätigkeiten der Wahlleitung.

Die Gremienwahlen finden traditionell im Unihaupgebäude statt. Erik: "Wichtig ist, dass der Wahlleiter nicht selbst antreten wird."

“Das Arbeitspensum ist nicht genau festlegbar, man kann sich die Zeit aber einteilen”, erklärt Erik von Malottki. 400 Euro Aufwandsentschädigung gibt es dann für den Wahlleiter und den Stellvertreter insgesamt. Die Wahlleitung kann aus der gesamten Studierendenschaft stammen, ein hochschulpolitischer Bezug sei laut StuPa-Präsident nicht notwendig. Zwar hätte es in der Vergangenheit durchaus politische Wahlleiter gegeben, wie im vergangenen Jahr Juso Michael Seifert. “Wichtig ist nur, dass er nicht selbst bei der Gremienwahl antreten wird”, schildert Erik.

Die Wahlleitung selbst kann bereits in der StuPa-Sitzung am 2. November gewählt werden. Die Bewerbung muss dafür spätestens um 12 Uhr am 2. November beim StuPa-Präsidium unter stupa@uni-greifswald.de eingehen.

Foto: Christine Fratzke, Flyer StuPa Greifswald

Update vom 1. November:

Die beiden 21-jährigen BWL-Studenten Stefan Damm und Matthias Ullmann wollen sich um die Stellen als Wahlleiter und als stellvertretender Wahlleiter in der morgigen StuPa-Sitzung bewerben.

Ohne Netz – Erfahrungsbericht eines Entzugs

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 um 14:10 Uhr

Während des Schreibens der Hausarbeit schnell was googlen, dann noch fix Mails lesen, kurz nach dem Abstecher ins studiVZ, dem aus der Ecke blinkenden Link folgen, nebenbei in ICQ antworten – so in etwa dürfte bei vielen Studenten die Arbeit am Computer aussehen.

Ein halbes Jahr kein Internet: Ohne Netz von Alex Rühle.

Ähnlich verhackstückt ist auch der Alltag von Alex Rühle. Als Journalist gehört das Internet einfach dazu – eine Information hier, ein Abstecher da, und hochploppende Mails wollen natürlich sofort beantwortet werden.

Bis er beschließt, diesem Teil seines Lebens ein halbes Jahr den Garaus zu machen. Aus der während einer Bahnfahrt gewonnenen Erkenntnis heraus, dass es sich ohne ständig brummelndes Smartphone doch erstaunlich konzentriert arbeiten lässt, beginnt er sein sechsmonatiges Fasten.

Suchtsymptome und Heimlichkeiten

In kurzweiliger Manier berichtet er über seine Erfahrungen, die zwar nicht von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt reichen, aber manchmal nicht allzu weit von dem einen oder dem anderen Extrem entfernt sind. So reflektiert er seine eigenen Suchtsymptome – während eines Urlaubs alle halbe Stunde heimlich ins Netz, es ist ja so wichtig – und leidet durch das ausbleibende Vibrieren des normalerweise in der Hemdtasche am Herzen getragenen Handys. Genauso gibt es aber „die ruhigen Momente, wenn es sich so anfühlte, als würde ich eine Schale klaren Wassers durch die Gegend tragen“.

Ähnlich verhält es sich mit dem gesamten Buch: Mal betrachtet der Autor das Arbeitsumfeld von Google oder skizziert in großem Maßstab ein Szenario, in welchem dem Internet der Platz des Ersterfundenen vor dem Buch zufiel. Dann wird wieder detailliert ein Gespräch mit seinem Sohn geschildert und von der Befreiung einer undankbaren Ente erzählt.

Dabei wird alles durch einen locker-(selbst)ironischen Stil verknüpft, der es dabei doch schafft, auch ernsthafte Themen und die innere Welt des Autors mitzuteilen, ohne ins Oberflächliche oder Klischeehafte abzurutschen.

Nichts aufgezwungen

Wie es einem wohl nach sechs Monaten ohne Netz geht?

Dies ist auch einer der Aspekte, die das Buch so lesenswert machen – eine Sprache, die wirkt, als ob es dem Autor wirkliche Freude bereitet hätte, sich ihrer zu bedienen, die ohne mahnenden Zeigefinger oder überspitzte Meinungsextreme auskommt. Dem Leser wird nichts aufgezwungen oder eine Ansicht als die einzig wahre dargestellt. Wer sich das Buch zu Gemüte führt, kann es als Anlass nehmen, sich auch mit seinem Verhalten dem Internet gegenüber auseinandersetzen, kann es aber ebenso gut einfach genießen und anschließend beiseite legen. Genau diese scheinbare Unverbindlichkeit wird wahrscheinlich viele dazu verleiten, ersteres zu tun.

Und auch wenn nicht, so bereichert die Lektüre doch das Allgemeinwissen, denn immer wieder eingestreut finden sich Wissensbrocken aus einem verblüffenden Fundus, der die Beteuerungen des Autors bezüglich seines schlechten Gedächtnisses Lügen straft.

So etwa ein Zitat Blaise Pascals, nach dessen Worten das gesamte Unglück der Menschheit allein daraus entstünde „dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen“. Oder die Tempovorschriften einer Klaviersonate von Robert Schumann. Oder die – wenig positiv gefassten – Meinungen Reisender am Anfang des 19. Jahrhunderts zum damals neumodernen Eisenbahnfahren. So wie denjenigen, die Pferdekutschen gewöhnt waren, das neue Gefährt mit seinen zu dieser Zeit sagenhaften 30 Stundenkilometern entschieden zu schnell war, so müssen sich heute viele erst an die mit dem Netz kommende Beschleunigung des Lebens gewöhnen, dann passt das schon. Oder nicht? Eine endgültige Antwort gibt der dem Internet keineswegs abgeneigte Autor nicht.

Letztlich bleiben die kleinen Dinge und Momentaufnahmen aus dem halben Jahr. Der Autor kann und will nicht auf www.internetweißalles.de verzichten und fällt rapide in sein altes Suchtmuster zurück. Ein paar Dinge seines Lebens haben sich dennoch geändert. Ein leicht von den Augen ins Hirn wandernde, an einigen Stellen einen zum Weiterdenken anregenden Nachgeschmack hinterlassende Buch wird zugeschlagen. Dann check ich mal meine Mails. Und verzichte wohl auf den verlinkten Abstecher.

Fotos: Aufmacher Klett-Cotta (keine CC-Lizenz), Alexander Franke via jugendfotos.de

 

“Welt Macht Geld” – Entwicklungspolitische Tage in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. Oktober 2010 um 10:00 Uhr

Am Dienstag, dem zweiten November beginnen die Entwicklungspolitischen Tage.

“Geld ist … der Geburtshelfer beinahe allen Fortschritts in der Geschichte”, schwärmt Niall Ferguson, Historiker der Harvard Universität. “Die erfolgreichste Erfindung der Menschheit erweist sich als ebenso genial wie zerstörerisch”, heißt es hingegen im Film “Der Schein trügt” von Claus Strigel. “Welt Macht Geld” ist das Motto der diesjährigen Entwicklungspolitischen Tage (EP-Tage) Mecklenburg-Vorpommerns, die bereits zum zehnten Mal in Greifswald und Rostock stattfinden und am Dienstag, dem 2. November im Pommerschen Landesmuseum feierlich eröffnet werden. Bis zum 13. November finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Geld statt. Im Mittelpunkt stehen dabei die aktuelle Finanzkrise und deren Ursachen. In der Pressemitteilung der Organisatoren heißt es unter anderem:

“Die aktuelle Finanzkrise ist nicht aus heiterem Himmel gefallen. Vielmehr ist ihr Ablauf typisch für viele zurückliegende Krisen. Warum ziehen wir so wenig Lehren aus der Geschichte? Mit dem heutigen Geldsystem werden wir die Probleme unserer Zeit nicht lösen: Armut und Hunger, Konflikte um Ressourcen, Umweltzerstörung und Klimawandel. Liegt es in der Natur des Geldes, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung den Preis für den Reichtum Weniger bezahlt? Kann die Macht des Geldes über die Menschheit wieder abgelöst werden von der Macht der Menschen über das Geld?”

Mit diesen Problemen und Fragen beschäftigen sich die Veranstaltungen der Entwicklungspolitischen Tage. In diesem Zusammenhang soll aus unterschiedlichen Perspektiven an das Thema Geld heran gegangen werden. Es sollen Möglichkeiten alternativen Wirtschaftens aufgezeigt und der Versuch unternommen werden, diese gemeinsam mit den Teilnehmern weiter zu entwickeln.

Zur Einführung in das komplexe Thema zeigen die Veranstalter in Kooperation mit dem Filmclub Casablanca den Streifen “Let’s make Money” während der Eröffnungszeremonie am Dienstag, dem zweiten November um 19 Uhr im Pommerschen Landesmuseum. Anschließend gibt es einen kleinen Empfang mit Buffet.

Seit 2001 findet die sich an gesellschaftlichen, von globaler Relevanz orientierende Veranstaltungsreihe regelmäßig einmal im Jahr statt und wird vom Eine- Welt- Landesnetzwerk in Zusammenarbeit mit dem Greifswalder Weltladen organisiert. Beteiligt sind unter anderem die Greifswalder Ortsgruppe von Amnesty International oder die Vereine „Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V.“ und „DAZ e.V.“.

Das Programm2010 der diesjährigen EP-Tage gibt es hier.

Bildnachweis: Veranstalter (Flyer Welt Macht Geld, keine CC-Lizenz)

Propädeutikum für Lateinkurse beschlossen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Oktober 2010 um 23:03 Uhr

Für viele Geschichtsstudenten stellt das Latinum eine große Hürde in ihrer Studienlaufbahn dar. Nun soll künftigen Studenten der Einstieg in die lateinische Sprache mit einem Propädeutikum erleichtert werden.

Ende des letzten Sommersemesters riefen die Lehrenden am Historischen Institut eine Kommission ins Leben, die Möglichkeiten prüfen sollte, wie den Studierenden der Weg zum Latinum erleichtert werden könne. Ihr gehörten neben dem Fachschaftsrat Geschichte auch Professor Thomas Stamm-Kuhlmann, Direktor des Historischen Instituts, Dr. Bernard van Wickevoort Crommelin vom Lehrstuhl für Alte Geschichte, sowie Dr. Lars Deile vom Arbeitsbereich Fachdidaktik und Jens Metz an, der als Lateindozent tätig ist und auch die Latinumsprüfung abnimmt. Metz schätzt die Zusammenarbeit als harmonisch und fruchtbar ein: “Es gab aus meiner Sicht keine großartigen Meinungsverschiedenheiten. Soweit ich das einschätzen kann, sieht der aktuelle Fachschaftsrat  – eher als der vorige – die Notwendigkeit des Lateins bzw. Latinums für Historiker.” Den Wünschen vieler betroffener Studenten, lediglich Lateinkenntnisse zu verlangen, konnte jedoch nicht entsprochen werden. Eine derartige Änderung der bestehenden Regelungen obliegt allein dem Kultusministerium in Schwerin.

Um den Studenten dennoch entgegenzukommen, beschloss die Kommission die Einführung eines Propädeutikum oder Tutorium. In ihm sollen insbesondere die Kenntnisse der Studenten zu grammatikalischen Grundbegrifflichkeiten auf einen einheitlichen Stand gebracht werden. Professor Stamm-Kuhlmann hat bereits die Finanzierung dieses Propädeutikums beantragt. Bis diese allerdings bewilligt ist, kann noch einige Zeit vergehen. Die Lehrveranstaltung wird frühestens im Sommersemester 2011 angeboten werden.

Eine Regelung, dass das Latinum bis zum Ende des Grundstudiums abzulegen sei, wie es einige Lehrkräfte sich wünschen, wird es jedoch in den nächsten Semestern nicht geben. “Hierfür wäre nach Auskunft des Historischen Instituts eine Änderung der Studienordnung notwendig, womit ein sehr hoher administrativer Aufwand einherginge. Dennoch wäre eine derartige Regelung aus meiner und auf lange Sicht wünschenswert.”, so Metz. Ob eine solche Bestimmung jemals eingeführt wird, steht aber weiterhin in den Sternen.

Hintergrund:

Wer Geschichte auf Lehramt studiert, benötigt für das Staatsexamen das Latinum. Dies stellt viele Studenten, die das Latinum nicht bereits in der Schule abgelegt haben, vor ungeheure Schwierigkeiten. Die Arbeitsbelastung gleicht nicht nur der eines zusätzlichen Studienfachs. Wer die Latinumsprüfung dreimal nicht besteht, darf bundesweit keinen Abschluss machen. Näheres zu bestehenden Regelungen und den daraus resultierenden Problemen gibt es hier.

Bild: eisenbahner via flickr (Lateintext)

Streit um Geld für AStA-Referenten

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Oktober 2010 um 21:54 Uhr

Stupa-Präsident Erik von Malottki:"Eindeutig ehrenamtliche Aufwandsentschädigung"

Die monatliche Aufwandsentschädigung für die AStA-Referenten sei sittenwridig, heißt es in einem kurzen Rechtsgutachten, das noch vom alten StuPa-Präsidium unter Korbinian Geiger in Auftrag gegeben wurde. Sittenwidrig ist eine Bezahlung, wenn der ortsübliche Lohn um 30 Prozent unterschritten wird.

Nach dem Gutachten vom Greifswalder Rechtsanwalt Dennis Shea und Steuerrechtler Jan Evers “stellt die Tätigkeit im Rahmen der Mitgliedschaft des AStA ein nicht selbstständiges Beschäftigungsverhältnis dar, das als solches der Versicherungs- und Beitragspflicht in der Sozialversicherung unterliegt”. So müssten von der Aufwandsentschädigung Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung abgeführt werden.

Stundenlohn von 3,50 Euro

AStA-Referenten erhalten zur Zeit eine Aufwandsentschädigung von 210 Euro monatlich bei einem wöchentlichen Stundenaufwand von 15 Stunden. Legt man nun vier Wochen im Monat zugrunde, kommt man auf 60 Stunden und entsprechend auf einen Stundenlohn von 3,50 Euro. Dabei ist aber unterstellt, dass die Referenten auch wirklich nur 15 Wochenstunden und nicht mehr arbeiten, was von mehreren AStA-Referenten bestätigt wurde.

„Die Vergütung der AStA Referenten ist für mich eine eindeutig eine ehrenamtliche Aufwandsentschädigung“, meint hingegen StuPa-Präsident Erik von Malottki. So sehen es auch viele AStA-Referenten. Entsprechend heißt es im Leitbild des AStA: “Die AStA ReferentInnen sind ehrenamtlich tätig.”

Dennis Shea: “20 Wochenstunden gehen groß über das Maß ehrenamtlicher Arbeit hinaus”

Rechtsanwalt Dennis Shea: "20 Wochenstunden gehen eindeutig über ehrenamtliche Tätigkeit hinaus."

Im Gespräch mit dem webMoritz machte Rechtsanwalt Dennis Shea aber deutlich: Die 20 Wochenstunden “gehen groß über das Maß hinaus, was ehrenamtliche Arbeit ist.” Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung handele es sich bei der Tätigkeit beim AStA um ein Beschäftigungsverhältnis mit einem Lohn, “von dem Steuern und Sozialabgaben zu zahlen sind”. Das Rechtsgutachten stuft die Aufwandsentschädigung  als “einkommenssteuerpflichtigen Lohn” ein, was bedeutet, dass die AStA-Referenten Lohnsteuer von diesen Einnahmen bezahlen müssen, falls sie über den jährlichen Steuerfreibetrag von etwa 8000 Euro kommen.

Weitere Entwicklung abwarten

Die Arbeitsgruppe Satzung des StuPa hält den Inhalt der Stellungnahme für nicht ausreichend. StuPa-Präsident Erik von Malottki:  „Wir versuchen gerade von verschiedenen Seiten(Rechtsaufsicht, AStA Kiel)  Informationen einzuholen um uns ein klares Bild über die rechtliche Lage machen zu können. Bis jetzt haben wir noch keine Rückantwort”, bittet er um Geduld.

Fotos: Christine Fratzke, David Vössing

Der Mut zum eigenen Denken: Der Arbeitskreis kritischer JuristInnen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 um 20:20 Uhr

Der AKJ veranstaltet am 1. November eine Podiumsdiskussion "Polizeigewalt in Deutschland".

Seit Kurzem gibt es den AKJ, den Arbeitskreis kritischer JuristInnen. In diesem Semester wollen die etwa 15 Studierenden Vorträge, Filmabende und Podiumsdiskussionen veranstalten. In der kommenden Woche am 1. November soll eine Podiumsdiskussion zum Thema “Polizeigewalt in Deutschland” stattfinden. Hier debattieren Rainer Wendt als Bundesvorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft, Kampagnenleiterin von amnesty international Katharina Spiess und Tobias Singelnstein (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin) über das zeitgemäße Thema. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Audimax, Hörsaal 1.

Mehr über den AKJ, die Themen ihrer Veranstaltungen und die Podiumsdiskussion mit möglichem Bezug zu Stuttgart 21 gibt es im Podcast.

 

Wer neugierig auf die Arbeit des AKJ geworden ist, kann ihre Treffen besuchen, die jeden Mittwoch ab 20 Uhr im Klex stattfinden. Ab und zu sollen auch Filmabende oder Partys, wie beispielsweise kommende Woche, veranstaltet werden.

Fotos und Podcast: Christine Fratzke

Das Magazin-Am Puls der Stadt am Freitag

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 um 17:45 Uhr

Wisst ihr schon, was ihr heute Abend zwischen 19 und 20 Uhr machen wollt?
Wie wäre es denn, wenn ihr euch gute Musik, interessante Berichte und die wichtigsten Neuigkeiten des Tages anhört?
Und das bequem von Zuhause.

In unserer heutigen Sendung ‘Das Magazin-Am Puls der Stadt’ erfahrt ihr, was ihr heute Abend und am Wochenende in Greifswald erleben könnt, ihr hört die Spotlights mit den Ereignissen des Tages aus Greifswald und Umgebung und unsere Moderatorin erzählt euch, auf welche Wetterbedingungen ihr euch einstellen solltet.
Außerdem hört ihr ein Interview mit dem Vorsitzenden des Greifswalder Debattierclubs, welcher an diesem Wochenende die renommierten ZEIT-Debatten ausrichten wird.
Seid ihr auch schon gespannt, wie unser Hörspiel ‘Verhängnisvolles Wissen’ weitergeht?
Heute hört ihr in unserer Sendung den zweiten Teil unserer neuen Rubrik “Die Kassette”. Seid gespannt!

Also, macht es euch auf dem Sofa bequem, stellt das Radio auf die Frequenz 98,1 und genießt eine Stunde ‘Das Magazin-Am Puls der Stadt’

Uns gibt es übrigens auch über Livestream zu hören auf www.98eins.de

Bologna-Umsetzung: “Eklatant gescheitert”

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Oktober 2010 um 15:07 Uhr

Professor Alexander Wöll: "Bachelor verlängern!"

Schnelleres Studium, internationale Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen, niedrigere Abbrecherquoten, bessere Mobilität durch vereinfachte Anrechnung von Prüfungsleistungen an anderen Unis, waren die Ziele der der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Einig waren sich am Donnerstag Abend die Referenten, dass die Umsetzung der Bologna-Reform “eklatant gescheitert ist”, wie Stupist und Landesvertreter der Studierendenschaft, Thomas Schattschneider formulierte und die “Hochschulen auf einem Himmelfahrtskommando” sieht. Etwa 30 Zuhörer, darunter auch Stupisten und AStA-Referenten, waren zur Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Liberalen Gesprächsforum Greifswald und der Liberalen Hochschulgruppe ins Unihauptgebäude unter der Moderation von Nikolaus Möbius gekommen.

“Studierende durch Prüfungsdiche überlastet”

Thomas Schattschneider: "Hochschulen auf Himmelfahrtskommando"

Gegen die Umsetzung der Bologna-Reform gab und gibt es großen Widerstand unter den Studenten. Für Professor Alexander Wöll, Dekan der Philosophischen Fakultät, ist die “fehlende Mobilität der wundste Punkt”, denn Anrechnungen waren früher problemlos, heute sei hingegen das Gegenteil der Fall.  Weiter berichtet der Dekan der Philosophischen Fakultät, dass Bachelor und Master in Oxford so nicht eingeführt worden seien. Hans Kreher als bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion sieht die “Studierenden durch die Prüfungsdichte überlastet.” Jedoch will er die Reform nicht rückgängig machen. Auf Nachfrage von Franz Küntzel zeigte sich Kreher offen für einen Bachelor beim Lehramt. “Dann können die Studenten danach praktische Erfahrungen sammeln”.

David Wulff: “Vorwurf Bachelor als Schmalspurausbildung nicht von der Hand zu weisen”

David Wulff: "Viel Schlimmer kann es nicht mehr kommen"

Zustimmung erhielt der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Ratjen: “Das Diplom ist international anerkannt.“ Kritik erntete er aber, als er Noten als “völlig irrelevant und subjektiv“ bezeichnete. Es komme auf die Leistung an. Dem hielt Wöll entgegen: “Noten sind sozial gerecht“, sonst würden die Unternehmen nur die Bewerber von Bekannten auswählen. Ratjen habe nicht unrecht, so der Unternehmer David Wulff, dass der Bachelor eine “Schmalspurausbildung“ sei. “Der Vorwurf ist nicht von Hand zu weisen.“ Studenten seien dann an ein Unternehmen gebunden, daher sei diese Ausbildung „nicht ganz verkehrt.“ Studenten mit Diplom “werden aber lieber genommen“. Diese erhalten aber auch ein höheren Lohn, während die Personalkosten für die Unternehmen beim Bachelorabschluss günstiger sind.

Reform der Reform: Bachelor über acht Semester?

Hans Kreher: Offen beim Lehramtsstudium.

Um die Umsetzung zu verbessern, wurden verschiedenen Lösungsansätze diskutiert. Wöll will die “Reform der Reform”, indem ein Auslandssemester einfacher möglich wird und die Studiendauer des Bachelors verlängert wird. Thomas Schattschneider schlug hierzu einen “achtsemestrigen Bachelor und dann hochspezialisierte Masterstudiengänge” vor. Um das zurückgehende ehrenamtliche Engagement zu fördern, sollte es ECTS-Punkten geben so Schattschneider weiter, was Dekan Wöll aber ablehnte: “Dann wird das noch wahnsinniger”. Die Unterfinanzierung will Kreher durch mehr Bundesmittel ausgleichen, aber nicht durch Studiengebühren. David Wulff appellierte an Änderungen vor Ort und fasste Bologna-Umsetzung wie folgt zusammen: “Viel Schlimmer kann es nicht mehr werden.“ Alles in allem standen die Diskutierenden dem Bachelorstudium und -abschluss kritisch gegenüber, für Reformen sprachen sie sich dann im Ergebnis aus. So könnten die Ziele, die hinter der Einführung des Bachelors und Masters, vielleicht doch umgesetzt werden.

Fotos: David Vössing

Verbindungsstudenten entwendeten Tutoren-Shirts

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Oktober 2010 um 17:41 Uhr

Ein orangener Baum auf braunem Untergrund: So sahen die diesjährigen T-Shirts für die Tutoren in der Ersti-Woche aus. Anders war dies bei den Juristen. Ihre Tutoren-Shirts waren verfärbt und durchlöchert. Wie nun bekannt wurde, sind 48 T-Shirts abhanden gekommen. Stattdessen konnten nur noch Restbestände verteilt werden.

Über den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) wurden die Shirts für alle Tutoren verteilt. Der zunächst noch Unbekannte hat die Shirts am AStA-Stand in der Mensa abgeholt. Das Ganze spielte sich in und vor der Mensa, während der Ersti-Begrüßung am Montag, dem 4. Oktober 2010 ab.  Für die Jura-Tutoren seien diese, meinte er. Finanzreferentin Corinna Kreutzmann händigte die Shirts aus und war verwundert, als dann kurz darauf wieder ein Mitglied vom Fachschaftsrat (FSR) Jura die Kleidungsstücke abholen wollte.

Für die Jura-Tutoren in der Erstsemesterwoche gab es nur kaputte T-Shirts.

Sie beschrieb den vermeintlichen Jurastudenten, der die T-Shirts entgegennahm. Wenig später ist dem Vorsitzenden des Fachschaftsrats Sebastian Blatzheim eine Person aufgefallen, auf die die Personenbeschreibung passte. „Ich habe ihn dann damit konfrontiert“, schildert Sebastian, „Zuerst hat er alles bestritten, es dann aber doch eingeräumt.“ Der Unbekannte habe die 48 Shirts an beliebige Jurastudenten verteilt, wurde selbst in einer Gruppe von fünf Studenten gesehen, von denen alle ein Shirt trugen, die aber dem FSR Jura nicht als Tutoren bekannt waren. Die Mitglieder des Fachschaftsrats vermuten, dass diese an Mitglieder unterschiedlicher Verbindungen gegeben wurden. So sagte der FSR-Vorsitzende in der StuPa-Sitzung vom 27. Oktober, dass es vermutlich Corps-Mitglieder waren.

Den eigentlichen Tutoren kamen dann lediglich Restbestände an T-Shirts zu. Diese Kleidungsstücke befanden sich allerdings in einem schlechten Zustand, da sie in der Mensa gelagert wurden, wo sich ein Wasserschaden ereignete. „Allen Tutoren, die ehrenamtlich arbeiten wollten, konnten wir nur kaputte und verfärbte T-Shirts geben“, bedauert FSR-Vorsitzender Sebastian Blatzheim. Ein kleiner Trost: Immerhin konnten die Tutoren so noch kostenlos die Partys der Ersti-Wochen besuchen.

Der FSR Jura positioniert sich deutlich gegen den Vorfall.

Der Fachschaftsrat Jura hat bereits reagiert. „Die gängige Praxis der ‘Ersti-Rekrutierung’ durch Verbindungen widerspricht unserem Bild von einer Tutor-Ersti-Beziehung. Die Dreistigkeit, mit der hier vorgegangen wurde, zwingt uns jedoch zum Handeln. Wir haben uns entschlossen, in Zukunft keine ‘Verbindungs-Tutoren’ mehr aufzunehmen“, sagt der FSR. Der Vorsitzende Sebastian Blatzheim ergänzt außerdem: “Ich bedauere die Nachwuchsprobleme der ansässigen Burschenschaften ausdrücklich und verweise in diesem Zusammenhang auf den Markt der Möglichkeiten, auf dem sich Verbindungen, Schützenvereine oder ähnliche Initiativen präsentieren können.”

Gemeinsam mit dem AStA wird nun überlegt, wie sich das weitere Vorgehen gestalten soll. Vermutlich in der kommenden Woche wird sich dafür die Vorsitzende des Studierendenausschuss Daniela Gleich mit dem Faschschaftsrat in Verbindung setzen.

Logo und Foto: FSR Jura

21:30 Eine inhaltliche Ergänzung wurde am Beitrag vorgenommen.

Das Magazin am Puls der Stadt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Oktober 2010 um 16:14 Uhr

Dieses Wetter lädt dazu ein, sich einen gemütlichen Abend vor dem Radio zu machen. Also schaltet von 19 bis 20 Uhr das Magazin ein. Bei uns erfahrt ihr aktuelle Nachrichten und die Wetterprognose für morgen. Sophie Pussehl hat für euch die besten Veranstaltungen für heute Abend rausgesucht. Außerdem informieren wir euch näher über die 24h-Vorlesung und Alia Mross hat für  Tobias Keye im Interview, der ihr etwas über seine kleine Weltreise mit einem Trabbi erzählt. Falls ihr schon immer mehr über die Irrtümer in der Tierwelt erfahren wolltet, z.B. warum Biene Maja gar keine Biene ist, solltet ihr unsere Rubrik “Ich hab da mal ne Frage” nicht verpassen.

Also schaltet ein und macht es euch gemütlich.

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