Fast zwei Jahre lang war es um die Berliner Pop-Rock Gruppe „Wir sind Helden“ ruhig geworden. Das könnte unter anderem daran liegen, dass Sängerin Judith Holofernes und Schlagzeuger Pola Roy mittlerweile ihr zweites Kind bekommen haben. Dafür sind sie mit ihrem neuen Album „Bring mich nach Hause“ wieder direkt durchgestartet; Platz 1 in den deutschen Albumcharts.
Aber trotz des Nachwuchses haben die vier Musiker nicht umgeschwenkt auf die Produktion von Kinderliedern. Gereift ist die Musik nichtsdestotrotz. Die Texte sind wieder tiefsinnig, teilweise recht schwer, wie beim Titelsong des Albums „Bring mich nach Hause“, manchmal aber auch tänzerisch, wie bei „Was Uns Beiden Gehört“.
Begonnen wird das Album mit der eher vertrackteren Nummer „Alles“, die man mehrmals hören muss, bis man alles verstanden hat. Ein eher in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Titel ist der Song „Meine Freundin War Im Koma Und Alles, Was Sie Mir Mitgebracht Hat, War Dieses Lausige T-Shirt“. In Punkto Text und Komposition kann „Die Ballade Von Wolfgang Und Brigitte“ punkten, welches sich inhaltlich mit einem Beziehung-Drama in Zeiten des Gender Mainstreaming befasst. Auch dem Jazz wird Tribut gezollt: Denn dank gedämpfter Trompete kann der Song „Dramatiker“ punkten. Wenn man sein Kind mit moderner Musik in den Schlaf bringen will, so ist „Die Träume Anderer Leute“ wärmstens zu empfehlen, denn dort säuselt Sängerin Judith das Kinderlied „Schlaf Kindchen Schlaf“.
Im Fazit kann man sagen, dass „Bring Mich Nach Hause“ durch und durch ein typisches „Wir sind Helden“ Werk ist. Trotz einiger Verschrobenheit und mancher Text-Bonmots stimmig geraten. Und so kann man es sich für den Herbst 2010 recht behaglich mit dem neuen Album einrichten.
Im Rathaus wird zwischen dem 4. und 15. Oktober eine Außenstelle zur Anmeldung eingerichtet.
Um Erstsemestern den langen Weg in die Spiegelsdorfer Wende zur Anmeldung des Wohnsitzes zu ersparen, wird im Rathauskeller vom 4. bis 15. Oktober eine Außenstelle der Einwohnermeldebehörde eingerichtet. Die Neu-Studentinnen und Studenten müssen zur Anmeldung gültige Personaldokumente mitbringen.
Die Abschluss von Verträgen für Strom, Wasser und Gas bei den Greifswalder Stadtwerken ist ebenfalls in der Außenstelle möglich. Studierende und Auszubildende, die ihren Hauptwohnsitz in der Universitäts- und Hansestadt anmelden, erhalten eine Umzugsbeihilfe in Höhe von 150 Euro. Diese Beihilfe ist einmalig und wird bei der Anmeldung als Barscheck ausgezahlt.
Für die Beantragung der Umzugsbeihilfe müssen Studentinnen und Studenten sowie Auszubildende ihre Immatrikulationsbescheinigung oder Ähnliches vorlegen. Die Außenstelle wird im genannten Zeitraum von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr sowie zwischen 13.00 Uhr und 16.30, Freitags von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr öffnen.
Wie Franz Küntzel vom Allgemeinen Studierendenausschuss in einer der vergangenen Sitzungen mitteilte, werden für das bevorstehende Wintersemester bis zu 3.000 Erstsemester erwartet. Nähere Zahlen liegen dem webMoritz dazu derzeit noch nicht vor.
Erinnert ihr euch noch daran, wie schwer die Wohnungssuche am Anfang eures Studiums war? Auch dieses Jahr brauchen 3000 Erstsemester einen Schlafplatz. Wenn du mit einem Platz auf deiner Couch helfen willst, kannst du dich hier informieren.
Für alle, die noch ohne Schlafplatz da stehen: hier der entsprechende Infospot.
Zum letzten Mal kann in diesem Jahr das Innere des Wendelstein geblickt werden.
Während in der Öffentlichkeit immer wieder gegen Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke demonstriert und Erzeugung von Strom aus Wind, Wasser und Sonnenlicht als Alternative favorisiert wird, beschäftigen sich seit 1994 Greifswalder Wissenschaftler mit einer ganz anderen Alternative zu Kraftwerken, welche die Umwelt entweder mit Kohlenstoffdioxid oder Uranstrahlung belasten. Sie untersuchen im Max-Planck Institut für Plasmaphysik die Möglichkeit der Energieerzeugung durch die Kernfusion. Hierfür wird seit mehreren Jahren am Versuchsreaktor „Wendelstein 7-x“ gebaut.
Samstag, dem 25. September können Interessierte am Tag der offenen Tür des Max Planck Instituts für Plasmaphysik mehr über das Kernfusionsexperiment der Greifswalder Physiker erfahren. Von 10 bis 17 Uhr organisieren die Forscher Führungen durch die Montagehallen des Wendelstein-Reaktors. Darüber hinaus wird es in diesem Jahr zum letzten Mal möglich sein, einen Blick in das Innere der Anlage zu werfen. Im kommenden Jahr werden die letzten beiden Module montiert sein.
Mit Hilfe einer 3D-Präsentation möchten die Wissenschaftler im IPP die Besucher auf eine virtuelle Reise durch den Versuchsreaktor mitnehmen. Ziel des Projektes ist es, ein Kraftwerk zu erschaffen, das, ähnlich wie die Sonne, aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie gewinnt. Hierfür muss ein Wasserstoff-Plasma, das als Brennstoff dient, in Magnetfeldern eingeschlossen und auf Temperaturen von über 100 Millionen Grad aufgeheizt werden. Wie man Plasma in einen Magnetfeldkäfig einsperrt, Kollisionen bei der Fusion vermeidet, warum die Spulen auf minus 269 Grad Celsius gekühlt werden müssen, wozu man ein TÜV-Zertifikat für den Versuch benötigt und welchen Herausforderungen sich die Wissenschaftler stellen müssen, wird in speziellen Vorträgen erläutert.
Kinder und Jugendliche können sich am IPP ebenfalls ausprobieren und beispielsweise selbst mit Magneten experimentieren. Darüber hianaus ist der Forschungsstandort auch eine Ausbildungsstelle. Wer sich für eine Lehrstelle am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik interessiert, kann sich morgen ebenfalls vor Ort informieren und mit der potentiellen Lehrstelle vertraut machen.
Betreten verboten: Die Mitarbeiter des Historischen Instituts wurden heute Vormittag in ein langes Wochenende entlassen.
Das Historische Institut auf dem alten Campus in der Domstraße ist heute gesperrt worden, nachdem ein Statiker des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaften (BBL) Zweifel an der Belastbarkeit einzelner Deckenteile geäußert hat. Bereits vor zwei Wochen waren Teile des Gebäudes dicht gemacht worden, weil sich dort große Mengen Putz aus der Decke gelöst hatten. Zum Vorschein kamen poröses Mauerwerk und verrostete Stahlträger.
Heute empfahl der Statiker, das ganze erste Obergeschoss zu sperren. Der stellvertretende Kanzler Dr. Peter Rief habe dann entschieden, sicherheitshalber das komplette Gebäude zu sperren, sagte Uni-Pressesprecher Jan Meßerschmidt, denn: „die Decken sind ja überall gleich gebaut.“ (mehr …)