Was sonst noch war: webMoritz kompakt (5)

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2010 um 06:00 Uhr

Der letzte Vorlesungstag ist so gut wie vorbei und die vorlesungsfreie Zeit steht vor der Tür und damit die Prüfungen. Als kleine Ablenkung zwischen den Lernphasen gibt es einen Überblick zu den Ereignissen und Entwicklungen, denen wir uns bisher nicht gewidmet haben – teils, weil sie keinen ganzen Artikel rechtfertigten, teils, weil es an personeller Kapazität in der Redaktion mangelte.

Hinweis: An manchen Stellen sind Artikel aus Online-Medien verlinkt, die nur für Abonnenten zugänglich sind oder nur für einen begrenzten Zeitraum kostenlos im Netz stehen. Daher kann es sein, dass die verlinkten Artikel nicht oder nicht mehr verfügbar sind.

Volkshochschule bietet 160 Kurse und kostenlose Sprachtests an

Vor einigen Tagen veröffentlichte die hiesige VHS ihr Programm für das Früjahrssemester (ab 15. März). Es umfasst rund 160 Kurse an, etwa die Hälfte im Bereich Sprachen. Insgesamt können 16 verschiedene Sprachen gelernt werden (z.B. Dänisch, Englisch, Japanisch, Russisch), für einige gibt es einen kostenlosen Einstufungstest auf der Homepage. Des Weiteren werden Gesundheitskurse angeboten (z.B. Yoga, Progressive Muskelentspannung, Rückenschule) und eher exotische Angebote wie Gartenkeramik und “Fit fürs Schöffenamt”.

Online-Petitionen jetzt auch auf Landesebene

Wie die OZ berichtete wurde am Mittwoch von den Abgeordneten beschlossen, dass nun auch per Online-Formular Hilfegesuche und Beschwerden an den Schweriner Landtag gerichtet werden können. Noch ist dazu nichts in der Parlamentsdatenbank zu finden und es bleibt abzuwarten, ob es wie auf Bundesebene ein eigenes Portal für die Online-Petitionen geben wird.

CDU erstattet Anzeige gegen falschen Twitter-Account

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Der echte Axel Hochschild (CDU)

Letzte Woche wurde von einem Unbekannten ein Twitter-Account mit dem Namen A_Hochschild eingerichtet, der den Eindruck erweckte, dass Axel Hochschild, der Vorsitzende der Greifswalder CDU-Bürgerschaftsfraktion, diesen betreibe. Die Greifswalder CDU-Bürgerschaftsfraktion erkärte “Dass diese [Einträge] tatsächlich nicht von Axel Hochschild stammen bedarf keiner weiteren Erläuterung” und dass der Unbekannte Identitätsbetrug zum Nachteil Hochschilds begangen habe und das Foto des Kommunalpolitikers illegal verwendet. Laut Ostseezeitung hat die Fraktion Strafanzeige erstattet. Blogger Oliver Wunder hat einen Screenshot der Twitter-Seite von A_Hochschild gemacht, die mittlerweile gelöscht ist, und diese bei sich vorgestellt. In den Kommentaren entspann sich eine Diskussion, ob der Account unter Satire fällt. Es meldete sich ein Rechtsanwalt für Presserecht, der erklärte, dass eine solche Namens- und Urheberrechtsverletzung dann gerechtfertigt sei, wenn es sich um erkennbare Satire handelt, d.h. eine zulässige Form der freien Meinungsäußerung und keine beleidigende Schmähkritik.

Landesmuseum bietet mehr Landesgeschichte und die Geburt der Romantik

Wappen des schwedischen Königs Adolph I. Friedrich (Quelle: Pommersches Landesmuseum)

Wappen des schwedischen Königs Adolph I. Friedrich

Am 9. Juni wird das Pommersche Landesmuseum den zweiten Teil der Dauerausstellung zur Landesgeschichte eröffnen. Dann kommen zu den bereits vorgestellten 14.000 Jahren pommerscher Geschichte weitere 300 Jahre hinzu. Die schwedische und preußische Zeit Pommerns bis zum anbrechenden 20. Jahrhundert werden auf einem weiteren Stockwerk erlebbar gemacht. Unter den rund 1200 Exponaten befindet sich auch das nebenstehende Wappen des schwedischen Königs Adolph I. Friedrich. Es wurde 1758 von Christian Benjamin Grünwald aus Greifswald angefertigt und zierte eine Wand im Greifswalder Hofgericht.

Vom 28. August bis 21. November wird es eine Sonderausstellung zur Geburt der Romantik in Pommern geben, in der die Künstler Philipp Otto Runge (1777 – 1810) aus Wolgast, Caspar David Friedrich (1774 – 1840) aus Greifswald und Friedrich August von Klinkowström aus Ludwigsburg (1778 – 1835) mit etwa 20 Gemälden und 80 Grafiken vorgestellt werden.

Renovierung der Anglistik-Fassade

Wie die OZ gestern berichtete steht die Renovierung der Anglistik-Fassade in der Steinbeckerstraße ganz oben auf der Prioritätenliste der Universität. Für die Bauunterhaltung stehen der Universität 500.000 Euro Landesmittel zur Verfügung. Das Gebäude der Anglistik wird als Denkmal eingeschätzt, jedoch wird nur die Fassade renoviert, nicht z.B. die einsturzgefärdete Treppe Mit einer Verhüllungsaktion hatten Studenten im November auf den schlechten Bauzustand des Gebäudes aufmerksam gemacht.

Stadt bietet Stadtpläne zum Herunterladen an

Unter der Rubrik Geobasisdaten bietet die Stadt Greifswald eine digitale Stadtgrundkarte und thematische Karten (z.B. mit Radwegen, Containerstellplätzen) als PDF-Dokumente an. Die Karten können digital wie analog erworben werden, was je nach Größe und Art zwischen 3,50 und 22 Euro kostet.

Weiterhin werden ab Februar aktuelle Stadtpläne in beleuchtete Vitrinen in der Wolgaster Landstraße am Studentensteig und Am Mühlentor vor der Mensa gehängt. Dafür wurde eigenes Kartenwerk von der Abteilung Vermessung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald aufbereitet. Eine Alternative dazu bieten die Daten von OpenStreetMap wie Oliver Wunder in einem Beitrag zur Erstellung erklärt. Die Daten des Projektes stammen von Freiwilligen (ähnlich wie bei der Wikipedia) und ist für Greifswald aktueller und genauer als Markführer GoogleMaps.

Bilder:

Wappen – Pommersches Landesmuseum

Axel Hochschild – CDU Kreisverband

Erasmus-Studenten in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 18:45 Uhr

Jedes Semester treibt es viele Studenten ins Ausland. Auch hier in Greifswald können wir Erasmus-Studenten begrüßen. Wie es ihnen hier ergeht und wie sie unterstützt werden, seht ihr im folgenden Beitrag…

Was passiert nach der Urabstimmung?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 18:43 Uhr

Am 15. Januar wurden die Stimmen der Urabstimmung gezählt. Was sagen die Arndt-Gegner bzw. Befürworter zu dem Ergebnis? Und wie geht es nun in der Debatte um den Namenspatron weiter? Wir haben mit Mitgliedern des Senats, sowie Vertretern der beiden Initiativen einmal gesprochen…

Wahlauszählung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 18:37 Uhr

Nach einer erfolgreichen Wahlwoche fand am Freitag, 15.01.2010, die Auszählung für die StuPa-Wahl und die Urabstimmung statt. Die wichtigsten Ergebnisse findet ihr hier…

Stell dir vor: Arndt ist tot und keiner geht hin

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 16:38 Uhr

Ein Kommentar von Gabriel Kords

Nach der mehr als halbjährigen Debatte dürften die meisten Greifswalder Studenten inzwischen rudimentäre Kenntnisse über den Uni-Namenspatron erworben haben. Doch dass sich der Todestag des alten Arndt heute zum 150. Mal jährt, ist vermutlich den wenigsten geläufig. Das mag nicht weiter schlimm sein, und doch verwundert es, dass seitens der Universität und ihrer Institute heute offenbar keinerlei Anstalten gemacht wurden, des Patrons zu gedenken. Das zumindest erklärte der Pressesprecher Jan Meßerschmidt auf Nachfrage. Er könne das verstehen, fügte er noch hinzu, denn bestimmt wolle “niemand Öl ins Feuer gießen.”

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Arndt hat einen Platz auf dem Rubenowdenkmal - aber das war's auch schon.

Das klingt verständlich, denn schließlich scheint die Debatte nach der Urabstimmung und ihren zahlreichen Interpretationsmöglichkeiten gerade endlich einmal etwas abzuklingen. Doch dass sich unter den in den letzten Wochen dann doch noch zahlreich hervorgetretenen Verteidigern des Namenspatrons offenbar niemand findet, der ihm heute gedenken will, verwundert schon ein wenig. Gerade heute böte sich Gelegenheit, einen würdevollen und differenzierten Einblick in Leben und Werk Arndts zu geben.

Wobei: Eine Ausnahme gibt es. Die Burschenschaft Markomannia veranstaltet heute Abend auf ihrem Verbindungshaus am Karl-Marx-Platz eine Lesung mit Texten des Dichters. Muss man ihr dafür am Ende noch dankbar sein? Nein, denn ganz unabhängig von der Frage nach politischen Einstellungen und Hintergründen der Verbindung ist unbestreitbar: Eine offizielle Repräsentationsfunktion aller Uni-Angehörigen kann und will die Burschenschaft gewiss nicht erfüllen.

Doch außer dieser Veranstaltung gab es heute nur eine kleine Anzeige auf der dritten Seite des Lokalteils der Ostsee-Zeitung. “Zur Erinnerung!” an Arndt hieß es da – unterzeichnet von “Professoren und Freunden der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald”.

Dass es – abgesehen von der Anzeige – heute offenbar ausschließlich einer Burschenschaft überlassen bleibt, des Uni-Namenspatrons zu gedenken, ist ein Armutszeugnis für alle, die sich Mühe geben, das Patronat Arndts über dieses Jahr hinaus zu erhalten. Die Universität als Ganzes muss sich angesichts dieses offensichtlichen Unwillens zur Identifikation oder auch nur zur Würdigung ihres Patrons in der Tat fragen lassen, ob sie seinen Namen noch tragen will.

Bild: gemeinfrei

Dritte Bürgerkonferenz: Neue Ideen für den Radverkehr

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 13:12 Uhr

Auf der dritten Bürgerversammlung zum Kommunalen Klimaschutz, in der es um das Radverkehrskonzept der Hansestadt Greifswald ging, gab es eine lebhafte Debatte zwischen Befürwortern und Gegnern über den Ausbau des Radverkehrs. Eine Vielzahl von Freunden des Radverkehrs sprach sich für den Ausbau aus, woraufhin Kritiker erwiderten, dass es nicht zu unsinnigen Verkehrsführungen für Autofahrer kommen dürfe. Insgesamt nahmen etwa siebzig Bürger teil und brachten ihre Meinung in den Radverkehrsplan ein.

In der Veranstaltungsreihe, die sich mit dem übergeordneten Ziel beschäftigt, den Ausstoß an CO2 zu senken, wurde im ersten Teil das Radverkehrskonzept durch die Stadt und die Planungsbüros Dr.-Ing. Ditmar Hunger aus Dresden vorgestellt und im Anschluss in drei getrennten Arbeitsgruppen diskutiert.

Bürger diskutieren über Möglichkeiten der Verbesserung

Bürger diskutieren über Möglichkeiten der Verbesserung

Bei der allgemeinen Debatte nach der Vorstellung des Planes entflammten kurzzeitig einige Emotionen. Einige Radverkehrsbefürworter hatten die Finger in die Wunde gelegt und die Schwachstellen der Verkehrspolitik angesprochen, wie z.B. die fehlende Diagonalquerung der Europakreuzung. Dies rief unter anderen einen Busfahrer aufs Tableau, der es für unverständlich hielt, warum für eine Diagonalkreuzung 100.000€ im Haushalt bereitgestellt würden, wenn für Busverkehr nicht einmal Geld für defekte Bus-Ampeln bereitstehe.

In den drei Arbeitsgruppen “Radroutenführung”, “Attraktivität der Radwege” und “Schwerpunkte” äußerten sich alle Bürger sehr positiv gegenüber den vorgestellten Projekten. Vor allem die Diagonalquerung und die Freigabe der Anklamer Straße sowie Domstraße gefielen. Auch die Erweiterung der Fahrradstraße begrüßten die Bürger.

Gerhard Imhorst im Gespräch mit einer Bürgerin

Gerhard Imhorst im Gespräch mit einer Bürgerin

Einige Punkte konnte die Teilnehmer den Planern noch mit auf den Weg geben. Zum einen müsse die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert werden. Hier sahen viele Radfahrer Nachholbedarf vor allem in der Aufklärung der Autofahrer. Viele fühlten sich bedrängt vom motorisierten Verkehr und forderten teilweise sogar Kontrollen an gefährlichen Stellen. Auch an der Europakreuzung sehen die Einwohner Greifswalds noch Nachholbedarf. Es wurden die Vergrößerung der mittleren Insel angemahnt und auch die Ampelschaltungen müssten an die Fußgänger- und Fahrradströme angepasst werden.

Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt betrifft die Radabstellmöglichkeiten. Hier sei Greifswald eindeutig unterentwickelt und müsse nachbessern. Auch die in Aussicht gestellten 16 Fahrradboxen am Bahnhof konnten die Bürger kaum zufriedenstellen.

Als aktueller und derzeit brennendster Punkt wurde die nicht vorhandene Räumung der Rad- und Fußwege kritisiert. Dies sei eine massive Benachteiligung des unmotorisierten Verkehrs und nicht hinnehmbar für die Bürger der Stadt.

Der verantwortlicher Planer Gerhard Imhorst zeigte sich zufrieden mit den Rückmeldungen und gab an, die Einwände in einen aktualisierten Radverkehrsplan bis März integrieren zu wollen. Dieser neue Plan wird dann im Frühjahr in den politischen Gremien besprochen. Wichtig sei es, so Imhorst, die Akzeptanz des Radverkehrs gegenüber den Autofahrern zu erhöhen. Dies benötige Zeit, was eben auch einen gewissen Lernprozess für alle Verkehrsteilnehmer beinhalte.

Kabarettist Bodo Wartke begeisterte Stralsunder Publikum

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2010 um 12:53 Uhr

Am Donnerstag, den 28.01, trat der bekannte und vielfach ausgezeichnete Solo-Kaberettist Bodo Wartke mit Liedern am Klavier  in der “Alten Brauerei” in Stralsund auf.

In Rostock wurde er Tags zuvor bereits von einem begeisterten Publikum bei seinen Liedern begleitet. Die nächste Station seiner Tour wird Neubrandenburg heißen. Der 32-Jährige ist durch seine humorvoll-bissige Reimkunst und brilliante Klaviereinlagen seit Jahren eine febodo_warte_interview437x236-Mariusste Größe in der Sparte Kabarett. Im Fernsehen moderiert er seit 2006 das jährliche Musikfestival “Songs an einem Sommerabend”.

Von Liebe und Verlassenwerden, dem einzigen fortlaufenden Thema seiner Stücke, greift sein Witz auf Alles, was Situationskomik und Lebensweisheit hergeben. Gemieden werden auch keine gesellschaftlich brisanten Erscheinungen, wie die Überflutung durch die Computertechnologie und ihrer Missionare der Apple Gemeinde oder dem zweifelhaften Erfolg Generationen amerikanischer Präsidenten.

Der Zuschauer erhält darüber hinaus Gelegenheit,durch die inzwischen berühmt gewordene Strophensammlung, die 88 Sprachen zur Liebe sprechen lässt, mitzuwirken.

Hier hört man mehr:
 

Foto und Text: Marius Külzer

Finanzprobleme bei den Ostseefestspiele: OpenAir-Aufführungen gestrichen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2010 um 17:45 Uhr

Wie das Theater Vorpommern heute mitteilte, werden die Ostseefestspiele 2010 nur in eingeschränktem Umfang stattfinden. Das Land Mecklenburg Vorpommern hat seinen Theatern bisher keine Zusagen über Zuschüsse für 2010 gegeben hat. In der Pressemitteilung des Theaters heißt es dazu: “Angesichts der finanziellen Lage und dieser Unsicherheit von Seiten der Landesregierung hat das Theater Vorpommern ein neues, weniger riskantes Konzept für die Ostseefestspiele entwickelt.”

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Logo der Ostseefestspiele

So wird die geplante OpenAir-Inszenierung von William Shakespeares “Romeo und Julia” am Greifswalder Museumshafen ersatzlos gestrichen. Die Doppelballettaufführung “Carmina Burana”/”Symphonic Pink Floyd”, die in Stralsund ebenfalls unter freiem Himmel geplant war, wird nun rein konzertant im dortigen Theater und in der Greifswalder Stadthalle stattfinden. Daneben wird in Stralsund “Der fliegende Holländer”  und in Greifswald die Musical-Produktion “Eine Woche voller Samstage” in der Klosterruine gezeigt werden.

Pressesprecherin Julia Lammertz erklärte gegenüber dem webMoritz: “Neben den aufwändigen Kulissen stellt natürlich auch das Wetter ein Risiko für die finanziellen Planungen dar, das wir unter den gegebenen Umständen nicht eingehen können.” Zwar seien bereits einige Werbematerialien für die Vorankündigungen produziert worden, weitere Kosten für die nun abgesagten Vorführen seien jedoch nicht entstanden. Im vergangenen Jahr waren einige der Vorstellungen auf Grund von schlechtem Wetter ausgefallen. Das geplante Ballett ist zudem deutlich abhängiger von einer trockenen Bühne als die Inszenierungen 2009.

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Im vergangenen Jahr wurde am Museumshafen "Der Widerspenstigen Zähmung" aufgeführt.

Das Kindermusical “Eine Woche voller Samstage” lief in Greifswald bereits im letzten Jahr. Die Produktion sei jedoch, so Lammertz, von Anfang an auf zwei Jahre ausgelegt gewesen, weswegen dafür keine größeren Investitionen notwendig seien: “Die Kulissen und Kostüme sind vorhanden. Der Aufwand für die Aufführungen in der Klosterruine ist zudem deutlich geringer, als der Aufbau einer speziellen Bühne am Museumshafen.”

Weiterhin erklärte sie, die Landeszuschüsse für die Theater seien bereits seit 1994 eingefroren, was es ohnehin schwierig mache, einen laufenden Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Beim Theater sei man zudem enttäuscht, dass die eigene Bereitschaft für Kooperationen und Zusammenschlüsse, die viel Geld gespart hätten, von Seiten des Landes nicht honoriert würden. Das Theater Vorpommern wird von den Städten Stralsund und Greifswald sowie vom Kreis Rügen getragen. Vor einigen Monaten fanden Verhandlungen über Kooperationen unter anderem mit den Schauspielhäusern in Anklam und Wismar statt. Das Kultusministerium hatte bereits im Oktober 2008 angekündigt Kürzungen im Theaterbereich vornehmen zu wollen.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es fälschlich, die Stadt Putbus sei Gesellschafterin des Theaters. Tatsächlich ist es aber der Kreis Rügen. Der Fehler wurde korrigiert.

Bilder:

“Der Widerspenstigen Zähmung” – Vincent Leifer/ Theater Vorpommern

Logo “Ostseefestspiele” – Theater Vorpommern

Abgesagt: Wiglaf Droste kommt heute nicht

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2010 um 14:58 Uhr

UPDATE 29.1., 10:45 Uhr: Wie uns soeben mitgeteilt wurde, fällt die an dieser Stelle angekündigte Veranstaltung aus. Wiglaf Droste hat die Grippe. Wer im Vorverkauf eine Karte erworben hat, kann sie im Koeppenhaus zurückgeben und erhält sein Geld zurück. Allerdings kann man sie zunächst auch behalten – da die Veranstaltung nachgeholt werden soll. Der webMoritz wird über den Nachhol-Termin informieren, sobald er bekanntgegeben wird. Hier die nicht mehr aktuelle Meldung:

Wiglaf Droste

Wiglaf Droste

Nachdem er mehrere Jahre nicht in Greifswald zu Gast war, wird am morgigen Freitag der Satiriker Wiglaf Droste zu einer Lesung in der Hansestadt erwartet. Der Auftritt wurde vom Koeppenhaus initiiert, findet allerdings aufgrund der erwarteten hohen Besucherzahl im Lutherhof (Martin-Luther-Str) statt.

Wiglaf Droste ist nicht, wie das nebenstehende Foto vermuten lässt, der Mensch mit dem dümmsten Gesichtsausdruck der Welt, sondern derzeit einer der bekanntesten Satiriker der Repbulik. Der Autor und Sänger hat sich vor allem mit seinen scharfzüngigen Texten, die mitunter auf der Grenze zur Bösartigkeit liegen, einen Namen gemacht. Das Koeppenhaus schreibt in seiner Veranstaltungsankündigung, er habe sich damit sowohl den Titel “Tucholsky von heute” als auch “Verbalterrorist” und “satirischer Amokläufer” eingehandelt.

Ganz ohne Hintergedanken kommt der 1961 in Herford geborene Künstler, der Redakteur bei der “taz” und der “Titanic” war, natürlich nicht nach Greifswald: Mitbringen wird er sein neues Buch „Im Sparadies der Friseure – Eine kleine Sprachkritik“. Darin analysiert er Begriffe wie “zum Bleistift”, “Führerschein”, “schnellstmöglichst” und so weiter – angeblich “fern jeder Rechthaberei”. Betitelt ist die Lesung allerdings mit “Am Nebentisch belauscht”.

Los geht es um 20 Uhr, der Vorverkauf wird über das Antiquariat Rose, die Stadtinformation und das Café Koeppen abgewickelt. Die Karten kosten 12 €, ermäßigt 8€. Der Erwerb einer Karte im Vorverkauf dürfte empfehlenswert sein.

Bild: user “Superbass” via wikimedia.org

Jetzt doch: Polizei warnt vor Betreten des Boddens

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. Januar 2010 um 21:31 Uhr

Nachdem man sich bei der örtlichen Polizei und die Wasserschutzpolizei gestern gegenüber dem webMoritz nur zurückhaltend über die Gefahren beim Betreten des Eises geäußert hatten, gibt es von den Ordnungshütern inzwischen eine ausdrückliche Warnung vor dem Betreten der Eisfläche auf dem Greifswalder Bodden. Die Polizei verweist in der heute veröffentlichten Meldung auf mehrere Unfälle, die sich inzwischen auf der Eisfläche ereignet hätten.

Auf dem Ryck wurde am Wochenende eifrig spaziert und geradelt.

Auf dem Ryck wurde am Wochenende eifrig spaziert und geradelt.

In der Meldung heißt es:

“So musste einem Einheimischen am Montagnachmittag geholfen werden. Er konnte zum Glück noch Stehen und ein Schlitten einer vorbeikommenden Familie reichte zur Rettung aus. Vorsorglich war die Feuerwehr alarmiert worden, der Rettungshubschrauber aus Greifswald kam ebenfalls zum Einsatz.

Bereits am Wochenende brachen vor Lubmin vereinzelt Eisläufer ein, sie konnten sich alle selbst helfen. Tragisch endete nach Hörensagen der Auslauf eines nicht angeleinten Hundes in Höhe der Seebrücke, der unter das Eis geraten war. Ihm konnte nicht mehr geholfen werden.

In Greifswald war am Sonntag gar ein “mutiger” Autofahrer auf dem Eis am Strandbad unterwegs.

Das Eis hat immer noch seine Tücken. Wegen unterschiedlicher Strömungen ist es nicht überall gleich dick und fest. Schnell kann sich eine lebensbedrohliche Situation ergeben!”

In einer Mitteilung des ddp wird darauf hingewiesen, dass das Eis im Bereich des Wiecker Hafens an manchen Stellen erst 8 Zentimeter dick und somit noch nicht vollständig tragfähig ist. In weiten Teilen der dänischen Wiek zwischen Greifswald und Ludwigsburg sei das Eis hingegen über 20 Zentimeter dick. Auch im im Uferbereich, wo sich derzeit an manchen Stellen Eisschollen übereinanderschieben, könne es durchaus gefährlich werden. Wer die Eisfläche betritt, muss also genau abwägen, ob und wo er das damit verbundene Risiko eingehen will.

Bild: Julia Löcherbach via webMoritz-Archiv

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