Jahreswechsel in Greifswald: Der Silvester-Guide

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Dezember 2009 um 11:55 Uhr

Jedes Jahr die gleiche Frage: Wie verbringe ich den Silvester-Abend? Zu Hause bleiben und „Dinner for one“ gucken? Eine WG-Party mit Freunden? Nach Berlin oder Hamburg fahren, um dort zu feiern? Das muss nicht sein, gibt es doch auch zahlreiche Angebote in Greifswald. Einige davon haben wir zusammengestellt.

Silvesterlauf im Volksstadion

Ruhig geht es am 31. Dezember los: Ab 10 Uhr findet der traditionelle Silvesterlauf im Volksstadion im Karl-Liebknecht-Ring statt. Wer dann den Klängen des philharmonischen Orchesters des Theater Vorpommerns lauschen möchte: Jeweils um 15 Uhr und 18.30 Uhr beginnt das „Konzert zum Jahreswechsel“ im Theater. Auch in der neu eröffneten Stadthalle wird es hoch hergehen: Die festliche Veranstaltung zum Jahreswechsel ist bereits seit Wochen ausgebucht.

Silvesterparty im Café Caspar

Tradition hat auch die Silvesterparty im Café Caspar. Was die Gäste erwarten wird? Neben einem Buffet, alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken, sowie einem Mitternachtssekt auch eine Verlosung mit zahlreichen Gewinnen. Karten  sind noch erhältlich. Der Einlass beginnt 20 Uhr, eine Stunde später eröffnet das Buffet.

All-Inclusive beim TV Club

Mit einer „all inclusive Silvesterparty“ wartet auch der TV Club in der Bahnhofstraße 44 bis 45 auf. Das heißt: Kaltes und warmes Buffet bis mindestens um 3 Uhr, Musik und Party. Musikalisch wird es dabei bunt. So kann ab 20 Uhr unter anderem zu House, Schlager, Rock und Elektro getanzt werden. Die Karten kosten 50 Euro für Frauen, 60 Euro für Männer.

“Transdekadisches Tentakelspektakel im IKuWo”

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Aus dem Flyer des "transdekadischen Tentakelspektakels"

Mit einem umfangreichen Musikangebot lockt auch das IKuWo, das Internationale Kultur- und Wohnprojekt in der Goethestraße ab 22 Uhr. „Transdekadisches Tentakelspektakel zum Jahreswechsel“ heißt das Motto des Abends, welcher sich thematisch zwischen Jacques Costeau, Kapitän Nemo und Korallenriffe bewegen soll. Auf den zwei-einhalb Floors gibt es von sechs DJs nicht nur Indierock, Elektro, Ska und Discotunes. Dazu gibt es Vegetarisches und etwas von der „stündlich nebelhupenden Spontanschnapsbar“. Wer noch Karten (zehn Euro ermäßigt) möchte, braucht Glück. Das Kontingent ist stark begrenzt, die Karten schon seit Wochen “so gut wie ausverkauft”.

Amerikanisch im Mira-Club

Im Mira-Club wird Silvester auf amerikanische Weise gefeiert – mit einem Buffet, auf dem Donuts, Bagels, Pommes und Spare Ribs nicht fehlen werden. Die Begleitmusik gibt es von DJ G-WorkzZ and Friend: 80er, 90er, Schlager und R´n´B. Karten gibt es für 39 Euro (Frauen) beziehungsweise 49 Euro ( Männer). Der Einlass beginnt ab 19 Uhr in der Johann-Stelling-Straße 30.

Auch in der Region, wie in Stralsund, Putbus und Zinnowitz finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Etwas weiter weg, in Rostock, wird zur Unterstützung des Lokalradios Rostock, Lohro, gefeiert – im Rahmen einer Solidaritätskampagne: Ab 22 Uhr im Mau-Club (www.mauclub.de), Rostock.

Der webMoritz wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein frohes 2010! Im neuen Jahr werden wir wieder mit der gewohnten Regelmäßigkeit für Euch da sein!

Bilder: Veranstalter/ webMoritz-Archiv (Steffen Knapp, sehbär, marfis75 via Flickr)

moritz 81 – Dezember 2009 – Die erste Urabstimmung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:38 Uhr

Liebe moritz-Leserinnen und Leser,

Christiane-editorialEs ist kein Geheimnis, dass Greifswald eine kleine Stadt ist, in der man schnell die meisten Menschen kennt und in der man sich ab und zu auch eingeengt fühlt. Dieser Kleinstadtkoller verursacht wohl bei jedem von uns mitunter Phänomene wie Fernweh und Reisesehnsucht. Während der eine diese schon mit einem kurzen Wochenendtrip in die Umgebung bekämpft, muss der andere ganz neue Länder und ferne Gegenden erkunden. Mich selbst hat das Fernweh so gepackt, dass ich gleich mit der Planung eines ganzen Auslandsjahres ab dem kommenden Sommer begonnen habe. Nach Schweden soll mein Abenteuer führen. Während der Vorbereitung auf eine Tour ergeht es jedem Reisenden ähnlich: Die Spannung auf einen neuen Ort mischt sich mit Nervosität und Angst vor dem Unbekannten.

Wen ebenfalls das Fernweh plagt, dürfte unsere neue Serie interessieren, in der wir die Partneruniversitäten Greifswalds in Osteuropa vorstellen. Zu Beginn soll der Blick nach Polen zur Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan gehen. Nicht Fern-, sondern Heimweh haben wahrscheinlich viele ausländische Studierenden, welche die Weihnachtsfeiertage fern von ihren Familien in Greifswald verbringen. Wie es ihnen dabei ergeht und was ihre Sehnsucht nach dem zu Hause ein wenig lindert, berichten wir im Universum. Den Blick auf andere Länder zu richten, lohnt sich auch in der Hochschulpolitik: Die aktuellen weltweiten Proteste an Universitäten beispielsweise nahmen vor einigen Wochen in Österreich ihren Ausgang. Mit welchen Forderungen und mit welchen Folgen der Bildungsstreik in Greifswald verlief, verrät euch ebenfalls der aktuelle moritz.

Ob man fremde Kulturen nicht sogar direkt vor der Haustür entdecken und kennen lernen kann, haben zwei unserer Redakteurinnen während des vierzehnten PolenmARkTs in Greifswald ausgetestet. Bei dem umfangreichen Programm dürften sich nicht nur eingefleischte Polenfans mit Reisefieber infiziert haben.

Verlangen nach Veränderung und einer neuen Stadt hatte vielleicht auch Professor Patrick Donges, als er sich nach vielen Jahren an der Universität Zürich für einen Wechsel in Richtung Norden nach Greifswald entschied. Hier wartet ein seit langer Zeit unbesetzter Lehrstuhl im Fach Kommunikationswissenschaft darauf, von ihm wieder mit Leben und Ideen gefüllt zu werden. Wohin die Reise der Kommunikationswissenschaft in Greifswald mit ihm als Expeditionsleiter in den nächsten Jahren gehen soll, erfahrt ihr, wenn ihr umblättert.

Doch die weitesten Reisen unternimmt man immer noch mit dem Kopf. So ist auch Lesen in gewisser Weise eine Art des Reisens. Deshalb, moritz-Freunde, gönnt euch Zeit, wenn ihr durch das aktuelle Heft blättert und verweilt an den Stellen, die ihr spannend, bewegend oder unterhaltsam findet. Schließlich heißt es nicht umsonst: „Man reist nicht nur, um anzukommen, sondern vor allem, um unterwegs zu sein!“

Christiane Müller

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Das komplette Magazin könnt ihr hier komplett in Farbe herunterladen , einzelne Artikel wie immer auch direkt online lesen.

TITEL Mit 14 an die Uni – Hochbegabte Schüler beginnen ein Studium in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:34 Uhr

Johannes ist Schüler der achten Klasse. Am Freitag geht er bis mittags in die Schule, dann hat er eine kurze Pause, und während andere Kinder bereits ihr Wochenende genießen, macht sich Johannes noch einmal für vier Stunden auf den Weg in die „Kiste“. Jeden Freitagnachmittag sitzt er dort von 15.00 bis 19.00 Uhr im Grundkurs Öffentliches Recht für Jurastudierende.

mm81-4-kinderstudenten-uni.versum-christiane_müllerJohannes hat einen IQ von 130 und besucht eine Hochbegabtenklasse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Greifswald. Seit diesem Jahr genießen die Schüler dieser Klasse nicht nur eine spezielle Förderung ihrer Fähigkeiten durch die Schule, sondern haben auch die Möglichkeit, an der Universität ein so genanntes Juniorstudium aufzunehmen. Dazu schloss das Gymnasium eine Kooperationsvereinbarung mit der Universität Greifswald ab. Diese beinhaltet ein Angebot von Lehrveranstaltungen, an denen die Kinder ab der achten Klasse teilnehmen können. In diesem Jahr fand zunächst ein vierwöchiger Testlauf statt, für den die Juniorstudenten in der Zeit, die sie zur Universität gingen, noch freigestellt wurden. Entscheiden sie sich für eine Fortsetzung dieses Experimentes in den nächsten Jahren, so studieren sie ab der zehnten Klasse parallel zum Schulunterricht ein komplettes Fach und können ihre ersten Scheine erwerben oder Punkte sammeln. Auf diese Weise können sie zeitgleich mit dem Abitur ein komplettes Grundstudium abschließen, so das langfristige Ziel.

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Die Talfahrt der Kommunikationswissenschaft hat endlich ein Ende

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:30 Uhr

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Nächster Halt: Juniorprofessor

Es ist Montagmorgen, erster Vorlesungstag im Wintersemester 2009/2010. Zehn Uhr, Hörsaal 4 im Audimax. Die Teilnehmer des Seminars „Gruppen- und Organisationskommunikation“ sind gespannt. Gespannt auf den neuen Dozenten. Zwei Jahre war der einzige Lehrstuhl der Kommunikationswissenschaft unbesetzt. moritz stellte in Ausgabe 74 fest: „Kommt ein Professor, sind Fortschritt und Besserung in Sicht.“ Jetzt ist er da. Doch wohin wird die Reise gehen? Professor Patrick Donges hat die Nachfolge von Professor Klaus Beck angetreten und muss sich jetzt den großen Erwartungen der Studierenden stellen.

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Prof. Patrick Donges

Erster Ansatzpunkt für den neuen Lehrstuhlinhaber ist die Überarbeitung der aktuellen Bachelor of Arts Ordnung mit dem Ziel, den Studierenden mehr Wahlmöglichkeiten einzuräumen und die problematische Reihenfolge der Sozialpsychologie-Vorlesungen zu beheben. Dazu berät sich Patrick Donges momentan sowohl mit seinen Mitarbeitern als auch mit dem Fachschaftsrat. Mit den Worten: „Ich bin ja erst seit gut zwei Monaten hier“, verdeutlicht er, dass man mit den Bemühungen um Konstanz und Verbesserung der Situation noch ganz am Anfang steht.

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Profs, privat: Jürgen Giebel

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:26 Uhr

Jürgen Giebel (49), Professor im Institut für Anatomie und Zellbiologie, erzählt über seinen Weg, der ihn nach Greifswald gebracht hat und warum er nicht wieder gehen mag.

IMG_9171-Ella Jahnmoritz Sie haben Biologie in Hannover studiert. Anschließend haben Sie an Ihrer Diplomarbeit gearbeitet, welche in die mikrobiologische Richtung ging und Ihre Promotionsarbeit ging dann in die Pharmakologie/Zellbiologie. Warum haben Sie die Fachrichtungen immer gewechselt?
Jürgen Giebel Als Biologe hat man ja nicht unbedingt einen richtigen Fahrplan. Da kann man ganz viel machen. Mich haben Bakterien interessiert und dann habe ich nach der Diplomarbeit noch ein Jahr beim Projekt „Seehundsterben“ mitgearbeitet. Darin wollte ich dann auch promovieren, aber meine damalige Chefin sagte, sie würde bald in den Ruhestand gehen. Also musste ich mir etwas anderes suchen und so bin ich in der Pharmakologie gelandet.

moritz Wie kamen Sie dann zur Anatomie?
Giebel Ich war auf einigen Anatomiekongressen und ich kannte damals schon einige Anatomen; außerdem wollte ich weiter morphologisch arbeiten und vor allem auf mikroskopischem Level. Da habe ich mich beraten lassen und mich anschließend bei einigen Anatomen beworben. Dann kam ein Brief aus Greifswald und nachdem ich zum Bewerbungsgespräch hier war, habe ich dann am 1. Februar 1993 in der Anatomie angefangen. Daran kann ich mich heute noch ganz genau erinnern, es waren bitterkalte minus 16°C hier!

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TITEL Ein Streitgespräch für und wider Arndt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:23 Uhr

Nun sag, wie hältst du’s mit dem Namenspatron?

Im Konzilsaal der Universität Greifswald traf moritz einen Vertreter der Arndt AG, Marco Wagner, sowie Jan Steyer von Uni-ohne-Arndt zu einem Gespräch.

arndtduell_81-Patrice Wangenmoritz Im Januar steht die erste Urabstimmung in der Geschichte der Universität Greifswald an. Was ist von euch noch an Aktionen geplant um die Massen zu mobilisieren?
Jan Steyer Wir wollen den Namen Ernst-moritz-Arndt-Universität abschaffen, haben daher bis zur Urabstimmung vor, mit Infoständen die Menschen zu informieren. Kurz vor der Abstimmung wird es auch einige Plakataktionen geben. Momentan arbeiten wir gemeinsam mit der Pro-Arndt-AG an einer Zeitung, die Argumente für und gegen Arndt beinhalten soll. Außerdem wird es noch einige verbale Zusammentreffen der beiden AGs, wie kürzlich beim Debattierclub, geben.
Marco Wagner Solche Informationsaktionen planen wir natürlich auch. Außerdem wird es ein Streitgespräch mit der Uni-ohne-Arndt AG in Zusammenarbeit mit dem NDR geben. Stattfinden wird es in der Aula der Universität und wird für Publikum offen sein.

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TITEL Für oder gegen Arndt? – Eindrücke eines vorher Unbeteiligten

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:16 Uhr

Der Streit im Debattierclub – Ein Kommentar von Ewald Leppin

Zur Veranstaltung des Debattierclubs kam ich zufällig, ich ließ mich „mitschnacken“. Und es hat sich gelohnt, obwohl ich hinterher erschrocken und verärgert war. Gelohnt hat es sich, weil ich merkte, dass mich die Debatte um den Namenspatron Arndt doch etwas angeht, dass ich mich intensiver mit dieser für Pommern bedeutsamen Persönlichkeit beschäftigen sollte. Die Absicht, mehr über die Geschichte Pommerns, den deutschen Faschismus und die neuere Geschichte Deutschlands zu erfahren, war einer der Gründe für meinen Wechsel nach Greifswald. Der Uni- Name war kein Beweggrund für meine Entscheidung. Aber wenn er eine Rolle gespielt hätte, dann eine demotivierende.

Nachdem je zwei Vertreter von Befürwortern und Gegnern des Namens zu Wort gekommen waren, schien die gefühlte Argumentationslage klar für die Namensgegner zu sprechen. Der von den Befürwortern aufgezeigte Facettenreichtum Arndts war interessant, wenn es um seine Volksnähe beim Märchensammeln, sein soziales (vielleicht auch eher ökonomisches) Engagement zur Abschaffung der Leibeigenschaft, seine Naturschutzbemühungen oder auch um seine Verdienste bei der Revolution 1848 und der Entwicklung zu einem einheitlichen Deutschland ging.

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TITEL 68er light – Protest und keiner geht hin

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:11 Uhr

Laut skandierende Demonstranten mit Schildern und Transparenten – “Bildung ist keine Ware!”, “Wien ist überall!”, “Reiche Eltern für alle!” – ziehen ins Audimax ein und verkünden lauthals: Das Audimax ist besetzt! Euphorische Reden, tobende Massen und am Ende wird das ganze von einer Hundertschaft der Polizei aufgelöst.

audimaxart_71-Patrice-WangenSo hatten sich das einige der knapp zehn Pressevertreter wohl erhofft, als sie sich am Montag dem 9. November in die Rubenowstraße begaben. Stattdessen fanden sie ein paar verirrte Gestalten, die rauchend vor dem Eingang des Auditorium Maximum standen und nichts von der Aktion gehört hatten. Drinnen sah es nicht wesentlich anders aus. Neben den studentischen Medien, der Ostseezeitung und GreifswaldTV waren selbst der Pressesprecher der Universität und der Kanzler vor Ort. Doch auch eine Stunde nach der über Mundpropaganda verabredeten Zeit, konnten sie kaum mehr als 30 angehende Aktivisten zählen.

Inzwischen machte die Nachricht die Runde, dass die Besetzung im Hörsaal 3 stattfinden soll, weil dieser im Moment frei war. Dort erklärte man jedoch der Presse, dass sie falsch informiert sei. Hierbei handele es sich nicht um eine Besetzung. Es soll nur in nicht öffentlicher Runde diskutiert werden, wie man an den anstehenden Bildungsstreik herangehen will. Nachdem die Kameras auf Bitten der Versammelten den Raum verlassen hatten, stellte sich heraus, dass das nicht so ganz der Wahrheit entsprach. Auf Initiative einiger hochschulpolitisch aktiven Studierenden wollte man sehen, wie viele Leute sich mobilisieren lassen würden, um eine Besetzung des Audimax in Angriff zu nehmen. Die unterste Grenze: 50 Studierende.

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TITEL “Das Problem: Es läuft noch nicht” – Kernfusion in Greifswald

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 23:04 Uhr

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik erforscht die Kernfusion

005-Annegret-AdamIn den großen Hallen des Greifswalder Max-Planck-Institutes für Plasmaphysik (IPP) am Rande von Greifswald, herrscht schon seit Langem ein eifriges Treiben: Zweieinhalb Meter große Spulen schwingen an Trägern, in riesigen Stahlgehäusen werkeln Monteure fast ununterbrochen, Forscher arbeiten an präzisionsgenauen Plänen, laute Maschinen tönen hier und dort. Etwa 500 Mitarbeiter haben ein Ziel: Kernfusion für eine langfristige Energiegewinnung zu erproben. Kernfusion, der Antrieb der Sonne, ist die Verschmelzung zweier Atomkerne zu einem Neuen. Bei dieser Reaktion wird Energie produziert und genau an der ist man interessiert.

Doch bevor zwei Kerne fusionieren können, müssen sie die abstoßende elektrische Kraft, welche sie aufgrund ihrer positiven Ladung besitzen, überwinden. Dies gelingt nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel in der Sonne unter hohem Druck und hohen Temperaturen von etwa 15 Millionen Grad Celsius. Da wir aber auf der Erde einen so hohen Druck nicht aufbauen können, muss die Temperatur massiv erhöht werden. Genauer gesagt auf über 100 Millionen Grad Celsius. Eine echte Herausforderung! Dafür sollen Mikrowellen die Atome eines dünnen Gases aufheizen, bis sie die gewünschte Temperatur erreichen und sich in ihre Bestandteile auflösen. Die Kerne liegen nun getrennt von ihren Elektronen vor. Erst in dieser Phase kann Kernfusion stattfinden. Die heiße Wolke aus umher schwirrenden Kernen und Elektronen nennt man Plasma.

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TITEL Weibsbilder – Frauen und studentische Verbindungen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 26. Dezember 2009 um 22:56 Uhr

DSC_0033-Gabriel-KordsFranziska Borges hat ein „1A“ Zimmer in Greifswald. Es liegt fast in der Innenstadt, nah an der Uni und kostet nur 170 Euro pro Monat. Es gibt nur einen Haken – das Zimmer befindet sich im Verbindungshaus der Burschenschaft Markomannia Aachen-Greifswald und die Mitbewohner dort sind nicht jedermanns Sache. Seitdem Franziska im Verbindungshaus eingezogen ist, gibt es Gerüchte, Markomannia würde Frauen in ihre Burschenschaft aufnehmen. Die meisten studentischen Verbindungen nehmen aber keine Frauen auf. Es gibt in Greifswald jedoch Frauen, die sich als Gegengewicht zu den rein männlichen Studentenvereinigungen zusammengeschlossen und die Schwesternschaften Athena und Gratia Aurora gegründet haben. Es bleibt die Frage, warum Frauen nicht aufgenommen werden und die weit verbreiteten Vorurteile, Verbindungen seien sexistisch und extrem konservativ.

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