The Bravery »Stir the Blood«

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. November 2009 um 16:20 Uhr

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Erscheinungsdatum: 08.12.2009
Label: Universal

Die CD der Woche bei radio 98eins: 

The Bravery mit dem Album "Stir the Blood"

2003 wurde die New Yorker Band The Bravery von den beiden Schulfreunden Sam Endicott and John Conway gegründet. Bereits zwei Jahre später stand ihr erstes selbstbetiteltes Album in den Läden. Ein Debüt, das nicht nur in der Presse, sondern vor allem auch auf den Tanzfluren der Indiewelt großen Anklang fand. Ihr zweites Album “The Sun and The Moon”, das 2007 erschien, ging, trotzdem es so manchen Hit beherbergte, im Schatten des Vorgängers unter und auch das dazugehörige Remixalbum konnte daran nicht viel ändern.

Wie ein Uhrwerk kommt nun wieder zwei Jahre später, ein weiteres The Bravery Album heraus, das verspricht nicht nur aus dem Schatten des Debüts zu treten, sondern dem Namen der Band alle Ehre zu machen. “Stir the Blood” ist, wie das düstere Cover schon vermuten lässt, kein einfaches Indietanzalbum. Vielmehr geht in den elf Songs mutig um Angst, Ärger und Aggressionen. So mutig, dass in Amerika im Vorfeld der Veröffentlichung schon einige Songs und auch Videos des Albums unter Beschuß gerieten. Das zeigt aber nur, dass dieses Album seinem Namen gerecht wird und wirklich das Blut in Wallung bringt in gutem, wie auch im schlechten Sinne.

Gewinnen:

Diese Woche könnt ihr wieder ein Exemplar des Albums gewinnen. Um diese zu gewinnen müsst ihr nur die Frage aus unserer Sendung “Das Magazin” zwischen 19-20 Uhr beantworten und die Lösung an musik@98eins.de schicken.

Der Gewinner oder die Gewinnerin wird unter den richtigen Einsendungen ausgelost und am Montag, den 07.12., benachrichtigt.

Die Verlosung läuft bis Sonntag den 06.12.09, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Radverkehr: Stadt lädt zur zweiten Bürgerkonferenz

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. November 2009 um 12:54 Uhr

Nach der ersten Bürgerversammlung zum Klimaschutz lädt die Stadtverwaltung am Mittwoch, dem 2. Dezember, um 18 Uhr zur zweiten Konferenz dieser Art ein. Die Veranstaltung wird im Bürgerschaftsaal im Rathaus stattfinden und steht dieses Mal unter der Fragestellung “Wie weiter mit dem Radverkehr in Greifswald?”

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Erste Bürgerkonferenz zum Klimaschutz im Oktober

Die Stadt schreibt in ihrer per Pressemitteilung verbreiteten Einladung:

“Wo und wie sind Radfahrer in Greifswald am sichersten unterwegs? Wie kann die meist genutzte Fahrradstrecke vom Bahnhof über die Petershagen- und Pappelallee bis zum Elisenhain noch besser ausgebaut werden – einschließlich Europakreuzung? Wie kann das Miteinander von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern verbessert werden? Welche Zukunft hat der Busverkehr in Greifswald? All diese Themen werden bei der 2. Bürgerversammlung[...] diskutiert.”

Damit dürfte die Veranstaltung auch für Greifswalder Studenten relevant sein, denn unter ihnen ist der Anteil der Fahrradfahrer besonders hoch. 62 Prozent nutzen nach einer vor einem Monat vorgelegten Studie für ihre täglichen Wege das Fahrrad – im Durschnitt der Gesamtbevölkerung sind es nur 43,8 Prozent.

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Ausschlaggebend für die Konferenz ist allerdings nicht der Zustand des Radverkehrsnetzes an sich, sondern der “kommunale Klimaschutz”, dem sich die Stadt seit einiger Zeit verschrieben hat. In dieser Angelegenheit wird die Stadt auch die erste Ausgabe des kürzlich erschienenen Greifswalder Heizspiegels, eine Art Mietspiegel für Heizkosten, für interessierte Besucher auslegen.

Zahlreiche neuralgische Punkte

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GrIStuF lädt ein zum Running Dinner *update*

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. November 2009 um 23:18 Uhr

Das nächste Running Dinner naht! Am Dienstag, dem 8. Dezember, werden wieder die Kochlöffel geschwungen und Rezepte gewälzt. Running Dinner, das bedeutet ins Kurzform: Drei Gänge in drei Küchen bei drei Teams – also ein Haufen leckeres Essen und neuer Leute.

Um 18 Uhr geht’s los mit der Vorspeise, um 20 Uhr folgt die Hauptspeise und um 22 Uhr das Dessert. Ihr bereitet entweder eine Vorspeise, ein Hauptgericht oder eine Nachspeise gemeinsam mit euren Running-Dinner-Team-Partnern zu, wobei das Team insgesamt aus zwei bis drei Leuten besteht. Die Anmeldung ist bis Freitagabend, dem 4. Dezember, Sonntagmorgen, dem 6. Dezember, möglich. Am darauffolgenden Tag werdet ihr dann über Eure zugelosten Gäste und Gastgeber per Brief und als email informiert.

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Klick auf das Bild um zu Flyer zu gelangen (PDF)

Und wenn ihr dann Lust habt, die Leute wiederzusehen, heißt es “Nach dem Essen ist vor der Party!” Der GrIStuF e.V. lädt alle Köchinnen und Köche zur Running Dinner Party ab 23 Uhr ins IKuWo in der Goethestr. 1 ein, um gemeinsam von kulinarischen Leckerbissen zu schwärmen und das Tanzbein verzückt zu verdrehen. Dazu werden euch DJ hazelnut mit Balkanbeats und DJ rungsta mit Electro und D’n'B einheizen, bis der Morgen graut! Der Eintritt ist 1,50 € für Teilnehmer des Running Dinner und 2,50 € für alle anderen. Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter rd.gristuf.org.

Update: Neuer Anmeldeschluss

Der Anmeldeschluss wurde um einen Tag nach hinten auf Freitag, den 4. Dezember, verlängert. Der Artikeltext wurde entsprechend korrigiert.

Noch ein Update (4.12.): Anmeldeschluss erneut verlängert!

Gristuf hat den Anmeldeschluss erneut verändert. Eine Anmeldung über das Internet ist jetzt noch bis zum Sonntag, 6.12., bis 10 Uhr möglich.

Von Sonnentempeln und Wüstenschlössern

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. November 2009 um 17:03 Uhr

Im Rahmen unserer Serie “Greifswalder rund um den Globus” erscheinen in loser Abfolge Berichte von Kommilitonen über Erfahrungen im Ausland. Dieses Mal berichtet Moritz-Autor Arvid Hansmann über seine Eindrücke von einer Studienreise nach Syrien und in den Libanon. Der Text erschien bereits im aktuellen moritz-Magazin Nr. 80, dort konnten jedoch nur wenige der sehenswerten Fotos untergebracht werden.

Als sich der Asket Simeon im frühen 5. Jahrhundert auf eine hohe Säule stellte und diese für den Rest seines Lebens so gut wie nie wieder verließ, konnte er nicht ahnen, dass an diesem Ort wenige Jahrzehnte später seinetwegen einriesiges Pilgerzentrum errichtet werden würde. Ebenso konnte er nicht ahnen, dass aus dieser Klosteranlage im nordsyrischen Kalksteinmassiv im Mittelalter eine Festung werden würde, was ihr den heute gebräuchlichen arabischen Namen Qalaat Simaan einbrachte. Noch weniger hätte er sich vorstellen können, dass aus den mehr oder minder frommen Pilgern im beginnenden 21. Jahrhundert Touristen geworden sind, die mit distanzierter Faszination oder romantischer Verklärung auf seine Vita blickten, den architektonischen Formenreichtum der Ruinen bewunderten oder einfach nur die bilde Briese und das grandiose Aussichtspanorama genossen …

Touristen – diesem Begriff haften sogleich diffamierende Assoziationen an: eine amöbiale Masse, meinst älterer Menschen, die sich aus einem Reisebus über eine „Sehenswürdigkeit“ ergießt und dabei von einem Reiseleiter mit einem Fähnchen dirigiert wird, um bei der Bedienung des perpetuum-mobile-artigen Fotoapparats nicht von den vorgegebenen Wegen abzuweichen. Auch wenn unsere Gruppe aus Rostocker und Greifswalder Studierenden und Dozenten, die am Abend des 2. Oktober 2009 in Damaskus eintraf, in vielen Punkten diesem Klischee widersprach, so waren wir doch nichts anderes als Touristen – Gäste von zwei kontrastreichen Ländern, die uns mit Offenheit empfingen und uns ein Spektrum aus Licht- und Schattenseiten aufzeigten, das wir nur in dem Maße rezipieren konnten, wie es in knapp 10 Tagen möglich war.

Reisen durch die Jahrtausende

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AStA: Sechs Referate frei, erster Newsletter erschienen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. November 2009 um 20:26 Uhr

Durch die Rücktritte der AStA-Referentin für Buchung und Beschaffung, Elisabeth Gebert, und des Referenten für politische Bildung, Sven Zeitler, haben sich die vakanten AStA-Referate auf sechs erhöht. Damit sind die Referate für Wohnangelegenheiten, Politische Bildung, Buchung und Beschaffung, Fachschaften & Gremien unbesetzt. In den doppelt besetzten Referaten für Hochschulpolitik sowie Studium und Lehre fehlt jeweils ein zweiter Referent.

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Sechs Referate sind zu besetzen.

Diese Referate will das StuPa am Dienstag (1. Dezember) besetzen – vorausgesetzt, es gibt Bewerber und diese werden mehrheitlich von den Stupisten gewählt. Die Ausschreibungstexte finden sich auf der Seite des StuPa. Bewerben kann sich jeder interessierte Student der Universität. Einen nicht verbindlich zu verwendenden Bewerberbogen kann man ebenfalls auf der StuPa-Homepage herunterladen (Word-Dokument). Bewerbungen sind noch bis Dienstag, 12 Uhr, möglich.

Bis Donnerstagabend lagen bereits Bewerbungen für drei Stellen, nämlich Buchung und Beschaffung, Wohnangelegenheiten und Hochschulpolitik vor. Um das Referat für politische Bildung bewirbt sich mit Martin Hackbarth der stellvertretende Vorsitzende des örtlichen Kreisverbands der Piratenpartei. Hackbarth gehörte auch zu den Aktiven bei der Audimax-Besetzung vor knapp drei Wochen.

Erster Newsletter erschienen

Die Idee ist schon etwas älter und sie taucht auch im Leitbild des AStA auf: Der Newsletter des AStA war bereits vom letzten stellvertetenden AStA-Vorsitzenden Jens Pickenhan als vordringliches Projekt  genannt worden. Der stellvertretende AStA-Vorsitzende ist auch zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des AStA. Nun hat der stellvertretende AStA-Vorsitzende Pedro Sithoe das Projekt umgesetzt und in diesen Tagen die erste Ausgabe des Newsletters veröffentlicht.

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Hier könnt ihr den Newsletter als pdf-Datei (3 MB) herunterladen.

Wer ihn erhalten will, kann ihn auf der Homepage des AStA abonnieren (Feld links unten). Die erste Ausgabe könnt ihr außerdem auf dem webMoritz herunterladen. Der direkte Download über die AStA-Homepage soll ebenfalls in Kürze möglich sein. Über die Uni-E-Mail-Accounts soll der Newsletter indes nicht verteilt werden. Die Uni-Pressestelle verwendet auch diesen Vertriebskanal für ihren Newsletter.

Die AStA-Referenten informieren in der Publikation über ihre laufenden Projekte, Entscheidungen und weisen auf Veranstaltungen und Service-Angebote hin. Auch der Vollversammlung am Mittwoch, dem 9. Dezember, widmet sich der insgesamt 13-seitige Newsletter. Die Uhrzeit der Veranstaltung ist zwar nicht angegeben, dafür aber immerhin der wichtige Hinweis, dass Vorschläge für die Tagesordnung an die HoPo-Referentin Maike Schneider gemailt werden können.

Der AStA-Newsletter soll, so Pedro Sithoe im Vorwort, in Zukunft regelmäßig erscheinen. Pedro peilt einen monatlichen Erscheinungsrhythmus an, sagte er dem webMoritz. Weiterhin sagte er, sein Wunsch sei es, künftig auch eine gedruckte Version anbieten zu können – dafür sei die Frage der Finanzierung allerdings noch nicht geklärt. Möglicherweise wird das also noch ein Weilchen dauern.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hatte es geheißen, Martin Hackbarth kandidiere für das Referat für Hochschulpolitik. Das war falsch und wurde inzwischen korrigiert.

Bilder: AStA

Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. November 2009 um 19:28 Uhr

Oberbürgermeister Dr. Arthur König und ein Weihnachtsmann haben heute Nachmittag den offiziellen Startschuss für den Greifswalder Weihnachtsmarkt gegeben. Auf der “Märchenbühne” des Markts eröffneten die beiden weißbärtigen Herren den Markt und schritten anschließend zu einem 4,5 Meter langen Riesenstollen, den sie gemeinsam anschnitten und an die Greifswalder verteilten. Für das gebackene Monstrum wurden unter anderem ein Liter Rum und 13 Kilogramm Rosinen verbraucht.

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Arndt-Debatte beim Debattierclub

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. November 2009 um 20:58 Uhr

ingowittWer bei der gestrigen Arndt-Debatte nicht zugegen war, hat die Möglichkeit, im webMoritz-Podcast nachzuhören, was er verpasst hat. Eric Schümann hat die Debatte zusammengefasst:

 

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Institut für Botanik: Kein Geld für Gebäudesanierung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. November 2009 um 17:59 Uhr

Das Institut für Botanik und Landschaftsökologie in der Grimmer Straße 88 weist trotz seines dank der weinberankten Fassade durchaus ansprechenden Äußeren gravierende Baumängel auf. Diese gehen aus der durch den AStA mit Hilfe der Studierenden erstellten Mängelliste zu Seminarräumen, Bibliotheken und Hörsälen hervor. Die Botanik ist dabei nur ein Fall unter vielen an der Uni Greifswald – auf der Liste taucht beispielsweise auch die Anglistik auf, welche am 24.11. mit zahlreichen Patchwork-Decken verhüllt wurde, um auf die Lehr- und Raumsituation des maroden Gebäudes aufmerksam zu machen.

Da die Liste bisher nicht im Internet verfügbar war, hat der webMoritz sie hochgeladen, sodass sie nun hier eingesehen werden kann. Einige Punkte auf der Liste, die aus dem September stammt, wurden inzwischen abgearabeitet. Die Liste wird jedes Semester vom AStA erstellt und mit der Uni-Verwaltung Punkt für Punkt durchgegangen. Die nächste Liste soll im Januar erstellt werden. Wer auf ein Problem hinweisen will, kann sich an AStA-Referentin Paula Zill wenden.

Botanik: Durchregnen, Schimmel, rissige Tafel

Der Hörsaal des Botanischen Instituts

Der Hörsaal des Botanischen Instituts

Der Hörsaal des botanischen Instituts wirkt beim Beteten düster-altehrwürdig mit dunklen Bankreihen, braunem Linoleum und olivgrünen Vorhängen vor den bis unter die Decke reichenden Fenstern.Dann wird der Blick auf die rissige Tafel gelenkt, deren Aufhängung wenig Vertrauen weckt. Knarrende Stufen und Pulte mit der Aufschrift „Defekt“ fügen sich gemeinsam mit der abblätternden Farbe der Fenster ins Gesamtbild ein.
Eine abschließende Begutachtung von Wänden und Decke bezeugt die Berichte von Studenten, dass es in den Hörsaal auch hereinregnet (obwohl noch eine vollständige Etage über diesem liegt). Auf der AStA-Mängelliste tauchen zudem Schimmel und, noch schwerwiegender, Hausschwamm auf.

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Arndt beim Debattierclub: Kurz und bündig *Podcast-Update*

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. November 2009 um 07:55 Uhr

Auf einen Schlagabtausch zwischen Arndt-Gegnern und Arndt-Befürwortern dürften die Besucher des Streitgesprächs zwischen der Initiative “Uni-ohne-Arndt” und der “Pro-Arndt AG” wohl eingestellt gewesen sein – dass dieser allerdings kaum mehr als 60 Minuten dauerte, war sicherlich ein Novum. Gerade die überschaubare Länge bei gleichzeitig hoher inhaltlicher Dichte war jedoch außerordentlich erfrischend für die Debatte, die in den vergangenen Monaten oft an ihrer epischen Breite gekrankt hatte (auch und gerade in den webMoritz-Kommentaren!).

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Logo des Debattierclubs

Interessanterweise kamen die ansprechendsten Wortbeiträge bei der Veranstaltung eindeutig aus dem Publikum. Zu Beginn hatten je zwei Vertreter der Initiative jeweils sieben Minuten über ihre Position sprechen dürfen. Diese Beiträge erfolgten in der Reihenfolge Karla Thurm (Uni ohne Arndt), Henning Krüger (Pro Arndt), Sebastian Jabbusch (Uni ohne Arndt), Thorben Vierkant (Pro Arndt). Zwischen der zweiten und der sechsten Minute der Vorträge durften die übrigen Personen auf dem Podium Zwischenfragen stellen, was allerdings nicht zuverlässig funktionierte, da die Redner die Meldungen von Fragestellern nicht immer bemerkten und dann auch nicht darauf aufmerksam gemacht wurden.

Pro Arndt: “Emotionalität, die ihm teilweise ein wenig entglitten ist”

Die Arndt-Befürworter, die man neben ihrer noch in den Kinderschuhen steckenden Website bisher noch kaum wahrgenommen hatten, schickten mit Henning Krüger einen noch vollkommen unbekannten, aber durchaus redegewandten, Arndt-Befürworter ins Rennen. Henning, der im ersten Semester an der Uni Greifswald studiert, verwies darauf, dass Arndt ein “Sprachrohr des deutschen Volkes” habe sein wollen und sich dafür einer “Emotionalität, die ihm teilweise ein wenig entglitten” sei, bedient habe. Arndt solle als Patron erhalten bleiben, denn er er könne uns “ein Stückchen sentimentalen Wert geben”. Thorben Vierkants späterer Redebeitrag litt erheblich darunter, dass Vierkant eine Zwischenfrage von Sebastian Jabbusch zuließ, die ihn dann ein wenig aus dem Konzept brachte.

Contra Arndt: “Arndt steht für das volle Programm der Nazis”

Uni-ohne-Arndt-Vertreterin Karla Thurm wies bereits in ihren ersten Sätzen darauf hin, dass es der Initiative “Uni ohne Arndt” keineswegs darum gehe, Arndt aus den Geschichtsbüchern zu streichen oder sein Ansehen zu beschmutzen. Vielmehr solle vor dem Hintergrund der rassistischen und antisemitischen Vorstellungen Arndts, die die Nationalsozialisten instrumentalisiert hätten, der Namenspatron “kritisch hinterfragt” werden. Mit der nationalsozialistischen Instrumentalisierung Arndts begann Karla auch ihre Ausführungen, indem sie anhand von Zitaten belegte, wie deutlich Arndts Schriften in die NS-Ideologie integriert waren.

Sebastian Jabbusch spitzte die Argumente der Initiative dann weiter zu. Er wies unter anderem darauf hin, dass Arndt eben nicht nur von den Nazis missbraucht, sondern vielmehr “das volle Programm der Nationalsozialisten” vertrete. Weiterhin sagte Sebastian: “Natürlich hat Arndt keinen einzigen Juden getötet, aber das hat Hitler meines Wissens auch nicht getan.” Dass Jabbusch mit seiner Rede in sieben Minuten nicht fertig wurde und dann gegen die mit einer Glocke klingelnde Leiterin der Debatte anredete, begeisterte das Publikum zum ersten Mal merklich – es gab donnernden Applaus für das unfreiwillige Spektakel.

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polenmARkT-Podcast: Miron Białoszewskis Sprachakrobatik

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. November 2009 um 02:04 Uhr

BialoszewskiAm Mittwochabend hielt Prof. Dr. Alexander Wöll vom Institut für fremdsprachliche Philologien (Lehrstuhl für Ost- und Westslawische Philologie) und Vorsitzender des polenmARkT e.V., im Rahmen des laufenden polenmARkTs einen Vortrag über den polnischen Dichter Miron Białosz und seinen sprachakrobatischen
Ausbruch aus den Geschlechterrollen. Die Veranstaltung war auch Teil der Ringvorlesung „Greifswald regendered – Perspektiven der Geschlechterforschung“ des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterstudien (IZFG).

webMoritz-Autorin Christine Fratzke hat die Veranstaltung besucht.

 

Bild: Veranstalter

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