﻿<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Interviews zur Bundestagswahl (2): Anne Klatt, Grüne</title>
	<atom:link href="http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/</link>
	<description>webMoritz.de ist das studentische Onlineportal für und von Studenten der Universität Greifswald. Hier erfahrt ihr täglich Infos über Greifswald, Kultur, Uni und Politik. Unser podcast hält Euch auf dem Laufenden. Jede Folge könnt ihr natürlich auch online kommentieren.. Mitmachen ist erwünscht... Viel Spaß!!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 12:50:06 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18697</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:35:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18697</guid>
		<description>4. Und nat&#252;rlich profitieren auch einige Branchen und Unternehmen ganz konkret von R&#252;stung und Kriegseins&#228;tzen. Da sind zum einen die durch staatliche R&#252;stungsauftr&#228;ge subventionierten R&#252;stungsunternehmen und die Logistiksparte. Letztere wird immer mehr zum h&#246;chst lukrativen Gesch&#228;ft, weshalb sich die Deutsche Post (DHL) sich massiv in der Heereslogistik engagiert, wo neben Feldpost, Lebensmitteln, Munition, sogar ganze Waffensysteme f&#252;r die Bundeswehr transportiert werden. KriegsgewinnlerInnen gibt es an anderen Stellen: So ist Deutschland das Transitland Nummer 1 f&#252;r Truppen- und milit&#228;rische Logistiktransporte nach Irak und Afghanistan. V.a. der Flughafen Halle/Leipzig hat sich in den letzten Jahren zu einer solchen Drehscheibe gemausert - und macht dabei enorme Ums&#228;tze. 
 
5. Nat&#252;rlich haben Besatzungen und kriegerische Interventionen auch immer geopolitische Bedeutung. F&#252;r die USA liegt es auf der Hand, da&#223; Afghanistan als Knotenpunkt zwischen dem Mittleren Osten (Nachbarland des Iran), China (Nachbarland zur VR China) und als Basis f&#252;r eine &quot;Eind&#228;mmungspolitik&quot; gegen Ru&#223;land geostrategisch eine Bedeutung besitzt. F&#252;r die BRD hingegen spielt die geostrategische Lage Afghanistans weniger eine Bedeutung. Der Einflu&#223; im Nahen Osten wie auch gegen&#252;ber Ru&#223;land l&#228;uft in der BRD traditionell &#252;ber die &#246;konomische Einflu&#223;nahme. So gesehen geht es der BRD weniger um den &quot;Br&#252;ckenkopf am Hindukusch&quot;, sondern um den Ausbau der Position innerhalb der NATO und im Verh&#228;ltnis zur derzeit noch f&#252;hrenden imperialistischen Macht, den USA. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>4. Und nat&uuml;rlich profitieren auch einige Branchen und Unternehmen ganz konkret von R&uuml;stung und Kriegseins&auml;tzen. Da sind zum einen die durch staatliche R&uuml;stungsauftr&auml;ge subventionierten R&uuml;stungsunternehmen und die Logistiksparte. Letztere wird immer mehr zum h&ouml;chst lukrativen Gesch&auml;ft, weshalb sich die Deutsche Post (DHL) sich massiv in der Heereslogistik engagiert, wo neben Feldpost, Lebensmitteln, Munition, sogar ganze Waffensysteme f&uuml;r die Bundeswehr transportiert werden. KriegsgewinnlerInnen gibt es an anderen Stellen: So ist Deutschland das Transitland Nummer 1 f&uuml;r Truppen- und milit&auml;rische Logistiktransporte nach Irak und Afghanistan. V.a. der Flughafen Halle/Leipzig hat sich in den letzten Jahren zu einer solchen Drehscheibe gemausert &#8211; und macht dabei enorme Ums&auml;tze. </p>
<p>5. Nat&uuml;rlich haben Besatzungen und kriegerische Interventionen auch immer geopolitische Bedeutung. F&uuml;r die USA liegt es auf der Hand, da&szlig; Afghanistan als Knotenpunkt zwischen dem Mittleren Osten (Nachbarland des Iran), China (Nachbarland zur VR China) und als Basis f&uuml;r eine &quot;Eind&auml;mmungspolitik&quot; gegen Ru&szlig;land geostrategisch eine Bedeutung besitzt. F&uuml;r die BRD hingegen spielt die geostrategische Lage Afghanistans weniger eine Bedeutung. Der Einflu&szlig; im Nahen Osten wie auch gegen&uuml;ber Ru&szlig;land l&auml;uft in der BRD traditionell &uuml;ber die &ouml;konomische Einflu&szlig;nahme. So gesehen geht es der BRD weniger um den &quot;Br&uuml;ckenkopf am Hindukusch&quot;, sondern um den Ausbau der Position innerhalb der NATO und im Verh&auml;ltnis zur derzeit noch f&uuml;hrenden imperialistischen Macht, den USA.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18696</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:34:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18696</guid>
		<description>3. Es geht aber auch um innerimperialistische Widerspr&#252;che, wo sich alle imperialistischen Staaten in eine m&#246;glichst gute Ausgangslage bewegen wollen. Das l&#228;uft auf &#246;konomischem Wege (&quot;Wir wollen st&#228;rker aus dieser Krise herausgehen als wir hineingegangen sind.&quot;), aber nat&#252;rlich auch milit&#228;risch. Nicht ohne Grund l&#228;uft derzeit innerhalb der EU (allen voran Deutschland und Frankreich) eine enorme Aufr&#252;stung; dabei wird zudem (noch im europ&#228;ischen Rahmen, weil das kein Staat alleine schultern mag) die strukturelle milit&#228;rische Unabh&#228;ngigkeit von den USA ausgebaut (Galileo, Ausbau der eigenen Logistik und Transportkapazit&#228;ten). Kapitalismus basiert auf der Vernutzung von menschlicher Arbeitskraft und Rohstoffen, um daraus m&#246;glichst viel Profit zu ziehen. Der b&#252;rgerliche Nationalstaat (das haben wir in der jetzigen Krise wieder deutlich sehen k&#246;nnen, als die gro&#223;en, vermeintlich &quot;globalisierten&quot; Industrieunternehmen und Banken ganz schnell wu&#223;ten, wo &quot;ihr Staat&quot; ist, der ihnen die Verluste zahlen soll) als ideeler Gesamtkapitalist vertritt selbstverst&#228;ndlich die Interesse der nationalen Unternehmen im internationalen Konkurrenzkampf, sei es durch Lockerungen in ArbeitnehmerInnenrechten, sei es durch Steuervorteile. So erst k&#246;nnen die Kapital&#252;bersch&#252;sse generiert werden, die die deutschen Unternehmen zum Ein- und Aufkaufen in andere nationale M&#228;rkte nutzen (siehe u.a. Aktivit&#228;ten der Telekom und der Deutschen Bahn, die ganze ausl&#228;ndische Leitungs- bzw. Streckennetze aufkaufen, siehe auch die &#246;konomische Durchdringung der baltischen und mittel-ost-europ&#228;ischen Staaten mittels deutscher Unternehmen). Im b&#252;rgerlichen Staat ist die &#214;konomie die treibende Kraft, nach der sich die Politik ausrichtet. Und Krieg, das hat schon Clausewitz ganz richtig erkannt, ist die Politik mit anderen Mitteln. So gesehen l&#228;uft der innerimperialistische Wettkampf derzeit &#252;ber teils offene, teil verdeckte &#246;konomische Auseinandersetzungen, aber zusehends auch &#252;ber verdeckte milit&#228;rische Auf- und Umr&#252;stungswettl&#228;ufe. Solange die USA noch f&#252;hrende imperialistische Macht ist, wird niemand einen offenen Konflikt mit den USA eingehen, aber im Fahrwasser der USA werden die eigenen Machtanspr&#252;che gegen&#252;ber der Konkurrenz abgesteckt. (Die Geschichte vor dem 1. Weltkrieg lehrt, da&#223; imperialistische Konflikte sich anfangs durch eine verst&#228;rkte internationale Kooperation darstellen. So wurde die als &quot;Boxer-Aufstand&quot; bekannt gewordene antiimperialistische Erhebung in China 1900/1901 noch von einer internationalen Aufstandsbek&#228;mpfungstruppe unter F&#252;hrung des Deutschen Reiches niedergemetzelt. Durch das anwachsen der innerimperialistischen Konflikte ist diese Kooperation aber innerhalb von nur 14 Jahren umgeschlagen in ein innerimperialistisches Gemetzel.) - Es geht mir nicht darum zu behaupten, es st&#252;nde ein milit&#228;rischer Konflikt zwischen den gr&#246;&#223;eren NATO-Mitgliedern an, aber es wird deutlich, da&#223; alle gr&#246;&#223;eren NATO-Staaten ihre eigene (unabh&#228;ngige) milit&#228;rische Interventionsf&#228;higkeit ausbauen. Und ich sage voraus, da&#223; es noch mehrere neokoloniale Kriege (wie den derzeitigen in Afghanistan) geben wird, wo auch immer st&#228;rker jeweils eigene nationale Partikularinteressen durchgesetzt werden.   
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>3. Es geht aber auch um innerimperialistische Widerspr&uuml;che, wo sich alle imperialistischen Staaten in eine m&ouml;glichst gute Ausgangslage bewegen wollen. Das l&auml;uft auf &ouml;konomischem Wege (&quot;Wir wollen st&auml;rker aus dieser Krise herausgehen als wir hineingegangen sind.&quot;), aber nat&uuml;rlich auch milit&auml;risch. Nicht ohne Grund l&auml;uft derzeit innerhalb der EU (allen voran Deutschland und Frankreich) eine enorme Aufr&uuml;stung; dabei wird zudem (noch im europ&auml;ischen Rahmen, weil das kein Staat alleine schultern mag) die strukturelle milit&auml;rische Unabh&auml;ngigkeit von den USA ausgebaut (Galileo, Ausbau der eigenen Logistik und Transportkapazit&auml;ten). Kapitalismus basiert auf der Vernutzung von menschlicher Arbeitskraft und Rohstoffen, um daraus m&ouml;glichst viel Profit zu ziehen. Der b&uuml;rgerliche Nationalstaat (das haben wir in der jetzigen Krise wieder deutlich sehen k&ouml;nnen, als die gro&szlig;en, vermeintlich &quot;globalisierten&quot; Industrieunternehmen und Banken ganz schnell wu&szlig;ten, wo &quot;ihr Staat&quot; ist, der ihnen die Verluste zahlen soll) als ideeler Gesamtkapitalist vertritt selbstverst&auml;ndlich die Interesse der nationalen Unternehmen im internationalen Konkurrenzkampf, sei es durch Lockerungen in ArbeitnehmerInnenrechten, sei es durch Steuervorteile. So erst k&ouml;nnen die Kapital&uuml;bersch&uuml;sse generiert werden, die die deutschen Unternehmen zum Ein- und Aufkaufen in andere nationale M&auml;rkte nutzen (siehe u.a. Aktivit&auml;ten der Telekom und der Deutschen Bahn, die ganze ausl&auml;ndische Leitungs- bzw. Streckennetze aufkaufen, siehe auch die &ouml;konomische Durchdringung der baltischen und mittel-ost-europ&auml;ischen Staaten mittels deutscher Unternehmen). Im b&uuml;rgerlichen Staat ist die &Ouml;konomie die treibende Kraft, nach der sich die Politik ausrichtet. Und Krieg, das hat schon Clausewitz ganz richtig erkannt, ist die Politik mit anderen Mitteln. So gesehen l&auml;uft der innerimperialistische Wettkampf derzeit &uuml;ber teils offene, teil verdeckte &ouml;konomische Auseinandersetzungen, aber zusehends auch &uuml;ber verdeckte milit&auml;rische Auf- und Umr&uuml;stungswettl&auml;ufe. Solange die USA noch f&uuml;hrende imperialistische Macht ist, wird niemand einen offenen Konflikt mit den USA eingehen, aber im Fahrwasser der USA werden die eigenen Machtanspr&uuml;che gegen&uuml;ber der Konkurrenz abgesteckt. (Die Geschichte vor dem 1. Weltkrieg lehrt, da&szlig; imperialistische Konflikte sich anfangs durch eine verst&auml;rkte internationale Kooperation darstellen. So wurde die als &quot;Boxer-Aufstand&quot; bekannt gewordene antiimperialistische Erhebung in China 1900/1901 noch von einer internationalen Aufstandsbek&auml;mpfungstruppe unter F&uuml;hrung des Deutschen Reiches niedergemetzelt. Durch das anwachsen der innerimperialistischen Konflikte ist diese Kooperation aber innerhalb von nur 14 Jahren umgeschlagen in ein innerimperialistisches Gemetzel.) &#8211; Es geht mir nicht darum zu behaupten, es st&uuml;nde ein milit&auml;rischer Konflikt zwischen den gr&ouml;&szlig;eren NATO-Mitgliedern an, aber es wird deutlich, da&szlig; alle gr&ouml;&szlig;eren NATO-Staaten ihre eigene (unabh&auml;ngige) milit&auml;rische Interventionsf&auml;higkeit ausbauen. Und ich sage voraus, da&szlig; es noch mehrere neokoloniale Kriege (wie den derzeitigen in Afghanistan) geben wird, wo auch immer st&auml;rker jeweils eigene nationale Partikularinteressen durchgesetzt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18695</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:34:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18695</guid>
		<description>Deutschland f&#252;hrt den Krieg ja nicht aus Altruismus, sondern um eigene Interessen damit durchzusetzen. 
Der Afghanistankrieg und das deutsche Besatzungsregime in Afghanistan l&#228;&#223;t sich kurz in diesen 5 Punkten zusammenfassen: 
 
1. Es geht um die realistische Erprobung von Einsatztaktik, SoldatInnen, Material und Versorgungslinien durch ein deutsches Besatzungsregime in Afghanistan. Nicht ohne Grund hat sich die BRD die Region Kundus im Norden des Landes als Besatzungszone ausgesucht; dort, so die &#220;berlegungen der Einsatzplanung, handele es sich um ein dauerhaft befriedetes Gebiet, wo kaum gef&#228;hrliche Kampfeins&#228;tze und deutsche Verluste zu erwarten seien. Die Lage in Afghanistan hat sich seit 2007 durch ein Erstarken und Ausbreiten der Widerstandsbewegungen f&#252;r die BesatzerInnen deutlich verschlechtert; nur durch massive &quot;shock and awe&quot;-Eins&#228;tze und eine rapide Aufstockung der Truppenkontingente k&#246;nnen die Besatzungsm&#228;chte ihren status quo in Afghanistan halten. Selbst der Norden des Landes ist mittlerweile Kampffeld, wo die Bundeswehr zunehmend Verluste an deutschen Landsern hinnehmen und selber zu abschreckenden Kriegsverbrechen greifen mu&#223;. - Offenbar hatten die Einsatzst&#228;be in Potsdam nicht wirklich damit gerechnet, da&#223; sich der deutsche Einsatz in Afghanistan von einem Schulausflug zu einem echten Kriegseinsatz auswachsen k&#246;nnte, denn einen Plan B scheint es nicht zu geben. 
 
2. Es geht aber auch um die innere Mobilmachung und Akzeptanzschaffung in der BRD f&#252;r den deutschen Militarismus. Seit dem Wei&#223;buch 1992 wurde schrittweise darauf hingearbeitet, Kriegseins&#228;tze der Bundeswehr in der eigenen Bev&#246;lkerung zu verankern. Anfangs noch &#252;ber Blauhelm-Eins&#228;tze, AWACS-Eins&#228;tze, dann ab M&#228;rz 1999 mit echten Angriffskriegen, es folgten Besatzungen auf dem Balkan und dann in Afghanistan; das Ende der Fahnenstange ist dabei noch lange nicht erreicht. Gleichzeitig wurde im Inneren der BRD durch &#246;ffentliche Gel&#246;bnisse und Zapfenstreiche, durch vermehrten Einsatz von Bundeswehr-Jugendoffizieren an Schulen, durch Rekrutierungsb&#252;ros in Arbeits&#228;mter (v.a. im Osten der Republik), durch einen Kampforden in Tradition des Eisernen Kreuzes, durch eine zentrale Gedenkst&#228;tte f&#252;r &quot;gefallene Soldaten&quot; sowie den schrittweisen Einsatz der Bundeswehr im Inneren (G8 2007, NATO-Gipfel 2009) versucht, deutschen Militarismus wieder als Normalit&#228;t erscheinen zu lassen. 
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland f&uuml;hrt den Krieg ja nicht aus Altruismus, sondern um eigene Interessen damit durchzusetzen.<br />
Der Afghanistankrieg und das deutsche Besatzungsregime in Afghanistan l&auml;&szlig;t sich kurz in diesen 5 Punkten zusammenfassen: </p>
<p>1. Es geht um die realistische Erprobung von Einsatztaktik, SoldatInnen, Material und Versorgungslinien durch ein deutsches Besatzungsregime in Afghanistan. Nicht ohne Grund hat sich die BRD die Region Kundus im Norden des Landes als Besatzungszone ausgesucht; dort, so die &Uuml;berlegungen der Einsatzplanung, handele es sich um ein dauerhaft befriedetes Gebiet, wo kaum gef&auml;hrliche Kampfeins&auml;tze und deutsche Verluste zu erwarten seien. Die Lage in Afghanistan hat sich seit 2007 durch ein Erstarken und Ausbreiten der Widerstandsbewegungen f&uuml;r die BesatzerInnen deutlich verschlechtert; nur durch massive &quot;shock and awe&quot;-Eins&auml;tze und eine rapide Aufstockung der Truppenkontingente k&ouml;nnen die Besatzungsm&auml;chte ihren status quo in Afghanistan halten. Selbst der Norden des Landes ist mittlerweile Kampffeld, wo die Bundeswehr zunehmend Verluste an deutschen Landsern hinnehmen und selber zu abschreckenden Kriegsverbrechen greifen mu&szlig;. &#8211; Offenbar hatten die Einsatzst&auml;be in Potsdam nicht wirklich damit gerechnet, da&szlig; sich der deutsche Einsatz in Afghanistan von einem Schulausflug zu einem echten Kriegseinsatz auswachsen k&ouml;nnte, denn einen Plan B scheint es nicht zu geben. </p>
<p>2. Es geht aber auch um die innere Mobilmachung und Akzeptanzschaffung in der BRD f&uuml;r den deutschen Militarismus. Seit dem Wei&szlig;buch 1992 wurde schrittweise darauf hingearbeitet, Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr in der eigenen Bev&ouml;lkerung zu verankern. Anfangs noch &uuml;ber Blauhelm-Eins&auml;tze, AWACS-Eins&auml;tze, dann ab M&auml;rz 1999 mit echten Angriffskriegen, es folgten Besatzungen auf dem Balkan und dann in Afghanistan; das Ende der Fahnenstange ist dabei noch lange nicht erreicht. Gleichzeitig wurde im Inneren der BRD durch &ouml;ffentliche Gel&ouml;bnisse und Zapfenstreiche, durch vermehrten Einsatz von Bundeswehr-Jugendoffizieren an Schulen, durch Rekrutierungsb&uuml;ros in Arbeits&auml;mter (v.a. im Osten der Republik), durch einen Kampforden in Tradition des Eisernen Kreuzes, durch eine zentrale Gedenkst&auml;tte f&uuml;r &quot;gefallene Soldaten&quot; sowie den schrittweisen Einsatz der Bundeswehr im Inneren (G8 2007, NATO-Gipfel 2009) versucht, deutschen Militarismus wieder als Normalit&auml;t erscheinen zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18693</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:57:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18693</guid>
		<description>Die Forderung in der deutschen Bev&#246;lkerung nach dem 2. Weltkrieg hie&#223; immer &quot; Nie wieder Krieg! Nie wieder Auschwitz!&quot; - Jetzt deutsche Kriege mittels &quot;der deutschen Geschichte&quot; zu begr&#252;nden, mag ja ganz pfiffig sein, ist aber eine Abkehr von den Lehren, die Ende der 1940er und in den 1950ern weite Teile der deutschen Bev&#246;lkerung aus dem 2. Weltkrieg und dem NS-System gezogen haben. 
Warum eigentlich immer diese Heuchelei bei euch Kriegsbef&#252;rworterInnen? Nennt es doch einfach beim Namen: Deutsche Interessen milit&#228;risch durchsetzen. - Dann braucht es auch dieses Humanit&#228;tsgedusel nicht mehr und ihr k&#246;nnt Krieg auch wieder als solchen bezeichnen. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forderung in der deutschen Bev&ouml;lkerung nach dem 2. Weltkrieg hie&szlig; immer &quot; Nie wieder Krieg! Nie wieder Auschwitz!&quot; &#8211; Jetzt deutsche Kriege mittels &quot;der deutschen Geschichte&quot; zu begr&uuml;nden, mag ja ganz pfiffig sein, ist aber eine Abkehr von den Lehren, die Ende der 1940er und in den 1950ern weite Teile der deutschen Bev&ouml;lkerung aus dem 2. Weltkrieg und dem NS-System gezogen haben.<br />
Warum eigentlich immer diese Heuchelei bei euch Kriegsbef&uuml;rworterInnen? Nennt es doch einfach beim Namen: Deutsche Interessen milit&auml;risch durchsetzen. &#8211; Dann braucht es auch dieses Humanit&auml;tsgedusel nicht mehr und ihr k&ouml;nnt Krieg auch wieder als solchen bezeichnen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ebeneezer</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18691</link>
		<dc:creator>Ebeneezer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:22:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18691</guid>
		<description>G&#228;hn. Wenn f&#252;r dich jegliches Engagement westlicher Staaten zugunsten anderer Staaten neokolonial ist tut es mir leid. Zeig mir mal bitte, wo zB Afghanistan ausgebeutet wird, bis jetzt und weiterhin zahlt der Westen nurmit sehr viel Geld um die Zust&#228;nde dort unten zu verbessern und nicht um dass Land auszubeuten. Dies wird auch demenstprechend von den Afghanen erkannt und anerkannt. 
Diese Politik hat nicht wirklich etwas mit den kolonialen Tr&#228;umen des Kaiserreichs, der Britten oder auch der Sowjetunion zutun... </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>G&auml;hn. Wenn f&uuml;r dich jegliches Engagement westlicher Staaten zugunsten anderer Staaten neokolonial ist tut es mir leid. Zeig mir mal bitte, wo zB Afghanistan ausgebeutet wird, bis jetzt und weiterhin zahlt der Westen nurmit sehr viel Geld um die Zust&auml;nde dort unten zu verbessern und nicht um dass Land auszubeuten. Dies wird auch demenstprechend von den Afghanen erkannt und anerkannt.<br />
Diese Politik hat nicht wirklich etwas mit den kolonialen Tr&auml;umen des Kaiserreichs, der Britten oder auch der Sowjetunion zutun&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ebeneezer</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18689</link>
		<dc:creator>Ebeneezer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:18:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18689</guid>
		<description>Die besondere Verantwortung der Deutschen nachem dem zweiten Weltkrieg nie wieder wegzusehen, sondern sich f&#252;r Frieden und gegen genau solchen Wahnsinn zu engagieren war also der Grund f&#252;r den zweiten Weltkrieg, den Holocaust? 
Nen bisschen ideologisch eingef&#228;rbt deine Meinung, wa? 
Wo der Afghanistankrieg ein Angriffskrieg sein soll, w&#252;rde ich gerne mal dargelegt bekommen... 
Wo ich dir Recht gebe, 1999 basierte die Begr&#252;ndung f&#252;r den Einsatz aufrelativ t&#246;nernden F&#252;&#223;en. Nichts destro trotz war meiner Meinung der Einsatz richtig um schlimmeres zu vermeiden, auch wenn wir uns damit auch die Verantwortung f&#252;r ex-Jugoslawien aufgeb&#252;rdet haben und dieser nicht gerecht werden. 
Die &quot;Massaker&quot; der NATO stehen in keinem Verglich zu zu den wirklichen Massakern und Vergeltungsaktionen der Taliban, die f&#252;r die Afghanen auch eine fremde Macht darstellen, und dementsprechend ist auch die Meinung in der Zivilbev&#246;lkerung. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die besondere Verantwortung der Deutschen nachem dem zweiten Weltkrieg nie wieder wegzusehen, sondern sich f&uuml;r Frieden und gegen genau solchen Wahnsinn zu engagieren war also der Grund f&uuml;r den zweiten Weltkrieg, den Holocaust?<br />
Nen bisschen ideologisch eingef&auml;rbt deine Meinung, wa?<br />
Wo der Afghanistankrieg ein Angriffskrieg sein soll, w&uuml;rde ich gerne mal dargelegt bekommen&#8230;<br />
Wo ich dir Recht gebe, 1999 basierte die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Einsatz aufrelativ t&ouml;nernden F&uuml;&szlig;en. Nichts destro trotz war meiner Meinung der Einsatz richtig um schlimmeres zu vermeiden, auch wenn wir uns damit auch die Verantwortung f&uuml;r ex-Jugoslawien aufgeb&uuml;rdet haben und dieser nicht gerecht werden.<br />
Die &quot;Massaker&quot; der NATO stehen in keinem Verglich zu zu den wirklichen Massakern und Vergeltungsaktionen der Taliban, die f&uuml;r die Afghanen auch eine fremde Macht darstellen, und dementsprechend ist auch die Meinung in der Zivilbev&ouml;lkerung.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18686</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:52:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18686</guid>
		<description>Dasselbe kolonialistisch-imperialistische Grundmuster (&quot;Wir m&#252;ssen stabile und zivilisierte Zust&#228;nde bringen.&quot; oder kurz: &quot;Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.&quot;) zieht sich durch die deutsche Geschichte seit den 1880ern. 1900/1901 der deutsche Kriegseinsatz gegen die chinesische Bev&#246;lkerung im antiimperialistischen Boxeraufstand (&quot;europ&#228;ische Gesandte in Gefahr&quot;, &quot;kein Chinese soll einen deutschen jemals wieder scheel ansehen&quot;), 1904-1908 deutscher V&#246;lkermord an den Herero in Namibia (&quot;deutsche Siedler in Gefahr&quot;, Gen. v. Trotha: &quot;Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden mu&#223;&quot;) , deutscher Panzerkreuzereinsatz in der Marokkokrise 1911 (&quot;Schutz der marokkanischen Bev&#246;lkerung gegen Frankreich&quot;, &quot;Panthersprung&quot;), 1914-1914 Deutschland zettelt den ersten innerimperialistischen Weltkrieg an (&quot;gegen das zaristische Joch&quot;, &quot;Vaterlandsverteidigung&quot;) ... In Deutschland hat die (modern gesprochen) humanit&#228;re Verschleierung der eigenen Angriffskriege eine lange Tradition. 
An Kriegs(eintritts)gr&#252;nden ist der deutsche Staat nie verlegen: Da wird dann ein Krieg gegen Jugoslawien eben &quot;wegen Auschwitz&quot; gef&#252;hrt, darf ein gr&#252;ner Bundesau&#223;enminister im Amt Geschichtsrelativierung betreiben. (Ein Grund &#252;brigens, warum die Gr&#252;nen f&#252;r viele ehemalige SympathisantInnen nicht mehr w&#228;hlbar sind.) </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dasselbe kolonialistisch-imperialistische Grundmuster (&quot;Wir m&uuml;ssen stabile und zivilisierte Zust&auml;nde bringen.&quot; oder kurz: &quot;Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.&quot;) zieht sich durch die deutsche Geschichte seit den 1880ern. 1900/1901 der deutsche Kriegseinsatz gegen die chinesische Bev&ouml;lkerung im antiimperialistischen Boxeraufstand (&quot;europ&auml;ische Gesandte in Gefahr&quot;, &quot;kein Chinese soll einen deutschen jemals wieder scheel ansehen&quot;), 1904-1908 deutscher V&ouml;lkermord an den Herero in Namibia (&quot;deutsche Siedler in Gefahr&quot;, Gen. v. Trotha: &quot;Ich glaube, dass die Nation als solche vernichtet werden mu&szlig;&quot;) , deutscher Panzerkreuzereinsatz in der Marokkokrise 1911 (&quot;Schutz der marokkanischen Bev&ouml;lkerung gegen Frankreich&quot;, &quot;Panthersprung&quot;), 1914-1914 Deutschland zettelt den ersten innerimperialistischen Weltkrieg an (&quot;gegen das zaristische Joch&quot;, &quot;Vaterlandsverteidigung&quot;) &#8230; In Deutschland hat die (modern gesprochen) humanit&auml;re Verschleierung der eigenen Angriffskriege eine lange Tradition.<br />
An Kriegs(eintritts)gr&uuml;nden ist der deutsche Staat nie verlegen: Da wird dann ein Krieg gegen Jugoslawien eben &quot;wegen Auschwitz&quot; gef&uuml;hrt, darf ein gr&uuml;ner Bundesau&szlig;enminister im Amt Geschichtsrelativierung betreiben. (Ein Grund &uuml;brigens, warum die Gr&uuml;nen f&uuml;r viele ehemalige SympathisantInnen nicht mehr w&auml;hlbar sind.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: ret marut</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18685</link>
		<dc:creator>ret marut</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:51:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18685</guid>
		<description>&quot;die besondere Verantwortung von uns Deutschen nie wieder wegzusehen&quot; - Mit genau derselben Argumentation wurde der deutsche Einmarsch 1938 in die Tschechoslowakei, der &#220;berfall auf Polen am 01.09.1939 und der Einmarsch ins Klaipeda-Gebiet (&quot;Memelgebiet&quot;) begr&#252;ndet. Dort seien die Rechte der &quot;Volksdeutschen&quot; in Gefahr, mensch d&#252;rfe nicht wegsehen. 
 
Der ganze NATO-Krieg gegen Afghanistan, wie auch schon der Angriffskrieg 1999 auf die Republik Jugoslawien, werden mit humanit&#228;ren &quot;Begr&#252;ndungen&quot; verpackt, um sie der eigenen Bev&#246;lkerung schmackhafter zu machen. Zynisch werden dann Massaker der NATO-Staaten und ihrer lokalen HelfershelferInnen an der Zivilbev&#246;lkerung als &quot;Kampf gegen die Taliban / Kampf gegen den Terror&quot; hingestellt. Und da&#223; es sich um einen Krieg unter deutscher Beteiligung handelt, wird ja bis heute von der Bundesregierung geleugnet, u.a. anderem auch mit Blick auf das Grundgesetz, das Angriffskriege explizit untersagt. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;die besondere Verantwortung von uns Deutschen nie wieder wegzusehen&quot; &#8211; Mit genau derselben Argumentation wurde der deutsche Einmarsch 1938 in die Tschechoslowakei, der &Uuml;berfall auf Polen am 01.09.1939 und der Einmarsch ins Klaipeda-Gebiet (&quot;Memelgebiet&quot;) begr&uuml;ndet. Dort seien die Rechte der &quot;Volksdeutschen&quot; in Gefahr, mensch d&uuml;rfe nicht wegsehen. </p>
<p>Der ganze NATO-Krieg gegen Afghanistan, wie auch schon der Angriffskrieg 1999 auf die Republik Jugoslawien, werden mit humanit&auml;ren &quot;Begr&uuml;ndungen&quot; verpackt, um sie der eigenen Bev&ouml;lkerung schmackhafter zu machen. Zynisch werden dann Massaker der NATO-Staaten und ihrer lokalen HelfershelferInnen an der Zivilbev&ouml;lkerung als &quot;Kampf gegen die Taliban / Kampf gegen den Terror&quot; hingestellt. Und da&szlig; es sich um einen Krieg unter deutscher Beteiligung handelt, wird ja bis heute von der Bundesregierung geleugnet, u.a. anderem auch mit Blick auf das Grundgesetz, das Angriffskriege explizit untersagt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oscar Wilde</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18678</link>
		<dc:creator>Oscar Wilde</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 05:11:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18678</guid>
		<description>Demokratie ist nichts anderes 
als das Niederkn&#252;ppeln des Volkes 
durch das Volk f&#252;r das Volk. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratie ist nichts anderes<br />
als das Niederkn&uuml;ppeln des Volkes<br />
durch das Volk f&uuml;r das Volk.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ebeneezer</title>
		<link>http://webmoritz.de/2009/09/18/interviews-zur-bundestagswahl-2-anne-klatt-grune/comment-page-1/#comment-18659</link>
		<dc:creator>Ebeneezer</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 15:41:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://webmoritz.de/?p=24689#comment-18659</guid>
		<description>Aus diesen Studien geht auch hervor, dass die westlichen Kr&#228;fte nicht wirklich von der Mehrheit als Besatzer betrachtet werden, au&#223;er nat&#252;rlich bei den Taliban. Ein realtiv plastisches Meinungsbild gibt es hier vom Stern, direkt nach der Luftschlag-Aff&#228;re: &lt;a href=&quot;http://www.stern.de/fotografie/nach-dem-luftangriff-was-afghanen-ueber-die-deutschen-denken-1509358.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.stern.de/fotografie/nach-dem-luftangri...&lt;/a&gt; 
 
Das aber gerade in der Anfangszeit wie auch im Irak erhebliche Fehler im empathischen Umgang mit den Gef&#252;hlen der Afghanen und ihren Traditionen begangen wurden, die verhinbar gewesen w&#228;ren und das Verh&#228;ltnis stark belasten. Deywegen ist aber der Westen noch lange nicht f&#252;r jeden Afghanen der gro&#223;e Teufel... 
Al-Quaida war in Afghanistan nie beliebt, da es sich aus der Sicht der Afghanen auch um fremde Eindringlinge handelte. Mittlerweile ist sie nach erfolgreicher Bek&#228;mpfung kaum noch handlungsf&#228;hig. Die Zahl der Organisationen sagt &#252;berhaupt nichts aus, da sich die Aufst&#228;ndigen wie alle ideologischen Gruppierungen gerne m&#246;glichst stark aufsplittern. Allerdings ist die absolute Anzahl der Aufst&#228;ndischen insbesondere durch Nachwuchs aus Pakistan stark gestiegen... 
Was die H&#228;ufung der &#039;Zwischenf&#228;lle&#039; angeht; die Taliban waren trotz gro&#223;er Ank&#252;ndigung nicht in der lage wirklich operative Offensiven aufzubauen. Stattdessen mussten sie wieder auf terroristische Mittel zur&#252;ckgreifen, da diese organisatorisch leichter auszuf&#252;hren sind als koordinierter Raumgewinn. &#196;hnlich wie bei anderen Guerillia, Partisanen und Terror Bewegungen (insb. Leutender Pfad und FLN) ist dies eher ein Anzeichen f&#252;r die gegenw&#228;rtige Schw&#228;che der Taliban. Nichtsdestrotrotz muss die Sicherheitslage dennoch verbessert werden, im besten Fall durch mehr internationale und vor allem afghanische Truppen, die immer gr&#246;&#223;ere R&#228;ume dauerhaft sichern k&#246;nnen. 
Die Afghanischen Soldaten und Polizisten sollen grdsl. auch kein Team mit den westlichen Einheiten bilden sondern m&#246;glichst schnell in der Lage sein eigenst&#228;ndig zu operieren. Vorher erhalten sie aber entsprechendes Training auch durch Mentorenverb&#228;nde. Dies funktioniert eigentlich recht gut. 
Nach meinen Kenntnisstand ist die Stimmung bei der Truppe eher schlecht, weil zu wenig Sold gezahlt wird. Dies liesse sich &#228;ndern, wenn man es nur wollte. 
Mohnanbau ist tats&#228;chlich eines der gr&#246;&#223;ten Probleme. Die Amerikaner haben aber mittlerweile ein Programm am laufen um den Anbau von Nutzpflanzen durch Subvention zu intensivieren. Der afghanische Bauer baut ja nicht Mohn an, weil er Drogen verticken will, sondern weil er so das meiste Geld kriegt. 
Karsai und seine Kabuler Stadtstaat geh&#246;rt ebenfalls zu den &#228;rgsten Problemen, wird sich aber auch nicht von alleine l&#246;sen... 
 
FAZIT: Es gab eine v&#246;lkerrechtliche und b&#252;ndnisrechtliche Grundlage f&#252;r den Einsatz, eine ethische Motivation (zu Helfen, die besondere Verantwortung von uns Deutschen nie wieder wegzusehen, wenn wir da sind und diesen Schritt getan ahben m&#252;ssen wir unser bestm&#246;glichsten f&#252;r Afghanistan leisten) und einen strategischen Grund (wenn wir da abhauen f&#228;llt das alles auf unsere F&#252;&#223;e zur&#252;ck) 
Die Situation ist besser geworden, seitdem die Taliban nicht mehr offen walten k&#246;nnen, wobei nicht alle n&#246;tigen Ma&#223;nahmen getroffen wurden sie dauerhaft abzuwehren). Auch wenn das irgendwie niemand in Deutschland glauben wollen, ist die Meinung &#252;ber uns und die NATO nicht so schlecht. Sie lieben uns zwar nicht, aber wir setzen uns immerhin f&#252;r sie ein und verbessern ihr leben wesentlich.Dementsprechend haben wir noch einige Chancen. 
Und was nach einem Abzug aus Afghanistan dort unten passieren wird, scheint auch egal zu sein, weil es dann ja nur eine Randmeldung in der Tagesschau wert ist. Ich glaube in einer Steinzeit-Theokratie muss man auch nicht mal mehr im Ansatz &#252;ber Frauen-Emanzipation nachdenken... 
 
In diesem Sinne 
 </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus diesen Studien geht auch hervor, dass die westlichen Kr&auml;fte nicht wirklich von der Mehrheit als Besatzer betrachtet werden, au&szlig;er nat&uuml;rlich bei den Taliban. Ein realtiv plastisches Meinungsbild gibt es hier vom Stern, direkt nach der Luftschlag-Aff&auml;re: <a href="http://www.stern.de/fotografie/nach-dem-luftangriff-was-afghanen-ueber-die-deutschen-denken-1509358.html" target="_blank">http://www.stern.de/fotografie/nach-dem-luftangri&#8230;</a> </p>
<p>Das aber gerade in der Anfangszeit wie auch im Irak erhebliche Fehler im empathischen Umgang mit den Gef&uuml;hlen der Afghanen und ihren Traditionen begangen wurden, die verhinbar gewesen w&auml;ren und das Verh&auml;ltnis stark belasten. Deywegen ist aber der Westen noch lange nicht f&uuml;r jeden Afghanen der gro&szlig;e Teufel&#8230;<br />
Al-Quaida war in Afghanistan nie beliebt, da es sich aus der Sicht der Afghanen auch um fremde Eindringlinge handelte. Mittlerweile ist sie nach erfolgreicher Bek&auml;mpfung kaum noch handlungsf&auml;hig. Die Zahl der Organisationen sagt &uuml;berhaupt nichts aus, da sich die Aufst&auml;ndigen wie alle ideologischen Gruppierungen gerne m&ouml;glichst stark aufsplittern. Allerdings ist die absolute Anzahl der Aufst&auml;ndischen insbesondere durch Nachwuchs aus Pakistan stark gestiegen&#8230;<br />
Was die H&auml;ufung der &#039;Zwischenf&auml;lle&#039; angeht; die Taliban waren trotz gro&szlig;er Ank&uuml;ndigung nicht in der lage wirklich operative Offensiven aufzubauen. Stattdessen mussten sie wieder auf terroristische Mittel zur&uuml;ckgreifen, da diese organisatorisch leichter auszuf&uuml;hren sind als koordinierter Raumgewinn. &Auml;hnlich wie bei anderen Guerillia, Partisanen und Terror Bewegungen (insb. Leutender Pfad und FLN) ist dies eher ein Anzeichen f&uuml;r die gegenw&auml;rtige Schw&auml;che der Taliban. Nichtsdestrotrotz muss die Sicherheitslage dennoch verbessert werden, im besten Fall durch mehr internationale und vor allem afghanische Truppen, die immer gr&ouml;&szlig;ere R&auml;ume dauerhaft sichern k&ouml;nnen.<br />
Die Afghanischen Soldaten und Polizisten sollen grdsl. auch kein Team mit den westlichen Einheiten bilden sondern m&ouml;glichst schnell in der Lage sein eigenst&auml;ndig zu operieren. Vorher erhalten sie aber entsprechendes Training auch durch Mentorenverb&auml;nde. Dies funktioniert eigentlich recht gut.<br />
Nach meinen Kenntnisstand ist die Stimmung bei der Truppe eher schlecht, weil zu wenig Sold gezahlt wird. Dies liesse sich &auml;ndern, wenn man es nur wollte.<br />
Mohnanbau ist tats&auml;chlich eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme. Die Amerikaner haben aber mittlerweile ein Programm am laufen um den Anbau von Nutzpflanzen durch Subvention zu intensivieren. Der afghanische Bauer baut ja nicht Mohn an, weil er Drogen verticken will, sondern weil er so das meiste Geld kriegt.<br />
Karsai und seine Kabuler Stadtstaat geh&ouml;rt ebenfalls zu den &auml;rgsten Problemen, wird sich aber auch nicht von alleine l&ouml;sen&#8230; </p>
<p>FAZIT: Es gab eine v&ouml;lkerrechtliche und b&uuml;ndnisrechtliche Grundlage f&uuml;r den Einsatz, eine ethische Motivation (zu Helfen, die besondere Verantwortung von uns Deutschen nie wieder wegzusehen, wenn wir da sind und diesen Schritt getan ahben m&uuml;ssen wir unser bestm&ouml;glichsten f&uuml;r Afghanistan leisten) und einen strategischen Grund (wenn wir da abhauen f&auml;llt das alles auf unsere F&uuml;&szlig;e zur&uuml;ck)<br />
Die Situation ist besser geworden, seitdem die Taliban nicht mehr offen walten k&ouml;nnen, wobei nicht alle n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen getroffen wurden sie dauerhaft abzuwehren). Auch wenn das irgendwie niemand in Deutschland glauben wollen, ist die Meinung &uuml;ber uns und die NATO nicht so schlecht. Sie lieben uns zwar nicht, aber wir setzen uns immerhin f&uuml;r sie ein und verbessern ihr leben wesentlich.Dementsprechend haben wir noch einige Chancen.<br />
Und was nach einem Abzug aus Afghanistan dort unten passieren wird, scheint auch egal zu sein, weil es dann ja nur eine Randmeldung in der Tagesschau wert ist. Ich glaube in einer Steinzeit-Theokratie muss man auch nicht mal mehr im Ansatz &uuml;ber Frauen-Emanzipation nachdenken&#8230; </p>
<p>In diesem Sinne</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

