War der typische Neonazi früher an einem kahlgeschorenem Kopf, Bomberjacke und Springerstiefeln zu erkennen, so hat sich der Dresscode der rechtsextremen Szene in den letzten Jahren einem Wandel unterzogen.

"Thor Steinar" Logo
Die Mitglieder der Szene geben sich bürgernaher und verstecken ihre Botschaften nun subtiler im Bekleidungsstil. Mit diesem Wandel ist auch die Modemarke “Thor Steinar” verbunden. Kleidungsstücke, die auf den ersten Blick nicht als Ausstattung für Rechtsextreme in Betracht gezogen werden.
Thor Steinart bietet hochpreisige Artikel, die mit guter Qualität werben und professionell mit Bildern von coolen Snowboardern in Szene gesetzt werden. Und doch wird diese Marke hauptsächlich von Neonazis getragen. An dieser Stelle sei auf den weiterführenden Artikel “Des Nazis schicke Sportklamotte” aus dem Moritz Magazin (Dezmeber 2004) verwiesen.
Auch in Greifswald laufen Menschen mit “Thor Steinar” Bekleidung durch die Innenstadt, und sitzen – das ist besonders erschreckend – in politikwissenschaftlichen Vorlesungen.
Im September 2007 wurde bekannt, dass das Geschäft “MCS-Fashionshore” in der Dompassage Artikel der Marke verkaufte. Dies sorgte für einige Diskussion in der Stadt. Der Laden schloß Ende November 2007 seine Tore. Seit Juli 2008 aber hat Mandy Schöndorf, die ehemalige Besitzerin des “MCS-Fashionshore”, wieder Produkte der Marke “Thor Steinar” in ihrem Geschäft “Fashion Store” an den Bäckerwiesen aufgenommen.
Zu diesem Thema veranstaltet das Koeppenhaus am Mittwoch, den 14. Januar um 19 Uhr (s.u.) den Vortrag “Der Nazis neue Kleider – die rechte Modemarke „Thor Steinar” und ihr Verkauf in Greifswald“. Darüber hinaus empfiehlt sich die Lektüre der kritischen Auseinandersetzung “Investigate Thor Steinar” (PDF).
Termin: 14.01. (s.u.)
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: Spende
Veranstaltungsort: Koeppenhaus (Bahnhofsstraße 4)

Tipp: Endstation Rechts hat auf die T-Shirt-Marke eine schöne Satire gestartet. Zu finden hier mit dem Namen Storch Heinar.
Update vom 14.1., 12:30 Uhr:
Wie heute bekannt wurde, muss der Vortrag wegen Krankheit der Referentin verschoben werden. Der neue Termin ist uns derzeit noch nicht bekannt – wir bemühen uns aber, ihn hier mitzuteilen, sobald wir davon Kenntnis erhalten.
Update vom 14.1., 21:30 Uhr:
Die Veranstaltung findet nun am kommenden Dientag, dem 20. Januar, um 19 Uhr
im St. Spiritus (Lange Straße 49/51) statt.
- Demo gegen Nazimode in Greifswald am 7. Februar *Update* vom 29. Januar 2009
- Wie kommt MdL Sebastian Ratjen in Thor-Steinar-Kundendatei? *2xupdate* vom 4. Januar 2010
- 150 Teilnehmer bei Demo gegen Rechts *update* vom 7. Februar 2009








Dieser Infoabend wird ein Aufruf zur Demo… Nur warum kapier ich nicht… Schon immer wird der Markt durch Nachfrage dominiert… Ob nun ein Laden hier oder einer dort oder noch ein Pups gegenüber…
…Das Problem des Rechtsextremismus wird man so nicht lösen…Auch Thor Steinar wird dadurch nicht geschwächt…
Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden!
7.2.09: Demo in Greifswald gegen "Thor Steinar"
geschrieben von Antifaschistische Aktion Greifswald
Unauffällig sieht er aus, der kleine Laden am Südbahnhof von Greifswald mit dem Namen "Fashion Store". Doch neben bekannten Sport- und Freizeitklamotten vertreibt Mandy Constanze Schöndorf hier auch Kleidung von THOR STEINAR, die derzeit beliebteste Modemarke von Rechten und Neonazis. Nachdem Mandy C. Schöndorf ihren ersten Thor Steinar Laden in der Innenstadt vor einem Jahr schließen musste, versucht sie es nun erneut – diesmal in unmittelbarer Nähe zu Greifswalds Plattenbaugebieten
Demo | Samstag, 7.2.09 | 14 Uhr | Greifswald Südbahnhof [Info]
DEMO gegen den Greifswalder Thor Steinar Laden am 7. Februar:
Keine Geschäfte mit Neonazis! Tu Wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle
Warum kapierst Du nicht? Na vielleicht, weil Aufklärung der erste Schritt ist…. natürlich könnten wir uns alle hinsetzen, die Schnauze halten und denken "bringt eh nix"… aber wohin soll das denn führen?
Demonstration bedeutet auch immer Gesicht zeigen – und so fängt man auf jeden Fall an, das Problem des Rechtsextremismus zu lösen!
Also überdenk die Einstellung nochmal. Außerdem: in diesem Zusammenhang ist das Zitat von Rosa Luxemburg ja wohl etwas deplatziert!!!!
…und beide unterschlagt ihr, wie sie (die Luxemburg) iesen Satz zu Ende geführt hat!
es wird doch darüber informiert,
1. wie die kleidung aussieht (erkennen können)
2. welche strukturen an dem verkauf verdienen
3. dass wir einen laden in der stadt haben, der sowas vertreibt
4. dass es eine demonstration gegen den laden gibt.
ich empfinde das durchaus als schwächung von thor steinar, wenn sie keinen vertrieb in greifswald auf die beine kriegen. ausserdem bröckelt die salonfähigkeit dieses dresscodes (und der entsprechenden denke), wenn es mehr informierte gibt.
Findest Du es auch o.k. wenn mit Gewalt gehandelt wird..? Wenn die Fenster eingeworfen werden, ein paar Farbbeutel fliegen oder gar ein Brandsatz geworfen wird…Findest Du das gerechtfertigt..?
aka fleischervorstadtblog aka fleischer (blöde limitierungen…):
wie kommst du denn jetzt auf die gewaltsache? im koeppen findet eine aufklärungsveranstaltung in form eines vortrages statt. du wirst da mit sichheit nicht zum fenster-einwerfen, farbbeutel-werfen oder brandsatz-platzieren mobilisiert.
Ich gebe meine Überlegungen dazu hier mal nicht sofort preis… Bisher wusste ich nichts von diesem Laden… Lass uns ein paar Wochen abwarten… Ich habe mir das nicht ausgedacht mit diesen feigen Angriffen…Aber Du hast sicher Recht: Aufgefordert wird im Koeppen sicher niemand… Im Klex wird sicher auch niemand dazu aufgefordert…
du begegnest veranstaltungen, die sich mit neuen rechtsextremen tendenzen auseinandersetzen, doch nicht mit präventiver verurteilung? herr winter aus loitz hat deinen ansatz übrigens am vergangenen freitag weitergedacht und praktiziert.
http://links-lang.de/0901/01.php
Ich begegne Tendenzen die Modemarken in eine politische Richtung aufzwingen wollen…
Ich begegne Tendenzen in denen glaubhaft gemacht werden soll das Pullis unsere Demokratie stürzen könnten…
Radio Deutschland bezeichnet es noch ganz anders, aber die Tendenz ist wohl klar
"Ein Gutteil des vermeintlichen Kampfes gegen “rechts” ist nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für seine Betreiber. Gegen “rechts” zu kämpfen, schafft definitiv ein gutes Gefühl. Schließlich weiß man ja heutzutage nicht mehr so genau, wofür und wogegen man zu sein hat, die Globalisierung ist zu anonym, George Bush oder Sarah Palin sind zu weit weg, die Klimakatastrophe ist unzuverlässig, Hitler letztlich nun doch irgendwie tot, und die Mülltrennung allein bringt das emotionale Gleichgewicht auch nicht ins Lot – also engagiert man sich gegen “rechts”.
Vom Mitte-links-Politiker bis zum Hausbesetzer, von der alternden TV-Diva bis zum Moderator, vom Gewerkschaftsfunktionär bis zum Fußballprofi: Man warnt vor den Rechten und ihren Rucken, rockt gegen “rechts”, zeigt Gesicht gegen “rechts” und meint damit so ziemlich alles Böse auf der Welt."
thor steinar muss keine politische richtung aufgedrängt werden. die ist bereitwillig selbstgewählt!
pullis stürzen unsere demokratie mit sicherheit nicht. aber pulliverkauf bringt geld und geld ist nützlich, um eine ordnung zu gefährden.
mach mal ne radtour über die dörfer nach anklam, lassan und wolgast, fahre mal in die ückermünder heide, eggesin, vorher pasewalk und so.
vielleicht begreifst du dann, dass es nicht überall so ruhig wie in greifswald ist.
und he: jedem verharmloser und jeder verharmloserin erzähle ich gerne mal einen schwank, wie sich das problem vor 10 jahren hier gestaltet hat.
Mir ist das absolut klar, ich hatte ANGST am C94 vorbei zu fahren… Mir ist klar das es hier Gebiete gibt in die nicht mal die Polizei zur Streife fährt… Und in Anklam, Wolgast & Co. möchte ich nicht tot überm Zaun hängen… GENAU DAS IST EIN PROBLEM!!!
Nur die Diskussion um Pullover lenkt mich ein wenig von der Lösung dieses realen PROBLEMS ab.
Zorro: Warum findest Du das Zitat in diesem Bezug deplaziert..?
Ich finde das es besser kaum plaziert sein kann denn wenn die Modemarke Thor Steinar gerichtlich nicht verboten werden kann ist sie gestattet. Ob uns das gefällt oder nicht. Unsere Gesellschaft muss die Wurzeln des Rechtsextremismus bekämpfen, nicht die Symptome.
Mit jedem Infoabend, jeder Demo bleibt Thor Steinar im Gespräch. Das ist der Fehler… Man ist eben solange interessant wie über einen geredet wird…wen störts denn was n Nazi fürne Jacke trägt..?
Aber all das spiegelt nur meine klitzekleine Meinung in diesem unendlichen Universum wieder…
Genau, wir beruhigen nun alle unser Gewissen indem wir einen Feldzug gegen pöhse, pöhse Klamotten führen, die durchaus nicht nur von "Rechtsextremisten" getragen werden. Wichtig ist auch gar nicht die Marke an sich oder was bzw. ob etwas dahintersteht. Denn wenn es Thor Steinar nicht geben würde, müsste man es glatt erfinden um seiner Selbstgefälligkeit gerecht zu werden.
Fehlen darf natürlich auch nicht, daß die Betreiberin durch den Kakao gezogen wird. Daß dabei die Gewerbefreiheit völlig auf der Strecke bleibt schert derlei geistige Brandstifter aber gar nicht.
Echt widerwärtig mit welchen Mitteln hier gehetzt wird.
Daumen hoch und mehr davon, damit sich solch Armseligkeit schließlich ad absurdum führt.
naja, es geht ja auch knallhart einfach mal um kohle, die man nicht unverhindert in rechte strukturen fliessen lassen sollte, ob die trägerinnen dieser kleidung rechtsextrem sind oder nicht.
die betreiberin wurde 2007 im rahmen der ganzen diskussion persönlich und durch die zeitung informiert. sie ist sich also durchaus darüber im klaren, womit sie geld verdient. gerade in diesem zusammenhang empfinde ich die formulierung "geistige brandstifter" für unangemessen, gefährlich wie hanebüchen.
und die mittel der "hetze": ein ankündigungsartikel für eine vortragsveranstaltung, die veranstaltung und eine demonstration. also "hetzen" sieht für mich anders aus!
Kannst Du dir vorstellen, dass Gewinne aus Greifswalder Restaurants im Libanon in Terroristencamps investiert wird..?
) investiert..?
Kannst Du dir vorstellen das hier in Greifswald Geld aus Kriminellen Vereinigungen gewaschen wird, ja diese Vereinigungen betreiben hier Geschäfte…
Kannst Du dir vorstellen das so mancher Kneipenbesitzer oder Geschäftsmann SEIN Geld in Drogen oder Waffen (besser beides
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Hat ein Drogenverbot geholfen Drogen zu vertreiben..?
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So oder so… Wo Nachfrage herrscht wird es auch ein Angebot geben… Und wer sich die Arbeit macht soll auch mit dem Geld machen können was er will… Das gilt für Nazis leider auch…
Ist für mich kein Argument, bei dem Thema den Mund zu halten…. Nachfrage kann ja herrschen wie möchte, deshalb kann man trotzdem die Leute aufklären. So wissen eben auch andere, welche Einstellung ihr Gegenüber an den Tag legt, wenn er mitm Steinar- Pulli vor ihnen steht – und können dementsprechend handeln oder sich ihren Teil denken.
Na hoffentlich verprügelt die antifa dann nicht mal nen kleinen Schuljungen der von seiner Oma den falschen Pulli zum Geburtstag bekommen hat… nur weil die Oma es versäumt hat eine dieser wahnsinnig wichtigen Infoveranstaltungen zu besuchen…der Junge war leider auch nicht da…
Bitte haltet die Kommentarregeln ein. Alles unter der Gürtellinie wird hier gelöscht.
Hab dank diesem Artikel mal in den Webshop von Thor Steinar geschaut. Ne bessere PR kann es dank Antifa und Co. nicht geben… googelt mal nach Thor Steinar -> der WebShop ist die No 1…
…nur nebenbei: manche Klamotten da sehen echt gut aus… nur der Preis ist mir zu hoch…kriegt man als Nazi mehr Sozialhilfe weil ja die Klamotten nunmal teurer sind..?
Ähm….und du glaubst wirklich, dass der Google Pagerank wegen Antifa Verlinkungen den Webshop hochlistet?! Ich will dir jetzt nicht die Details des Programmierens beibringen, aber es ist möglich Links zu setzen, ohne dass diese von Google berücksichtigt werden. Naja, whatever.
Das mit dem "echt gut" aussehen, mein ich im Artikel mit "coolen Snowboardern". Die teure Marke macht auf schick und will sich damit auch für andere Käufer öffnen, um nicht als Nazimarke zu gelten. Sie ist aber als rechts einzustufen, wie auch in den verlinkten Dokumenten deutlich wird.
ehm, mit Verlaub, der Gedanke durch die Antifa Verlinkung kam von Dir…
ich meinte übrigens das die Sachen wirklich gut aussehen…
Ach, spend das Geld doch gleich an die Freien Kameradschaften, dann sparst Du den Weg über den Modeversand.
Mal im Ernst: Thor Steinar ist doch das klassische Beispiel, wie Nazis eine Modemarke auf den Markt bringen, deren Profite direkt in die Neonazi-Szene zurückfließen, die damit ihre Strukturen im Land ausbauen. Über (vermeintlich hippe) Nazi-Klamotten und Rechtsrock werden so nicht nur die eigenen Strukturen mit Klamotten versorgt und ein rechter Dresscode eingeführt, sondern gekonnt unpolitische/ politisch ungebundene Jugendliche an organisierte Nazi-Strukturen und rechtsextreme Ideologie herangeführt. Das klappt v.a. dort sehr gut, wo die politische Linke (linke Parteien, Gewerkschaften, Antifa-Netzwerke, linke Vereine und Initiativen) nicht stark vertreten ist, z.B. hier im provinziellen, traditionell konservativen Vorpommern. (In Greifswald sieht das Kräfteverhältnis zwischen rechts und links noch nicht ganz so ungünstig für die Linke aus wie im übrigen Vorpommern. Damit das auch so bleibt, sind solche antifaschistischen Bündniskampagnen wie gegen den Verkauf von Nazi-Klamotten oder -Zeitungen ein sehr sinnvoller Ansatz, um eine Verankerung rechtsextremer Strukturen in Greifswald effektiv zu unterbinden.)
Die Verharmlosung des Faschismus, die Du hier betreibst, ist übrigens keine neue Erscheinung. Schon seit den 1920ern werden die FaschistInnen und ihr Treiben von bürgerlichen Parteien und Zeitungen verharmlost oder gar wohlwollend ermuntert. Letztlich war es einzig die SPD (die KPD-Abgeordeten waren längst verhaftet oder im Exil, die KPD-Sitze im Reichstag wurden aberkannt), die im Reichstag gegen die Machtübertragung an die NSDAP stimmte, während alle bürgerlichen Parteien für die Nazis stimmten.
Ich denke, die demokratischen und sozialistischen Kräfte sollten (allein schon aus den Erfahrungen des historischen NS-Faschismus) den Rechtsextremen überall und auf allen Ebenen offensiv entgegentreten.
Zum Geleit vielleicht noch ein kurzer Link zu Kurt Tucholskys Gedicht "Rosen auf den Weg gestreut":
http://www.textlog.de/tucholsky-rosen-weg.html
Verharmlosung des Faschismus..? Meine Antwort ist ein Zitat von Micheal Klonowsky
" Diese Gesellschaft wird von nahezu nichts mehr zusammengehalten, sie braucht einen kleinsten gemeinsamen Nenner des zu Verabscheuenden, zu Bekämpfenden. Vor allem dafür steht der "Kampf gegen rechts". Es ist ein Kampf gegen einen angeblich die Gesellschaft als solche bedrohenden, aber in Wirklichkeit schwer greifbaren Gegner. Die meisten, die sich dabei hervortun, haben ja noch nie einen Rechten, geschweige einen veritablen Neonazi gesehen. Das Risiko, sich bei diesem Kampf eine Beule zu holen, tendiert also erfreulich gegen Null, während die Lorbeeren garantiert sind."
"Die Volksgemeinschaft formiert sich zur Bekämpfung der Volksgemeinschaft. Dass hier diverse Grundrechte verletzt wurden, zum Beispiel jenes auf Versammlungsfreiheit – wen schert das noch bei so viel Gruppenseligkeit?"
Schwachsinn, das Argument anzuführen, die gegen Rechts kämpfen, hätten noch nie einen 'veritablen Neonazi' gesehn. Besonders, wenn man in einer Debatte steckt, wo es um mainstreamkompatiblen Kleidungsstil der Rechtsextremen steckt. Einfach Schwachsinn. Muss ich auch einen Hamas- Terroristen persönlich kennen oder einen israelischen Offizier, um den Krieg in Nahost nicht gutzuheißen? Zudem sprechen wir nicht mehr von einem Randphänomen, rechtsextreme Einstellungen sind überall in der Gesellschaft angekommen.
Es bleibt bei der Verharmlosung und dafür solltest du dich mal was schämen!
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel…
ach übrigens, wo wir schon bei Klamotten sind, die bevorzugt von rechtsextremen getragen werden:
kennt ihr zufällig die marke CONSDAPLE? guckt euch mal die 5 buchstaben in der mitte an
nur mal so als impression….
Wieso die soviele Jahre den Umweg über "Lonsdale" gegangen sind, kann ich auch nicht nachvollziehen. Naja einige brauchen wohl 60 Jahre, um auf so eine gut getarnte Abkürzung zu kommen.
der "umweg" über lonsdale weist auf die ursprünge der skinheadbewegung in großbritannien hin, die sich als gesellschaftliche unterschicht verstanden. die buchstaben "nsda" spielten damals keine rolle, da die skinhead-bewegung noch nicht von der national party und der british national front unterwandert und rechts politisiert wurde. ein blick in die plattenregale früher skinheads zeigt, dass durch die vorliebe für den frühen ska, northern soul und reggae jamaikas kein ideologischer raum für rassismus gegeben war.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lonsdale
Moment mal…er wurde nicht wegen seiner politischen Gesinnung eingesperrt, sondern wegen Mordes und diverser anderer Gesetzesbrüche. Von Gesinnungshaft kann also keine Rede sein.
Desweiteren habe ich nicht seine Freilassung kritisiert. Gegen diese ist nichts einzuwenden.
Was ich kritisiert habe ist der Jubel der Antifa über diesen Vorgang und der Inhalt des verlinkten
Artikels.
Aber Du hast recht, Terrorismus ist hier eigentlich gerade nicht das Thema.
Mir geht es viel mehr darum dass Rechts- UND Linksextremismus verabscheuungswürdig sind,
was allzu gern unter den Tisch gekehrt wird.
Denn nicht nur bei Thor Steinar gibt es Bekleidung, welche Stimmungen schürt.
Ich brauche in diversen Antifa-Shops nicht lange zu suchen und stosse zum Beispiel auf dieses
unsägliche A.C.A.B. in allen möglichen Varianten.
Diese dämlich Aussage auf T-Shirts etc. zu verkaufen, sich aber Antimilitarismus etc. auf
die Fahnen zu schreiben, das geht für mich nicht zusammen.
Zu behaupten alle Polizisten würden Unmenschen sein, dass ist ähnlich emanzipiert und antimilitaristisch wie die Aussage, dass alle Frauen, außer meiner Mutter, Schlampen sein.
Du hast mich missverstanden, natürlich saß er wegen Mord, aber ein Haftverlängerung wäre eine Strafe aufgrund politischer Gesinnung.
Das es in der Linken nicht nur Intelligenzbolzen gibt, ist mir durchaus bewusst und das es auch dort einen Hang zu schwachsinnigen Verallgemeinerungen sowie hohle Mitläufer gibt, ist mir auch klar.
Ich kenne den Ursprung von A.C.A.B. nicht, weiss aber, dass diese Abkürzung bei rechts wie links ähnlich beliebt ist.
A.C.A.B. ist sicherlich nicht sonderlich emanzipatorisch, sonder eher stumpfer Ausdruck eines Unbehagens gegenüber dem Gewaltmonopol des Staates, aber wieso du A.C.A.B. mit Antimilitarismus in Verbindung bringst, ist für mich nicht ersichtlich.
Ein Unbehagen gegenüber der Staatsgewalt kann ich aber auch auf höherem Niveau ausdrücken, als auf dem einer pauschalen Verurteilung.
Antimilitarismus: Dieses Schlagwort ist doch wohl so zu verstehen, dass gegen jegliche Gewalt vorzugehen ist.
Oder soll etwa nur die Staatsgewalt illegitim sein, aber die Gewalt von Linksextremisten ist es nicht?
Und für mich passt eben die pauschale Verurteilung und Verächtung von Polizisten etc. nicht damit zusammen gleichzeitig zur Gewaltlosigkeit aufzurufen.
Ich vermute nämlich dass dahinter keine Absage an jegliche Gewalt steckt, sondern sozusagen
die Gewalt, welche der Antifa in ihr Konzept passt, davon ausgenommen ist.
<<Die Verharmlosung des Faschismus, die Du hier betreibst, ist übrigens keine neue Erscheinung. Schon <<seit den 1920ern werden die FaschistInnen und ihr Treiben von bürgerlichen Parteien und Zeitungen <<verharmlost oder gar wohlwollend ermuntert. Letztlich war es einzig die SPD (die KPD-Abgeordeten waren l<<ängst verhaftet oder im Exil, die KPD-Sitze im Reichstag wurden aberkannt), die im Reichstag gegen die <<Machtübertragung an die NSDAP stimmte, während alle bürgerlichen Parteien für die Nazis stimmten.
Die Verharmlosung/ Verehrung des Terrorismus, durch die Antifa, ist genauso schlimm.
Das sollte in dieser Diskussion mal nicht unter den Tisch fallen.
Siehe:
http://www.antifa.de/cms/content/view/955/32/
Dort heisst es unter anderem: Christian Klar endlich frei!
Da frage ich mich aber ernsthaft warum noch niemand ernsthaft nach einem Antifa- UND NPD Verbot
gefragt hat.
dein post zeugt von deinem massiven unwissen.
"antifa" ist kein einheitliches label, welches bestimmte politische meinungen, aktionsformen, organisationsformen oä vorgibt. wenn du einmal antifa-seiten quer durchs bundesgebiet ansurfst, die augen öffnest und zu differenzieren bereit bist, wirst du sehen, dass antifa keine homogene gruppe ist.
jede gruppe definiert selbst und aus sich selbst heraus, welche themen sie bearbeiten wollen und im regionalen zusammenhang wichtig sind.
was soll ich zum npd-vergleich sagen? lächerliche scheisse und hanebüchener, undifferenzierter unsinn fällt mir da ein…
Das passt zu meinem Bild…
wenn es sich gemeinsam hinter etwas zu verstecken gilt um Stress zu machen kommt die Antifa als solche gerade richtig… Siehe diverse gross- u. kleinformatige "antifa" Schriftzüge oder die Webadresse auf unzähligen kleinen Aufkleberchen die das Stadtbild verschandeln -> http://www.antiXX.de
Sobald es darum geht die Konsequenz zu tragen gibt es die Antifa plötzlich so nicht…
Der rote Sumpf erinnert mich immer wieder an der braunen Sumpf… eigentlich dasselbe in grün
Mein lieber Oliver,
ich schreibe diese kleinen Zeilen persönlich für Dich… Es amüsiert mich wie Du schreibst: "Ähm..ja geh mal nicht weiter auf Martin ein und erklär es der Zimmerwand. Da besteht die Hoffnung, dass es der Nachbar hört und versteht. Martin zeichnete sich ja hier schon länger als "Troll" aus, der egal, welche Argumente kommen, immer wieder behauptet, keine Argumente zu lesen."
Gern bin ich bereit mich sachlich mit Dir auseinanderzusetzen… Zu diesem Zweck werde ich gleich einen Foreneintrag hier eröffnen. Mein Eindruck ist nämlich leider ein anderer… Ich versuche m.M. nach durch sachliche Argumente auf einen Missstand aufmerksam zu machen. Leider kamen dann nicht nur in dieser kleinen Unterhaltung oft Kommentare mit persönlichem Angriff und ohne Sachbeitrag…Ich gehe jede Wette ein, es wird auch im Forum nicht anders laufen. Aber uns unterscheidet etwas: Ich bin immer wieder bereit Andersdenkende anzuhören, mich sachlich über Themen zu unterhalten ohne die Persönlichkeit meines Gegenübers du diffamieren…
in tiefer Ehrfurcht
Martin
Sachliche Argumente? Alles was du bringst sind Punkte, die deiner Meinung nach die Problematik als minder schwerwiegend darstellen, du verharmlost und machst dich über die aufklärerische Initiative lustig. Dies legt den Verdacht nah, dass du entweder selbst aus der braunen Ecke kommst oder diese zumindest akzeptierst, vllt sogar konform gehst. Das ist ungeheuerlich und keinesfalls hinnehmbar.
Trotz widerholter Versuche, das Kernproblem darzulegen, redest du alles klein und freust dich über deinen DEUTSCHEN Haarschnitt. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Komm morgen mit Thor Steinar Jacke ins Koeppen, gern führen wir die Debatte dort weiter. Denn im Blog die Leute provozieren kann jeder, stell dich der wirklich sachlichen Debatte!
Ich schliesse mich da Pengpeng an. Komm ansonsten einfach ins Koeppen. Du mußt dich ja nichtmal als Martin aus dem Blog outen, oder Fragen stellen. Ich weiß auch nicht, wieso ich jetzt sonst alle bisher gebrachten Argumente wiederholen sollte. Vielleicht klärt der Vortrag ja alles, was dir sauer aufstösst.
das problem für ein erscheinen martins ist, daß auf der veranstaltung nazis keinen zutritt haben. der martin würde sich also strafbar machen, bzw das hausrecht müsste durchgesetzt werden…
Jetzt bin ich auch schon n Nazi… schön… Jeder der was gegen Eure Meinung sagt muss n Nazi sein…
Der Eintrag im Forum steht, aber Ihr beschimpft mich fleissig weiter… Diese Tatsachen stehen wohl für sich selbst…
Tja, den Ruf hast du dir leider selbst kräftig miterarbeitet. Erst hier das Problem runterreden, eindeutige Anspielungen machen, verharmlosen – und sich am Ende dann doch wieder als Opfer darstellen. Junge, das is echt sowas von arm. Aber eben auch typisch
Ich stehe zu meinen Ansichten… Du hingegen kommst wieder nicht ohne persönlichen Querschlag aus…
nicht jeder mit anderer meinung ist ein nazi. du schon…
Nee Martin. Nazi bist du sicherlich nicht. Aber du hast scheinbar überhaupt kein Problem mit Nazis, oder so panische Angst vor ihnen, dass du ihnen nach dem Mund redest. Und Thor Steinar ist Die bekannte Modemarke der Nazis. Und das da Aufklärung im Koeppen betrieben wird ist zwingend notwendig, damit die Oma nicht auf die Idee kommt, ihrem Enkel einen TS Pullover zu kaufen. Denn nur durch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen zu diesem Thema verbreitet sich das Wissen, dass TS eine Nazimodemarke ist. Und dieser Sachverhalt findet nicht nur im Koeppen Verbreitung. Der/ Die, im Koeppen war, erzählt es seinem Freund/ Freundin und dann geht das per Mundpropaganda weiter. Bis nur noch die echten Nazis diese Klamotten kaufen. Wenn sich der Laden dann noch hält, na dann ist in Greifswald in dieser Frage wirklich schon Hopfen und Malz verloren.
zu dem hier rumspu(c)kenden Luxemburg Zitat:
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der „Gerechtigkeit”, sondern weil all das Belehrende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die „Freiheit” zum Privilegium wird."
Genau das, sollte sich die inke in Deutschland mal hinter die Ohren schreiben, bevor sie zu weiteren Hetzen aufruft – z.b. gegen Pullis
Gruß vom gast – kostengünstiger CO2-Hersteller; Überlebender der 1975 prognostizierten Eiszeit, des Waldsterbens, des Konsums von Salz und Eiern, des Milleniumbugs und der Klimakatastrophe.
Beitrag editiert von Wolfgang Schäuble.
Das Zitat von Luxemburg findet sich als handschriftliche Randbemerkung in ihrem Aufsatz "Zur russischen Revolution" (1918, 1922 posthum veröffentlicht; Rosa Luxemburg, Gesammelte Werke, Bd. 4, S. 359). Vielleicht sollte also der Kontext des Zitats nicht ganz vergessen werden. Rosa Luxemburg schrieb das Manuskript während ihrer Haftzeit (sie war wegen ihrer Kritik am deutschen Imperialismus und dem Kriegsgemetzel der deutschen Generalität als Sozialistin in Haft genommen worden) über die gerade in Rußland vollzogene sozialistische Revolution und deren erste Schritte auf dem Weg zum sozialistischen Umbau.
Hier der Link zum Text [dort Randnotiz 3a]: http://www.marxists.org/deutsch/archiv/luxemburg/…
Die Aussage war auf den Umgang der Bolschewiki mit der Volksversammlung und dem neuen Wahlrecht gemünzt, wo Lenin und Trotzky in der Tat eine andere Position einnahmen als Rosa Luxemburg. Der Text von Rosa Luxemburg ist auf jeden Fall lesenswert und wirft Fragen auf, wie praktische Schritte nach dem Sturz der Bourgeoisie aussehen sollten. – Wofür er sicher nicht geeignet ist: den Verkauf von Nazi-Marken damit zu begründen.
Es mutet schon merkwürdig an, wer sich alles mit Rosa Luxemburg schmücken will: in regelmäßigen Abständen wird sie von Konservativen, von Liberalen und rechten SozialdemokratInnen als Aushängeschild hervorgekramt bei ihrer Hetze gegen linke Bewegungen. Vergessen wird dabei gerne, daß Rosa Luxemburg im Januar 1919 gerade von den bürgerlichen Kräften und der (rechten) sozialdemokratischen Führung unter Ebert/Scheidemann/Noske wegen ihres Eintretens für den Sozialismus und die Sache der ArbeiterInnenklasse ermordet wurde. Wie schrieb Rosa Luxemburg so treffend in ihrem letzten Aufsatz "Ordnung herrscht in Berlin" in der Roten Fahne im Januar 1919, kurz bevor der Weiße Terror der Noske'schen Freicorps in Berlin die revolutionäre Bewegung erwürgte:
"Die Massen sind das Entscheidende, sie sind der Fels, auf dem der Endsieg der Revolution errichtet wird. Die Massen waren auf der Höhe, sie haben diese »Niederlage« zu einem Glied jener historischen Niederlagen gestaltet, die der Stolz und die Kraft des internationalen Sozialismus sind. Und darum wird aus dieser »Niederlage« der künftige Sieg erblühen.
»Ordnung herrscht in Berlin!« Ihr stumpfen Schergen! Eure »Ordnung« ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon »rasselnd wieder in die Höh' richten« und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden:
Ich war, ich bin, ich werde sein!"
[siehe Gesamttext unter: