Semesterferien!

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2009 um 23:00 Uhr

Die Wortsendungen von radio 98eins machen in der Vorlesungspause “Urlaub”. Natürlich könnt Ihr weiterhin das radio 98eins Musikprogramm genießen. Zudem habt Ihr die Möglichkeit, Euch ausgewählte Beiträge sowie Neuigkeiten auf www.98eins.de unter “Ausgewähltes” als Podcast anzuhören.

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Die Basement Blues Band – heute live zu Gast bei Saitensprung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2009 um 15:15 Uhr

Heute hört Ihr auf radio 98eins das Magazin und Saitensprung, wo heute die Basement Blues Band zu Gast ist. Abschließend begleitet Euch 4 to the floor in die Semesterferien.

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19 Uhr

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Heute hört Ihr im Magazin die CD der Woche, die Veranstaltungstipps und die Spotlights, die Nachrichten rund um Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern, mit den Wettervorraussichten. Dazu gibt es unsere Rubrik für Erasmus-Studenten, “Fernweh” und natürlich brandheiße Berichte zu den aktuellsten Themen. Also, ab 19 Uhr radio 98eins einschalten und entspannt in die Semesterferien starten!

Saitensprung – radio 98eins unplugged - ab 20 Uhr

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Blauer Dunst im Radio – es wird bluesig bei Saitensprung. Heute allerdings nicht im Keller, sondern live im Studio bei uns: die Basement Blues basement_blues_band_260x1501Band. Außerdem haben wir uns einen Fachmann in Sachen Blues ans Mikro geholt: Raimund Nitzsche wird uns ein paar spannende Dinge über den Blues erzählen. Aber wer jetzt glaubt, die Sendung wird melancholisch und depressiv hat weit gefehlt! Bei Blues lässt sich nämlich auch unser Moderator Flo nicht zweimal bitten! Schaltet ein und lasst euch überraschen!

4 to the floor – Electronic Experience - ab 22 Uhr

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Ihr hört auch heute wieder eine Sendung, die sich nicht nur mitdem Hier und Jetzt des House und Techno auseinandersetzt, sondern auch die mittlerweile fast 30-jährige Geschichte aufarbeitet. Nicht zuletzt, weil auch deutsche Einflüsse dieses Musikgenre entscheidend geprägt haben. Außerdem hört Ihr neben Sets aus der ganzen Welt auch Newcomer, DJ-Portraits, Trends und alles Wissenswerte aus der Partywelt.

Jugendsprache, die kein Jugendlicher spricht

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. Januar 2009 um 01:06 Uhr

“Der Münchner Verlag hatte den Wettbewerb ins Leben gerufen, um “die Kreativität der oftmals schnelllebigen Jugendsprache zu präsentieren und jährlich neu zu dokumentieren”. Im Internet stimmten rund 25.000 Interessierte über 30 kreative Wortneuschöpfungen von Jugendlichen ab. Die aus allen Altersklassen bestehende Jury wählte aus einer Top-15-Liste schließlich die besten fünf Begriffe aus.”

(Mehr dazu in derOnline-Ausgabe der SZ oder bei n-tv.de)

Wie hat man sich das vorzustellen, wenn das “Jugendwort des Jahres” gesucht wird? Ob da in einem abendlichen Meeting des Langenscheidt-Verlags folgendes Gespräch ablief?

Verlagsleiter Bernd: Ok, ich hatte Euch ja gebeten, dass Ihr Euch übers Wochenende einige Begriffe überlegt, die man der älteren Leserschaft als Jugendsprache verkaufen könnte. Ich will von jedem einen Vorschlag hören. Ergebnisse! Ergebnisse! Ergebnisse! Fangen wir mit Grammatik an.

Grammatikabteilungsleiterin Susi: Wie wäre es mit Gammelfleischparty? In einer Bar habe ich einen Flyer für eine Ü30-Party gesehen und dachte mir, dass die Jugendlichen einen Haufen alter Leute sicherlich ekelhaft finden.

"Stockenten"Verlagsleiter Bernd: Ist gebongt. Abiturlektüre?

Abiturmaterialleiter Michael: Jo, mein Vorschlag wäre Stockente. Mir ist beim Joggen aufgefallen, dass wirklich immer mehr Nordic Walker unterwegs sind. Die nerven wirklich mit ihren doofen Stöckern.

Verlagsleiter Bernd: Cheerioo. Hat zwar nicht viel mit Wasservögeln zu tun, aber das Bild passt. Englisch?

"Datenzäpfchen"Englischabteilungsleiter Georg: Eine etwas seltsame Assoziation wäre Datenzäpfchen. Die Idee ist mir gekommen als ich meinen Sohn versorgt habe, der mal wieder Fieber hatte. So könnte man einen USB-Stick bezeichnen, oder?

Verlagsleiter Bernd: Uh, weckt unangenehme Erinnerungen, klingt aber gut. Sonst noch Ideen?

Praktikantin Tanja: Beim Karaoke haben meine Freunde und ich die Bezeichnung unterhopft sein erfunden, das heißt dass man noch Lust auf Bier hat bzw. bisher zu wenig Alkohol getrunken hat.

"unterhopft sein"Verlagsleiter Bernd: Danke, Anke! Ich habe mir auch was überlegt und bringe jetzt mal die bisherigen fünf Begriffe in eine Reihenfolge:

  1. Gammelfleischparty = Ü30-Party
  2. Computerbräune = Blasse Haut eines Computerfreaks
  3. unterhopft sein = Lust auf Bier/zu wenig Alkohol getrunken
  4. Datenzäpfchen = USB-Stick
  5. Stockente = Nordic Walker

Englischabteilungsleiter Georg: Schön, dass deine Vorschläge Platz 1 und 2 belegen. Aber sollen wir nicht 15 Wörter vorschlagen?

Verlagsleiter Bernd: Ich bin der Chef! Außerdem sind die wirklich genial. Für die Plätze 6-15 haben wir 100 Leute auf der Straße gefragt “Nennen Sie einen Jugendsprachenbegriff!” und dies ist das Ergebnis:

  1. Zornröschen = zickiges, beleidigtes Mädchen
  2. süffisant = ist man, wenn man nach Alkoholgenuss gut drauf ist
  3. schmusig = einfach gut
  4. Rentnerbravo = Apotheken-Umschau (Zeitschrift)
  5. Pisseria = Toilette
  6. Mietmaul = Rechtsanwalt
  7. Kalbfleischknoppers = Döner
  8. Heuchlerbesen = Blumenstrauß
  9. Hardwareproblem = Potenzschwierigkeiten
  10. Eierkocher = Whirlpool

Wie gesagt, so hätte es laufen können. Aber das Vorschlagen von Begriffen im Internet ist natürlich eine durch und durch demokratische Sache und wird sehr, sehr ernst genommen. So ernst wie dieser Beitrag zu verstehen ist. Man kann bzw. muss also davon ausgehen, dass die eingereichten Begriffe tatsächlich von Jugendlichen stammen und mindestens täglich verwendet werden. Um diese Annahme zu bestätigen, habe ich einige jugendliche Blogger per E-Mail gefragt, ob das der Fall ist.

Johannes (17, Schüler, Blog “Herr Salami“) meint:

Oh nein, es ist wieder soweit: Langenscheidt bringt sein Jugend-Wörterbüchlein heraus und präsentiert uns irgendwelche Wortkreationen, die “wir” Jugendlichen auf gar keinen Fall erfunden und verbreitet haben. [...] Aber ist doch viel lustiger, ein paar Sprachwissenschaftler damit zu beauftragen, ein paar tolle Worte zu erfinden! Denn niemand sagt “Gammelfleischparty” oder “Computerbräune”, zumindest niemand, den ich kenne. Voll Moppelkotze!

Moritz (17, Schüler, Blog: “Sockenblog“) hat sich selber in einem Artikel über die Unbekanntheit von Gammelfleischparty ausgelassen und meint, dass weder er noch einer seiner Freunde das Wort überhaupt je gehört hätten. Zu den anderen Wörtern in den Top 5 schreibt er:

“Computerbräune” ist mir nicht bekannt, und scheint gleichzeitig noch mit dem Vorurteil verbunden zu sein, dass Computerfreaks in der Regel blass sind, was meiner Meinung nach kompletter Blödsinn ist. Genauso wenig wie das “Datenzäpfchen” – ich kenne den Begriff, aber niemanden in meinem Alter, der ihn gebraucht. Bei der “Stockente” sieht es schon ein bisschen anders aus, das Wort kann man tatsächlich hin und wieder auf der Straße aufschnappen, richtig beliebt ist es soweit ich weiß aber auch nicht.

Zu guter Letzt habe ich gerade noch einmal herumgefragt, aber keiner der jugendlichen Befragten hatte eine Ahnung, was “unterhopft sein” bedeutet. Ich selbst habe es auch noch nie gehört.

Schließlich noch Uwe (19, Schüler, Blog: “Uwe“):

Ich halte das ja für einen faden Witz und einen kleinen Schrei um Aufmerksamkeit, irgendwo in der großen Grauzone zwischen Schock und Unverständnis.
In Wirklichkeit spricht doch niemand allen ernstes so, wenn, dann hat er das Prinzip Sprache nicht verstanden und überhaupt sind diese Listen doch nur eine scheinheilige Möglichkeit, ein paar Schlagwörter der Neuzeit an die Fersen der bösen bösen Jugendlichen zu heften. Also neee, wie DIE sich ja wieder ausdrücken, das versteht ja keiner und ist nie neutral sondern immer so gemein und herabsetzend.

Fazit: Eine spaßige Sache dieses “Jugendwort des Jahres”, doch mit der Realität hat es wenig zu tun. Aber es reicht, um sich darüber lustig zu machen.

Grafik Startseite: Screenshot von Wiktionary
Bilder: Jos Dieles, Matti Mattila, nyki_m

Demo gegen Nazimode in Greifswald am 7. Februar *Update*

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2009 um 16:42 Uhr

demoflyer-grossFür den 7. Februar rufen linke Gruppen und die Antifa Greifswald zu einer großen Demonstration gegen den örtlichen Thor Steinar Laden auf.

Die Demo soll um um 14 Uhr am Südbahnhof unter dem Motto “Keine Geschäfte mit Neonazis – Tu Wat gegen Thor Steinar und rechten Lifestyle” beginnen (Der ganze Auruf hier).

Hintergrund für die Demonstration ist, dass in dem Geschäft “Fashion Store” im Greifswalder Gewerbegebiet die rechte Modemarke “Thor Steinar” verkauft wird. Die Inhaberin dieses Geschäfts, Mandy Constanze Schöndorf, stand schon letztes Jahr für den Verkauf dieser Kleidermarke in der Greifswalder Dompassage in der Kritik.

Damals verkaufte sie die Nazi-Kleidermarke im Herzen der Stadt und erregte damit sogar Protest aus dem Rathaus. Sowohl Bürgermeister König (CDU) als auch die Präventionsbeauftragte positionierten sich kritisch zum Laden und zum Verkauf der Kleidermarke.

Die Inhaberin wurde öffentlich aufgefordert, die Bekleidungsmarke aus ihrem Sortiment zu nehmen. Doch Mandy C. Schöndorf kam dieser Forderung nicht nach. Schließlich reagierte die Dompassage und lies den Vertrag mit dem Modegeschäft Ende November 2007 auslaufen.

Seit Juli 2008 sind der “Fashion Store” und auch die Modemarke nach Greifswald zurück gekehrt – diesmal an den Bäckerwiesen.

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Ambient, Electronica und Soundscapes auf radio 98eins – unsere neue Sendung “Klangboot”

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Januar 2009 um 14:53 Uhr

Das Magazin – Am Puls der Stadt – ab 19 Uhr

Heute hört Ihr im Magazin die CD der Woche, die Veranstaltungstipps und die Spotlights, die Nachrichten für Greifswald und Umgebung. Dazu haben wir eine Rezension über das Buch “Der Knacks” von Roger Willemsen und einen Bericht über den neuen Studentenausweis an der Universität im Gepäck. Also, ab 19 Uhr zurücklehnen, radio 98eins einschalten und Ohren spitzen!

Zonic Radio Show – Für Randhörer und Kulturinvolvierte - ab 20 Uhr

Wie immer thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst wechselnd, gibt es auch heute wieder von tiefrauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen, musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im sich stetig ausbreitenden Zonic-Kosmos hat.

Klangboot – Experimentelle Musikkollagen - ab 22 Uhr

„Klangboot“ heißt die neue Sendung für Ambient, Electronica und Soundscapes auf radio 98eins. Die allererste Stunde ist eine musikalisch-maritime Ausfahrt in den Bereich der freien Netaudiomusik. Im Programm sind anfangs ambiente Winterstrandstücke, ferner schnellere Electronica. Abgerundet und eingeschaukelt wird diese Stunde durch folkige Lullabies. Hört schön – schlaft schön!

moritz 75 – Januar 2008: Lubmin – Gesundheitsland mit Kohlestrand?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2009 um 23:05 Uhr

moritz-print-mm75-03-editorial-luisa-pischtschan-matthias-jueglerLiebe Leser!

Ist es euch aufgefallen? Es wird wärmer, nicht wahr? Und die Leute, die mir entgegen kommen schauen jetzt nicht mehr ganz so böse wie noch zu Beginn des Jahres, wo Schnee und Matsch überall vertreten waren. Aber der Klimawandel schreitet voran – selbst wenn wir noch nichts davon merken. Denn die mittlere Jahrestemperatur ist seit dem 20. Jahrhundert  um circa 0,9 Grad gestiegen. Damit uns in den folgenden Wintern nicht mehr ganz so kalt ist, wird der Bau des Steinkohlekraftwerks in Lubmin vorangetrieben. An diesem brisanten Thema kommen natürlich auch wir nicht vorbei und berichten euch darüber. Damit nicht nur Klima-, sondern auch Hochschulpolitik vertreten ist, werden hier die Ergebnisse der jüngst stattfindenden StuPa-Wahl ausführlich ausgewertet als auch kommentiert.

Aber halt, legt das Januar-Heft nicht gleich weg! Denn wenn ihr wissen wollt, wo nach dem Vorglühen in einer unserer vorgestellten Bars noch ein guter DJ auflegt, dann schaut doch einfach in den Beitrag über die Greifswalder DJ-Szene rein, in der das Wissen über die sonst so relativ unbekannte Kultur aufgefrischt wird und bei der sicherlich auch der ein oder andere (Studenten-)Club neu entdeckt werden kann. Und wenn es vielleicht doch noch einmal kälter wird und ein ruhiger Abend in gemütlicher Atmosphäre vorzüglicher ist als durch den erfrischenden Januar zu fahren: die passende Lektüre dazu haltet ihr in der Hand. Denn unser Januar-moritz ist vollgepackt mit interessanten und vielseitigen Beiträgen rund um Greifswald und sein Leben. Vielleicht können wir euch somit die Zeit über die Semesterferien versüßen und mit diesem oder jenen Artikel zum Nachdenken anregen.

Luisa Pischtschan

Nur einige Themen: Verwaltungsgebühren, Kohlekraftwerk, Mensaclub, Fairer Handel und eine Polizeireportage.  Den kompletten moritz als pdf gibt es hier zum runterladen, ausserdem könnt ihr verschiedene Beiträge auch online lesen.

TITEL Verwaltungskostenbeitrag: Endspiel in MV, Teil 2

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2009 um 21:57 Uhr

Landtag will vorlesungsfreie Zeit zur Einführung von 50 Euro Verwaltungskostenbeitrag nutzen

Bei den Demonstrationen gegen die geplante Verwaltungsgebühr am 16. Oktober 2008 erklärte der Vertreter der Landeskonferenz der Studierendenschaften (LKS), Thomas Schattschneider, und der ehemalige stellvertretende AStA-Vorsitzende, Sebastian Nickel, nach der Landtagssitzung: „Die überwiegende Mehrheit der geladenen Experten des Bildungsausschusses, also 18 von 22, lehnt den Gesetzesentwurf ab.” Diese Zeit ist nun vorbei.

Während die Regierungskoalition aus CDU und FDP im bayerischen Landtag plant, den ehemals eingeführten Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro abzuschaffen und dabei auf breite politische Zustimmung stößt, strebt die Regierungskoalition Mecklenburg-Vorpommerns aus SPD und CDU weiter darauf zu, diese andernorts bereits vergangenen Zeiten in unserem Bundesland Zukunft werden zu lassen. Bis zum Sommersemester 2009 soll ein Verwaltungskostenbeitrag von 50 Euro beschlossene Sache sein.

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TITEL Prorektorenwahl: Terminologische Spätschäden

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2009 um 21:56 Uhr

Scheiterte Hildebrandt an der zweifelhaften Klassifizierung seiner akademischen Artgenossen?

„Die Werthlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft” ist der Titel eines Vortrages, den der Jurist Julius von Kirchmann 1847 in der Juristischen Gesellschaft zu Berlin hielt. Als Konsequenz daraus folgte seine „Beförderung” in das entlegene Ratibor.

moritz-print-mm75-20-jan-peter-hildebrandt-internet-uni-greifswald„Lehrer sind keine Wissenschaftler.” Diese im Dezember 2005 von moritz aus einer Senatssitzung zitierte und an den Spruch des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) „Lehrer sind faule Säcke” angelehnte Aussage kostete den ehemaligen Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) Jan-Peter Hildebrandt am 17. Dezember 2008 vermutlich nur die angestrebte Stelle eines Prorektors. Selbst die erleichterten Stimmverhältnisse eines dritten Wahlgangs ließen ihn knapp an der nun lediglich erforderlichen einfachen Mehrheit scheitern. Es gab eine Nein-Stimme mehr als Ja-Stimmen, aber nur das umgekehrte Verhältnis hätte zur erfolgreichen Wahl geführt. Knapp daneben ist auch vorbei.

Bisherige Prorektoren waren Jura-Professor Wolfang Joecks und Professor Michael North, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte der Neuzeit. Professor Wolfgang Joecks wollte aufgrund seiner zahlreichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen nicht wieder antreten. Er ist unter anderem Richter am Landesverfassungsgericht und Vorsitzender des Hanseatischen Golfclubs e.V. in Greifswald. Professor North war bisher Prorektor mit den Aufgabenschwerpunkten Forschung und Transfer, Internationale Angelegenheiten und Angelegenheiten der Universitätsbibliothek. Er knüpfte seine Wahl zunächst an die Bedingung, dass auch Jan-Peter Hildebrandt gewählt wird. Diese Haltung gab er später auf und nahm die Wiederwahl zum Prorektor auch ohne die Wahl Hildebrandts an.

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TITEL Die kranke Demokratie: Ein Kurzbericht der Pathologie

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2009 um 21:54 Uhr

Und letztlich auch eine Frage der Übung Gremien- und StuPawahl 2009

Jura-Student Phillip Martens meinte am 12. November 2008, dass „Ursache für die geringe Teilnehmerzahl die fehlende bindende Wirkung der Vollversammlung” ist. Was damals als Begründung für die geringe Beteiligung gelten mochte, galt diesmal nicht als Argument. Die Beschlüsse von Senat und Studierendenparlament sind bindend – und enthalten die zentralen Entscheidungen an unserer Hochschule. Ebenso wie die Fakultätsratsentscheidungen für die Fakultäten bestimmend sind.

Senat und Studierendenparlament sind jeweils die aus akademischer bzw. studentischer Perspektive höchsten Gremien an unserer Universität – und bewegten auch 2009 trotzdem nur einen von neun Studenten zur Stimmabgabe. Mancher fragt sich mittlerweile ernsthaft, ob Hochschulreife in dieser Hinsicht ein völlig entleerter Terminus ist.

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TITEL Interview: Anne Klatt, 26 Jahre alt und Studentin der Landschaftsökologie

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Januar 2009 um 21:53 Uhr

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Bei der Wahl zum Studierendenparlament errang sie im Januar auf Anhieb die meisten Wählerstimmen. Sie vertritt im Studierendenparlament mit vier Mitstreitern die neu gegründete Grüne Hochschulgruppe und ist Mitglied im Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Greifswald-Uecker-Peene. Sie kommt aus Wernigerode in Sachsen-Anhalt.

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