dielinke.SDS distanziert sich von StuPa-Mitglied

Geschrieben von | Veröffentlicht am 4. Dezember 2008 um 15:31 Uhr
Kategorien: Uni-Politik

Phil Ramcke - seit April 2008 im StuPa

Es gärte seit fast einigen Monaten ein Streit im Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (dielinke.SDS). Ursache seien einige als extrem eingestufte Äußerungen von Phil Ramcke, so der Sprecher des SDS Greifswald. Phil Ramcke sitzt seit April 2008 im Studierendenparlament und trat für den SDS an.

Im August hatten wir bereits von diesem Streit berichtet und gemeldet, dass Phil Ramke den SDS verlassen und eine DKP-Gruppe gegründet hat.

Ramcke beschwerte sich daraufhin: Nur weil er eine Ortsgruppe der DKP gegründet hätte, sei er keineswegs aus dem SDS ausgetreten. Er vertrete auch weiterhin den SDS im StuPa.

Der SDS sah dies durchaus anders aus. Dort zeigte man uns damals eine per Rundmail verschickte schriftliche Austrittserklärung. Wir baten Ramcke und den SDS um Klärung.

Nach zwei Gesprächsterminen mit Phil Ramcke teilte uns David Noack, der Sprecher des SDS Greifswald, das Ergebnis mit:

“Eine Mehrheit der Hochschulgruppe dielinke.SDS.Greifswald hat beschlossen, dass Phil Ramcke seit dem 15. Juni 2008 nicht für die linke.SDS.Greifswald im Studierendenparlament saß, zur Zeit nicht für die linke.SDS.Greifswald im StuPa sitzt und auch weiterhin nicht sitzen wird.

Am 15. Juni 2008 erklärte Phil Ramcke seinen Austritt und er ist seitdem nicht mehr der Hochschulgruppe die linke.SDS.Greifswald beigetreten. Auch vertritt er nicht die Interessen von die linke.SDS.Greifswald im Studierendenparlament.”

Phil Ramcke erklärte gegenüber dem webMoritz, dass er frühstens nächste Woche dazu Stellung beziehen möchte.

Nach Informationen des webMoritz plant dielinke.SDS mit neuen Kandidaten zur kommenden StuPa-Wahl anzutreten.

Link: greifswald.linke-sds.org

Foto: Sebastian Jabbusch

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42 Kommentare zu “dielinke.SDS distanziert sich von StuPa-Mitglied”

  1. benny sagt:

    wieso gibts denn auf der HP des sds-hgw keine gesichter zu der hochschulgruppe? oder finde ich die nur nicht?

  2. ret marut sagt:

    Hm, ich bin ja ein fleißiger Leser der StuPa-Sitzungsprotokolle, aber “einige als extrem eingestufte Äußerungen” von Phil Ramcke im StuPa habe ich nicht gefunden – es sei denn im SDS wird eine Ablehnung von Studiengebühren und die Forderung nach Beibehalten der Finanzierung des Hochschulsports als “extrem eingestufte Äußerung” definiert, was ich ehrlich gesagt nicht glaube. Die Protokolle und das Stimmverhalten des (wohl doch nicht)-SDS-StuPisten jedenfalls geben nicht wirklich was her für solche Bewertungen.

    Es wäre daher in der Tat mal interessant, welche Äußerungen der SDS Greifswald warum als “extrem” einstuft; der SDS ist nach eigenem Bekunden der am weitesten links stehende bundesweite Hochschulverband und da interessiert es mich ja schon, was konkret bei der Greifswalder Gruppe als (links-)”extrem” bzw. nicht mehr tolerabel angesehen wird. Ich denke, das wird auch einige WählerInnen interessieren, denn im Januar werden auch sicher (wieder?) SDS-KandidatInnen zur Wahl stehen.

    • Marco Wagner sagt:

      Dank Phil Ramcke ist jetzt die DKP-Hochschulgruppe die am weitesten links stehende…
      Letztlich ist der SDS immer noch ein Hochschulverband der Linkspartei. Und diese lehnt bereits in ihrer Einleitung des Parteiprogrammes jede Form von Diktatur ab. Phil Ramcke als DKP-Mitglied dagegen nicht. Im Parteiprogramm der DKP steht das klare Bekenntnis zum Sozialismus nach marxistisch-leninistischen Vorstellungen, also die Diktatur des Proletariats, die wiederum die Linkspartei aufgrund der Erfahrungen des “real existierenden Sozialismus” ebenfalls ablehnt. Insofern passt Ramcke nicht in den SDS, weil seine politische Gesinnung schon zu links, bzw. zu “extrem” ist.
      Übrigens hat sich Die Linke. beim Cottbuser Parteitag auch klar von der DKP distanziert. Damit ist dies für einem dieser Partei nahe stehenden Hochschulverband auch zwangsläufig bzw von Linksparteiseite wünschenswert.

      • Phil Ramcke sagt:

        Ich muss richtig stellen, dass die DKP KEINE Hochschulgruppe ist, sondern eine Partei des Proletariats. Sie steht in keiner Konkurrenz zum SDS.

        • Die Linkspartei lehnt die “Dikatatur des Proletariats” und “marxistisch-leninistische Strömungen” ausschliesslich bei Presseterminen ab. In der Realität sieht das ganz anders aus und diese Distanzierung ist reine Taktik um einem Parteiverbot aus dem Weg zu gehen. Frag mal die bornierten Mitglieder, falls du in dieser Ü70-Partei noch welche findest die es ohne Zivi-Hilfe aus’m grau-sozialistischen Plattenbau schaffen.

        • Marco Wagner sagt:

          Naja, die Ü70 Altkommunisten machen für gewöhnlich nicht mehr all zu lange mit (das liegt vor allem an der naturgegebenen Endlichkeit des Lebens). Die meißten von denen sind nur noch Mitglied und zahlen ihren Parteibeitrag, sind aber politisch nicht Aktiv.

          Außerdem ist das mit einem DieLinke. Mitglied genau so wie mit nem CSU Mitglied:

          Bist du einmal drin, gehst du schon aus "Traditionsgründen" nicht mehr raus, egal wie sehr dir das, was diese Partei da macht zuwider läuft.

          Ansonsten denke ich schon, dass sich die "jungen Altkommunisten" eher bei der DKP tummeln dürften, als bei der Linken. Schließlich will die DKP den Systemwechsel, die Linke eine "radikale" Reform des Systems (also das System trotzdem in den Grundzügen erhalten). Die Linke. erscheint mir viel eher wie eine "linke" SPD, als wie eine "rechte" DKP.

    • Ich glaube es ging um Gespräche innerhalb des SDS, nicht um Äußerungen im StuPa.

      Alle weitere Konflikte empfehle ich jedoch allen Beteiligten intern auszutragen und nicht auf dem webMoritz. Die Debatten rund um den AStA haben gezeigt, dass diese öffentlich geführten Streitgespräche für niemanden förderlich sind. (Nur so ein tipp :wink: )

    • David Noack sagt:

      Es geht hierbei wirklich um interne Äußerungen, u.a. die Geschichte betreffend.

  3. “sozialismus” “demokratisch” “kommunistisch” —- das hatten wir alles auf verheerende Weise schon mal —- dass die Ossis nie dazu lernen ist traurig …. !

    • FJS sagt:

      Da stimme ich dir zu. Drei ablehnenswerte Begriffe einer überkommenen, gefährlichen Ideologie. Jeder aufrechte Bürger dieses Landes sollte aus vollem Verstand und Herzen antisozialistisch, antidemokratisch und antikommunistisch eingestellt sein!

    • wayne interessierts sagt:

      @ede a.k.a der letzte Spießbürger:
      Mauer im oder Brett vorm Kopf?
      btw: Der Kaiser ist tot, der Führer auch und sogar der Kalte Krieg ist schon vorbei. Ach ja, und eh ich es vergesse, deine Zeit ist auch schon vorrüber.

      • der Marxismus-Leninismus bzw. Kommunismus/Sozialismus ist auch vorbei, das hast du vergessen zu erwähnen! bürgerliche, liberale und konservative Werte hingegen leben stets weiter und sind zeitlos

        ach, mein Karl-Theodor zu Guttenberg macht das ganz gut inzwischen mit der Warnung vor Kummunisten, die Nachfolge ist also gesichert und die Roten müssen sich schon mal warm anziehen

        • wayne interessierts sagt:

          Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich die Familiengeschichte anschaut, wird einem schnell klar, dass Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg in einem Umfeld aufgewachsen ist, in welchem sich nur die Frage stellt Führer oder Kaiser, immerhin ist sein Stiefvater sogar Sohn des Außenministers des Deutschen Reiches.
          Was deine Ansichten allerdings mit Liberalität gemein haben sollen, ist mir schleierhaft.

          btw: bürgerlich+konservativ = doppelt gemoppelt

          übrigens: deine Kommentare werden bei http://www.schwarzekarte.de bestimmt bejubelt, also mach es dir nicht so schwer.

        • Ich lese da nur Neid heraus aus dem Kommentar. Lass mal den Karl-Theodor in Ruhe, der kann nichts für deine Ostblockjugend und deine Minderwertigkeitskomplexe…

        • Sein Vater ist übrigens Dirigent und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse sowie des Bayrischen Verdienstordens. Sein Opa war im Umkreis des militärischen Widerstands gegen Hitler aktiv und später MdB und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

          Und was sagt uns das? Eigentlich nichts…

          PS: Nicht vom Thema ablenken. Das Thema sind die bösen Rosaroten!

        • wayne interessierts sagt:

          was du so alles rausliest, ist mir ganz schön schnuppe. Dass du mich aufgrund meiner, von dir vermuteten, Herkunft diskriminierst, zeigt nur wieder erneut, was für eine narzistisch-elitäre und antidemokratische Denkweise du hast.

          btw: soll “die bösen Rosaroten” eigentlich gleich “schwul-lesbische Linke, die für den Sittenverfall verantwortlich sind” bedeuten oder was wolltest du damit sagen?

    • Manfred Peters sagt:

      Edmund Dein geistiger Vater ist doch noch nicht tot. Du must darum noch nicht als seine Reinkarnation auftreten. Zitat Edmund Stoiber im Wahlkampt 2005:
      “Die Frustrierten im Osten dürfen nicht über unsere Zukunft entscheiden.”
      “Es gibt nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern!!!”
      Bleib bei uns und mach bitte weiter so mit Deinen süßen Kommentaren. Du erfüllst damit so schön das Klischee vom bornierten Besserwessi!

  4. Marco Wagner sagt:

    @Edmund und FJS
    vor allem “antidemokratisch” sollte “jeder aus ganzem Herzen sein”… :lol:
    …in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung… :wink:
    …aber Danke für den Kommentar Edmund, jetzt weiß ich endlich, das ich dich poltisch in das königlich-bayerische Lager einordnen kann und nicht in das demokratisch-konservativ-bayerische… :lol:

    • Marco Wagner sagt:

      ich meinte natürlich “politisch”

    • mit “demokratisch” war die “DDR-Auffassung davon was Demokratie sei” gemeint, nicht echte Demokratie

      • sagt:

        Na aber mit der haste ja auch Deine Probleme, ne?!
        Was hält Dich denn noch im Osten? Du hast doch mit Bestnoten Deinen Abschluss geschafft, in welchem Kackfach auch immer…
        Deine ekelhafte Arroganz fällt Dir irgendwann nochmal auf die Füße, das ist sicher.
        Dass Du scheinbar nie etwas gelernt hast ist das eigentlich traurige…

        • Greifswald liegt im Norden. Kauf dir mal ne Landkarte du Dummy.

        • Marco Wagner sagt:

          @Stoiber
          Greifswald liegt im Nordosten. Dass heißt im östlichen Teil des Nordens.
          Und mal ehrlich:
          Du hast doch deinen Abschluss! Was willst du dann noch hier in den Neuen Bundesländern (umgangssprachlich: “Osten”, oder für dich als Bayer: “Dunkeldeutschland”, andere Redewendungen: “(Bei Honeckern) Drüben”)?
          Du bekommst hier 10-20% weniger Geld, als in den Alten Bundesländern!
          Also, was hält dich hier eigentlich noch?
          Oder hat dich der Westen, wegen deiner Intoleranz und Arroganz in den (Nord-) Osten abgeschoben und will dich nie wieder sehen?
          Ich könnts ihm nicht verübeln…

        • Deinen Vermutungen zutrotze bin ich wirtschaftlich unabhängig genug um wohnen zu können wo ich will. Und mal ehrlich, die Ostsee ist doch spitze! Geographisch, historisch und sprachlich liegt Greifswald im Norden Deutschlands und nicht im Osten. Wäre Greifswald im Osten, dann wäre auch München im Osten. “Östlicher Norden” passt aus meiner Sicht besser als “Nordosten”. Was haben den die tumben Pommern mit den Sachsen zu tun? Nix. Mit Mecklenburgern, Holsteinern, Schleswigern, Friesen und Hamburger? Eine ganze Menge.

  5. Rosi sagt:

    ich schätze, Edi’s und FJS’s Beiträge waren ironisch gemeint und die drei Begriffe bewußt nebeneinander gesetzt.

  6. floordress sagt:

    Ich begrüße den Ausschluss, der leider aber auch schon lange überfällig war! Nächstes mal sollte sich der SDS dazu schneller durchringen…

  7. Ich möchte hiermit vorschlagen, das StuPa möge sich von “dielinke.SDS” als linksradikale Kaderorganisation distanzieren.

    • FSJ sagt:

      Ein Kandidaturverbot für SDS-Mitglieder, schließlich wollen sie die Demokratie abschaffen bzw. durch ihr Zerrbild ersetzen, warum sollten diese Extremisten dann bitte in einer Demokratie kandidieren dürfen. Demokratiefeinden muss entschlossen entgegengetreten werden.

  8. [...] von nicht mehr vertreten und distanzierten sich schlussendlich auch öffentlich von Ramcke (wir berichteten). Im StuPa selbst fiel Ramcke mit insgesamt circa drei Wortmeldungen negativ, weil unkonstruktiv [...]

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