Stern.de berichtet über Greifswalder Schelsky-Affäre

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. September 2008 um 10:34 Uhr

Stern.de berichtet heute über den aktuellen Stand der Greifswalder Schelsky-Affäre. Der Vorsitzender Pseudogewerkschaft AUB hat für heute eine Aussage vor dem Landgericht Nürnberg angekündigt. Wilhelm Schelsky gehörte bis 2006 zu den wichtigsten Gönnern der Stadt und war der wichtigste Mäzen des Greifswalder Sportvereins (GSV 04).

Die Greifswalder Opposition erhofft sich durch Schelskys Aussage und das Gerichtsverfahren neue Erkenntnisse, wer in Greifswalds Politik und Gesellschaft welche Gelder erhalten hat. Unter anderem ist immer noch unklar wie viel Geld Greifswalds Bundestagsabgeordneter Ulrich Adam tatsächlich erhalten hat . Der Spiegel hatte zuletzt von 200.000 Euro berichtet. Auch die Motive Schelskys und Adam sind unklar.

Die CDU schweigt zurzeit. Alle Anfragen blieben bisher unbeantwortet.

Den ganzen Artikel von Stern.de gibt es direkt hier.

(Der Autor dieses Textes ist auch der Verfasser des Textes auf Stern.de)

Bildquelle: Screenshot stern.de

Der AStA persönlich (2): Jörn Sander

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. September 2008 um 15:05 Uhr

Der AStA kämpft für uns und unsere Interessen gegenüber der Universität und gegenüber dem Land. Der AStA ist aber nicht nur Interessenvertretung der Studenten, sondern er bietet zudem viel Service und Informationen. Daran arbeiten 15 Referenten tagtäglich. Der webMoritz stellt sie Euch nun in einer kleinen Serie persönlich vor:

Jörn Sander

  • kommt aus Hannover
  • studiert Gymnasiallehramt für Deutsch und Geschichte, 8. Semester
  • Referent für Fachschaften und Gremien
  • Ich bin Ansprechpartner für alle studentischen Gremienvertreter und jeden Studierenden, der den richtigen Ansprechpartner in den universitären Gremien sucht.

Warum hast Du dich beim AStA beworben?
Ich war selbst Fachschaftsrat und die aufgewendete Zeit hat sich bezahlt gemacht. Es hat mich auch in den AStA getrieben, um hier in einem Team zu arbeiten und gleichzeitig die Struktur der Uni kennen zu lernen. Persönlich treibt mich an in den Gremien mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun zu haben – meine Idee ist es das Potential der vielen aktiven Studierenden zusammenzubringen und mit Ihnen voranzutreiben, dass Studierende an der Uni qualifiziert mitbestimmen können.

Was muss an der Uni besser werden?
Die gesamten universitären Kapazitäten dürfen nicht weiter überstrapaziert werden. Studierende hindert eine Massenuni daran sich sinnvoll fortzuentwickeln. Ein Studierender sollte nicht nur seine/ihre Frustrationsresistenz an der Uni entwickeln, sondern seine Fähigkeiten ausprägen können.

Das wichtigste hochschulpolitische Thema ist Deiner Meinung nach (zurzeit)…
…die geplanten Studiengebühren (oder auch die so genannten “Verwaltungegebühren”).

Viele Leute haben Angst vor Hochschulpolitik. Was sagst du diesen Studenten?
Angst braucht man vor den hochschulpolitischen Menschen nicht haben, vor der Hochschulpolitik schon gar nicht. Die meisten studentischen Einrichtungen haben einen praktischen Sinn, daran zu denken, hilft ganz gut über Vorbehalte hinweg. Das StuPa sind die Vertreter der Studierenden, die nicht zuletzt über das Geld jedes einzelnen Studierenden entscheiden. Der AStA vertritt die Studierendenschaft als Ganzes und kann als Helfer für soziale und studentische Probleme angesehen werden. Sich selbst zu engagieren ist an unserer Uni leicht und bringt viel in Bewegung: Alles verändert sich, wenn Du es veränderst. Doch Du kannst nicht gewinnen, solange Du allein bist.

Wenn du einen Tag Rektor der Universität wärst…
…würde ich dafür sorgen, dass ich es länger bleibe.

Deine Lieblingslocation am Abend ist… ?
Das StudentenTheater (Soldmannstraße 23).

In Greifswald zu studieren ist super, weil…
…man sich ganz gut kennen lernt, ne?!

Entspannung ist für Dich…
Ein großes Theater.

Foto: Marco Herzog

Neue Verwaltungsgebühr noch höher als 50 Euro?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. September 2008 um 23:46 Uhr

Der Bildungsminister und die Landesregierung planen zur Zeit die Einführung einer Verwaltungsgebühr, die bei 50 Euro pro Semester liegen soll. Über die Hintergründe der Gebühr hatten wir unter anderem hier berichtet. In einer neuen Pressemitteilung läßt unser AStA nun Befürchtungen verlauten, dass die Gebühr jederzeit mit einfachem Landtagsbeschluss erhöht werden könnte. 

Außerdem kritisiert der AStA die Art, wie die Debatte geführt wird. Sie werde nicht auf Augenhöhe geführt. Die geplante Gebühr könnte zudem im Landeshaushalt versacken, ohne die Universitäten zu erreichen. Im folgenden veröffentlichen wir die Pressemitteilung des AStA der Universität Greifswald im Wortlaut:

“Die Debatte am Mittwoch im Landtag löste beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Universität Greifswald Verwunderung aus: Das ständige Ausweichen und Abwiegeln der Fakten durch die Regierungsfraktionen wird der Besorgnis der Studierenden, die Erhebung eines Verwaltungskostenbeitrag betreffend, nicht gerecht.

Die hochschulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen haben eine Vorliebe für Rechenspiele: Ob der Verwaltungskostenbeitrag nun pro Monat ungefähr 8,33 Euro, pro Tag ungefähr 27 Cent oder pro Stunde ungefähr 1 Cent tut nichtszur Sache – die 50 € Verwaltungskostenbeitrag müssen zweimal im Jahr im Zeitraum von wenigen Wochen gezahlt werden. Diese Milchmädchenrechnung steht leider in dem Gegensatz zu der – von Frau Lochner-Borst, der Vorsitzenden des Bildungsausschusses und der hochschulpolitischen Sprecherin der CDU Fraktion – geforderten „sachlichen Diskussion”. Unter sachlichen Diskussionen versteht der AStA Greifswald einen Meinungsaustausch auf Augenhöhe bei dem auch Gegenargumente zu diesem Gesetzentwurf wahrgenommen werden.

Die hochschulpolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen wiegeln den Betrag von 50 € pro Semester als bezahlbar ab. Das Argument, dass auch sie früher immer Säumnisgebühren hätten zahlen müssen, kann man nicht gelten lassen: Studierende, die wenig Geld zur Verfügung haben werden nicht nachlässig mit ihrem Budget umgehen und die Zahlung einer Versäumnisgebühr riskieren.

Herr Brodkorb, der hochschulpolitische Sprecher der SPD Fraktion, gab ebenfalls zu, dass sich der Gesetzesentwurf an den des Freistaates Bayern anlehne. In Bayern fließen die Verwaltungsbeiträge allerdings direkt in den Haushalt des Landes und werden zu dessen Konsolidierung genutzt – die Hochschulen gehen leer aus. Zwar ist dies durch den Gesetzesentwurf ausgeschlossen aber indirekt könnten die Finanzmittel des Landes soweit zusammengestrichen werden, dass die Hochschulen mit den Einnahmen des Verwaltungskostenbeitrags keinen Gewinn machen. Der Gesetzesentwurf bleibt auch in sofern bedenklich, dass in Zukunft eine Mehrheit des Landtages genügen würde, den Verwaltungskostenbeitrag weiter anzuheben. Die Studierenden und die Universitäten hätten darauf keinen Einfluss mehr. 

Bei einer neuerlichen Änderung nur die Zahl „50″ durch eine Mehrheit im Landtag auf eine höhere geändert werden kann und somitnicht die Hochschulen, sondern der Landtag über die Höhe von Gebühren entscheidet.

„Hätte die Koalition sich wie behauptet an das Oberverwaltungsgerichtsurteil gehalten, hätten sie nur ein oder zwei Sätze ändern müssen. Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf ist der Vorwurf der versteckten Studiengebühren und der staatlichen Abzockeweiterhin gerechtfertigt.”, so der stellvertretende AStA-Vorsitzende Sebastian Nickel.”

Greenpeace: Mercedes- Klimaschweine

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. September 2008 um 22:53 Uhr

“Unser Umgang mit Autos ist für das Klima ein Problem” – das wollte die Greenpeace-Gruppe Greifswald bei einer spektakulären Aktion in Greifswald deutlich machen. Dazu dekorierten die Aktionisten zwei Autos als überdimensionale “Klima-Schweine” mit rosa Pappohren und -Nase. Der erste Teil der Aktion fand direkt vor dem Mercedes-Autohaus “Boris Becker” statt, der zweite Teil am Fischmarkt.

 

Die Aktion steht im Rahmen einer bundesweiten Kampagne: Danach seien Autos von Mercedes “zu schwer, zu schnell und übermotorisiert. Allein 12 Prozent des CO²-Ausstoßes in Deutschland werden vom PKW-Verkehr in die Atmosphäre geblasen.” Greenpeace kritisiert vor allem, dass diese Klimaschweine als Dienstwagen zum Großteil steuerlich absetzbar sind. Damit würde Deutschland sowohl klimatechnisch als auch in der Autoindustrie die falschen Impulse setzen.

Alles weitere in diesem (von Greenpeace produzierten) Video:

Die Gruppe bittet uns, noch ein bisschen Werbung zu machen:

Wer Lust hat, bei Greenpeace mitzuarbeiten, kann sich am 20.10. bei einem Einführungsplenum in der Fischstrasse 20 informieren. Am 28. Oktober plant Greenpeace eine weitere öffentlichkeitswirksame Aktion zum Kohlekraftwerk, das bei Greifswald gebaut werden soll.

Fotos: Arik Platzek

Fotodokumentation: Greifswald im Wandel der Zeit

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. September 2008 um 21:27 Uhr

Der Fleischervorstadt-Blog hebt in seinem aktuellen Beitrag zu Recht eine besonders spannende Fotogalerie aus Flickr hervor. Darin dokumentiert Frank-2.0 mit Hilfe von “vorher-nachher” Fotografien den baulichen Wandel, den Greifswald seit den 90iger Jahren durchlebt hat:

“Mittlerweile stehen dort 197 Bilder zur Ansicht bereit, wobei das spannendste daran mit Sicherheit das langfristig beobachtende Moment ist. Wer schon immer mal in das Stadtarchiv wollte, um alte Photographien Greifswalds zu sehen, kann sich diesen Gang sparen und das bequem vor dem Computer erledigen. Frank 2.0 hat hier in den vergangenen Jahren eine regelrechte Kartographie des (baulichen) Wandels in der Hansestadt erstellt.”

Auch wir finden diese Fotogalerie absolut sehenswert, teils sogar spektakulär. Gerade für alle neuen Bewohner Greifswald lohnt es sich, durch die Galerie zu klicken, um sich vom Wandel beeindrucken zu lassen. Innerhalb von nur zehn Jahr verwandelten sich manche Straßenzüge von einer tristen Steinwüste in das uns bekannte moderne, bunte und als historisch erkennbare Greifswald.

Kleiner Tipp: Nutzt die Flickr Funktion “Dia-Show”, um Euch automatisch und in der richtigen Reihenfolge durch die Bildgalerie tragen zu lassen. Auch im Vollbild möglich – wundervoll.

Bildquelle: Alle Copyright-Rechte verbleiben bei Frank 2.0.

Neuer Wintermoritz jetzt erhältlich

Geschrieben von | Veröffentlicht am 25. September 2008 um 01:30 Uhr

Der praktische und kostenlose Wintermoritz ist ab heute für euch im Büro des AStA erhältlich!

Der Wintermoritz ist nicht nur Taschenkalender, sondern auch Terminplanergelbeseitennotizadressbuchtapircomicstadtplan in einem und für das ganze kommende Semester gültig, wenn man ihn gut pflegt!

Ihr findet ihn im AStA-Büro und in den kommenden Tagen an immer mehr Orten in Greifswald.

Fahrradzählung: 11.000 Radler täglich

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. September 2008 um 22:40 Uhr

Am 10. Juli fand in Greifswald von morgens 6 bis abends 20 Uhr eine Fahrradzählung statt. Nun gibt es ein Ergebnis: Über 210.000 Fahrradfahrer wurden insgesamt gezählt. Das bedeutet natürlich nicht, dass Greifswald viermal mehr Fahrradfahrer als Einwohner hat. Die hohe Zahl lässt sich über die vielen Zählpunkte erklären. Ein Radler könnte je nach Route an fünf bis zehn Stationen vorbeigefahren sein. Eine absolute Zahl an Fahrern lässt daher nicht ermitteln.

Interessant jedoch ist das Verhältnis der einzelnen Zählstationen zueinander. So lassen sich wichtige Route erahnen. Ein Angelpunkt des städtischen Radverkehrs liegt demnach die Verbindungsstraße zwischen Europakreuzung und Fußgängerzone: Hier fuhren am Zähltag 11.000 Räder entlang. Andere wichtige Straßen waren mit fast 5.500 Radfahrern die Rudolf Petershagen Allee und die Wolgaster sowie Anklamer Straße.

Diese hohen Zahlen sind umso erstaunlicher, als das ein webMoritz-Leser zu Recht darauf hinwies, dass am Erhebungs-Tag, kaum noch Vorlesungen stattfanden bzw. besucht wurden. Alle Ergebnisse hier.


Zum Vergrößern, anklicken. Quelle: Stadt Greifswald.

Nun wird es spannend, ob und wie die Lokalpolitik auf die Erhebung reagiert. In der Pressemitteilung der Stadt heißt es dazu:

“Die Ergebnisse bilden eine wichtige Datengrundlage für ein Radverkehrskonzept für Greifswald, das gegenwärtig von der Stadtverwaltung gemeinsam mit zahlreichen Partnern erarbeit wird. Ziel ist es, Angebote zu schaffen, um das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto noch attraktiver zu machen. Wie Gerd Imhorst, Verkehrsplaner der Stadt, sagte, soll unter anderem noch in diesem Jahr der Radschutzstreifen in der Gützkower Straße bis zur Kreuzung Bahnhofstraße weitergeführt werden, um den Radfahrern eine sichere Fahrt in die Innenstadt und in die Bahnhofstraße zu garantieren. Auch in der Bahnhofstraße werde in Richtung Bahnhof ein Radfahrstreifen markiert, in der Gegenrichtung werde gegenwärtig der Rad- und Fußweg erneuert. Ebenfalls noch in diesem Jahr erhalte die Loitzer Straße auf beiden Seiten Radschutzstreifen. Ein vorrangiges Ziel der Arbeitsgruppe Verkehr sei es auch, die Anziehungskraft der Petershagener Allee und der Robert-Blum-Straße weiter zu verbessern, um noch mehr Radfahrer dorthin zu ziehen. Auch die Radwege in der Anklamer Straße stünden in der Priorität ganz oben. So Gelder vorhanden seien, würden diese weiter ausgebaut. Außerdem gebe es die Idee, auch in der Löfflerstraße einen Radschutzstreifen anzulegen.”

Übrigens: Vorbereitet und ausgewertet wurde die Radverkehrszählung im Rahmen einer Projektarbeit durch Johannes Hübner – einem Student am Geografischen Institut.

Quelle: Mit Dank an Daburna für die Bereitstellung eines Teil des Textes

Neue Senatsvorsitzende für mehr Transparenz

Geschrieben von | Veröffentlicht am 24. September 2008 um 21:16 Uhr

Am 17. September wurde erstmals eine Frau in das formell höchste Amt der Universität gewählt. Frau Prof. Maria-Theresia Schafmeister ist die neue Vorsitzende des Akademischen Senates. Der Senat bestimmt die grundlegenden und strukturellen Veränderungen an der Universität. So schließt oder öffnet er Studiengänge, wählt und entlässt Rektoren, beruft Professoren, beschließt Studienordnungen oder streitet mit dem Rektor, um das ein oder andere. Gewaltige Aufgaben also. Ein Grund für den webMoritz der frisch gewählte Vorsitzende einige Fragen zu stellen:

webMoritz: Sehr geehrte Frau Prof. Dr. rer. nat. Maria-Theresia Schafmeister, mit welcher Motivation stellten Sie für die Wahl als Senatsvorsitzenden auf?

Schafmeister: Neben der persönlichen Ehre, ein solch hohes Amt ausüben zu dürfen, sehe ich meine Aufgabe darin, eine vernünftige Vermittlung und angemessene Transparenz zwischen allen Ebenen der Universität, also den Studenten, Mitarbeitern und Universitätsleitung zu erreichen. Das heißt Bedingungen zu erhalten, unter denen unsere Universität optimal für Studenten und alle Mitarbeiter funktionieren kann.

webMoritz: Das Verhältnis zwischen Ihrem Vorgänger und dem Rektorat war bestenfalls “gespannt”. Denken Sie, dass Sie dies wieder entspannen können?
Schafmeister: Ich glaube fest daran, daß der Senat und das Rektorat erfolgreich zusammen arbeiten können. Im übrigen – siehe Physik – braucht es ein wenig Spannung, um zum Fließen zu kommen…

webMoritz: Welches Verhältnis wollen Sie gegenüber dem Rektorat einnehmen?
Schafmeister: Eine Mischung aus kritisch-distanziert und kooperativ.

webMoritz: Was sind in Ihren Augen die größten Herausforderungen der Universität Greifswald in der nächsten Zeit?
Schafmeister: Anstehend die Zielvereinbarungen mit dem Ministerium basierend auf dem Hochschulentwicklungsplan. Grundsätzlich: Die Uni Greifswald in Forschung und Lehre so gut aufzustellen, dass sie vernünftig mit anderen deutschen und internationalen Hochschulen konkurrieren kann. Und zwar so, dass niemand ihren Bestand als Ganzes oder ihrer Teile in Frage stellen kann. Dabei muss die Lehre gleich auf mit der Forschung stehen.

webmoritz: Welche Position vertreten Sie im Zusammenhang mit dem Konflikt um die Zielvereinbahrungen mit dem Land M-V? Hier stehen ja in den kommenden Jahren möglicherweise erneute Kürzungen an. Wie stehen Sie dazu?
Schafmeister: Um so etwas erfolgreich zu verhindern, muss schon der Hochschulentwicklungsplan klug entworfen werden.

webmoritz: Das Land möchte eine pauschale Semester-Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 Euro einführen. Wie stehen Sie dazu?
Schafmeister: Notwendige (wenn sie es denn sind!) Gebühren müssen meines Erachtens nach auf korrekten Kalkulationen beruhen, wofür eigentlich welche Summen anfallen (wenn sie denn wirklich anfallen). Diese Kalkulationen kenne ich nicht!

webmoritz: Vielen Dank für die Antworten und viel Erfolg im Amt.

Das Gespräch führte Sebastian Jabbusch
Bildquelle: Universität Greifswald, Jan Meßerschmidt

Erstmals in 552 Jahren: Uni hat eine Senatsvorsitzende

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. September 2008 um 23:52 Uhr

Um genau 16 Uhr verkündete heute der scheidende Senatsvorsitzende Prof. Matschke bei der Wahl zum neuen Senatsvorsitz der Ernst-Moritz-Arndt-Universität das eindeutige Ergebnis:
Professorin Dr. Maria-Theresia Schafmeister ist die neue Senatsvorsitzende unserer Universität. Und sie ist, wie vom bisherigen Senatsvorsitzenden Professor Matschke betont wurde, die erste Frau in einem solch hohen Gremium seit Gründung der Universität.

Prof. Schafmeister vom Lehrstuhl für Angewandte Geologie/ Hydrogeologie wurde auf Vorschlag des stellvertretenden Senatsvorsitzenden Prof. Dr. Rosenstock von der theologischen Fakultät mit einem klaren Ergebnis von 34 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Nein-Stimme gewählt – sie war die einzige Kandidatin. 

Die 49jährige Geologin ist alleinerziehend und hat einen 14jährigen Sohn. Neben ihrer Lehrtätigkeit ist sie u.a. Managing Editor des “Hydrogeology Journal”, engagierte sich beim Joint Graduate and Education Programme Hanoi-Greifswald und gegen das Steinkohlekraftwerk in Lubmin.

Mit der Wahl zur Senatsvorsitzenden leitet Professorin Schafmeister nun das zweite zentrale Organ der Universität neben dem Rektorat und löst Professor Dr. Matschke als Senatsvorsitzenden ab, der nach über zwölfjähriger Mitgliedschaft im Senat und zweijährigem Senatsvorsitz aufgrund der vom Bildungsministerium versagten Dienstverlängerung am 30. September 2008 in den Ruhestand gehen wird.

Link: Pressemitteilung der Universität Greifswald

Kein Strafverfahren gegen OB König

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. September 2008 um 23:48 Uhr

Der Oberbürgermeister von Greifswald, Dr. Arthur König, erklärte gestern in einer Pressemitteilung, dass mit Schreiben vom 11. September 2008 die Staatsanwaltschaft Hof mitgeteilt hat, gegen ihn kein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung einleiten zu wollen. Begründung: Kein Verdacht einer Straftat seitens der Staatsanwaltschaft.

Es habe sich im Rahmen der Ermittlungen zur Strafanzeige nicht einmal ein Anfangsverdacht einer Straftat ergeben. Nach Erklärungen in der Pressemitteilung wurde mitgeteilt, dass die Staatsanwaltschaft die Einstellung damit begründete, dass die Steuerfahndung Nürnberg die Währungen verwechselt hätte. So wurden aus 8000 DM der gleiche Betrag in Euro. Ein Betrag in Höhe von 8000 DM lag jedoch nicht oberhalb des 2001 geltenden Schenkungssteuer-Freibetrages in Höhe von 10.000 DM.

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