Premiere von Shakespeares „Was ihr wollt“ im Greifswalder Museumshafen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 29. Juni 2008 um 15:06 Uhr

shakespeare - was ihr wollt

Am Freitag, den 27.06.2008, fand die große Premiere der Shakespeare-Komödie „Was ihr wollt“ auf der Freilichtbühne am Museumshafen Greifswald statt. Das um 1600 entstandene Stück wurde dabei nicht nur durch Schauspiel, sondern auch Choreographie und Musik modern in Szene gesetzt.

Die Geschichte…

Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian erleiden Schiffbruch, werden im Meer getrennt und an der Küste Illyriens angeschwemmt. Beide halten den jeweils anderen für im Meer ertrunken und versuchen nun, sich auf der für sie fremden Insel Illyrien zurechtzufinden. Viola verkleidet sich als Mann und heuert am Hofe Orsinos, des Herzogs von Illyrien, an. Alsbald verliebt sich Viola unsterblich in den Herzog, der jedoch in die schöne und reiche Olivia verliebt ist. Olivia aber will von seinem Werben nichts wissen, so dass Orsino seinen Pagen Viola, die sich jetzt Cesario nennt, zu Olivia schickt, um an seiner statt um sie zu werben. Auch Olivia hält Viola/Cesario für einen Mann und verliebt sich auf Anhieb in ihn. Als dann auch noch Violas/Cesarios Zwillingsbruder Sebastian auftaucht, werden beide für die gleiche Person gehalten und es kommt zu allerlei aberwitzigen Szenen und vielen Verwirrungen…

Moderne Inszenierung mit klassischen Elementen

Schauspieler und Regisseur Matthias Nagatis drückt der Komödie „Was ihr wollt“ mit seiner modernen Inszenierung einen Stempel der Szene aus was ihr wolltLeichtigkeit auf, ohne die melancholischen Momente der Liebe zu vergessen. Immer wieder wird zwischen den überwiegend heiteren und farbenfrohen Szenen – gekonnt umgesetzt durch phantasievolle Kostüme, beschwingte Musik und lebenslustige Tänze – auch die andere, die traurige Seite der Liebe dargestellt. Um die Tiefe der Gefühle, die Shakespeare mit seinen Texten zum Ausdruck brachte, dem Publikum noch näher zu bringen, wurden originale Textpassagen von Andreas Murnau vertont. Die Umsetzung der Melodie mit einer Laute, die Marco Bahr (Narr am Hofe Olivias) eigens für diese Inszenierung zu spielen lernte, schafft dabei das Gefühl einer barocken Zeit, die sich im Wechselspiel mit den vielen modernen Elementen des Stückes befindet. Anspielungen auf die aktuelle Fußball-EM und die Einbeziehung der lokalen Gebäude und Straßen (z.B. Marienkirche, Roßmühlenstraße) gehören dabei ebenso zu der neuen Interpretation wie die teilweise doch recht neu-deutsche Umgangssprache der Figuren, die zur Erheiterung des Publikum beiträgt.

Matthias Nagatis überzeugt jedoch nicht nur mit seiner hingebungsvollen Inszenierung. Auch als Antonio, Sebastians Freund, gelingt ihm eine überzeugende Darstellung, die den anderen Schauspielern in nichts nachsteht. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus Marta Dittrich, die als Olivias Kammermädchen mit ihrer Quirlichkeit und Liebeslust eine außerordentliche positive Präsenz zeigt. Als Sinnbild der beschwingten Leichtigkeit dieser Komödie stechen zudem insbesondere Markus Voigt und Hannes Rittig hervor, die als die stets betrunkenen Sir Toby Rülps und Sir Andrew Leichenwang nicht nur für Schabernack und jede Menge Spaß stehen, sondern auch perfekte Übergänge zwischen Schauspiel, Ballett und Musik schaffen.

Lest hier, was das Publikum über das Stück denkt…

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„Was ich auf Reisen suche, ist das Fremdsein ganz und krass…“

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Juni 2008 um 22:57 Uhr

Wolfang Koeppen ist nicht nur Autor der bedeutenden deutschen Nachkriegstrilogie, die „Tauben im Gras“, „Das Treibhaus“ und „Der Tod in Rom“ umfasst, auch machte er sich zeitlebens einen Namen mit Reiseessays, Reisereportagen und eigens für den Rundfunk verfasste Manuskripte, in welchen Koeppen die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen „literarisierte“.
Prof. Dr. Erhart
Prof. Dr. Walter Erhart, seit 2007 Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und ehemals Professor für Neuere Deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Greifswald, leitete von 2001 bis 2007 das Wolfgang-Koeppen-Archiv der Ernst-Moritz-Arndt-Universität. Er war maßgeblich beteiligt an der Neuedition einer Koeppen-Gesamtausgabe, die 2007 im Suhrkamp Verlag erschien. Herr Prof. Dr. Erhart beantwortet Fragen zur Neuedition der Werke Koeppens und zu Koeppen als Verfasser von Reiseliteratur.

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Ostseefestspiele 2008 mit Shakespeare-Premiere

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Juni 2008 um 22:11 Uhr

Als Student weiß man: Im Sommer abends am Museumshafen lässt sich mit Freunden entspannt der Tag ausklingen. Demnächst werden sich, etwa unter der Musik der Hornfischbar, wieder klassische Melodien mischen.

shakespeare - was ihr wollt

Denn nicht unweit der weißen Steine steht eine Open-Air-Bühne. Bis jetzt im Winterschlaf, wird das Rund schon bald wieder bespielt werden. Denn die Ostseefestspiele 2008 erreichen den Greifswalder Museumshafen.

Zur Eröffnung, am 27. Juni um 19.30 Uhr, wird „Was ihr wollt“ von William Shakespeare gespielt. Es ist eine Komödie in fünf Akten, dargeboten mit Schauspiel, Ballett und Orchester und erst recht durch die besondere Open-Air-Atmosphäre überaus sehenswert.

Anlässlich der Ostseefestspiele finden auch Vorstellungen auf der Seebühne Stralsund statt. Dort wird „La Bella Musica. Die schönsten Melodien Italiens“ zu sehen sein. Die Premiere ist am 4. Juli um 20.00 Uhr.

Bereits dieser Tage wird in der Klosterruine Eldena „Pinocchio“ gespielt.

„Was ihr wollt“ von William Shakespeare – Die Geschichte…

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Uni hilft – Große Stammzelltypisierung auf dem Fischmarkt!

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. Juni 2008 um 00:18 Uhr

„Uni hilft“ heißt das große Projekt zur Typisierung von potentiellen Knochenmarkspendern, das diese Woche in mehreren deutschen Städten durchgeführt wird. Auch Greifswald ist dabei: auf dem Fischmarkt können sich alle Interessierten zu dem Thema Knochenmarkspende beraten und typisieren lassen – und einem Leukämiepatienten vielleicht das Leben retten.

In der Bundesrepublik Deutschland erkranken zurzeit jährlich 4.000 Menschen an Leukämie (Blutkrebs). Leukämie führt in vielen Fällen zum Tod des Patienten. Wenn alle anderen Therapien versagen, gibt es nur noch eine letzte Hoffnung: eine Transfusion von Knochenmark-Stammzellen eines gesunden Spenders.

Solch eine Transfusion bedeutet für etwa zwei Drittel dieser Leukämie-Patienten die Möglichkeit zur Heilung. Die Chancen, einen geeigneten Spender zu finden, sind jedoch sehr gering, da unter mehreren tausend Personen immer nur sehr wenige das erforderliche Gewebemuster des Patienten besitzen (etwa 1:20.000).

Studierendenparlament der Universität Greifswald spendet für die gute Sache

Uni hilft Infogespräch

Für eine erfolgreiche Suche ist daher ein umfangreiches Knochenmark-Spender-Register erforderlich. Das Projekt „Uni hilft“, organisiert von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), ruft nun die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Um das Knochenmark-Spender-Register zu erweitern, informieren Greifswalder Studenten der Humanmedizin diese Woche auf dem Fischmarkt über das Verfahren der Knochenmarkspende und geben den Greifswaldern die Möglichkeit, sich gleich vor Ort Blut abnehmen und es typisieren zu lassen. Die Greifswalder Medizinstudenten werden in ihrem Vorhaben vom Institut für Immunologie unterstützt, welches sich bereit erklärt hat, die Analyse und Aufbereitung der Blutproben zu übernehmen. Und auch das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Greifswald macht sich für das Projekt stark und unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 1.000€.

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Festival-Times Teil 4

Geschrieben von | Veröffentlicht am 23. Juni 2008 um 23:32 Uhr

Und hier gibt es nun die Samstag-Ausgabe der Festival-Times. Wieder vollgepackt mit spannenden Einblicken ins Gristuf-Festival, die Workshops und die Menschen, die Gristuf ausmachen.

Viel Spaß!

moritz 71 – Juni 2008: Wie finanziere ich mein Studium? Bildungskredite im Blickpunkt

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Juni 2008 um 20:48 Uhr

Aloha!

Das ‚aii‘ am Wetter in HGW(aii) lässt uns seit Mai auf einen ganz fantastischen Sommer hoffen und so befinden wir uns in einem der besten Semesterabschnitte des gesamten Jahres.
Die EM lässt uns rollen, der Strand ruft und GrIStuF spült internationale Faszinationen und Schönheiten gleich dutzendfach an unsere Strände. An welchem Strand man derweil am besten aufgehoben ist, versuchen wir euch zu verraten.
Und während ihr mit eurem eigenen Leben beschäftigt seid,machten wir uns Gedanken über andere Leben. So zum Beispiel dem Leben als Mutter, dem Leben als AStA-Vorsitzender und dem Leben als Fisch unter Kredithaien. Die Erkenntnisse dazu sind erwartungsgemäß
individuell, aber nachlesbar.

Wir geben zu: Das Leben als StuPist ist nicht leicht. Damit die verantwortlichen StuPisten ruhmreich erscheinen können, machten wir uns die Mühe einer genaueren Analyse ihrer bisherigen Arbeit. Wir hoffen, sie wissen diese zu schätzen.

Allerdings hoffen wir auch, dass Schreiben sexy macht. Genauere Ergebnisse im nächsten Heft ab dem 7. Oktober. Wer uns blind vertraut, sollte sich schnellstens melden: Jeden Donnerstag um 18 Uhr in der Wollweberstrasse 4!

Die aktuelle Ausgabe könnt ihr euch als pdf hier herunterladen! Viel Spaß damit!

Geschrieben von Euer moritz

Trinksprüche vom Unichor

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 21:42 Uhr

Der UnichorAm Samstag (21.06) und Sonntag (22.06) ist es mal wieder so weit, der Unichor präsentiert sein können.
Doch dieses Jahr wird alles anders, diesmal ist es kein Klassisches Stück, das dem einen oder anderen langweilig anmuten mag, sondern ein abwechslungsreiches, anzügliches und spannendes Stück, namens Carmina Burana.

Carmina Burana (lat. “Beurer Lieder” oder “Lieder aus Benediktbeuern”) ist der Name einer Sammlung von Lied- und Dramentexten. Inhaltlich handelt es sich dabei um moralisch-satirische Lieder, Frühlings- und Liebeslieder, Minne- und Trinklieder wie auch geistliche Dramen.

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Koeppentage 2008 – Literaturpreis geht an Sibylle Berg

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 21:25 Uhr

Sibylle BergAm 23. Juni beginnen die Koeppentage 2008. Gleich zu Beginn, dem 23. Juni um 20.00 Uhr, wird im Café Koeppen der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis an die Schriftstellerin, Dramatikerin und Journalistin Sibylle Berg verliehen. Dr. Arthur König, der Oberbürgermeister selbst wird den Preis überreichen.

Vorgeschlagen hat Sibylle Berg der letzte Preisträger, wie es bei dieser Auszeichnung üblich ist. In diesem Fall Bartholomäus Grill, mit der Begründung: „Meine Wahl ist auf Sibylle Berg gefallen, weil sie wie keine andere deutschsprachige Schriftstellerin die Seelenverwüstungen im veloziferischen Zeitalter der Globalisierung mit scharfer und zugleich selbstironischer Feder seziert. Wolfgang Koeppen würde sie gerne lesen!“ Der Preis wird seit 1998 im Zwei-Jahres-Turnus verliehen.

Die Koeppentage am 27. und 28. Juni sind nicht minder interessant. Wichtige Vertreter der zeitgenössischen Literaturszene werden anreisen und ihre Werke vorstellen. Der diesjährige Themenschwerpunkt ist „Zeitwenden und Zeitschmerz“.

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Festival-News Teil 3

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 21:07 Uhr

Und hier gibt es nun die Donnerstag-Ausgabe der Festival-News. Wieder vollgepackt mit spannenden Einblicken ins Gristuf-Festival, die Workshops und die Menschen, die Gristuf ausmachen:

Die neue Ausgabe der Festival-Times

Download hier.

Mehr Gristuf-Coverage gibt es hier

Studiengebühren in M-V: ja, nein oder ein bisschen?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 20. Juni 2008 um 10:44 Uhr

Wie die Ostsee-Zeitung heute meldete, ist der Versuch, die sogenannte “Verwaltungsgebühr” für Studenten noch kurz vor der Sommerpause wieder einzuführen, gescheitert.

Die alte Verwaltungsgebühr von 10 Euro (Jedes Semester für die Rückmeldung) wurde vom Oberverwaltungsgericht Greifswald im März diesen Jahres kassiert, nachdem ein Greifswalder Student dagegen geklagt hatte (wir berichteten hier und hier).

Bildungsministerium

Foto: Das Schweriner Bildungsministerium

Nun könnte es für die Studenten doppelt und dreifach dicke kommen. Bildungsminister Henry Tesch (CDU) wollte eine neue Verwaltungsgebühr über 50 Euro einführen.

Dies lehnte die SPD-Fraktion am Dienstag im Kabinett jedoch ab. Das Gesetz sollte die rund 35 000 Studenten im Land mit knapp vier Millionen Euro pro Jahr an Gebühren und Beiträgen belasten.

Die vom Bildungsminister vorgeschlagenen neuen “Verwaltungsgebühren” sollten 50 Euro pro Student und Semester (zusätzlich!) betragen. Die alte 10 Euro Verwaltungsgebühr wurde mit Hilfe des Greifswalder StuPas & AStAs gekippt. Allerdings sprach sich das Gericht nicht gegen Verwaltungsgebühren ganz generell aus, wie es sich der AStA erhofft hatte. Das Gericht stellte lediglich fest, dass eine Ermächtigungsgrundlage im Landeshochschulgesetz dafür fehlt.

Also nur ein Formfehler, den der Bildungsminister nun beheben wollte, um im gleichen Atemzug die Gebühr zu verfünffachen.

Weiter schreibt die OZ:

“Die Vorlage sah [zudem] eine Semestergebühr für Studierende über 55 Jahre sowie eine Zweitstudium-Abgabe in Höhe von jeweils 500 Euro vor. Im Gegenzug sollten befristete Professorenverträge künftig leichter verlängert werden können.

Die CDU-Fraktion wischte umgehend den Vorschlag der Sozialdemokraten vom Tisch, vom Wintersemester an wenigstens die zehn Euro Rückmeldegebühren wiedereinzuführen. Die Folge: Die Hochschulen müssen nicht nur etwa zwei Millionen Euro an bereits kassierten Beiträgen an die Studenten zurückzahlen. Ihnen drohen künftig weitere Einnahmeverluste von mindestens 700 000 Euro pro Jahr.”

(Info: Dieser Artikel wurde am 20. Juni um 20.10 Uhr teils neu formuliert.)

*Update 21. Juni 2008*:

Der Bildungsminister hat aus aktuellem Anlass eine Pressemitteilung verbreitet in der er Studiengebühren weit von sich weist.

“Bildungsminister Henry Tesch zeigte sich verwundert über Aussagen in einigen Medien, dass Studiengebühren in Mecklenburg-Vorpommern eingeführt werden sollen.

Minister Tesch: “Das ist Quatsch! Studiengebühren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht und wird es auch künftig für ein grundständiges Präsenzstudium nicht geben. Das ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vereinbart und der gilt selbstverständlich. Wer behauptet, ich wollte Studiengebühren durch die Hintertür einführen, spielt hier in unverantwortlicher Weise mit Ängsten der Menschen. [...]“

Quelle: MV Regio

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