Kampfabstimmung im Senat?

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. März 2008 um 20:27 Uhr

Der Buschfunk an der Universität ist ja bekanntlich laut. Glaubt man ihm, so will auch Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt vom Zoologischen Institut für den Senatsvorsitz kandidieren. Hildebrandt war bereits im vergangen Semester als Nachrücker in den Senat gekommen. Er träte damit gegen den jetzigen Vorsitzenden, BWL-Professor Manfred Jürgen Matschke, an, der bereits sein Interesse an der Fortsetzung dieser Arbeit bekundet hat (siehe hier).

Der Senatsvorsitzende gilt als mächtiger Gegenspieler des Rektors. Er wird vom erweiterten Senat der Universität gewählt, der zu einem Drittel mit Studenten besetzt ist. Der Senat ist das höchste Gremium der Universität.

Bildquelle: Institut-Seiten.

Die P-Frage

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. März 2008 um 19:51 Uhr

In Greifswald steht demnächst nicht nur die OB- (Oberbürgermeisterwahl), sondern auch die P-Frage an. Ich meine damit die Wahl zum StuPa-Präsidenten.

Nachdem die Studenten im Januar ein neues Parlament gewählt haben, tritt dieses Mitte April erstmals zusammen. Dabei wird in der ersten Sitzung praktisch als erster Tagesordnungspunkt ein neuer Präsident gewählt. Gewählt wird der Präsident von den 27 neuen StuPa-Mitgliedern.

Obwohl der StuPa-Präsident ein formell neutrales und rein protokollarisches Amt ist, gilt es doch als einflussreich. Das hängt zum einen mit der Möglichkeit zusammen die Tagesordnung zu setzten, zum anderen mit der Diskussionsführung. Diese kann von strikt und schnell bis zu locker und nachsichtig variieren und entsprechend auch lenkend in die Diskussion eingereifen. Das Amt wurde vor zwei Jahren noch aufgewertet, weil seitdem AStA-Mitglieder nicht mehr gleichzeitig StuPa-Mitglieder sein dürfen.

Derzeit einziger (niemand anderes hat bisher öffentlich Interesse angemeldet) Kandidat ist Frederic Beeskow (Bild). Er gilt auch deshalb als aussichtsreich, da er keines der zwei Lager (Jusos / Linke vs. RCDS / LHG) direkt vertritt, sondern eher als Vermittler auftritt. Politisch ist er links bis liberal zu verordnen und hat damit allen Seiten etwas zu bieten. Zudem war Frederic bereits im vergangen StuPa Präsident und nicht negativ aufgefallen.

Bildquelle: wahlmoritz 2008

Kammermusik zum Wohlfühlen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. März 2008 um 18:10 Uhr

Sie sprechen sich herum. Immer mehr. Immer weiter. Dabei sind die Barther Kammermusiktage im Ringhotel „Speicher“ in der Boddenstadt und in der Region längst kein Geheimtipp mehr.

Bereits zum siebten Mal laden Martin Panteleev und sein Art Club in diesem Jahr zum einwöchigen Festival mit den fünf Konzertterminen ein. Wer elitäre Traditionspflege der klassischen Literatur erwartet, der wird überrascht. Mit einer bestechenden Mischung aus bekannter Klassik und selten Gehörtem, Besetzungsformen von Duo bis Kammerorchester, von bewusster Traditionspflege und lokaler Nachwuchsförderung.

Denn der bulgarische Konzertmeister, Geiger und Komponist hat Barth seit 2001 für sich immer mehr als seinen musikalischen Hafen entdeckt. In tiefster Dankbarkeit. Trotz der jüngsten Erfolge in der Berliner Philharmonie, bei der ersten Konzerttournee durch die USA oder den Auftritten in Amsterdam kehrt Martin Panteleev gern an den Bodden zurück. Kein Wunder. Seit Jahren hält ein aufmerksam lauschendes und stetig anwachsendes Publikum ihm und seinen Mitstreitern die Treue. Saßen 2001 vierzehn Zuhörer im ziegelsichtigen Konzertsaal des einstigen Getreidelagers und heutigen Vier-Sterne-Hotels am idyllischen Yachthafen, so bricht in diesem Jahr die Nachfrage beim Veranstalter alle Rekorde. Und das im verflixten siebten Veranstaltungsjahr!

Über 220 Gäste wohnten am vergangenen Freitagabend dem Eröffnungskonzert mit dem Hamburger Solisten unter der Leitung von Martin Panteleev bei. Nicht  allein das. Der restlos ausverkaufte Auftakt endete mit gleich drei Zugaben unter stürmischen Applaus. Kein Wunder. Antonio Vivaldis Concerto grosso für zwei Violinen in d-Moll op. 3, Johann Sebastian Bachs Doppelviolinkonzert in d-Moll BWV 1043 und Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Konzertante für Violine, Viola und Orchester KV 364 rissen mit. Nicht allein dank der zupackender Spielfreude der Solisten Dana Anka (Violine), Ivo Krastev (Viola) und Martin Panteleevs. Denn anders als üblich nahm sich Letzterer zwischen den Programmpunkten Zeit und gab den Gästen eine kurze erläuterte Hörprobe des folgenden Werks. So vorbereitet genossen Liebhaber wie Kenner gleichermaßen intensiver.

Mit gut 140 verkauften Karten fand am Samstag das Recital der Eheleute Panteleev seinen bisher stärksten Zuspruch. Anders als üblich hielten sich der Violinist und die Pianistin nicht buchstabengetreu an das Protokoll des angekündigten Programms. Sie erweiterten es schlichtweg. Als Dank und zur Freude der Anwesenden. Als Einstimmung auf die vom Tonfall zu weil stark an Mozart erinnernde „Frühlingssonate“ in F-Dur op. 24 von Ludwig Beethoven gaben Lida und Martin Panteleev eine Violinsonate von Johann Sebastian Bach. Manuel de Fallas Suite Populaire Espagnole, vor allem aber der in der Kammermusik bislang zu Unrecht geschmähten Tangos des  Argentiniers Astor Piazollas gerieten unter den Händen der harmonierenden Duopartner zu einer Ohrenweide. Das galt ebenfalls für die ergreifenden Rumänischen Tänze Béla Bartóks und dem fast teuflisch dargebotenen Scherzo in c-Moll von Johannes Brahms.

Wer die warmherzige, ja fast intime Nähe zwischen Publikum und Künstlern erleben möchte, sollte am Georgi Mundrovs Klavierabend am Mittwoch, den mit Klassik unterfütterten Tangoabend mit Werken Astor Piazollas am Freitag ab 19.30 Uhr oder das musikalischen Abschlussmarathon am Samstag ab 19 Uhr im Ringhotel „Speicher“ in Barth nicht verpassen. Denn der den Romantikern gewidmete Abend hält Robert Schumanns Fantasiestücke für Klavier und Violoncello, Johannes Brahms Klavierquartett op. 25 „alla zingarese“, Antonin Dvoráks Klavierquintett op. 81 und Franz Schuberts „Forellenquintett“ bereit.                               
Geschrieben von Uwe Roßner

Erstsemesterwoche – die wichtigsten Termine

Geschrieben von | Veröffentlicht am 31. März 2008 um 11:25 Uhr

Mittwoch, 02.04.08: Begrüßungs-Tag mit Kistenparty

Samstag, 05.04.08: Fussballturnier und Mensaclub

Sonntag, 06.04.08: Auf nach Insel Hiddensee

Mittwoch, 09.04.08: 11.00-14.00h öbi in der Mensa am Wall

Donnerstag, 10.04.08: 11.00-14.00h Markt der Möglichkeiten in der Mensa am Wall Alle Termine gibt’s ausführlich auf der AStA-Website hier.

Bildquelle: Uni-Greifswald.de

Nazis verschmieren WC-Häuschen

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. März 2008 um 13:27 Uhr

Es ist ein Kleinkrieg, um den “öffentlichen Raum” oder “die Straße”. In den letzten drei Monaten sprayten, klebten und malten Unbekannte (wahrscheinlich rechtsextreme Kameradschaften) in Greifswald vermehrt Hakenkreuze und andere “nationale” Symbole und Slogans an Häuser und Laternen.

Samstag Nacht wurde der Slogan “frei – sozial – national” publikumswirksam am WC-Häuschen an der Mensa am Wall angebracht.

“Der Schriftzug »Frei – Sozial – National« ist eindeutig dem ›Kameradschaftsspektrum‹ zuzuordnen”,

heißt es auf der Website “DasVersteckspiel.de” der Civitas.

Gegen diese rechte Propaganda geht derzeit fast nur die Greifswalder Antifa-Gruppe vor. Sie überklebt die rechten Aufkleber mit eigenen und versucht Hakenkreuze und Slogans unkenntlich zu machen. Es gibt aber auch an der Kritik an der Antifa. Demnach würden ihre vielen Anti-Rechts-Poster eine Gegenreaktion geradezu herausfordern, sagen Kritiker.

Siehe auch: Uni-Forum

Radio 98eins startet wieder… *Update*

Geschrieben von | Veröffentlicht am 30. März 2008 um 00:11 Uhr

Für alle die nicht warten können: Das reguläre Programm von Radio 98eins startet ab Montag, den 07.04. Moderator Martin Geisler sagte ggü. Uni-Blog, dass es auch in der Woche davor (vor allem inhaltlich) schon wieder mehr zu hören sein wird als momentan…

Hier geht’s zum Sendeplan.

Update:

Und hier geht’s zum Internet-Stream

Institut für Physik reagiert auf Apfelfront-Aktion

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. März 2008 um 23:01 Uhr

Das Institut für Physik hat im Gebäude am neuen Campus eine neue Tafel mit historischen Fakten über den Wissenschaftler Johannes Stark aufgehangen. Damit reagierte das Institut auf eine Aktion der Satire-Burschenschaft “Malumia Grypsvaldensis” (siehe Archiv hier). Die Burschenschaft der “Front Deutscher Äpfel” (FDÄ) hatte darauf hingewiesen, dass der Nobelpreisträger Stark ein überzeugter Nazi und enger Freund Hitlers war, der die Judenvernichtung ideologisch vorbereitet hatte.

Die FDÄ kritisierte die unreflektierte Ehrung Starks und damit erneut den Umgang mit Geschichte an der Universität insgesamt. Aufgenommen wurde die Kritik von der OZ, der dpa und der Süddeutschen.

Als Lösung schlug die Truppe eine zusätzlich Informationstafel in Augenhöhe vor. “Wir freuen uns nun, dass man so schnell reagiert hat – auch wenn die Hinweise auf seine kritische Biografie noch immer recht versteckt und zu kurz sind”, erklärte Sebastian Jabbusch für die Apfelfront.

(Auszug von der Tafel über Johannes Stark; Vergrößerung durch Klick)

Senatsvorsitzender bringt sich in Stellung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 28. März 2008 um 08:56 Uhr

Die Reform des Landeshochschulgesetzes wird eines der heißen politischen Themen in diese Jahr. Nach den bisherigen Informationen plant die Landesregierung in Schwerin die demokratische Mitbestimmung an der Universität durch Studenten und Professoren möglichst stark einzustampfen und die Macht des Rektors zu stärken (ausführlich, siehe Archiv).

Jetzt hat sich der alte und vielleicht bald wieder neue Senatsvorsitzende Professor Manfred Jürgen Matschke in der Ostseezeitung gegen diesen Vorschlag ausgesprochen. Sicher ist dies auch als Signal für den, sich im April neu zusammensetzenden Senat gemeint.

Junge Union erhielt Anzeige wegen nicht angemeldeter Demo

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. März 2008 um 13:39 Uhr

Es war eine kleiner Artikel in der heutigen Ausgabe der Ostseezeitung über aus Versehen begangene Straftaten. In einem Absatz heißt es darin:

“Ebenso ein Fall für die Polizei war eine spontane Gegendemo kürzlich in Wiek. ‘Mitglieder der Jungen Union haben während einer Anti-Kohlekraftwerk-Demo eine Gegendemo gestartet’, erzählt Gunnar Mächler [Leiter der Polizeiinspektion Greifswald]. ‘Diese war jedoch nicht angemeldet, wir mussten Anzeige erstatten. Die jungen Teilnehmer waren total überrascht, sie wussten nicht, dass sie zur Anmeldung verpflichtet gewesen waren. Sie haben unwissentlich gegen das Versammlungsgesetz verstoßen.”

Das es gerade die JU Greifswald ist, die wegen nicht angemeldeter Demonstrationen eine Anzeige bekommt, darüber kann man schon mal schmunzeln…

700 x Frischfleisch – die Erstsemester kommen…

Geschrieben von | Veröffentlicht am 27. März 2008 um 13:25 Uhr

Wie der AStA heute bekannt gab, kommen doch wesentlich mehr Erstsemestler als bisher angenommen. Tatsächlich werden statt 300 bis 400 um die 700 neuen Studenten erwartet. In der Pressemitteilung des AStA heißt es:

“Am Mittwoch dem 02.04.2008 um 15.30 Uhr beginnt in der Mensa am Schießwall die Erstsemesterwoche. Den neuen Studenten wird hier die Möglichkeit gegeben die Stadt, die Uni und die Kommilitonen kennen zu lernen. Neben einer Willkommensparty in der Kiste, am Mittwoch 02.04.2008 um 20.00 Uhr, gibt es wieder das traditionelle Frühstück mit den jeweiligen Fachschaften und Vorträge über alle studienrelevanten Themen. Abgerundet wird die Woche mit einer Fahrt nach Hiddensee. Die Karten hierfür, sowie auch alle weiteren Informationen, gibt es im AStA-Büro in der Domstraße 12 oder telefonisch unter 03834/ 86 1750. [...]“

Von Uni-Blog ebenfalls ein herzliches Willkommen!

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